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Hallo Leute,

habe extra ein account eröffnet, um euch mein Problem schildern zu können. Zuerst möchte ich erwähnen, dass ich an Zwängen leide und Angsstörungen habe (Angst eine Krankheit zu kriegen oder das jemand anderem aus meiner Familie was passiert), die auch vom Fachmann bestätigt wurden. Ein geringes Selbstbewusstsein ist leider auch vorhanden.

Ich bin 28 Jahre alt und habe vor ca. 4 Jahren mein Studium hingeschmissen, weil ich mit dem Stoff schon im 1. Semester überhaupt nicht hinterher kam.
Seitdem lebe ich von Hartz4. Also habe ich noch keine Ausbildung absolviert. Das Jobcenter findet zwar Jobs für mich, aber mir fehlt komplett die Motivation zu arbeiten.

Jetzt für mich die Riesengroße hürde: Mein Berater vom Jobcenter hat für mich in einem Sportwarengeschäft 2 Probearbeitstage "klar gemacht" und wenns gut läuft, soll die Ausbildung 1 Woche später los gehen. Der Berater hat auch mein Lebenslauf an das Unternehmen geschickt und "klärt" alles für mich. Also werde ich den Chef erst am Probearbeitstag kennenlernen.

Seit dem mein Berater sich telefonisch bei mir gemeldet hat, um mir mitzuteilen, dass ich bald 2 Probearbeitstage habe, geht es mir wirklich sehr schlecht. Ich weiß garnicht, wie ich es 8 Std. am Tag aushalten soll. Seit dem Anruf verfalle ich einfach in Depressionen. Ich denke gefühlt jede Minute an die Probetage. Es ist so schlimm, das ich angefangen habe, davon zu träumen und ich schlafe deutlich schlechter als vorher.

Es ist übrigens nicht nur beim Job so. Ich habe überhaupt keine Motivation im Leben. Ich schlafe bis Mittags, bin fast den ganzen Tag zuhause, ernähre mich echt ungesund und räume zuhause sehr selten auf (schäme mich dafür, wenn mal besuch kommt).

Ich weiß jetzt nicht, was ich machen soll. Werde bestimmt mega ärger vom Amt kriegen, wenn ich dort nicht hingehe.

Was soll ich machen? Bitte hilft mir

21.09.2019 04:26 • 12.10.2019 #1


17 Antworten ↓


soleil
Was sind denn deine grössten Befürchtungen, wenn du an die zwei Probearbeitstage denkst?
Ich verstehe schon, dass dir die Vorstellung, raus aus deinem gewohnten Tagesablauf, erst einmal Kopfzerbrechen und auch eine depressive Verstimmung bereitet. Immerhin hast du dich mit dem Leben, das du jetzt führst arrangiert. Aber wirklich glücklich bist du da auch nicht. Hast du dir denn schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie deine Lebensgestaltung weiter gehen soll? Du bist ja erst 28.
Vielleicht gefällt dir es sogar in diesem Sportwarengeschäft. Und es sind ja nur zwei Tage.

21.09.2019 07:21 • x 1 #2


petrus57
Moin Mo28

Bist du in psychologischer Behandlung? Vielleicht leidest du ja auch unter einer Ergophobie.

Vielleicht wäre ein 1 Euro Job für dich die bessere Wahl? Dort entsteht kein Druck und du kannst erst mal "lernen" zu arbeiten.

LG Petrus

21.09.2019 07:34 • x 1 #3


Icefalki
Willst du überhaupt den Ängsten entrinnen? Was hast du bisher getan, damit es dir besser gehen könnte? Warum ist Arbeit hinderlich bei deiner Problematik?

21.09.2019 11:47 • x 2 #4


Hallo Mo28,

ich finde es zunächst sehr gut, dass Du Deine eigene Situation versuchst, zu reflektieren. Das zeigt, dass Du schon eine gewisse Motivation besitzt, aber vielleicht nicht weißt, wie Du sie steigern könntest.

Deine Situation kann ich gut nachvollziehen. Ängste hindern einen leider an so vielen Dingen und auch ich bekomme vor Vorstellungsgesprächen oder anderen Veränderungen im Leben unheimliche Angst. Du bist also nicht alleine mit diesem Problem.

Vielleicht mal die wichtigste Frage zuerst: Willst Du diese Ausbildung überhaupt? Ist das die Richtung, die Du beruflich einschlagen möchtest?

Du sagst ja, dass Du jetzt schon Albträume hast. Hast Du eher Ängste vor den Leuten dort bzw. der Gesamtsituation oder ist das einfach eine berufliche Tätigkeit, die Du Dir nicht vorstellen kannst? Oft reagiert unser Körper ja auch mit Abwehr, wenn wir eine bestimmte Richtung nicht mögen.

Damit Du mit dem Amt keinen Ärger bekommst, würde ich schon zu den Probetagen gehen. Das hätte für Dich gleich mehrere Vorteile:

- Du kannst nachweisen, dass Du Dich um die Ausbildung bemüht hast
- Du vermeidest eine neue Situation nicht und lässt Dich auf diese ein
- Du bekommst einen Einblick in eine Branche und kannst abschätzen, ob das beruflich etwas für Dich sein könnte
- Das Amt kann Dir keinen Strick daraus binden

Sollten nämlich alle Stricke reißen und Du merkst nach den zwei Probetagen, dass es Dir psychisch schlecht geht, kannst Du ja immer noch zum Arzt und Dich krankschreiben lassen. Du kennst ja anscheinend einen Fachmann und der würde sicher auch sagen, dass der Beruf vielleicht für Dich noch zu viel ist, wenn es nach den zwei Probetagen schlecht aussieht.

Zum Thema Motivation im Leben: Hatte ich einige Zeit auch überhaupt nicht. Hinzu kamen noch die Angst und ich habe das Haus Ewigkeiten nicht verlassen. Wichtig für mich war es, mir kleine Ziele zu setzen. Schritt für Schritt habe ich mir neue Ziele erarbeitet. Erst war es ein Termin bei einer Berufsberatung, danach dann mein Studiengangwechsel, dann den Bachelor machen, Master etc.

Nun sitze ich wieder planlos hier und bin wie Du auf Jobsuche. Jetzt versuche ich mir wieder kleine Ziele zu erarbeiten, damit ich aus diesem Loch wieder herauskomme und nicht weiter abrutsche.

Du bist jetzt 28 Jahre alt und hast schon so viel erreicht und noch so viel vor Dir. Ich würde wirklich zu diesen Probetagen gehen und wenn das echt nichts für Dich ist, dann ist es eben so. Im Anschluss würde ich mal zu einer Beratungsstelle gehen, aber am besten etwas außerhalb des Amtes. Dort lässt Du Dich beruflich mal ganz in Ruhe beraten und schaust mal, was zu Dir passen könnte. Wichtig ist, dass es etwas ist, mit dem Du Dich auch identifizieren kannst, denn sonst ist die Motivation von Anfang an nicht da.

Du hattest erzählt, dass Du bereits im ersten Semester Probleme hattest. Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es den meisten Studenten so geht. Viele rasseln gleich durch mehrere Klausuren im ersten Semester oder haben unheimliche Probleme, dem Stoff zu folgen. Hatte ich auch und nach knapp 3-4 Semestern hat man den Dreh raus. Beim Studieren ist Struktur ebenfalls das A und O. Solltest Du Dir also überlegen, vielleicht noch einmal studieren zu wollen, dann kannst Du Dich auch in Deiner Hochschule an die psychologische Beratungsstelle wenden. Die kennen all diese Probleme und helfen Dir gerne weiter.

Aus dieser Situation kannst Du Dich am Ende aber nur selbst befreien! Ich weiß, dass diese Worte so verdammt blöd klingen, wenn man in einer solchen Situation drinsteckt, aber sie sind ehrlich und wahr. Geht es Dir erst einmal besser, dann wirst Du Dich ärgern, dass Du nicht schon früher den Po hochbekommen hast, zumindest war es bei mir so .

21.09.2019 12:26 • x 3 #5


Zitat von soleil:
Was sind denn deine grössten Befürchtungen, wenn du an die zwei Probearbeitstage denkst?


Die Zeit, die wahrscheinlich einfach nicht vergehen wird. Die Angst, dass ich überhaupt nicht ins Team passe. Ich werde mich am ersten Tag, wenn ich dort rein gehe fragen: "was mache ich hier überhaupt".

Das Ding ist, der Arbeitgeber wird mich zu 99% einstellen wollen, weil die ganzen Kosten vom Staat übernommen werden. Er muss für mich keinen einzigen Cent bezahlen.

21.09.2019 15:32 • #6


Zitat von petrus57:
Bist du in psychologischer Behandlung?


Nein, ich hatte bis jetzt mehrere Gespräche mit meiner Hausärztin und ein Erstgespräch bei einem Psychiater in einer Klinik. Er hat halt alles auf ein Blatt Papier geschrieben, was er bei mir für Probleme erkannt hat. Darauf hin sollte ich mir einen Fachmann suchen, damit ich meine Probleme in Griff bekomme. Leider ist es in meiner Stadt extrem schwer einen Termin beim Psychologen zu kriegen.

21.09.2019 15:38 • #7


Zitat von Mo28:
Die Zeit, die wahrscheinlich einfach nicht vergehen wird. Die Angst, dass ich überhaupt nicht ins Team passe. Ich werde mich am ersten Tag, wenn ich dort rein gehe fragen: "was mache ich hier überhaupt".Das Ding ist, der Arbeitgeber wird mich zu 99% einstellen wollen, weil die ganzen Kosten vom Staat übernommen werden. Er muss für mich keinen einzigen Cent bezahlen.


Okay, ich hatte mich schon gewundert, was das für ein übereifriger Arbeitsvermittler ist, aber der scheint Dich wohl durch die Maßnahme aus der Statistik haben zu wollen.

Im Endeffekt ist diese Ausbildung ja irgendwo auch eine Art Chance, nur ich finde es immer schwer, Chancen wahrzunehmen, wenn es einmal mental nicht so gut geht. Die Tatsache, dass das Ganze auch noch vom Staat bezahlt wird und man dementsprechend auch nicht viel Mitspracherecht bei der Stellenauswahl hat, macht das alles natürlich nicht besser.

Wie gesagt würde ich dennoch die zwei Probearbeitstage absolvieren. "Probe" heißt ja irgendwo auch, ob es Dir gefällt bzw. Du Dir das zutraust. Vielleicht ist das Team dort wirklich ganz nett, oder Du merkst, dass Dir die Tätigkeit gefallen könnte. Und wenn dies nicht der Fall sein sollte, dann kannst Du Dir immer noch auf die Schulter klopfen, weil das dann der erste Schritt zu Deiner Berufsfindung war. Selbst, wenn die Dich zu 99 % übernehmen sollten, gehst Du einfach zu Deiner Hausärztin, schilderst ihr alles und sie kann Dich für das Amt erst einmal arbeitsunfähig schreiben. Sie weiß ja sicher selbst, wie schwer es ist, einen Platz beim Therapeuten zu bekommen.

Noch einmal etwas zum Überstehen der Probetage: Ja, die kommen einem natürlich endlos lang vor, weshalb Du niemals ständig auf die Uhr schauen solltest. Sieh es wirklich als das, was es ist. Es sind zwei Termine, zu denen Du gehst, um Dir einen Einblick verschaffen zu können.

21.09.2019 16:05 • x 1 #8


Zitat von MarsWind:
Okay, ich hatte mich schon gewundert, was das für ein übereifriger Arbeitsvermittler ist, aber der scheint Dich wohl durch die Maßnahme aus der Statistik haben zu wollen.Im Endeffekt ist diese Ausbildung ja irgendwo auch eine Art Chance, nur ich finde es immer schwer, Chancen wahrzunehmen, wenn es einmal mental nicht so gut geht. Die Tatsache, dass das Ganze auch noch vom Staat bezahlt wird und man dementsprechend auch nicht viel Mitspracherecht bei der Stellenauswahl hat, macht das alles natürlich nicht besser.Wie gesagt würde ich dennoch die zwei Probearbeitstage absolvieren. "Probe" heißt ja irgendwo auch, ob es Dir gefällt bzw. Du Dir das zutraust. Vielleicht ist das Team dort wirklich ganz nett, oder Du merkst, dass Dir die Tätigkeit gefallen könnte. Und wenn dies nicht der Fall sein sollte, dann kannst Du Dir immer noch auf die Schulter klopfen, weil das dann der erste Schritt zu Deiner Berufsfindung war. Selbst, wenn die Dich zu 99 % übernehmen sollten, gehst Du einfach zu Deiner Hausärztin, schilderst ihr alles und sie kann Dich für das Amt erst einmal arbeitsunfähig schreiben. Sie weiß ja sicher selbst, wie schwer es ist, einen Platz beim Therapeuten zu bekommen.Noch einmal etwas zum Überstehen der Probetage: Ja, die kommen einem natürlich endlos lang vor, weshalb Du niemals ständig auf die Uhr schauen solltest. Sieh es wirklich als das, was es ist. Es sind zwei Termine, zu denen Du gehst, um Dir einen Einblick verschaffen zu können.


Danke für die Tipps,

Ich hatte letztes Jahr Herzrasen und wurde mehrmals mit einem Krankenwagen abgeholt, weil das Herz einfach zu schnell schlug und nicht aufhörte. Hatte auch ein 3 tätiges Krankenhausaufenthalt in einer Kardiologischen Klinik um die Ursachen abklären zu lassen.

So weit, körperlich alles in Ordnung, haben die Ärzte gesagt. Dann habe ich versucht das Thema meinem Berater zu schildern.

Seine reaktion: "Oh Schade, ist wohl etwas psychisches bei Ihnen. Ich habe für sie Telefoniert und für sie einen Termin zum Bewerbungsgespräch im Betrieb XY ausgemacht. Und sagen sie jetzt nicht, sie könnten wegen Herzbeschwerden dort nicht hin". 

Genau so lief es ab. Danach habe ich komplett aufgehört mit ihm über sowas zu reden. Wie kann man einfach so wenig mitgefühl zeigen?

Er hat mir mehrmals gesagt, dass er die Leute, die er betreut irgendwo unterbringen muss, weil seine Zahlen stimmen müssen.

Ich werde einfach dahin gehen und es versuchen. Wenns nicht klappt, dann ist das halt so und gehe zum arzt.

Übrigens wurde ich, als ich klein war, manchmal geschlagen und in der Schule über Jahre hinweg gemoppt. Mir wurde zb. genau zwischen beiden Rippen geschlagen oder ich wurde vor der ganzen Klasse mit einem Schwamm nass gemacht. Mich prägt das ganze bis heute.

Zitat von einem Mitschüler, bevor die Schulferien los gingen: "Komm ein Schlag geht noch, bevor du weg gehst". Von diesem Schlag hatte ich tagelang einen großen blauen fleck am Arm...

Vielen vielen Dank für dein Hilfe..

21.09.2019 16:47 • #9


Zitat von Mo28:
Danke für die Tipps,Ich hatte letztes Jahr Herzrasen und wurde mehrmals mit einem Krankenwagen abgeholt, weil das Herz einfach zu schnell schlug und nicht aufhörte. Hatte auch ein 3 tätiges Krankenhausaufenthalt in einer Kardiologischen Klinik um die Ursachen abklären zu lassen.So weit, körperlich alles in Ordnung, haben die Ärzte gesagt. Dann habe ich versucht das Thema meinem Berater zu schildern.Seine reaktion: "Oh Schade, ist wohl etwas psychisches bei Ihnen. Ich habe für sie Telefoniert und für sie einen Termin zum Bewerbungsgespräch im Betrieb XY ausgemacht. Und sagen sie jetzt nicht, sie könnten wegen Herzbeschwerden dort nicht hin". Genau so lief es ab. Danach habe ich komplett aufgehört mit ihm über sowas zu reden. Wie kann man einfach so wenig mitgefühl zeigen?Er hat mir mehrmals gesagt, dass er die Leute, die er betreut irgendwo unterbringen muss, weil seine Zahlen stimmen müssen.Übrigens, ich werde einfach dahin gehen und es versuchen. Wenns nicht klappt, dann ist das halt so und gehe zum arzt.Vielen vielen Dank für dein Hilfe..


Ich will Arbeitsvermittlern selbst nichts Böses unterstellen, denn es gibt dort sicher auch sehr nette Leute. Am Ende darf man aber, wie Du ja bereits selbst festgestellt hast, nicht vergessen, dass die eben nach strengen Vorgaben arbeiten müssen. Viele dieser Arbeitsvermittler sind häufig auch selbst "gescheiterte" Akademiker. Damit meine ich nicht, dass sie irgendwie schlecht in ihrem Fach sind, sondern es arbeiten einfach viele Geisteswissenschaftler, BWLer etc. als Arbeitsvermittler, da häufig für diese Position einfach ein akademischer Titel benötigt wird. Dementsprechend schlecht sind dann aber auch die Beratungs- und Jobmaßnamen. Ich meine jemand, der selbst keine Stelle außerhalb der Agentur für Arbeit gefunden hat, will einem nun zeigen, wie es richtig geht?

Wie oft dürfte ich mir von der Beratung anhören, dass ich als Akademiker, egal, was für einen Abschluss ich habe, überall gefragt wäre. Tja, dem war leider nicht so. Ist auch einer der Gründe, warum ich kein Hartz 4 beziehe, weil ich mir einfach ungerne von Leuten "helfen" lasse, die eigentlich nicht mir, sondern sich selbst und der Statistik helfen wollen.

Sollte Dir der Arbeitsvermittler zu sehr zusetzen wollen, dann würde ich mir auch immer Rat bei Sozialstellen etc. holen. Häufig bieten die es auch an, dass ein Besitzer zu den Gesprächen mitkommt, der Dich seelisch und auch fachlich unterstützen kann.

21.09.2019 17:02 • #10


Such dir unbedingt psychologische Hilfe, lass dich auf Wartelisten setzen, besser ein Therapieplatz in 6-12 Monaten als nie!
Was sind deine Ziele für dein Leben? Wovon und wie lebst du jetzt?
Hast du medis vom Psychiater bekommen?
Liebe Grüße

21.09.2019 17:05 • x 1 #11


Zitat von Mo28:
Danke für die Tipps,Ich hatte letztes Jahr Herzrasen und wurde mehrmals mit einem Krankenwagen abgeholt, weil das Herz einfach zu schnell schlug und nicht aufhörte. Hatte auch ein 3 tätiges Krankenhausaufenthalt in einer Kardiologischen Klinik um die Ursachen abklären zu lassen.So weit, körperlich alles in Ordnung, haben die Ärzte gesagt. Dann habe ich versucht das Thema meinem Berater zu schildern.Seine reaktion: "Oh Schade, ist wohl etwas psychisches bei Ihnen. Ich habe für sie Telefoniert und für sie einen Termin zum Bewerbungsgespräch im Betrieb XY ausgemacht. Und sagen sie jetzt nicht, sie könnten wegen Herzbeschwerden dort nicht hin". Genau so lief es ab. Danach habe ich komplett aufgehört mit ihm über sowas zu reden. Wie kann man einfach so wenig mitgefühl zeigen?Er hat mir mehrmals gesagt, dass er die Leute, die er betreut irgendwo unterbringen muss, weil seine Zahlen stimmen müssen.Ich werde einfach dahin gehen und es versuchen. Wenns nicht klappt, dann ist das halt so und gehe zum arzt.Übrigens wurde ich, als ich klein war, manchmal geschlagen und in der Schule über Jahre hinweg gemoppt. Mir wurde zb. genau zwischen beiden Rippen geschlagen oder ich wurde vor der ganzen Klasse mit einem Schwamm nass gemacht. Mich prägt das ganze bis heute.Zitat von einem Mitschüler, bevor die Schulferien los gingen: "Komm ein Schlag geht noch, bevor du weg gehst". Von diesem Schlag hatte ich tagelang einen großen blauen fleck am Arm...Vielen vielen Dank für dein Hilfe..


Jupp, Mobbing kann einen über Jahre hinweg verfolgen. Ich selbst werde immer sehr ängstlich, wenn ich merke, dass ich irgendwo Fehler begehe. Ich fühle mich dann immer wie der absolute Loser und möchte am liebsten alles hinwerfen, aber am Ende des Tages bringt es ja nichts. Es wird immer Leute geben, die einen fertigmachen möchten. Solche Personen habe ich im engsten Familienkreis...aber durch das Forum hier und auch so merke ich, dass die Menschen, die am meisten auf anderen herumtreten, selbst unheimliche Probleme haben. Das macht es nicht besser, aber man hat wenigsten eine Erklärung. Und wenn alle Stricke reißen, dann kannst Du ja hier auch im Jammerthread vorbeischauen . Da jammere ich auch ganz gerne. Tut wirklich gut und noch schöner ist es, dass die Leute einen hier verstehen. Man kann ehrlich sein .

21.09.2019 17:08 • #12


Zitat von nektarine:
Such dir unbedingt psychologische Hilfe, lass dich auf Wartelisten setzen, besser ein Therapieplatz in 6-12 Monaten als nie!Was sind deine Ziele für dein Leben? Wovon und wie lebst du jetzt?Hast du medis vom Psychiater bekommen?Liebe Grüße


Ja, so werde ich das wohl machen müssen.
Ich lebe zurzeit von Hartz4 und das Geld reicht mir vollkommen aus. Kann auch damit zu tun haben, weil ich ja sowieso fast den ganzen Tag zuhause bin.
Ich möchte schon irgendwann arbeiten, aber lieber ein Minijob, als ein job mit 40 Stunden die Woche.
Ich habe damals vom Psychiater Medikamente bekommen, aber sie nicht eingenommen, weil er gesagt hat, das es Nebenwirkungen beim fahren geben kann.
Ich sollte dazu sagen, dass ich meinen 75 Jährigen Opa und meine Zuckerkranke Mutter (sie hatte auch schon mal Krebs) immer wieder zum Arzt fahren muss und auf die Tabletten deswegen verzichtet habe.

21.09.2019 20:13 • #13


[/quote]Jupp, Mobbing kann einen über Jahre hinweg verfolgen. Ich selbst werde immer sehr ängstlich, wenn ich merke, dass ich irgendwo Fehler begehe. Ich fühle mich dann immer wie der absolu[/quote]

Oh Gott, wie ich das kenne. Bei mir wird mein Kopf direkt komplett rot und ich würde gerne im Erdboden versinken.

21.09.2019 20:16 • #14


Hallo!
Es ist eigentlich kein Problem unter Antidepressiva Auto zu fahren, außer während der ersten paar Tage.
Vielleicht denkst du nochmal drüber nach, so wie es dir momentan geht ist es ja kein Dauerzustand.
Liebe Grüße

21.09.2019 20:32 • x 2 #15


Zitat von nektarine:
Hallo!Es ist eigentlich kein Problem unter Antidepressiva Auto zu fahren, außer während der ersten paar Tage.Vielleicht denkst du nochmal drüber nach, so wie es dir momentan geht ist es ja kein Dauerzustand.Liebe Grüße


Achso, vielleicht habe ich das dann Falsch verstanden, ich dachte, es sei ein Dauerzustand mit dem Auto fahren.
Danke für die Info...

21.09.2019 20:38 • #16


Moin Mo28,

ich wollte Dich kurz fragen, ob Du die Probetage bereits hattest und wie es so gelaufen ist. Wie geht´s Dir?

25.09.2019 12:16 • x 1 #17


Zitat von MarsWind:
Moin Mo28,ich wollte Dich kurz fragen, ob Du die Probetage bereits hattest und wie es so gelaufen ist. Wie geht´s Dir?


Srry, für die verspätete Antwort. Ich bin leider nicht hingegangen. Mir gings echt schlecht und ich konnte die halbe Nacht nicht schlafen. Habe es mit dem Jobcenter besprochen. Die haben gesagt, dass ich mir einen Therapeuten suchen soll.
Leider leide ich auch an Hypochondrie, was mein Leben zur Zeit extrem einschränkt. Ich denke, dass ich Krebs haben könnte, weil ich seit Wochen schmerzen am Magen/Leber habe. War beim Arzt dewegen und es wird bald ein Ultraschall gemacht.
Danke übrigens für die Nachfrage

12.10.2019 04:01 • #18




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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser