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Hallo an euch,
ich wollte hier mal ein neues Thema beginnen, weil mich das wirklich mal interessieren würde, welche Erfahrungen ihr gesammelt habt, bzw.was euch geholfen hat und was nicht...
Ich hatte bislang zwei Vorgespräche bei Psychologinnen, von der einen habe ich mich sofort verabschiedet, sie wollte mich mit Medikamenten vollpumpen und meinte, dass eine Verhaltenstherapie ein langer Weg wäre, aber wenn ICH es unbedingt so haben wolle, könnte ich das haben...Zu dem Herzrasen meinte sie nur, dass mir ja nichts passieren könne und ich mir in dem Moment Ablenkung verschaffen müsste, dann wollte sie mir noch eine Broschüre in die Hand drücken, um mich über PA's aufzuklären, doch leider hatte sie gerade nur welche über Shizophrenie zu bieten...TolleErfahrung, die mich echt entmutigt hatte!
Heute war ich bei der zweiten Psychologin, sie meinte bloß, dass ich den Tod sowieso nicht beeinflussen könne und dass ich unter einer Depression leiden würde und ich solle mir ein bestimmtes Buch darüber zulegen, damit ich mit ihr darüber sprechen könne...Also, depressiv fühle ich mich wirklich nicht, was mich nervt is tdiese Ansgt und die dazugehörigen körperlichen Reaktionen...Gibt es bei uns keinen Therapeuten, der sich damit auskennt? Kennt irgendwer von euch einen guten Therapeuten in Köln? Bin langsam echt verzweifelt und endmutigt, zumal ich den nächsten Termin bei ihr erst wieder in drei Wochen bekommen habe und sich somit alles nur hinzieht...Ach so...sie meinte noch etwas von einer gründlichen, medizinischen Untersuchung vor der Antragsstellung, insbesondere beim Neuerologen...Was genau wird denn dann gemacht und untersucht? Kann mich irgendwer aufklären?
Viele Grüße, Drachenblut

16.07.2010 15:51 • 18.07.2010 #1


21 Antworten ↓


jadi
da hat sie aber recht mit der gründlichen ärztlichen untersuchung....weil auch andere krankheiten...ängste auslösen können...daher muss alles ausgeschlossen werden............der neurologe macht ein eeg mit dir und gleichgewichtstests und testet deine reflexe.........mehr net........hab auch alles soweit hinter mir.....es ist wirklich wichtig das alles ausgeschlossen wird........erst dann kann man sich auf die psyche stürzen............

16.07.2010 16:03 • #2



Erfahrungen mit Therapeuten - gut oder schlecht?

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Drachenblut, da hast du aber echt in den Müll gegriffen mit deinen Therapeutinnen!
Ich weiß nicht, ob es an eurer Region liegt, aber mir gibt solch komisches Verhalten nicht. Bin allerdings aus Thüringen (Nordhausen). Ich habe einen männlichen Therapeuten (weil ich zu Frauen kein Vertrauen habe (sind mir auf dem Gebiet zu emanzipiert, sprich sie meinen immer gleich, man soll sich nicht so haben...)). MeinTherapeut braucht auch kein ärtztliches Irgendwas, außer die Überweisung vom Hausarzt oder Psychater, letzteres nur beim Erstauftritt.
Ansonsten darf ich ihm alles erzählen was mich beschäftigt und wir schauen nach Lösungen, dass heißt im Klartext, er gibt mir Denkanstöße und verschiedene Varianten, wich selbst Lösungen finde und für mich den richtigen Weg, denn nicht immer ist der Weg des Therapeuten der, den der Patient im Leben weiter hilft.
Meine Tiefenpsychologische Therapie bestand aus insgesamt 80h (erst 50h, 20h, 10h) das ganze ging knapp 2 Jahre. Mehr finanziert die Krankenkasse erstmal nicht. Es gibt aber noch die Möglichkeit, dass man eine Therapie weiterführt, dann aber nur ein Termin im Monat über mehrere Jahre. Das finanziert auch die Kasse nach der Haupttherapie. In dieser Phase befinde ich mich seit vergangenem Jahr im September. Da war ich zur Kur und kam völlig fertig wieder. Dort wurde mir nämlich auch eine Verhaltenstherapie vorgeschlagen. Macht aber mein Therapeut nicht und da ich keinen anderen möchte, hat er mir die Ein-Monatsvariante vorgeschlagen.

16.07.2010 19:29 • #3


Oh, du kommst aus Nordhausen? Ist ja witzig, war auch schon des öfteren dort, habe in Ellrich einen sehr guten Freund wohnen...Sehr schöne Gegend bei euch...
Dann hast du wirklich Glück gehabt mit deinen Therapeuten! Ich werde diese Prozedurjetzt mal auf mich zukommen lassen, weißt du, ich habe keine Lust mehr mich hier noch weiter umzusehen, entweder sagen sie gleich, dass sie sich mit der Thematik nicht auskennen, oder sie sind völlig ausgebucht und man darf sich auf eine ellenlange Warteliste setzen lassen....Bei uns sind die Therapeuten wohl eher auf Depressionen spezialisiert, klar, man kann eine Angsstörung und eine Depression haben, aber ich persönlich halte mich nicht für depressiv und werde ihr das auch so sagen, wenn ich die nächste Sitzung bei ihr habe...

16.07.2010 19:44 • #4


Ich habe beides, machts natürlich nicht einfacher. Ich habe echt Glück mit dem Therapeuten! Bitte gib noch nicht auf den richtigen zu finden, du wirst es merken, wenn du den richtigen hast! Und Wartezeiten? Na und! Egal, ich musste auch ewig warten bis ich den Termin bekommen habe, fast ein Jahr lang. Es wars echt wert!
Wir haben diese Ängste schon solange, dann macht es das eine Jahr mehr bzw. die Wartezeit auch nicht mehr aus!

Ich bin mir sicher, dass es auch bei euch in Köln einen Guten gibt. Such doch mal nach Männlichen Therapeuten, auch wenn es halt mit Terminen dauert.

Mit deinem Freund in Ellrich ist echt witzig! Wir haben Freunde in Bonn, ist ja auch nicht so weit weg von euch.

16.07.2010 21:42 • #5


Hihi...stimmt...Bonn ist nur ein Katzensprung enfernt...
Ich glaube ich werde es jetzt erstmal mit dieser Therapeutin versuchen und mir dieses Buch zulegen...weitersuchen kann ich immer noch, und vielleicht ist es ja auch so, dass ich ebenfalls unter beidem leide, ich gebe ihr auf jeden Fall noch eine Chnce, muss ihr zumindest zugute halten, dass sie mich nicht gleich mit Medikamenten vollpumpen wollte, was sehr viele ja leider machen...

17.07.2010 13:58 • #6


Das mit den Medikamenten vollstopfen verstehe ich gerade von den Therapeuten nicht! Psychater schon, die sind auf Medikamente aus, aber Therapeuten wollen doch die Ursache bekämpfen nicht die Folgen. Finde es sehr gut Grachenblut, dass du der Therapeutin noch ne chance gibts, brauch manchmal auch Zeit sich auf diese Art von Therapie einzulassen. Ich habe ein Jahr gebraucht, bis ich mich vollkommen öffnen konnte und nicht die ganzen 50 min Therapie nur mir Heulen vebracht habe.


Das wird schon! Gut Ding braucht Weile!

17.07.2010 18:03 • #7


Ich denke mal es ist der einfachere Weg für diese Art von Therapeuten...Mit Medikamenten kann man den Patienten ja erst mal ruhig stellen...Ich finde das Problem daran ist nur, dass man dann gar nicht mehr unterscheiden kann, ob einem die Therapie hilft, oder ob der eventuelle Erfolg mit der Wirkung der Tabletten in Zusammenhang steht...Ich habe einfach auch zu große Ängste vor den Nebenwirkungen, daher nehme ich gerne die längere Zeitdauer der Therapie in Kauf...

17.07.2010 18:41 • #8


Das ist auch wichtig und richtig!
Solange es dir nicht so schlecht geht, dass die Angst vorm Tod in Verlangen die Angst mit Selbstmord zu beenden übergeht, würde ich nie wieder Medikamente nehmen. Was nützt es mir denn, das ändert ja an der Ursache nichts.
Ich bin mittlerweile richtig froh, dass ich die Therapie machen kann. Die Gespräche dort motivieren mich immer wieder aufs neue und ich komme von Mal zu Mal ein Stückchen weiter. Nach so einem Termin, bin ich den Rest des Tages glücklich und habe viel mehr Kraft und Energie als vorher.
(In den erstem Jahr war ich immer total deprimiert, weil ich immer nur geheult habe, da ich erstmal begreifen musste, dass ich ernsthaft krank bin.)

Ich bin jetzt danach meistens so knapp ne Woche gut drauf, dann kommt man wieder in alte Gedanken und in den Kreislauf zurück, aber ich bin sicher, dass wird im Laufe der Zeit noch besser.

17.07.2010 19:18 • #9


Solche Selbstmordgedanken hatte ich lediglich früher mal, bevor ich diese Angstattacken hatte...wobei ich das niemals wirklich getan hätte, weil die Angst davor doch viel zu groß war und ist...
Ich finde es klasse, dass du so stark bist und die Therapie durchhälst! Viele brechen alles ab und schwelgen dann im Selbstmitleid...Ich möchte das wirklich durchziehen, es nervt nur, dass es so lange dauert, bis man die Therapie beginnen kann...Tausend Vorgespräche, dann noch diese Voruntersuchung. Bei uns muss man oft 3 Monate warten, ehe man bei einem Neurologen einen Termin bekommt, dann dauert es ewig, bis dieser Antrag durch ist, das nervt mich gerade wirklich....

17.07.2010 19:25 • #10


Ich verstehe dich gut! Musste auf den Neurologen ein 3/4 Jahr warten und auf den Therapeuten fast ein Jahr! War zu dem Zeitpunkt mit meiner Tochter (2. Kind) schwanger und nervlich total am Ar. ( Sorry). Dennoch sagte ich bei beiden, wenn ich 15 Jahre damit Leben kann, dann kommst darauf nun auch nicht mehr an, zumal man mir in beiden Fällen versprochen hat, wenn ich mich selbstgefährdet einstufe, bekomme ich einen Nottermin, dass hat mir die Wartezeit erleichtert.

Wenn man so große Hoffnung in die Therapie setzt, kann es noch solange dauern, es wird einem geholfen, Wann ist dabei egal!

Kann mich noch heute erinnern wie geknickt ich war, als ich vom Neurologen den späten Termin bekommen hatte, dann war es soweit und die sagte mir, dass sie mir nicht helfen kann, weil sie keine Psychologin ist. Sie hat mir zwar die Diagnose (Mittelgradige Depression mit vermeidbarer Persönlichkeitsstörung) gestellt, aber gleich gesagt, dass die Psychologen ellenlange Wartezeiten haben. Da war ich dann schon sehr geknickt, aber wie gesagt, man weiß ja um sein Ziel und heute, nach drei Jahren Therapie kann ich schon sagen, dass es sich gelohnt hat zu warten.

Nebenbei gesagt, seit gut einem Jahr, habe ich auch nicht mehr diese übermächtige Panik, dass ich mir daraufhin lieber das Leben nehmen würde. Heute weiß ich, es lohnt sich zu Leben und dagegen anzukämpfen!

Es ist alles schon etwas einfacher geworden, ganz sicher durch die Therapie und die intensive innerliche Arbeit an mir selbst! Es gab einige Motivationseinknicke, aber da hat mir mein Therapeut gut geholfen und mich immer wieder bestärkt weiter zu machen. Heut bin ich ihm so dankbar, dass ich ihm sogar Weihnachtskarten schicke. Irre oder? Hätte ich mich früher nie getraut!

17.07.2010 21:42 • #11


Das freut mich wirklich für dich! Dann besteht ja noch Hoffnung...^^
Du schreibst gerade, dass du in der Schwangerschaft auch diese Ängste hattest...wie bist du denn dann zurecht gekommen? Durch die Hormone (zumindest habe ich das gelesen)soll das ja angeblich noch schlimmer werden...Und ich möchte sehr gerne ein Kind, will jetzt bald auch die Pille absetzen, habe aber totalen Horror davor, dass ich echt halb wahnsinnig werde vor Panik in der Schwangerschaft...Was waren deine Erfahrungen?

17.07.2010 22:24 • #12


Ruhig Blut!
Es gab keine Veränderung in dieser Zeit. Ich war einfach nur glücklich. Es war für mich eine Chance auf was neues, besseres und etwas, was mich noch mehr motiviert, die Ängste abzulegen, damit ich eine gute Mutter sein kann.
Ich denke, wenn du die Therapie in der Zeit hast, kannst du es voll und ganz genießen, denn wenn deine Therapeutin Ahnung hat, kann sie dir die Ängste bezüglich einer Schwangerschaft nehmen!

Ich wär froh gewesen, wenn ich den Therapeuten auch in der ersten Schwangerschaft gehabt hätte, da gab es Schwierigkeiten und außer meinem Mann stand mir keiner bei. Vielleicht wäre es mit Therapie kein Frühchen geworden, aber das ist nur spekulation!!

17.07.2010 22:32 • #13


Das macht mir wirklich Mut, ich danke dir!!
Ich möchte wegen dieser Angst einfach auch nicht alles aufschieben...Und wer weiß wann es so weit ist mit der Schwangerschaft, nach jahrelanger Pilleneinnahme kann das ja noch ein Weilchen dauern...

17.07.2010 22:36 • #14


Hallo
Auch jahrelange Pilleneinnahme wirkt sich nicht auf die Fruchtbarkeit aus. Man kann direkt nach dem Absetzen schwanger werden. Im Schnitt dauert es (wenn alles okay ist) 6 Monate.

Zur Therapie: Ich finde gerade bei Panikstörungen Verhaltenstherapeuten sehr gut. Mir hat der praktische Umgang mit Panikattacken inklusive Konfrontationstherapie sehr geholfen. Mein damaliger Therapeut war sehr gut. Das ist aber auch immer Typsache. Ich komme mit Pragmatikern besser klar, als mit den super Verständnisvollen.

18.07.2010 09:48 • #15


Ja, ich glaube mir hilft jemad der immer nur super verständnissvoll ist auch nicht weiter...Hatte einige Gespräche bei so jemandem, das hat mir persönlich auch nicht weitergeholfen...Ich hoffe, dass es dieses mal besser laufen wird...

18.07.2010 10:23 • #16


Hallo, das kann ich nachempfinden. Gespräche alleine haben mir gar nicht geholfen, ich bin eher der Praxis-Typ (daher Verhaltenstherapie) und musste/wollte Techniken erlernen wie ich mit PAs umgehe und sie so auf Dauer ausmerze etc.

18.07.2010 10:36 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Als ich die Pille abgesetzt hatte, hat es ein Jahr und zwei Monate gedauert bis ich schwanger geworden bin, bei beiden Kindern. Ich hatte mich, klassisch für Panikerinnen, bei jedem Versuch schwanger zu werden so unter Druck gesetzt (vor allem immer gefragt, ob körperlich alles in Ordnung war bei uns), dass es einfach nicht geklappt hatte. Bei beiden Schwangerschaften war es dann so, dass ich irgendwann resigniert hatte, dass Thema überhaupt nicht mehr beachtet hatte, weil ich die Hoffnung aufgab. Dann bin ich jedesmal heftig krank gewesen und habe mir gesagt, bis jetzt hats nicht geklappt, dann werde ich auch nicht schwanger wenn ich krank bin, Haufen Antibiotika bekommen und geröngt werde! Pustekuchen! Genau in dieser Zeit bin ich zweimal Schwanger geworden. So verrückt ist das eben. Man kann es nicht beeinflussen, es kommt, wenn der Körper denkt, jetzt ist es soweit.

Der wichtigste Tipp für dieses Vorhaben, weiht keinem in euren Wunsch ein, damit euch keiner ständig nervt, ob ihr schon schwanger geworden seid! Das setzt euch noch zusätzlich unter Druck! Einfach auf euch zukommen lassen. Spreche aus Erfahrung! Hatte beim ersten Kind drei Tests gemacht, die jedesmal negativ waren, dass hat mich total frustriert!

MeinTherapeut ist nebenbei gesagt auch nicht einfach nur der Super verständnisvolle! Er nimmt mich nur einfach ernst, respektiert meine Probleme, wertet mich dafür nicht ab, gibt mir das Gefühl, dass ich meinen Weg richtig gehe und sorgt dafür, dass ich die Motivation nicht aus den Augen verliere. Irgendwie für mich ein Überlebenstrainer geworden.

18.07.2010 12:19 • #18


Ja, ich glaube genau das ist das Problem, dass man sich damit selbst unter Druck setzt...Wir erzählen es auch niemandem, vor dem dritten Monat würde ich es soweiso nicht erzählen, ich lasse es einfach mal auf mich zukommen, wenn es so sein soll, dann passiert es auch...

18.07.2010 17:04 • #19


Das ist die beste Einstellung die du haben kannst! Wünsche dir viel Erfolg beim umsetzen! Auf das es dir besser gelingt als mir!

18.07.2010 18:20 • #20



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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf