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Hallo,

ich heiße Gerhard und bin neu hier. Ich wende mich an euch wegen meiner anhaltenden Angststörung, oft verbunden mit Übelkeit.
Hintergrund ist die seit mehreren Jahren bestehende Krebserkrankung meiner Frau, die mir derart zugesetzt hat, dass ich schon zwei mehrwöchige Aufenthalte in einer psychosomatischen Tagesklinik hinter mir habe (2005 und 2008). Danach ging es mir wesentlich besser und dies hielt auch lange an. Seit ca.3 Monaten leide ich aber unter häufig auftretender latenter Übelkeit, die immer zusammen mit einer diffusen Angst auftritt. Diese Angst lässt sich nicht konkret an den bestehenden Belastungen festmachen, sondern ist einfach Angst als massiv beeinträchtigendes Gefühl, was mir zeitweise völlig den Antrieb nimmt. Begleitende Symptome sind Schweißausbrüche (vor allem während des Schlafs), Schlafstörungen und Alpträume morgens habe ich keine Lust aufzustehen (ich bin eigentlich ein Frühaufsteher) und fühle mich total ausgelaugt, wenn ich mich dann doch aus dem Bett prügele.
Nach langem Abwägen entschloss ich mich zu einer Therapie mit Cipralex dies nehme ich nun seit gut zwei Wochen ein. Während ich seit letztem Wochenende den Eindruck einer allmählichen Besserung hatte, habe ich seit gestern Nachmittag wieder den Totalabsturz mit Übelkeit und seit heute morgen um vier Uhr übelsten Angstzuständen.
Hat jemand ähnliche Probleme wie ich Erfahrungen mit Cipralex, v.a. ab welcher Einnahmedauer mit konstanter Wirkung zu rechnen ist andere Erfolg versprechende Therapien?
Ich war zeitlebens (inzwischen 60 Jahre) immer ein dynamischer und anpackender Typ und würde gerne bald wieder der Alte sein schon alleine meiner schwer erkrankten Frau zuliebe, für die ich im Moment eher eine zusätzliche Belastung bin

Liebe Grüße
Gerhard

11.06.2011 09:57 • 30.10.2018 #1


25 Antworten ↓


C
Hallo Gerhard.

Klingt alles wie bei mir. Fing mit Panikattacken an, die aber nach 10-12 Monaten fast weg waren. Allerdings wurden körperliche Symptome dann mehr oder weniger chronisch und nun schon seit über 2 Jahren. Ich hab seit dieser Zeit jeden Tag, aber wirklich jeden seit über 2 Jahren, Kopfschmerzen. Oder eher so einen totalen Kopfdruck, was oft enorm belastet. Dazu oft total trocken Lippen, Übelkeit, Beklemmungen/Druck auf der Brust, Kribbeln in Armen und Beinen, Benommenheit und irgendwie kommt es mir dann oft manchmal noch wie Angstgefühle vor.
Und ich kann es schon lange an nichts mehr festmachen, es ist da, egal wo. Allein, mit Besuch, auf Reisen, einfach immer und überall. Ob Veränderungen, Entspannung etc., es hilft nichts.

Ich schätze, so eine Problematik kann sich quasi im Hirn einbrennen. Du musst ja auch sehen, unter bestimmten Voraussetzungen ist einfach die Schmerzwahrnehmung gestört. Man kann dann auch auf noch so kleine Aufregung etc. mit Symptomen reagieren, von Übelkeit bis hin zu Kopfschmerzen.

Ich kann es bei mir auch an nichts mehr festmachen, sehe keine Gründe, hab keinen Stress, keine negativen Gedanken, keine Krankheitsängste.

Cipralex hatte ich vor 1,5 Jahren absolut nicht vertragen. Ich bekam die schlimmsten Ängste meines Lebens. Vielleicht wäre es nach einigen Wochen besser geworden, aber das hab ich nicht ausgehalten und bekam dann auch noch schlimme Nesselsucht, die nach Weglassen von Cipralex sofort verschwand.

Ich kann es nur so sagen, aber bei der Symptomatik halte ich von aktivierenden Medikamenten nichts. Und das wären dann SSRI, SNRI und noch andere. Die Steigerung der Aktivität durch bestimmte Medikamente kann alles nur noch verschlimmern und auch auf Dauer, also nicht nur am Anfang.

An Deiner Stelle würde ich aber dem Cipralex noch 1-2 Wochen Zeit geben, es könnte nach 3-4 Wochen der Einnahme besser werden. Und wenn nicht, dann gibt es immer Alternativen.

11.06.2011 13:04 • #2


A


Angststörung Therapie - wie am besten vorgehen?

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Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Ich denke, unsere Symtomatiken sind sich sehr ähnlich (einschließlich der von dir genannten anderen Symptome - zum Glück außer den Kopfschmerzrn).
Das Cipralex lasse ich auf jeden Fall erstmal weiterlaufen - aber welche Alternativen siehst du noch?

11.06.2011 17:42 • #3


A
Hallo Gerhard!

Ich habe das Medikament zwar noch nicht selbst genommen, allerdings hat mir ein Arzt erzählt, daß er mit Cipralex bei seinen Patienten recht gute Erfahrungen gemacht hat.
Ich denke auch, daß Sie es erst mal weiternehmen sollten, womöglich macht sich die Wirkung ja erst allmählich bemerkbar. Was meint denn Ihr Arzt dazu?
Wie sieht Ihre Diagnose nach dem Klinikaufenthalt denn aus? Leiden Sie an Depressionen? Würde micht nicht wundern, wo Sie doch sehr belastet sind. Manchesmal geht ja auf keine Kuhhaut, was man so auszuhalten hat, oder?
In jedem Fall ist es wichtig, daß Sie auch an sich denken und an Dinge, die Ihnen neben all der Fürsorge und Sorge um Ihre Frau guttun! Die Energie müssen Sie sich aus positiven Sachen (vielleicht haben Sie ein Hobby, das Sie vernachlässigt haben?) ziehen, nur so können Sie das auch alles meistern! Versuchen Sie sich aufzuraffen, auch, wenn es erst schwerfällt!
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Frau alles Gute.
Passen Sie auf sich auf!
LG von Agnetha67

11.06.2011 21:45 • #4


C
Welche Alternativen zu Cipralex? Nun ja..., es kommt halt auch immer darauf an. Ich denke, die Ärzte verschreiben die Medikamente zu pauschal. Angststörung = SSRI, also Citalopram, Cipralex u.a. oder auch SNRI, also z.B. Venlafaxin.

Viele Sachen werden aber kaum oder nicht beachtet. Leider. Ist der Patient eher unruhig, aktiv in seiner Art etc.? Oder eher gehemmt, gedämpft?

Alternativen gibt es zu SSRI. Das wären einmal die alten Trizyklischen AD, die aber oft nicht so schlecht sind und häufig reicht eine geringe Dosis. Bei Generalisierter Angststörung ist wohl Buspiron ziemlich 1. Wahl, Lyrica wird auch immer öfter verschrieben.
Trazodon könnte man auch versuchen, hat wenig Nebenwirkungen und verstärkt am Anfang ganz sicher keine Ängste, im Gegenteil, wirkt sofort beruhigend. Trazodon ist aber von der Wirkung her nicht so sehr stark (aber stärker als Opipramol). Aber käme auf einen Versuch an.
Eher selten dafür verschrieben, aber ich hab jetzt schon von mehreren Leuten persönlich gehört, sie fahren mit einem niedrig potenten Neuroleptika in sehr geringer Dosis super, z.B. Amisulprid und davon 25-50 mg am Tag, was weit unter der normalen therapeutischen Dosis liegt.

Und es gibt noch mehr. Kommt halt auch immer auf den Arzt an. Viele loben die SSRI in den Himmel und geben kaum andere AD. Manche Ärzte sind aber keine Freude von SSRI, warum auch immer. Man muss halt auch einen Doc haben, der Geduld hat und paar Sachen probiert.

11.06.2011 22:38 • #5


L
Zitat von Agnetha67:
In jedem Fall ist es wichtig, daß Sie auch an sich denken und an Dinge, die Ihnen neben all der Fürsorge und Sorge um Ihre Frau guttun! Die Energie müssen Sie sich aus positiven Sachen (vielleicht haben Sie ein Hobby, das Sie vernachlässigt haben?)


Liebe Agnetha,

Meine Frau ist aus Thailand und wir haben seit sechs Jahren ein Haus dort. Ich werde Ende Juli pensioniert und wir werden im September auswandern, so dass ich mein Problem wohl nicht mehr hier werde lösen können.
Erfahrungsgemäß wird es mir dort aber besser gehen - ich liebe dieses Land mit seinen freundlichen Menschen seit langem, hoffentlich werde ich dort noch ein paar Jahre zusammen mit meiner Frau verbringen können (sie hat eine bewundernswerte Kraft und kommt mit dem Krebs besser zurecht als ich - das mag zu gutem Teil auch an ihrem buddhistischen Glauben liegen). Von großem Vorteil wird auch sein, dass wir in Thailand eine sehr gute Familienstruktur haben, das war für mich immer sehr entlastend - bleibt doch nicht mehr alles an mir hängen. Dort konnte und kann ich auch mal mit gutem Gewissen ein paar Tage mit dem Motorrad auf Fototour gehen und mir den Kopf freiblasen lassen (die Fotografie ist meine große Leidenschaft seit über 50 Jahren).

Zur Zeit kommt auch zuviel zusammen - Chemotherapie bei der Frau (zum Glück jetzt - vorläufig? - vorbei) / letzte Dienstzeit / Hausverkauf und -räumung etc.! Ich denke und hoffe, dass das Cipralex greift - die genannten äußeren Belastungsfaktoren werden mit dem Umzug nach Thailand wegfallen bzw. sich reduzieren.

Was ich übrigens auch jedem empfehlen kann, ist Nordic Walking. Man muss zwar zunächst gegen den inneren Schweinehund ankämpfen (zumindest wenn man wie ich lange nicht mehr sportlich aktiv war) - aber seit mehreren Wochen mache ich das 3-4 mal pro Woche für 40-60 Minuten am kühlen frühen Morgen. Es ist ein schönes Gefühl zu erleben, dass wenigstens der Körper noch funktioniert.....

Grüßle Gerhard

12.06.2011 12:58 • #6


C
Die äußeren Umstande zu ändern, ja, es kann viel ausmachen. Ich bin auch überzeugt, vieles bei uns hier kann Menschen krank machen oder einen Zustand verschlechtern. Auch Gesellschaft und/oder Mentalität.
Ich denke auch oft, mir würde es wahrscheinlich an einem völlig anderen Ort und mit einem anderen Umfeld viel besser gehen. Ich fühle mich zwar nicht sehr unwohl, aber manchmal denke ich, selbst eine Stadt wie Berlin ist wenig hilfreich, wenn es um die Verbesserung der psychischen Gesundheit geht.

12.06.2011 13:07 • #7


A
Lieber Gerhard!

Na, da ist es ja auch kein Wunder, daß Sie durcheinander sind bzw. Ängste haben, wenn Sie so viele Baustellen in Ihrem Leben haben... Bevorstehender Umzug, kranke Frau, bevorstehende Pensionierung... Haut den stärksten Mann um!! Ich habe mal einen Vortrag gehört über die (4 oder 5) tragenden Säulen eines Menschen: Die wären das ZUHAUSE, FREUNDESKREIS, ARBEIT/HOBBYS und SEXUALITÄT. Wenn sich eines davon verändert, dann ist das noch auszuhalten und zu managen. Wenn sich aber zwei Säulen oder gar drei Säulen drehen, dann wird es kritisch in einem Menschenleben und der Mensch wird anfällig für Krankheiten/Störungen etc. wie bei Ihnen eben auch: Ihre Frau ist krank und Sie ziehen um (ZUHAUSE) und Sie werden pensioniert (ARBEIT). Das sind zwei Säulen, die sich verändern und da ist es kein Wunder, wenn Sie Probleme kriegen. Ich nehme aber an, genau wie Sie, daß es wirklich besser wird, wenn Sie die eine Säule wieder in Ordnung gebracht haben (ihr neues Zuhause!), so können Sie sich ganz auf die eine konzentrieren (Ihre kranke Frau). Dazu drücke ich Ihnen die Daumen und wünsche Ihnen alles Gute. Dann können Sie auch wieder Motorradfahren und das gefällt Ihnen, bringt Ihnen Kraft.
Ja, Nordic Walking ist eine tolle Sache und das habe ich bis vor 10 Monaten auch gemacht. Seit 10 Montaen habe ich aber einen Hund (mein Lebenstraum!!) und nun ist der meine tägliche Bewegung! Super, er bringt mir und meiner Familie ganz viel Freude! Das ist mein Ausgleich und meine starke tragende Säule (meistens, sonst wäre ich ja nicht in diesem Forum... ).

Ihnen also ganz viel Kraft beim Stabilmachen Ihrer Säulen!!
Für Ihre Frau alles Gute und daß sie weiterhin so viel Kraft mit sich bringt!
Meine ganz große Quelle ist allerdings auch der christliche Glaube! Das weiß ich mittlerweile nach 2 tragischen Todesfällen in der weiteren Familie.
LG von Agnetha67

13.06.2011 20:24 • #8


C
Es sind 3 Säulen, nämlich Familie, Freunde/Hobbys, Arbeit. Viele Psychologen meinen aber heute schon, es ist nicht mehr ganz zeitgemäß, weil sich alles verändert hat. Arbeitslosigkeit ist zwar gesunken, aber der Arbeitsmarkt ist übel, wenn man nur mal an die Löhne zum Teil denkt, was auch ein psychologischer Aspekt ist. Dann haben wir 20 Mio. Singles. Für Hobbys fehlt vielen oft das Geld oder sie haben keine Zeit. Und Freundschaften sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. So ist das heute...

Die 3 Säulen sollten ausgeglichen sein, ist bei einer Säule weniger, muss es an einer anderen ausgeglichen werden. So ist es jedenfalls gemeint. Bei den meisten Menschen ist da aber kaum möglich, aus welchen Gründen auch immer. Und viele haben alles in einer Säule.

In der Theorie klingt immer alles leicht...

13.06.2011 23:39 • #9


A
Ja, die Lebensverhältnisse haben sich verändert, aber das ändert nichts an den ureigensten Bedürfnissen des Menschen. So gesehen sind die Säulen immer brandaktuell - nur, viele Menschen wissen gar nicht mehr im innersten, wie wichtig das alles ist. Deshalb ist die Gesellschaft ja am Kranken und es gibt soviele Menschen mit psychischen Problemen.
Ich finde das ziemlich logisch!! Auf die Säulen wird heute oft nicht mehr geachtet - das ist es und der Mensch meint, er kann einfach vieles alleine! Pustekuchen!

14.06.2011 08:56 • #10


C
Agnetha67

Da hast Du völlig recht!

Natürlich sind das alles Gründe, warum die Gesellschaft in kranker wird. Im Jahre 2020 sollen die psychischen Erkrankungen erstmalig die Herz/Kreislauf Erkrankungen abgelöst haben und der Häufigkeit. Und wie schon häufiger zu lesen war, auch der veränderte Arbeitsmarkt trägt enorm zu diesem Zustand bei.

14.06.2011 09:11 • #11


L
Ja - die Säulen geraten immer mehr ins Wanken! Ich fühle mich in Deutschland schon lange nicht mehr wohl - meine stärkste Säule ist die Ehe mit meiner thailändischen Ehefrau geworden und mit großer Sicherheit ist die Bedrohung dieser Säule durch die Krebserkrankung auch der Grund für meine Krise. Seit 11 Jahren kein böses Wort in unserer Ehe, die freundlichen Menschen in unserem Dorf in NO-Thailand, die Ruhe und Gelassenheit, mit der mir Fremden offen und unvoreingenommen begegnet wird - die Angst, all dies bedroht zu sehen durch die Krankheit meiner geliebten Frau, diese Angst hat sich zur Angst an sich verselbständigt! Ich glaube, das kann nur jemand nachvollziehen, der dieses Land (abseits von den Touristenströmen!!) selbst kennt. Meine zweite Hauptsäule ist die Fotografie (seit über 50 Jahren). Das Problem ist , dass ich meine Kreativität nur ohne die bestehenden Belastungen und Ängste entfalten kann - d.h., diese Säule gerät automatisch mit der anderen ins Wanken! Mit meinem Psychodesaster belaste ich meine Frau zusätzlich - das Ganze wird zum Teufelskreis...
Ich hoffe einfach, dass ich diesen Kreis mit dem Cipralex soweit öffnen kann, dass der im September kommende Wechsel nach Thailand mich wieder stabilisiert.

14.06.2011 16:26 • #12


C
lunghard

Ja, das kann ich mir alles sehr gut vorstellen, auch, wenn ich Thailand nicht kenne. Mir ist aber auch bekannt, es gibt Plätze auf dieser Erde, da ist es einfach anders.

Es ist ein Teufelskreis, wie Du es ja für Dich selbst siehst. Stimmt. Dir da jetzt Ratschläge zu geben ist schwer. Toll wäre auf jeden fall, wenn Dir Cipralex dann doch etwas Stärke geben würde. Das ist auch der Sinn solcher Medikamente.

Wenn eine der Säulen sehr ins Wanken kommt, ja, genau dann kann einen das aus der Bahn werfen und gerade für Ängste gilt, die werden oft unberechenbar und nicht vorhersehbar. Aber der Auslöser ist bei Dir sicher die allgemeine Belastung im Moment mit Deinen Problemen.

Ich mache mir gerade Gedanken, ob das zeitlich überhaupt geht, also Umzug nach Thailand, der Zustand Deiner Frau, Dein Zustand, denn für eine längere Therapie in Deutschland hast Du doch keine Zeit, die reicht nicht. Und wie ist die Versorgung dann in Thailand, Ärzte, Medikamente? Mir erscheint das alles sehr kompliziert.

14.06.2011 22:40 • #13


L
Es ist sehr kompliziert! Das mit der medizinischen Versorgung meiner Frau ist zwar gut gesichert - wir sind privat versichert, so dass wir in Thailand in gute Universitätskrankenhäuser gehen können, wo der Standard wie bei uns ist. Außerdem wollen wir zweimal im Jahr nach Deutschland kommen - dort lassen wir dann die Checks von den Ärzten machen, die wir kennen. Auf der anderen Seite steht mein Problem - ich werde meine Medikamente in ausreichender Menge mitnehmen, aber die ärztliche Versorgung wird sich auf telefonische Kontakte mit Deutschland beschränken müssen. Die Alternative wäre, dass ich alleine in Deutschland zurückbleibe - meine Frau muss zurück in ihre Heimat zu Söhnen-Enkelinnen-Familie, nur so kann sie mit ihrer Krebserkrankung psychisch zurecht kommen. Du kannst dir denken, dass ich bei der Vorstellung, dass meine Frau einenTeil ihrer vielleicht letzten Lebenszeit ohne mich verbringen würde (müsste), keine Therapie und auch kein Cipralex mehr brauche - das wäre für mich der sichere Zusammenbruch und auch für sie ist diese Vorstellung unerträglich.
Ich werde also zumindest den Versuch machen müssen. Wenn es nicht geht, werde ich wohl zu einer stationären Therapie Urlaub in Deutschland machen - Alternativen gibt es da wohl keine...

15.06.2011 09:37 • #14


C
Ja, eine Therapie würde eventuell helfen. Vielleicht würde das auch in Form einer Tagesklinik gehen, da geht man z.B. um 8 Uhr rein und um 16 Uhr wieder raus. Und man könnte das auch einfach mal mit 4-6 Wochen versuchen, besser als nichts und das ist eine überschaubare Zeit.

Die Situation ist aber wirklich sehr kompliziert.

15.06.2011 16:54 • #15


L
Was mir in Krisensituationen oft geholfen hat, ist gute Literatur zum jeweiligen Thema - das könnte eine (mögliche) Alternative zu der wegen der Auswanderung nicht möglichen Therapie sein. Wenn ich mir vorstelle, mir in Ruhe in der Hängematte und Ventilator nebendran eine gutes Buch zu lesen, wird's mir schon graduell wohler...

Hat jemand von Euch Empfehlungen dazu?

Grüßle Gerhard

16.06.2011 17:34 • #16


L
Weiß denn keine(r) was mit guten Büchern?

Ich habe jetzt das Cipralex seit fünf Tagen von 10 auf 15mg erhöht und bin am Ende der vierten Einnahmewoche - morgens fühle ich mich immer noch wie vom Elefanten getreten, mittags wird es dann besser. Vorgestern abend war ich topfit und gestern dann wieder der Vollabsturz: beim Aufwachen Angst hoch zehn - Schweißausbrüche - Übelkeit. Erst ab 15h wird es allmählich besser. Von gestern auf heute das gleiche Spiel - gestern abend Fete ei Freunden, heute morgen wieder Weltuntergang. Ich weiß allmählich nicht mehr, wie lange es noch dauern soll, bis das Cipralex zu wirken beginnt...

19.06.2011 10:43 • #17

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C
Wegen Bücher würde ich mal bei Amazon nachsehen und da hast Du ja auch Bewertungen.

Ansonsten würde ich wegen Cipralex mal mit dem Arzt reden. Nach 4 Wochen müsste es eigentlich schon etwas besser sein. Vielleicht kann man Dir was dazu geben oder ein komplett anderes Medikament, vielleicht nichts aktivierendes, was ja Cipralex nun mal ist. Vielen hilft es, manche drehen davon aber immer mal dann doch durch.

19.06.2011 14:00 • #18


L
Hallo ihr lieben bin neu im forum. Ich bin 37 Jahre alt und habe 6 Kinder einen Sternensohn und 5 Töchter habe nach meiner letzten Geburt eine angststörumg entwickelt ich habe panische angst das mit mir was nicht stimmt und ich plötzlich verstehe! Wurde wären der Geburt unmächtig dachte das ich sterbe und danach fing der Horror an! Nun ist es Fas 2 Jahre her ich versuche mein Alltag zu meistern die außen Welt bekommt es nicht mit aber ich bin sehr oft beim Arzt weil ich immer denke das ich sterben werde herzstolpern habe ich bekommen und das macht mir noch mehr Angst war 2x beim kardiologen immer ohne Befund zickmale on der Notaufnahme und und uns immer ohne Befund aber ich kann einfach nicht glauben das ich gesund bin. Kennt das jemand? Und wie kAnn ich mir helfen. Wäre über jeden Tipp dankbar. Schönen abend Lena

27.10.2018 19:16 • #19


Safira
Hallo Lena, willkommen im Forum

war die letzte Geburt die Deines Sternensohnes?

27.10.2018 19:37 • x 1 #20


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