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Angel33
Hi Ihr

Ich weiss jetzt nicht, ob das hier das richtige Forum ist, eigentlich geht's schon um die generalisierte Angststörung, aber irgendwie doch mehr auch nur Krankheitsängste, jedoch einfach nicht nur mich, sondern auch meine Liebsten betreffend.
Vielleicht kanns wer verschieben, wenn es hier falsch wäre.

Es nimmt mich Wunder, ob es Leute gibt, die aufgrund einer generalisierten Angststörung ähnliche Symptome haben.

Ich hab schon seit einigen Jahren gedacht, dass ich an einer generalisierten Angststörung leide, nun als ich meine Hausärztin fragte, ob ich nicht mal eine Therapie machen müsste, wegen meiner Sorgen-Macherei, hat sie mir ein Schreiben gemacht und das erste Mal „generalisierte Angststörung“ notiert, fokussiert auf Krankheitsängste. Andere habe ich auch nicht, also ich mache mir weder Sorgen um den Job, die Finanzen, Umweltkatastrophen, noch um die Nachbarn oder sonst was. Aber ich habe Angst, dass meine körperlichen Beschwerden was Schlimmes sein könnten oder dass die Beschwerden meines Mannes eine ernste Krankheit sein könnten, mache mir Sorgen um meine Mutter, die einen Herzinfarkt hatte usw.
Ich hatte nun zwei Jahre einen Druck auf dem Magen, bzw. auf BH-Höhe vorne in der Mitte, inkl. Erschöpfungsgefühl im Oberkörper. Nach 2 Jahren wurde dies nun ein wenig besser, sodass ein BH auch wieder einigermassen erträglich ist. Verändert habe ich aber nichts, keine Ahnung wieso es eine Veränderung gab. 2 Magenspiegelungen und eine Darmspiegelung und mehrere Blutuntersuche habe ich hinter mir, auch Ultraschall vom Bauchraum. Zwerchfellbruch (klein), etwas Reflux, Entzündungen der Übergänge… ansonsten nichts, das die Beschwerden hätte auslösen können. Ich gehe jährlich auch zur Gynäkologin.
Ich habe starke Verspannungen im Schulter-, Nackenbereich, wohl aber nicht nur psychischer Natur, sondern auch wegen der oftmals schlechten Haltung, PC-Arbeit usw. Dies führt oft zu Benommenheitsschwindel (es schwindelt nicht, schwankt oder dreht nicht, fühlt sich einfach komisch an), dies geht dann meist nach Blockaden lösen durch den Physiotherapeuten auch irgendwann wieder weg und dann hab ich wieder eine Zeitlang Ruhe.

Seit der Bauch nun etwas besser ist, schwindelt es dafür wieder komisch. Vor einiger Zeit hatte ich das Gefühl von Missempfindungen im Gesicht.. an der Lippe, an der Backe.. das an der Lippe spür ich ab und zu noch/wieder. Etwas später, seit dies begann, las ich etwas von einem Flugzeug, dessen Türen aufgegangen seien bei der Landung. Seit einem holprigen Flug leide ich ein wenig an Flugangst.. es ist nicht Panik, aber doch eine Unsicherheit, eine Angst… bleibt der Flug ruhig, bin ich es auch. Holpert es, erschrecke ich sofort sehr. Beim Lesen dieses Berichts – der allerdings gut ausging ohne Verletzte – bekam ich einen heissen Kopf und mir wurde komisch. Nebenbei: War das eine Panikattacke? Seither habe ich das Gefühl von einer anderen Art Schwindel. Wiederum dreht es nicht, es schwankt auch nicht richtig. Meistens geht’s mir gut, dann gibt’s kurz eine Sekunde, in der ein Fallgefühl oder ein Gefühl wie vor dem Ohnmächtigwerden kommt und sofort wieder verschwindet. Es ist so kurz, dass ich es gar nicht richtig beschreiben kann. Es wird mir auch nicht schwarz oder so, ich bin voll da. Allerdings hab ich tiefen Blutdruck.. aber ich weiss nicht ob das einen Einfluss hat. Kommt irgendwem dieses Gefühl bekannt vor? Ich habe dies unabhängig von einer eventuellen Panikattacke..

Nun mache ich mir schon wieder Sorgen, was DIESER Schwindel nun zu bedeuten hat. So geht das immer weiter, verschwindet das eine Leiden, kommt das Nächste. Habe ich einen komischen Geschmack im Mund, überlege ich, was es damit auf sich hat und muss mich zusammenreissen, nicht alles googlen zu gehen, weil ich danach noch viel mehr Angst habe.

Auch Beschwerden meines Mannes, wenn er Kopfweh hat usw., beunruhigen mich immer sehr. Kopfweh ist allerdings nicht Neues, tritt mal eine neue Beschwerde auf, wird mir sofort komisch.. flau im Magen, sagt man ja so schön. So als ob das Telefon klingelt und jemand sagt „es ist etwas passiert“. Das kann so nicht weiter gehen.

Ich melde mich nun bei einer Psychologin an und hoffe, dass kognitive Verhaltenstherapie etwas nützt. Allerdings sind die Kosten sehr hoch und die KK bezahlt nicht wahnsinnig viel daran. Ich denke nicht dass ich mir hier x Sitzungen leisten kann und bin aber sicher, dass nur wenige sicher nicht Erleichterung bringen. Wie macht ihr das? Die Therapie allerdings macht mir auch etwas Angst, wenn man sich den Ängsten stellen soll – ob das dann einen nicht „runter zieht“? Ich bin ansonsten sehr lebensfroh, engagiert und leide nicht an einer Depression – zum Glück. Aber ich kann mir vorstellen, dass ich an der Therapie ziemlich zu schaffen haben werden.

Wie sind Eure Erfahrungen?

Liebe Grüsse
Angel

22.10.2015 14:36 • 24.10.2015 #1


7 Antworten ↓


Icefalki
Hallo Angel, nun hast du uns gefunden. Hier wirst du viele finden, die das gleiche haben.

Wenn du in der Therapie bist, versuche soviel wie möglich zu lernen. Hauptsächlich geht es um deine Gedanken, die bei dir in die falsche Richtung laufen.

Und die Frage wird sein, warum musst du dir ständig diese Sorgen machen.

Und Sorgen führen dann zu den Ängsten. Diese was wäre wenn?

Bist du ein sehr unsicherer Mensch? Hattest du Erlebnisse, die dich verunsichert haben?

Das alles wird in der Therapie angesprochen. Man muss das dann selbst nutzen um sich kennenzulernen. Damit man versteht, warum man solche Gedanken haben muss.

22.10.2015 22:22 • #2



Generalisierte Angststörung, Krankheitsängste, Therapie

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zaki
Heej leute. Bin heute zurück aus meinem urlaub. War auch in rumänien bei meiner familie. War echt sehr schön.
Mit der angst hab ich oft kämpfen müssen. Aber ans sterben hab ich dort zuhause nie gedacht. Jz in dr nacht hab ich so gedanken und ein mulmiges Gefühl. Ich kann echt mit der angst umgehen nur mit diesen gedanken und dieser angst den nächsten morgen nicht zu erleben mit den kann ich gaaaaar nicht umgehen. ..

22.10.2015 22:39 • #3


Angel33
Hallo Icefalki!

Danke Dir!
Unsicher weniger, aber schon eher ängstlich...
Ich habe keine schlechte Vergangenheit hinter mir, im Gegenteil, eigentlich läuft fast alles rund...
aber Leute in meinem Umkreis wurden krank oder hatten Sachen, bei denen ich mir Sorgen machte und mich fragte, wieso es die alle trifft... und ob nicht mein Glück auch mal vorbei sein wird...
Anstatt es einfach zu geniessen... mache ich mir dann Sorgen, auch wenn ich weiss, dass es nichts nützt...

lg

23.10.2015 07:38 • #4


Icefalki
Ja, dann denk doch wirklich darüber nach. Und dass es dich belastet, auch das ist nachvollziehbar.

Und dann denk weiter, was bringt es dir, wenn du dich vor einer vielleicht tatsächlichen Problematik so fertig machst?

Ich habe mich irgendwann, hatte zwar nur kurz mal Krankheitsängste ergeben . Sprich, gegen meine Todesängste nicht mehr angekämpft, sondern ein was Solls angewandt..

Meine PA wurden dadurch zwar nicht besser, aber das Verrückwerden und das Sterben war passe.

Und bei krankheitsängsten ist es doch normal, dass eine Irritation sofort den Supergau auslösen.

Dabei Lassen sich viele Empfindungen total logisch erklären. Verspannungen, klar kann es dir schwindlig werden..

Und die Angst Schüttet Adrenalin aus. Du wirst wachsamer, also triggern dich alles..

Und das führt dann wieder zur Ausschüttung. Und und und.

Wie sieht es mit Sport aus? Da kannst du deinen Körper trainieren. Adrenalin abbauen und vertrauen bekommen.

23.10.2015 19:03 • #5


Angel33
Ich weiss, dass es nichts bringt... aber dadurch lassen sich die Gedanken, wenns akut ist leider trotzdem nicht stoppen.
Das ist eine gute Idee mit dem was solls, aber ich weiss nicht ob hin haut
Sport.. ich bemüh mich 2x pro Woche ins Fitness zu gehen, Kraft vor allem.. aber es ist nicht mein Hobby

24.10.2015 09:55 • #6


Hallo ANgel;
Zitat von Angel33:
Ich melde mich nun bei einer Psychologin an und hoffe, dass kognitive Verhaltenstherapie etwas nützt. Allerdings sind die Kosten sehr hoch und die KK bezahlt nicht wahnsinnig viel daran. Ich denke nicht dass ich mir hier x Sitzungen leisten kann und bin aber sicher, dass nur wenige sicher nicht Erleichterung bringen. Wie macht ihr das?

bist du Privat oder gesetzlich versichert? Bei einer gesetzlichen Versicherung werden die ersten fünf (ich glaube soviele waren es) Sitzungen beim Psychologen generell übernommen. Dann stellt der Psychologe einen Antrag bei deiner Krankenkasse und nach einer Prüfung wird dir eine bestimmte Anzahl an Stunden zugesichert. Die Krankenkasse trägt dann die vollen Kosten, du musst nicht zuzahlen. Die Anzahl der Stunden kann mit einem Folgeantrag nochmal aufgestockt werden.
Mit der privaten Krankenversicherung kenne ich mich leider nicht aus.

24.10.2015 12:46 • #7


andrea71
Hallo und einen guten Abend. Bin neu hier und hab vorher schon viel gelesen hier. In einigen Äußerrungen erkenne ich mich wieder. Es ist manchmal zum verzweifeln das man dieses Gedankenkarusell nicht einfach so abstellen kann . Ich habe folgendes problem .Den ganzen Tag habe ich Angstgefühle ,nicht auf bestimmte Dinge oder Situationen ,einfach Angst. Das ist so anstrengend . Laufe den ganzen Tag rum wie aufgezogen nur um mich abzulenken. Wenn ich alleine bin geht es gar nicht mit der Ableckung. Am liebsten den ganzen Tag Leute um mich herum ,da geht es mir besser . Kann nicht alleine Auto fahren oder alleine irgendwo hin gehen . Wohnen auf nicht in der Stadt.Das Gefühl nicht richtig Luft zu bekommen,Verspannungen im HWS-Bereich,usw.sind meine ständigen Begleiter. Hoffe in diesem Forum jemanden zu finden der mir bissl helfen kann.

24.10.2015 20:51 • #8




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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf