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Akira123
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Hallo, mein Klinikbesuch steht unmittelbar bevor. Meine Therapeutin meinte ja, dass ich so große Ängste habe, dass dies sinnvoll wäre.
Meine Psychiaterin, die lange krank war, meint aber wohl, dass, gerade weil ich oft die Probleme und Gedanken anderer übernehme, mich andere Patienten runterziehen könnten. Bei ihrer Vertretung stand die Diagnose "Verdacht auf mittlere Depression", während sie selbst GAS und hypochondrische Ängste kodiert hat.
Jetzt habe ich Angst, dass der Schuss nach hinten los geht bzw. wenn es nicht funktioniert, dass ich dann ja wieder eine ambulante Therapie brauche.
Zu meiner jetzigen Therapeutin will ich eigentlich nicht mehr, weil das nichts gebracht hat.
Und die Wartezeit, einen neuen zu suchen, ist ja wirklich lang. Und was sag ich dem? Das es mit der alten Therapeutin nicht geklappt hat? Das schreckt den doch ab...
Danke schon mal für's Lesen.

29.12.2019 x 2 #1


79 Antworten ↓
kalina

kalina
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Zwangsgedanken können sehr quälend sein. Aber damit bist Du auch nicht alleine. Viele Leute mit Depressionen neigen auch zu zwanghaftem Grübeln.

Das ist sicher nicht leicht, das loszuwerden. Aber es ist möglich! Auf jeden Fall kannst Du lernen damit umzugehen! Und dann werden sie auch weniger und treten mit der Zeit in den Hintergrund.

Wichtig ist, dass die Ärzte in der Klinik Dir diese Techniken vermitteln.

Das Erkennen ist der Anfang. Also erkennen, dass der Gedanke, den Du hast nicht der Realität entspricht und nur ein Symptom der Krankheit ist.

Man führt da am besten so verhaltenstherapeutische Listen, Tagebücher. Die sind hilfreich, finde ich, weil man ein bisschen Abstand zu den Ängsten und Befürchtungen bekommt.


Diese Listen sind aufgeteilt in: Handlung/Ist Zustand- Was sind meine Gedanken-Was sind meine Gefühle dabei-Wie verhalte ich mich.

Dabei soll alles möglichst genau beschrieben werden. Mit der Zeit bemerkst Du dann ein Schema bei Dir. Du lernst Dich und Deine Ängste und die Gedanken, die den Ängsten vorausgehen besser kennen. Und merkst mit der Zeit, dass Du doch nicht so ganz ohnmächtig deinen Zuständen gegenüber bist.

Wenn Du Dir immer und immer wieder vor Augen hältst: diese Gedanken sind nur Zwangsgedanken, die mich ängstigen, aber sie entsprechen nicht der Realität, dann wird das - denke ich - mit der Zeit langsam weniger werden.

Es ist im Endeffekt ein Teufelskreis:

je mehr Du Dir selbst sagst "oh Gott, ich bin der schlimmste aller Fälle, mir ist nicht mehr zu helfen, das ist eine Katastrophe" und Du Dir das in den düstersten Farben ausmalst, umso schlechter gehts Dir (ist ja klar, wem würde es da nicht schlecht gehen, wenn er davon überzeugt ist) und gleichzeitig verstärkt das wiederum die Depression, denn Dein Gehirn schlägt Alarm, die Glücksbotenstoffe in Deinem Gehirn werden immer weniger, immer mehr Stress- und Angsthormone werden ausgeschüttet, das wiederum verstärkt die Zwangsgedanken, dadurch gehts Dir wieder schlechter .... usw. Das ist der Teufelskreis, den es allmählich zu durchbrechen gilt.

So ist das zumindest für mich und das hab ich den Kliniken und auch durch andere Mitpatienten so gelernt.

Mir hat es geholfen. Ich bin nicht geheilt und hab auch immer wieder zu kämpfen, aber trotzdem komme ich insgesamt mit den Ängsten und Depressionen viel besser klar. Manchmal ziemlich gut, manchmal hab ich aber auch schlechte Phasen, dann ist es schwerer. Trotzdem kein Vergleich zu früher.

Was auf jeden Fall hilft, ist der Austausch mit Mitpatienten und Gruppentherapie. Es ist erleichternd zu sehen, dass andere diesselbe "Hölle" durchmachen.

Und ein guter Therapeut, der Dir hilft, Dich und die Gefühle anzunehmen und zu Akzeptieren.

Das AKZEPTIEREN von sich selbst und den Gefühlen die man hat, egal wie schrecklich sie einem auch ERSCHEINEN ist meines Erachtens der erste wichtige Schritt und der Schlüssel zu allem weiteren. Dabei sollte Dir der Therapeut helfen!

14.06.2018 11:03 • x 2 #29


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Angst vor Klinik

x 3


Icefalki

Icefalki
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Weisst du, das ist ja der Knackpunkt, dass diese Gedanken eben Mist sind. Bringen dir nur Leid und Kummer und machen dir Angst.

Wäre doch supi, wenn du Mechanismen lernst, die das weitgehendst abstellen könnten. Oder/und du findest heraus, warum du meinst, so denken zu müssen. Ist doch spannend, wieder zu erkennen, dass das Glas halb voll ist und nicht halb leer.

Beide Male steht nur ein halbes Glas mit Flüssigkeit vor dir. Soviel zu den unterschiedlichen Denkweisen. Bei diesem Beispiel hat man so viele gedankliche Möglichkeiten: Mist, hab kein Geld, und schon halb leer. Supi,hat mir eh nicht geschmeckt, also runter damit und was anderes bestellt. Wäre jetzt ein Schwabe, der nix verkommen lässt Smile. Ein anderer lässt das stehen, und bestellt was Neues.

Die Oma, trinkt eh nicht viel, muss sich zwingen, und ist froh, prima ein halbes Glas schon mal getrunken.

Du bist derjenige, der trauert, weil die Hälfte schon weg ist, und garantiert wird dich niemand bedienen, denn die Bar ist voll. Oder, du müsstest in den Keller, Nachschub holen, und der ist dunkel und bestimmt brichst du dir das Bein, weil du evtl. Über was stolpern würdest, das vielleicht jemand auf der Treppe liegen lassen hat. Sehr gefährlich, und deshalb bist du enttäuscht, weil du bald verdursten wirst, denn das Glas ist schon halb leer.

Ach, ich könnte noch so tolle Geschichten über diese Glas mit dem Inhalt schreiben, und meine Gedanken dazu. In Wirklichkeit bringt das aber nichts, denn ich hab noch nicht mal ein Glas vor mir stehen. Insofern sind meine GEDANKEN nur GEDANKEN und für die Katz.

Soviel zu GEDANKEN.

13.06.2018 18:42 • x 2 #19


Zum Beitrag im Thema ↓


calinmagique
Hallo Akira,

ich kann verstehen, dass Du Angst vor dem Klinikbesuch hast.
So schwarz wie Dein Psychiater würde ich es aber nicht sehen.
Es kann ja sein, dass es Dich aufbaut und Du auflebst, wenn
Du liebe Leute kennenlernst und viele soziale Kontakte hast.

Dass Dein neuer Therapeut die Nase rümpft, weil Du den Arzt gewechselt hast,
halte ich für unwahrscheinlich. Er weiß ja auch, dass manche Menschen eben
nicht miteinander können. Außerdem wird es mehr an Dir und an deiner Geschichte
interessiert sein als an Deinem Vorgänger.

Therapeut wäre aber der zweite Schritt - jetzt kommt erstmal die Klinik.

Alles Gute dafür und toitoitoi Freunde

calin

x 1 #2


A
Zitat von calinmagique:
Hallo Akira,

ich kann verstehen, dass Du Angst vor dem Klinikbesuch hast.
So schwarz wie Dein Psychiater würde ich es aber nicht sehen.
Es kann ja sein, dass es Dich aufbaut und Du auflebst, wenn
Du liebe Leute kennenlernst und viele soziale Kontakte hast.

Dass Dein neuer Therapeut die Nase rümpft, weil Du den Arzt gewechselt hast,
halte ich für unwahrscheinlich. Er weiß ja auch, dass manche Menschen eben
nicht miteinander können. Außerdem wird es mehr an Dir und an deiner Geschichte
interessiert sein als an Deinem Vorgänger.

Therapeut wäre aber der zweite Schritt - jetzt kommt erstmal die Klinik.

Alles Gute dafür und toitoitoi Freunde

calin


Danke für's Hoffnung machen Kuss

Die Ärztin meinte, dass ich ca. 3 bis 4 Wochen dort sein werde. Und ich finde keinen Therapeuten, der im Nachgang direkt Zeit hat. Und ich denke, dass wäre der Genesung sehr förderlich...
Wie finde ich nzr schnell jemanden?

#3


calinmagique
Gern geschehen. Smile

Hmm - hat für eine Probesitzung auch kein Therapeut Zeit?
oder könntest Du in der Klinik danach ambulant zu Gesprächen gehen?
Oder ist die zu weit weg?

Lg

calin

x 1 #4


A
Zitat von calinmagique:
Gern geschehen. Smile

Hmm - hat für eine Probesitzung auch kein Therapeut Zeit?
oder könntest Du in der Klinik danach ambulant zu Gesprächen gehen?
Oder ist die zu weit weg?

Lg

calin


Stimmt, auf die Idee hätte ich auch komnen können Very Happy Sind 25 km. Ich frag einfach dort nach.
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Danke Cool

#5


kalina
Schau, dass Du vor allem in eine gute Klinik kommst, mit guten Therapeuten. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan. Aber eine wirklich gute Klinik kann Dich schon weiter bringen. Weil Du dort viel intensiver Therapie machen kannst als das ambulant möglich ist. Stell Dich aber auch drauf ein, dass es danach auch wieder eine große Umstellung ist, wieder allein auf sich gestellt zu sein.

Meine Erfahrungen mit Kliniken: Wenn ich einen guten Therapeuten hatte und einen guten Draht zu ihm/ihr und es auch eine gute Teamatmosphäre zwischen den Patienten gab, dann hab ich (auch im Nachhinein) viel profitiert. Dann ist mir auch der Abschied sehr schwer gefallen.
Wenn es anders war (schlechter Therapeut und schlechtes Team) dann hätt ich mir den Aufenthalt ersparen können, bzw. hat mich das sogar zurückgeworfen.

Hör Dich um bei Bekannten, Ärzten, Psychologen, welche Klinik empfehlenswert ist.

Und der Therapeut danach ist natürlich auch wichtig.

x 2 #6


A
Zitat von kalina:
Schau, dass Du vor allem in eine gute Klinik kommst, mit guten Therapeuten


Hallo, vielen Dank für deine Antwort.
Ich habe bereits eine Klinik gefunden, die auch im Netz super Bewertungen hat. Ich hoffe, dass ist auch bei mir so.
Ich hab halt Angst, dass ich neue Symptome bekomne, wenn ich das Leid anderer höre....

x 1 #7


calinmagique
Ja, manchmal hilft ein Hinweis von außen. Smile

25 km klingt machbar.

Eine gute Klinik zeichnet sich m.E. dadurch aus, dass sie den Patienten
nach dem stationären Aufenthalt nicht im Regen stehenlässt, sondern ihn
auf die Zeit nach der Entlassung vorbereitet und am besten für Weiterbehandlung
vor Ort oder bei einem niedergelassenen Arzt sorgt.

Mach Dir keine Sorgen wegen der Krankheiten der Mitpatienten.
Meine Erfahrung war, dass man untereinander gar nicht so oft von seinen Problemen
geredet hat, sondern über Gott und die Welt und sogar rumgealbert hat wie draußen auch.
So hat man sich ein wenig von seinem Leid abgelenkt.

Liebe Grüße und toitoitoi

calinmagique

x 3 #8


A
Zitat von calinmagique:
Ja, manchmal hilft ein Hinweis von außen. Smile

25 km klingt machbar.

Eine gute Klinik zeichnet sich m.E. dadurch aus, dass sie den Patienten
nach dem stationären Aufenthalt nicht im Regen stehenlässt, sondern ihn
auf die Zeit nach der Entlassung vorbereitet und am besten für Weiterbehandlung
vor Ort oder bei einem niedergelassenen Arzt sorgt.

Mach Dir keine Sorgen wegen der Krankheiten der Mitpatienten.
Meine Erfahrung war, dass man untereinander gar nicht so oft von seinen Problemen
geredet hat, sondern über Gott und die Welt und sogar rumgealbert hat wie draußen auch.
So hat man sich ein wenig von seinem Leid abgelenkt.

Liebe Grüße und toitoitoi

calinmagique


Nochmal danke Cool

Heute hab ich mal mit der Klinik telefoniert. Die Dame am Telefon hat mir schon viel Ängste genommen. Von der Seite aus bin ich jetzt positiver.
Nur halt auf jeden Fall zwei Wochen weg von Frau und Kindern, so lange war ich noch nie weg...
Manche meinen, es wäre sogar vorteilhaft, von allem weg zu kommen, um sich um sich selbst zu kümmern.

#9


kalina
Nur bloß keinen Kurschatten Wink

x 1 #10


Mademyberg
Ich bin zurzeit in einer tagesklinik. Ambulant. Hatte vorher auch total angst. Aber ich bemerke es momentan, das es mir tatsächlich besser geht. Aber auch, so wie ichs von mitpatienten höhre, das es stark abhängig davon ist welche klinik. Aus eigener erfahrung kann ich sagen, dass ich dort mmeine hoffnung wiedergefunden hab und besserung in sicht ist.

x 2 #11


A
Zitat von kalina:
Nur bloß keinen Kurschatten Wink

Ich werde mich bemühen kichern

x 1 #12


A
Zitat von Mademyberg:
Ich bin zurzeit in einer tagesklinik. Ambulant. Hatte vorher auch total angst. Aber ich bemerke es momentan, das es mir tatsächlich besser geht. Aber auch, so wie ichs von mitpatienten höhre, das es stark abhängig davon ist welche klinik. Aus eigener erfahrung kann ich sagen, dass ich dort mmeine hoffnung wiedergefunden hab und besserung in sicht ist.


Das ist schön und freut mich für dich Kuss
Ich hoffe, dass ich nach dem Aufenthalt auch besser mit allem umgehen kann...

#13


calinmagique
Hallo @Akira123 ,

freut mich, dass das Telefonat Dir einige Ängste vor der Klinik nehmen konnte.
Die Therapieangebote werden ja auch freiwillig sein, d.h. Du kannst Dich rausziehen,
wenn Dir was zuviel wird.

Ich glaube auch, dass Abstand zur Familie nötig ist, damit Du Raum für Deine Heilung findest.
Nach 2 Wochen siehst Du sie ja wieder. Smile

Liebe Grüße und toitoitoi

calinmagique

x 1 #14


A
Zitat von calinmagique:
Hallo @Akira123 ,

freut mich, dass das Telefonat Dir einige Ängste vor der Klinik nehmen konnte.
Die Therapieangebote werden ja auch freiwillig sein, d.h. Du kannst Dich rausziehen,
wenn Dir was zuviel wird.

Ich glaube auch, dass Abstand zur Familie nötig ist, damit Du Raum für Deine Heilung findest.
Nach 2 Wochen siehst Du sie ja wieder. Smile

Liebe Grüße und toitoitoi

calinmagique


Hallo, lieben Dank. Nur habe ich einen Anruf verpasst und ich habe zu spät zurückgerufen. Jetzt kann es wieder dauern....
Leider geht es mir seitdem der Anruf der Klinik kam wieder schlechter. Ich hab echt Angst, dass ich sämtliche Hoffnung verliere und bei einem Fall wie mir nichts hilft bzw. ich die Gedanken usw. nicht aushalten kann. Laut Icefalki ging es so in der Richtung vielen mal. Wenn jemand das schreibt, geht's mir 3 Tage besser, dass ich auch wieder Hoffnung habe.
Vor dem Anruf hatte ich ein paar Tage, die gut waren. Ich hab sogar trainiert.
War ganz normal Auto fahren usw.
Und jetzt wieder die Gefanken und extreme Anspannung mit Kopfweh.
Sorry, schon wieder gejammert Sad

#15


A
So, jetzt hab ich einen Termin am 21.6.2018 für die Klinik.
Gestern hatte ich noch einen schrägen Termin mit meiner Therapeutin. Sie wollte wissen, was Stand der Dinge ist. Ich hab ihr gesagt, dass ich den ersten Anruf der Klinik verpasst hab. Darauf ist sie dann die Stunde laufend drauf herumgeritten. Sie fand das seltsam, dass ich mein Handy nicht durchgehend 24 Stunden laut gestellt bei mir trage....
Dann habe ich sie gefragt, ob es noch mehr so schwere Fälle wie mich gibt und ob es Hoffnung gibt. Sie war dann genervt, weil ich mich rückversichern wollte. Gut, dass kann ich verstehen.
Ich hab aus Interesse gefragt, ob es oft vorkommt, dass sie jemanden stationär empfiehlt. Irgendwie hat sie sich angegriffen gefühlt und gemeint, das nicht nur sie manchen Menschen eine stationäre Therapie empfiehlt, sondern auch andere Therapeuten. Hat sie in den falschen Hals gekriegt.

Da sie Daten an die Klinik weiterleitet, hab ich jetzt Angst, dass sie mich dort negativ darstellt. Wahrscheinlich stimmt einfach die Chemie nicht.

Ich hoffe, das bringt was, weil sie mir wenig Hoffnung gemacht hat...

#16


Icefalki
Ach Akira, hör doch mit dem Rumgehirrne auf. Du gehst doch nicht zur Schlachtbank, sondern nur in eine Klinik, die dich wieder auf die Beine bringen soll. Und Klinik deswegen, weil man dort viel intensiver an den Problemen dranbleiben kann. Gleichzeitig ist es eine Veränderung, also mal raus aus allem und rein zu allem.

Ein ganz wichtiger Faktor bei allem ist: ich kann, muss aber nicht. Kannst ja weiterhin zuhause bleiben. Und was deine Therapeutin anbelangt, sind doch Fakten, dass viele Therapeuten einen Klinikaufenthalt empfehlen, wenn sie der Meinung sind, dass mal intensiv drangeblieben werden sollte.

Nur du selbst siehst dich als hoffnungslos und schwerer Fall an. Damit baust du nur vor, sollte es vielleicht nicht funktionieren. Es funktioniert nicht, wenn du nicht mitarbeitest. So einfach ist das. Man kann durchaus vor Angst schlotternd den Weg antreten. Aber man tut das doch, damit einem geholfen wird. Und hierauf sollte dein Augenmerk liegen.

x 3 #17

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A
Zitat von Icefalki:
Ach Akira, hör doch mit dem Rumgehirrne auf. Du gehst doch nicht zur Schlachtbank, sondern nur in eine Klinik, die dich wieder auf die Beine bringen soll. Und Klinik deswegen, weil man dort viel intensiver an den Problemen dranbleiben kann. Gleichzeitig ist es eine Veränderung, also mal raus aus allem und rein zu allem.

Ein ganz wichtiger Faktor bei allem ist: ich kann, muss aber nicht. Kannst ja weiterhin zuhause bleiben. Und was deine Therapeutin anbelangt, sind doch Fakten, dass viele Therapeuten einen Klinikaufenthalt empfehlen, wenn sie der Meinung sind, dass mal intensiv drangeblieben werden sollte.

Nur du selbst siehst dich als hoffnungslos und schwerer Fall an. Damit baust du nur vor, sollte es vielleicht nicht funktionieren. Es funktioniert nicht, wenn du nicht mitarbeitest. So einfach ist das. Man kann durchaus vor Angst schlotternd den Weg antreten. Aber man tut das doch, damit einem geholfen wird. Und hierauf sollte dein Augenmerk liegen.


Danke, und davor habe ich ja Angst, dass ich nicht so mitarbeiten kann. Meine Gedanken wollen mir halt mitteilen, dass ich ein schwerer und hoffnungsloser Fall bin. Ich hoffe, die finden einen Weg, mich zu motivieren, wobei ich mich ja an den Stundenplan halten werde und denke, dass vielleicht was Heilendes passiert.
Vor allem die düsteren und destruktiven Gedanken machen mir zu schaffen und mir komnt es vor, als wären die jetzt noch schlimmer.
Ich merke deutlich, wie ich mich hinter der Angst verstecke....

#18


Icefalki
Weisst du, das ist ja der Knackpunkt, dass diese Gedanken eben Mist sind. Bringen dir nur Leid und Kummer und machen dir Angst.

Wäre doch supi, wenn du Mechanismen lernst, die das weitgehendst abstellen könnten. Oder/und du findest heraus, warum du meinst, so denken zu müssen. Ist doch spannend, wieder zu erkennen, dass das Glas halb voll ist und nicht halb leer.

Beide Male steht nur ein halbes Glas mit Flüssigkeit vor dir. Soviel zu den unterschiedlichen Denkweisen. Bei diesem Beispiel hat man so viele gedankliche Möglichkeiten: Mist, hab kein Geld, und schon halb leer. Supi,hat mir eh nicht geschmeckt, also runter damit und was anderes bestellt. Wäre jetzt ein Schwabe, der nix verkommen lässt Smile. Ein anderer lässt das stehen, und bestellt was Neues.

Die Oma, trinkt eh nicht viel, muss sich zwingen, und ist froh, prima ein halbes Glas schon mal getrunken.

Du bist derjenige, der trauert, weil die Hälfte schon weg ist, und garantiert wird dich niemand bedienen, denn die Bar ist voll. Oder, du müsstest in den Keller, Nachschub holen, und der ist dunkel und bestimmt brichst du dir das Bein, weil du evtl. Über was stolpern würdest, das vielleicht jemand auf der Treppe liegen lassen hat. Sehr gefährlich, und deshalb bist du enttäuscht, weil du bald verdursten wirst, denn das Glas ist schon halb leer.

Ach, ich könnte noch so tolle Geschichten über diese Glas mit dem Inhalt schreiben, und meine Gedanken dazu. In Wirklichkeit bringt das aber nichts, denn ich hab noch nicht mal ein Glas vor mir stehen. Insofern sind meine GEDANKEN nur GEDANKEN und für die Katz.

Soviel zu GEDANKEN.

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Kuss
Zitat von Icefalki:
bist derjenige, der trauert, weil die Hälfte schon weg ist, und garantiert wird dich niemand bedienen, denn die Bar ist voll. Oder, du müsstest in den Keller, Nachschub holen, und der ist dunkel und bestimmt brichst du dir das Bein, weil du evtl. Über was stolpern würdest, das vielleicht jemand auf der Treppe liegen lassen hat. Sehr gefährlich, und deshalb bist du enttäuscht, weil du bald verdursten wirst, denn das Glas ist schon halb leer.

Ach, ich könnte noch so tolle Geschichten über diese Glas mit dem Inhalt schreiben, und meine Gedanken dazu. In Wirklichkeit bringt das aber nichts, denn ich hab noch nicht mal ein Glas vor mir stehen. Insofern sind meine GEDANKEN nur GEDANKEN und für die Katz.

Soviel zu GEDANKEN.


Ok, methaphorisch hast du's auch drauf. Ja, dass will ich lernen, die andere Sichtweise und die Gedanken Gedanken sein zu lassen.
Momentan sucht sich mein Hirn halt immer Gedanken, die mich erschrecken und sich immer das suchen, was weh tut.
Aber ich hoffe, dass ich die Woche rumkrieg und dass es etwas aufwärts geht. Vielen Dank Kuss

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Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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