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Guten tag,

Kurz zu mir:
ich bin ~25Jahre alt; Hatte das erste mal Suizid Gedanken mit c.a. 8Jahren, zeit dem Immer wieder.

Ich hab mich mein ganzes leben lang mehr oder weniger selbst Isoliert. Zu Schulzeiten wurde ich gemobbt zuhause wurde mir immer wieder eingebläut das ich nicht gut genug sei.
Durch die Isolation hatte habe ich eigentlich kein Soziales Umfeld somit auch nie mit jemanden über meine Probleme gesprochen auch keinen der mich unterstützt.

Da es mir in der letzten zeit immer schlechter ging
kaum noch schlaf, wieder zunehmende Suizid Gedanken, bekomme zuhause mein Alltag nicht wirklich geregelt
wenn ich frei habe verbring ich die zeit fast nur im Bett, lediglich wenn ich Arbeiten gehen muss, kann ich mich Motivieren aufzustehen, hier funktioniere ich auch noch soweit, das keiner was merkt. Überhaupt habe ich mir über die Jahre eine gute "Fassade" aufgebaut, so das nie jemand etwas gemerkt hat.
Letzte Woche habe ich mich dann endlich getraut mich meinen Hausarzt anzuvertrauen.
Dieser empfahl mir eine (offene) Stationäre Behandlung.

Ich hab angst vor dem Klinik Aufenthalt überhaupt fühl ich mich grade überfordert, (was wird da passieren, wie wird es MIR gefallen, ist das überhaupt der richtige weg für mich? Etc)
vor allem möchte ich KEINE Medikamentöse Behandlung

Könnt ihr gute Kliniken empfehlen, wo man auch gute Therapie bekommt, wenn man Medikamente ablehnt? Im Umkreis 100km von Köln / Rhein-Erft-Kreis (am besten mit Parkplatz. )

Direkt in Köln / Rhein-Erft-Kreis möchte ich aufgrund meiner Arbeit eher ungern

Vielen dank

30.01.2021 18:19 • 28.08.2022 #1


12 Antworten ↓


Icefalki
Schau, wenn es dir so schlecht geht, dass du mit Suizid liebäugelst, ist wirklich Hilfe angesagt.

Medikamente sind manchmal ein Segen, deutlich besser, als am Abgrund in die Tiefe zu starren und müssen auch nicht bis an Ende der Tage genommen werden.

Klinik hat nix mit Zombies zu tun, wie man sich das manchmal vorstellt. Bei weitem nicht und Hilfe solltest du ruhig annehmen. Es wird auch niemand gezwungen, etwas zu tun, was er nicht möchte.

Weisst du, Leben kann auch Spass machen. Und manchmal muss man sich helfen lassen, damit das wieder gefühlt werden kann.

30.01.2021 18:38 • x 1 #2



Depressiv jetzt in Klinik? Wohin? Empfehlungen für Klinik?!

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Angor
Zitat von gigagames:
Letzte Woche habe ich mich dann endlich getraut mich meinen Hausarzt anzuvertrauen.
Dieser empfahl mir eine (offene) Stationäre Behandlung.

Dann solltest Du das auch tun.
Sollte Dein Umfeld mitbekommen, dass Du Suizidgefährdet bist, indem Du mal eine Bemerkung darüber machst, kannst Du, um Dich selber zu schützen, notfalls in die Geschlossene eingewiesen werden, das möchtest Du sicher nicht.

Also folge dem Rat Deines Arztes. Gute Besserung!

LG Angor

30.01.2021 18:47 • x 2 #3


Angor
Mal noch eine Frage, wurdest Du schon mal auf AD(H)S getestet?

30.01.2021 19:02 • x 2 #4


@Angor nein, wie kommst du jetzt auf ADHS?

30.01.2021 19:54 • x 1 #5


Angor
Zitat von gigagames:
@Angor nein, wie kommst du jetzt auf ADHS?

Nun, weil einiges, besonders was sich bei Dir in der Schule ereignet hat, mit Mobbing usw. auch sozialer Rückzug und Depressionen dem ähnelt, was mein Sohn mitgemacht hat. Bei ihm wurde ADS im Erwachsenenalter festgestellt (was er auch schon als Kind hatte)

30.01.2021 20:01 • x 2 #6


Du koenntest in eine Tagesklinik, dann bist Du abends und am WE zuhause.

Da sind Menschen, die dasgleiche wie Du durchgemacht haben und Du wirst zu nichts gezwungen. Allerdings ist es natuerlich besser, alle Therapieangebote anzunehmen, die haben bei mir gut angeschlagen wie Yoga, Traumreise und Schwimmen.

30.01.2021 20:05 • x 1 #7


Ich war in einer Klinik, die mir meine Therapeutin empfohlen hatte. Ich habe lange gezögert, bis es wegen Panik nicht mehr anders ging. Dann war es trotz der Herausforderungen eine der besten Erfahrungen meines Lebens. Die Klinik arbeitete ohne Medikamente.

Die Klinik, in der ich war wurde aufgekauft und arbeitet nicht mehr nach dem damaligen Konzept. Diese Kliniken tun es noch:
dr-reisach-kliniken.de

Lass Dir helfen, ich habe viel zu lange gewartet.

Liebe Grüße
Freddy

30.01.2021 20:16 • x 1 #8


Canary
Zitat von Angor:
Nun, weil einiges, besonders was sich bei Dir in der Schule ereignet hat, mit Mobbing usw. auch sozialer Rückzug und Depressionen dem ähnelt, was ...

Das trifft auch häufig auf (noch) nicht diagnostizierte Autisten zu, da muss ich an meine Geschichte denken

20.08.2022 22:04 • x 1 #9


Canary
Mal eine Frage,ich hoffe es ist ok, daß ich deinen Thread nutze und v.a ich hoffe, dass es so weit nicht kommt, und es besser wird mit dem Lyrikaentzug, aber bevor ich Hochdosis Tavorabhängig werde gehe ich lieber in eine Klinik, falls mein Lyrikaentzug nicht endlich bald nachlässt, ich habe einen Portrahierten Entzug und bin richtig schwer depressiv, das scheint noch vom Entzug zu kommen, das Problem bei mir ist nur, ich bin Autist und ADHSler und da gibt es einiges zu beachten seitens der Ärzte/Klinik Ärzte! Die einzige Autismuskompetente Klinik in meiner Gegend ist die Uni Klinik Freiburg, die haben auch ne Suchtstation, ich komm aus Landkreis Raststatt das ist wohl nicht mein Einzugsgebiet, aber die einzige Fachklinik meiner Diagnosen in meinem Bundesland...
Ich bin auch als ambulanter Patient dort seit 6 Jahren vermerkt, weil ich zur Diagnostik dort war! Frage: Müssen die mich mit der Autismus Diagnose dort aufnehmenen? Ein Pluspunkt wäre ich habe auch eine private Zusatzversicherung ....

In einen nicht Autismuskundigen Klinik würde ich zu Tode therapiert werden mit all dem Zeug, das man bei Autismus und ADHS nicht geben soll, da paradoxe Reaktion und Kontraindikation

27.08.2022 13:41 • #10


Psychosomatische Kliniken behandeln auch mal ohne Medikamente. In psychiatrischen Kliniken bekommt man eher Medikamente. Ich war 9 Wochen auf der Psychosomatik und es war sehr hilfreich, hatte mich davor auch lange dagegen gewehrt. Alles Gute!

27.08.2022 13:51 • x 1 #11


Prinzipiell hast Du freie Klinikwahl. Aber einige Kliniken nehmen nur Patienten aus ihrem Versorgungsgebiet. Das lässt sich aber bei jeder Klinik erfragen. Ich war auch schon in einer 200km entfernten Akutklinik. Da gab es auch keine Probleme mit der Krankenkasse, obwohl ich nur gesetzlich versichert bin.

27.08.2022 13:52 • x 2 #12


Canary
Darf man an Wochenenden, wenn man generell stabil ist auch mal nach Hause, auch dann wenn die Klinik ca 100km weg ist?

Ich leide zudem an schwerer Agoraphobie und und meine Mama ist nicht so fit mit dem Auto und in dem zustand kann ich schlecht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln waren, kann man einen Krankenwagen bzw Transport bekommen, um zur Klinik zu kommen?- ich weiß, den hatte ich 2014, als ich Notfallmässig in eine nahe Akutklinik musste auch..

28.08.2022 07:03 • #13



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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf