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Hallo Ihr lieben,

nach Anraten meiner Therapeutin sollte ich mir doch überlegen eine psychosomatische Reha zu machen oder einen stationären Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik in Erwägung zu ziehen.
PA habe ich so eigentlich nicht, Anflüge dieser schon in manchen Situationen.
Die Sache ist bei mir aufgrund einer psychosomatischen Beschwerden etwas komplizierter, es ist ein Mix aus Burn out und Angsterkrankung, aufgrund meiner Symptome bin ich gefangen in der Angstspirale, und es ist ein ständiges auf und ab. Hinzu studiere ich noch (komme ins 5. Sems.) und bin momentan nicht fähig so mein Studium fortzusetzen aufgrund der Erschöpfung:(
Nun habe ich mir schon drei Kliniken herausgesucht und diese kontaktiert, wenn ich mich intensiver mit dem Gedanken befasse dort für einige Wochen zu bleiben, überkommt mich die Angst und Traurigkeit, denn ich habe einen kleinen Sohn (6 Jahre alt), bin glücklich verheiratet...ich denke mir dann immer, ich kann nicht so lange von dem Kleinen getrennt sein. Mein Mann unterstützt mich bei allem und sagt, wir werden das gemeinsam schaffen,meine Mutter wohnt auch nebenan und wär da, wann immer sie könnte.
Trotzdem werde ich so ein schlechtes Gewissen haben...meine Männer hier zu lassen, der Kleine wir dieses Jahr eingeschult, gerade die ersten Wochen möchte ich ihn unterstützen!

War schon jemand von euch in ähnlicher Lage?
LG

15.08.2013 08:18 • 15.08.2013 #1


8 Antworten ↓


Hallo hopeful,

Ich bin grad in der selben Lage.
Auf anraten meines Psychologen, habe auch ich mich in einer psychosomatischen Klinik vorgestellt. In 10 Tagen gehts los und das zum ersten mal.
Auch meine erste Sorge galt meiner Tochter (5 Jahre) und auch ich hab teils ein schlechtes Gewissen dabei 10 Wochen von Ihr getrennt zu sein. Ich träume sogar davon seitdem ich weiss, dass ich das machen will.

In erster Linie tue ich das ja für mich um besser mit meinen Ängsten zurecht zu kommen aber in der Summe tue ich das ja auch für Sie und meine Partnerin.

Vielleicht solltest du dich mal mit derart Gedanken befassen.
Wie könnte es mir danach gehen?
Hat das Vorteile für meine Beziehung zum Partner und Kind?

Vielleicht hilft dir das, dich damit besser auseinander zu setzen.
Alles hat auch seine Positiven Seiten, man muss sie nur sehen wollen.

MfG Dee

15.08.2013 08:57 • #2



Entscheidung Psychosomatische Klinik-Angst

x 3


Vielen Dank für deinen Beitrag...genau so versuche ich das auch zu sehen, und so hat es mir auch mein Mann gesagt, er möchte nur,dass es mir wieder gut geht.
Und wenn es mir wieder gut geht, ich wieder glücklich und angstfrei bin, projiziere ich dies auch auf meine Familie.
Machst du die Behandlung im Rahmen einer Reha oder eines Krankenhausaufenthaltes?
VG

15.08.2013 09:04 • #3


Ich glaube das fällt in Krankenhausaufenthalt..

Genau der selbe Ansicht bin ich auch, ich denke das kann nur förderlich sein wenn man dadurch seine Probleme besser im Griff hat und somit im Alltag besser funktioniert.

Einen Versuch ist es allemal wert.

Ich denke jedenfalls, dass es eine gute Entscheidung war mich dort anzumelden.
Die Familie steht hinter mir, meine Tochter weiss das Papa ins Krankenhaus geht und ich denke schon, dass die daraus resultierende Stärke, das Leben wieder einfacher und sorgloser machen kann.. was natürlich nicht nur einem selbst helfen wird.

15.08.2013 10:40 • #4


Hallo hoperful,

ich kann eure Angst verstehen, gerade wenn man kleinere Kinder hat, fällt die Entscheidung schwer, in eine Klinik zu gehen.
Ich selbst war schon in einer solchen Lage, als ich mich für eine psychosomatische Reha entschied auf Anraten meiner Psychologin. Wenn da nicht meine Schwiegermutter dagegen geredet hätte. Sie wollte mir ein schlechtes Gewissen einreden und bezeichnete mich damals als egoistisch, als ich mich schweren Herzens für die Klinik entschied. Der Klinikaufenthalt hatte mir sehr gutgetan und ich konnte ein bisschen Kraft tanken. War überglücklich, meine Kids wieder in meine Arme schließen zu können, nur meine Schwiegermutter versuchte mir weiterhin das Leben schwer zu machen, indem sie immer wieder versuchte, mir ein schlechtes Gewissen zu machen. War keine leichte Zeit.
Aber ich bin froh, in die Klinik gegangen zu sein und habe auch einiges für mich umsetzen können zu Hause.

Drücke euch ganz fest die Daumen und alles Gute.

Finja

15.08.2013 12:03 • #5


Schlaflose
Zitat von hoperful:
denn ich habe einen kleinen Sohn (6 Jahre alt), bin glücklich verheiratet...ich denke mir dann immer, ich kann nicht so lange von dem Kleinen getrennt sein.


Es gibt Reha Kliniken, wo man Kinder mitnehmen kann, die dann von 9-17 Uhr im klinikeigenen Kindegarten betreut werden bzw. vormittags in die örtliche Grundschule gehen und nachmittags im Kindergarten mitbetreut werden. So war das in der Klinik Berus, wo ich vor 4 Jahren war. Allerdings ist das eine echte Reha-Klinik, wo man nicht vom Arzt überwiesen wird, sondern einen Antrag über die Rentenversicherung oder Krankenkasse wegen der Kostenübernahme stellt. Das dauert natürlich einige Wochen, meist wird es erst abgelehnt, dann muss man Widerspruch einlegen und wird zu einem Gutachter geschickt. Danach wird der Antrag meist genehmigt. Und dann gibt es natürlich einige Monate Wartezeit auf einen freien Platz.

15.08.2013 12:56 • #6


Maldur
als ich in der psychatrie war hatte ich auch eine mitpatientin in deinem alter, die 2 kleine kinder hatte. die haben sie regelmäßig besucht, war immer schön wenn die da waren^^ und wenn die jungs gefragt wurden wo ihre mutter ist, haben sie immer gesagt in der mamaklinik.
sicher ist es schwer für eine längere zeit getrennt zu sein, aber man muss die tragweite sehen: meist geht es einem nach ner klinik besser, wovon kinder/partner mehr haben, als wenn man die klinik sein lässt und es evtl. einem schlechter geht.
natürlich ist es immer leicht zu sagen, man sei egoistisch. aber im endeffekt ist es auch nicht verkehrt. man MUSS auch mal nur an sich denken dürfen. ich halte auch nichts davon, wenn man kinde rmit in die klinik nimmt. mal nen besuch ok, aber regelmäßig sehen ist zuviel. man soll sich dort nur auf sich konzentrieren. das ist kein freizeitausflug für die ganze familie sondern, wenn es richtig läuft, harte arbeit. arbeit an sich selbst.
du musst auch an dich denken und schauen was du willst. willst du wieder gesund (gesünder) werden, dein studium fortsetzen können und gleichzeit alle sunter einem hut bekommen, so dass du mehr schöne zeit mit deiner familie verbringst? zudem nach dem studium nen job haben? dann solltest du einen klinikaufenthalt ernsthaft in betracht ziehen. lieber 10, 12 wochen getrennt sein als jahrelang sich voneinander trennen

15.08.2013 20:38 • #7


Vielen Dank für eure Beiträge, das hat mir schon sehr geholfen!
Meine Therapeutin riet mir auch davon ab mein Kind mitzunehmen, sie sagt selbst aus Erfahrung, dass ich die Zeit dort für mich brauchen werde. Außerdem ist es mir für meinen Sohn wichtig, dass gerade jetzt wo er eingeschult wird, von Anfang an in seiner Klasse bleibt, der Schulwechsel für die paar Wochen wären für einen Erstklässler nicht gut, er hätte dann bestimmt einen erschwerten Einstieg.
Schade finde ich nur, dass meine Therapeutin erst jetzt zu der Einsicht mit der Klinik gekommen ist, hätte das nämlich wunderbar schon in die Ferien legen können, ich hatte mehrmals die Sorge, dass mir die ambulante Therapie nicht ausreicht, zwar wurde die Agoraphobie gut angegangen, weil ich nun viele Dinge alleine mache...aber mein Wohlbefinden, und meine körperliche Verfassung werden nur sehr langsam besser, dies führt dazu, dass meine Angst immer wieder hochsteigt. Ein Teufelskreis.

DeeliriousS- ich wünsche dir viel Erfolg und alles Gute in der Klinik, hoffe sehr dass dir dort geholfen wird und du dich da wohl fühlst!

GLG

15.08.2013 21:19 • #8


Zitat von Finja:
Hallo hoperful,

ich kann eure Angst verstehen, gerade wenn man kleinere Kinder hat, fällt die Entscheidung schwer, in eine Klinik zu gehen.
Ich selbst war schon in einer solchen Lage, als ich mich für eine psychosomatische Reha entschied auf Anraten meiner Psychologin. Wenn da nicht meine Schwiegermutter dagegen geredet hätte. Sie wollte mir ein schlechtes Gewissen einreden und bezeichnete mich damals als egoistisch, als ich mich schweren Herzens für die Klinik entschied. Der Klinikaufenthalt hatte mir sehr gutgetan und ich konnte ein bisschen Kraft tanken. War überglücklich, meine Kids wieder in meine Arme schließen zu können, nur meine Schwiegermutter versuchte mir weiterhin das Leben schwer zu machen, indem sie immer wieder versuchte, mir ein schlechtes Gewissen zu machen. War keine leichte Zeit.
Aber ich bin froh, in die Klinik gegangen zu sein und habe auch einiges für mich umsetzen können zu Hause.

Drücke euch ganz fest die Daumen und alles Gute.

Finja


Hallo Finja,
das tut mir sehr leid, dass du dir das anhören musstest von deiner Schwiegermutter, gerade in solch einer Situation.....als ob wir uns das ausgesucht hätten! Was würden wir alles dafür geben, wieder normal alles genießen zu können. Einfach unmöglich so was von sich zu geben, gott sei dank ist bei mir keiner in der Familie, der so etwas sagt, ganz im Gegenteil. Ich bin eher diejenige, die damit innerlich so ein wenig Probleme hat.
GLG

15.08.2013 21:23 • #9




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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf