hallo hallo zusammen

ich bin gerade ehr durch zufall über dieses forum gestolpert also steinigt mich bitte nicht wenn ich hier falsch bin

ich habe ein riesengroßes problem
sobald ich spritzen sehe/bekomme schläuche z.b: im krankenhaus sehe oder alles andere was amit zu tun hat wird erst alles taub und ich bin weg
sprich der kreislauf bricht zusammen und es ist erst mal schicht

angefangen hat es schon vor längerer zeit (6-7 jahre) bei der serie Notruf glaube bei r** war es dabin ich 2-3 mal wegeklappt

zum glück waren meine eltern immer dabei und konnten so dafür sorgen das nix weiteres passiert ist

danach war 2-3 jahre ruhe und vor 2 jahren ging es richtig extrem wieder los

zurzeit ist es soweit das ich mir nur ein bild anschauen muss, mir selbst gedanken über eine spritze machen muss oder mir irgendwer was von einer opperation erzählt und ich bekomme in taubes gefühl in der hand dann verlier ich die kraft es wird schwarz vor augen und feierabnd .....

aktuellstes beispiel war heute wärend einer autofahrt ein kollege hat einem anderen kollegen der mit im auto gesessen hat was von seiner op erzählt eignetlich nur ganz kurz hatte gesagt das sie das doch wan anders besprechen können (beide wussten nix von dem problem) weil ich es nicht hören wollte

kurz nach dem er mit erzählen aufgehört hatte kamm es aus dem nichts und ich wa wieder weg.....

da aufgrund dieser aktionen nu schon 2 krankenhausaufenthlte drin waren und mir ärtzte gesagt haben das das eigentlich nicht sein kann

wollte ich mal fragen ob hier irgendwer von gleichen problemen berichten kann und vieleicht sogar lösungen hat

mfg

16.10.2008 15:15 • 17.10.2008 #1


7 Antworten ↓


Christina
Hallo,

das gleiche Problem habe ich nur sehr bedingt. Ich kann mir live keine Blutentnahme ansehen und kippe schon mal um, wenn bei mir eine gemacht wird (und ich dabei nicht liege). Auch Fernsehaufnahmen von OPs oder so sehe ich mir besser nicht an.

Die Sache hat einen Namen: Blut- und Spritzenphobie. In geringerem Ausmaß sind recht viele davon betroffen. Ich glaube mich auch daran zu erinnern, dass angesichts großer Mengen Blut die Ohnmacht irgendeine Schutzfunktion haben soll. Das aber nur am Rande... Wenn es so einschränkend wie bei Dir ist, sollte man wohl etwas dagegen tun. Das geht auch, und zwar mit Verhaltenstherapie. Könnte aber sein, dass Du eine Weile nach einem geeigneten Therapeuten suchen musst. Erstens sind Therapeuten auch Menschen, d.h., ihnen ist der Umgang mit Blut auch nicht immer so ganz selbstverständlich, zweitens ist das die einzige Phobie, bei der Betroffene tatsächlich ohnmächtig werden. Dem ist u.U. auch nicht jeder Therapeut gewachsen.

Liebe Grüße
Christina

16.10.2008 17:03 • #2


ja das ich was dagegen tun muss ist mir seit heute klar

da ich fast mit einem krieslaufzusammenbruch bei rot über eine kreutzung gefahren bin wenn der kollege nicht die handbremse gezogen hätte

ich habe mir nun von meinem hausartzt eine adresse geben lassen von einer psychologin für verhaltenstörungen

keine ahnung ob das was bringt

da ich noch nieh mit solchen leuten zu tun hatte merke ich das irgendworan ob mir der psychologe helfen kann ?

gibbt es probleme wenn ich selbst nicht dran glaube das mir ein psycologe helfen kann ?

mfg

16.10.2008 17:18 • #3


Zitat von Christina:
Die Sache hat einen Namen: Blut- und Spritzenphobie. In geringerem Ausmaß sind recht viele davon betroffen. Ich glaube mich auch daran zu erinnern, dass angesichts großer Mengen Blut die Ohnmacht irgendeine Schutzfunktion haben soll. Das aber nur am Rande... Wenn es so einschränkend wie bei Dir ist, sollte man wohl etwas dagegen tun. Christina


Ich glaube, ich habe das auch mal wo gelesen, daß dies mit einem uralten Totstell-Reflex zu tun hat, der bei manchen noch sehr starkt ausgeprägt ist.
Ich selbst bin da auch sensibel - mal ist es schlimmer, mal weniger schlimm. Im großen und ganzen beeinträchtigt es mich aber nicht, weil ich mir die Dinge ja nicht ansehen/anhören muß, wenn ich es nicht will.
Bei Ärzten sage ich bescheid, somit haben sie den Druck und nicht ich , weil ich kann dann ja umfallen, wann ich will.

Ich glaube, viele Angstprobleme haben auch damit zu tun, daß wir uns nicht so akzeptieren können, wie wir sind und ständig nach irgendeinem Makel an uns suchen. Wenn man es an sich akzeptieren und zulassen kann, und sich von den Gedanken daran löst, ist es nur noch das halbe Problem.

Ich fürchte, wenn es so ist (Reflex), kann man gar nichts dagegen tun, weil ich kaum glaube, daß man die Evolution, die das über Jahrhunderte hervorgebracht hat, innerhalb von ein paar Jahren umprogrammieren kann.
Man kann nur versuchen zu lernen, damit richtig umzugehen bzw. nicht immer daran zu denken.

16.10.2008 19:58 • #4


Christina
Zitat von blubb1987:
da ich noch nieh mit solchen leuten zu tun hatte merke ich das irgendworan ob mir der psychologe helfen kann ?
Eine Garantie für das Gelingen der Therapie gibt es leider nicht. Aber Merkmale, die auf die Kompetenz des Therapeuten schließen lassen: Er sollte Dir erklären können, warum jemand so reagiert, wie Du reagierst (v.a. auch bezogen auf die körperlichen Vorgänge). Er sollte Dir das Therapiekonzept erklären können, d.h., was warum mit welcher Aussicht auf Erfolg gemacht wird. Er sollte Dir sympathisch sein, und Du solltest ihm vertrauen können. Er sollte Dich bei Konfrontationsübungen begleiten. Idealerweise hat er eine solche Phobie schon mal (besser sogar mehrfach) erfolgreich behandelt.

Zitat von blubb1987:
gibbt es probleme wenn ich selbst nicht dran glaube das mir ein psycologe helfen kann ?
Hoffnung ist immer hilfreich... Trotzdem helfen verhaltenstherapeutische Methoden auch dann, wenn man vorher nicht daran glaubt - vorausgesetzt, man wendet sie korrekt und konsequent an. Aber eigentlich sollte sich da keine Glaubensfrage stellen, denn die Therapie baut darauf, dem Patienten die Störung und das therapeutische Vorgehen zu erklären. Frag also im Zweifelsfall so lange nach, bis das Vorgehen für Dich logisch und stimmig ist. Dann wirst Du Dich auch mit der nötigen Motivation reinhängen.

Liebe Grüße
Christina

16.10.2008 23:56 • #5


Zitat von Christina:
Eine Garantie für das Gelingen der Therapie gibt es leider nicht. Aber Merkmale, die auf die Kompetenz des Therapeuten schließen lassen: Er sollte Dir erklären können, warum jemand so reagiert, wie Du reagierst (v.a. auch bezogen auf die körperlichen Vorgänge). Er sollte Dir das Therapiekonzept erklären können, d.h., was warum mit welcher Aussicht auf Erfolg gemacht wird. Er sollte Dir sympathisch sein, und Du solltest ihm vertrauen können. Er sollte Dich bei Konfrontationsübungen begleiten. Idealerweise hat er eine solche Phobie schon mal (besser sogar mehrfach) erfolgreich behandelt.


Die reine Erklärung allein wird nicht viel bringen.
Und einen Therapeuten, der mehrfach erfolgreich behandelt hat, den würde ich gerne einmal kennenlernen. Vor allem frage ich mich aber, wie man diesen Erfolg als Betroffener überhaupt überprüfen kann.

Zitat von Christina:
Hoffnung ist immer hilfreich... Trotzdem helfen verhaltenstherapeutische Methoden auch dann, wenn man vorher nicht daran glaubt - vorausgesetzt, man wendet sie korrekt und konsequent an.


Diese Aussage ist in dieser Eindeutigkeit einfach falsch. Es gibt genügend Angstpatienten, bei denen die Methodik überhaupt nicht hilft - egal, wie korrekt und konsequent sie diese anwenden.

Zitat von Christina:
Aber eigentlich sollte sich da keine Glaubensfrage stellen, denn die Therapie baut darauf, dem Patienten die Störung und das therapeutische Vorgehen zu erklären. Frag also im Zweifelsfall so lange nach, bis das Vorgehen für Dich logisch und stimmig ist. Dann wirst Du Dich auch mit der nötigen Motivation reinhängen.


Wie ich schon sagte - von Erklärungen allein verschwindet die Angst nicht.
Das ist auch das größte Manko der meisten Therapien.
Und eine kritische Haltung gegenüber der Therapie ist sehr wichtig.
Und ich finde es auch äußerst problematisch, den Leuten vorzumachen, daß sie an der Wirksamkeit der Therapie nicht zu zweifeln haben.
Nämlich vor allem dann, wenn sie - wie bei vielen Betroffenen - nicht wirkt und ihnen auch noch nach Jahren vorgemacht wird, daß sie ganz sicher wirkt. Wenn man nämlich davon ausgeht, daß sie eigentlich wirken muß und dann nicht wirkt, ist die Motivation erst recht im Keller.

Ich sage ganz klar, daß ich ihm hier nicht die Therapie ausreden will.
Nur so wie es hier dargestellt wird, ist es in der Praxis selten. Und wenn man so tut, wie wenn eine Therapie das Allheilmittel ist, dann frage ich mich schon, wieso dieses Forum voll mit Betroffenen ist, von denen schon viele in einer Therapie waren ohne ihr Problem los zu werden und es vielen nachher schlechter ging als vorher.

17.10.2008 12:16 • #6


Christina
Zitat von winston:
Die reine Erklärung allein wird nicht viel bringen.
Und einen Therapeuten, der mehrfach erfolgreich behandelt hat, den würde ich gerne einmal kennenlernen. Vor allem frage ich mich aber, wie man diesen Erfolg als Betroffener überhaupt überprüfen kann.
Wohl wahr, die Erklärung heilt nicht. Aber es sagt etwas über den Therapeuten aus, ob und wie gut er die Störung und das therapeutische Vorgehen erklärt. Der Verzicht auf Erklärungen und ein geheimnisvoller Therapeutenauftritt als gedankenlesender Wunderheiler bringen es schließlich auch nicht. Und "idealerweise" heißt wirklich idealerweise - wobei man der Sache schon näher kommt, wenn man sich den Therapeuten empfehlen lässt. Wiederum idealerweise von jemandem, der mindestens ein vergleichbares Problem hatte. Und dann kann man auch den Therapeuten ganz einfach fragen, ob er ein solche Phobie schon mal behandelt hat.

Zitat von winston:
Es gibt genügend Angstpatienten, bei denen die Methodik überhaupt nicht hilft - egal, wie korrekt und konsequent sie diese anwenden.
Weil sie nicht (genug) glauben?

Zitat von winston:
Wie ich schon sagte - von Erklärungen allein verschwindet die Angst nicht.
Das verlangt/behauptet ja auch niemand. Trotzdem muss man als Patient irgendwie zu einer Motivation kommen, die verhaltenstherapeutischen Übungen durchzuführen. Das geht am besten, wenn man den Sinn der Übungen versteht. Und ein gewisses Know-how sollte man auch erwerben, sonst ist man dauerhaft darauf angewiesen, den Therapeuten neben sich zu haben.

Zitat von winston:
Und eine kritische Haltung gegenüber der Therapie ist sehr wichtig.
Und ich finde es auch äußerst problematisch, den Leuten vorzumachen, daß sie an der Wirksamkeit der Therapie nicht zu zweifeln haben.
Das finde ich auch. Deshalb sollte man m.E. ganz genau nachfragen, wie die Therapie vonstatten geht, was warum welchen Erfolg bringen soll. Und wenn der Therapeut diesbezüglich keine schlüssigen, nachvollziehbaren Erklärungen anbieten kann, spricht das für sich.

Zitat von winston:
Und wenn man so tut, wie wenn eine Therapie das Allheilmittel ist, dann frage ich mich schon, wieso dieses Forum voll mit Betroffenen ist, von denen schon viele in einer Therapie waren ohne ihr Problem los zu werden und es vielen nachher schlechter ging als vorher.
Wer tut denn so, als sei eine Therapie (welche?) das Allheilmittel? BTW: Wenn in einer Therapie etwas falsch gelaufen ist, lohnt es sich meiner Erfahrung nach, das genau zu hinterfragen - wobei ich persönlich in puncto schlechte Therapieerfahrungen mutmaßlich Anspruch auf den Spitzenplatz hier im Forum hätte...

Liebe Grüße
Christina

17.10.2008 13:59 • #7


Zitat von Christina:

Der Verzicht auf Erklärungen und ein geheimnisvoller Therapeutenauftritt als gedankenlesender Wunderheiler bringen es schließlich auch nicht. Und "idealerweise" heißt wirklich idealerweise - wobei man der Sache schon näher kommt, wenn man sich den Therapeuten empfehlen lässt. Wiederum idealerweise von jemandem, der mindestens ein vergleichbares Problem hatte. Und dann kann man auch den Therapeuten ganz einfach fragen, ob er ein solche Phobie schon mal behandelt hat.


Den kompletten Verzicht auf Erklärungen habe ich nicht gemeint. Das Problem ist nur, daß eine Therapie im allgemeinen aus 95% Erklärung und Analyse besteht.
Was die Empfehlung betrifft: Wer einem hilft, muß nicht zwangsläufig einem anderen helfen können.
Und wie gesagt: Das Hauptproblem ist schon mal, daß man keinerlei Nachweis darüber finden wird, ob ein Therapeut jemand geholfen hat oder nicht. Daß man jemand kennt, wird bei vielen eher selten sein

Zitat von winston:
Weil sie nicht (genug) glauben ?


Wenn es nur um glauben geht, dann könnte man in eine Kirche auch gehen, oder ?
Bevor ich mit PT in Kontakt kam, dachte ich eigentlich immer es sei wissenschaftlich. Und an etwas wissenschaftliches brauche ich nicht glauben. Eine Methode ist in x Fällen wirksam oder eben nicht.
Nun bei mir ist es diesbezüglich so: Ich habe versucht zu glauben, ich habe dann auch geglaubt und heutige bin ich ein Ungläubiger, weil ich gesehen habe, daß die Erde runde ist und keine Scheibe.

Zitat von winston:
Trotzdem muss man als Patient irgendwie zu einer Motivation kommen, die verhaltenstherapeutischen Übungen durchzuführen. Das geht am besten, wenn man den Sinn der Übungen versteht. Und ein gewisses Know-how sollte man auch erwerben, sonst ist man dauerhaft darauf angewiesen, den Therapeuten neben sich zu haben.


Die beste Überzeugung ist noch immer die, das es wirkt, weil es nachgewiesenermaßen wirkt. Diesen Nachweis gibt es aber in einer PT nicht wirklich.
Und gut, daß Du das mit der Angewiesenheit auf den Therapeuten erwähnst: Ich habe eher den Eindruck, daß bei den meisten eine PT eher dazu führt, daß sie den Therapeuten dauerhaft neben sich haben müssen, was irgendwie nicht ganz dem Sinn einer Therapie entspricht.

Zitat von winston:
Und wenn der Therapeut diesbezüglich keine schlüssigen, nachvollziehbaren Erklärungen anbieten kann, spricht das für sich.


Und ist leider der Regelfall, weil die Methodik bei Angst auch nicht schlüssig ist (sage ich jedenfalls als langjähriger Angstpatient)

Zitat:
Wer tut denn so, als sei eine Therapie (welche?) das Allheilmittel ?


Nun, wenn ich (nur als Beispiel) Buchtitel lese wie "So schaffen sie dieses und jenes", dann impliziert das für mich nicht unbedingt, daß es a) andere Wege gibt und b) es so nicht zu schaffen ist.
Schließlich steht nirgends "können sie es schaffen".
Und die öffentliche Meinung drängt eigentlich auch in eine Therapie, allerdings weniger, weil es nachgewiesenermaßen hilft (jedenfalls ist mir keine einzige wissenschaftlich fundierte Statistik dazu bekannt), sondern vielmehr weil sich das "halt" so eingebürgert hat.

Zitat:
wobei ich persönlich in puncto schlechte Therapieerfahrungen mutmaßlich Anspruch auf den Spitzenplatz hier im Forum hätte...


So sicher wäre ich mir da um den Spitzenplatz nicht , wenn ich mir das Forum ingesamt so durchlese.

Liebe Grüße Winston

17.10.2008 15:21 • #8




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