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sleeptracker
Hallo Leute,

Mir gehts im Moment schlecht?
Weiß nicht warum.
Fahre morgen mit meinen beiden Mädels nach Kroatien in den Urlaub.

Gegen 11.00 Uhr hat meine Ex-Frau sie zu mir gebracht.
Genau um 11.00 hats hier in München plötzlich gehagelt, sprich Wetterumschwung.

Zuvor hatte ich mit dem Packen begonnen und immer wieder bemwrkt dass ich heute wohl nicht so fit wie die letzten Tage bin. Mein Herz ist mir oft aufgefallen mit starkem pochen. Kein herzrasen - hab ich auch sonst nur sehr sehr selten.
Ich hatte mir vorgenommen NICHT meiner Vermeintlichen Hypochondrie nachtzgeben und einfach weitergemacht mit dem Packen usw.
Kurz vor 11.00 bevor meine Frau kam wurde es mit dem Herz und dem Kreislauf schlimmer. Ich wollte minch nichtbgleich hinlegen, ich will ja stark sein.
3-4 mal wurde es schlimmer und ich begann in der Wohnung hin und her zu gehen aber meine Sorge bekam ich nicht aus dem Kopf, schliesslich wurde mit r schwindelig und ich legte mich doch ins Bett, Füsse nach oben usw.
Als meine Ex-Frau - getrennt haben wir uns auch unter anderem wegen meiner hypochondrischen Symmptome und der damit verbunden Leistungsschwäche - die Wohnung betrat, machte ich einen entsprechenden Eindruck.
Ich will das alles nicht.
Sowas hatte ich auch noch nie.

Und ich hatte in den letzten Tagen extra jeden Tag auf dem Ergometer bei Puls 115 10 km geradelt.

Mir sind die Zusammenhänge nicht klar.
Was tun?

15.05.2016 12:13 • 15.05.2016 #1


18 Antworten ↓


Willkommen in der Welt der Angst.
Ich bin momentan auch mit den Nerven am Ende
Ich wünsche dir wirklich das Beste.

15.05.2016 12:26 • x 1 #2


Kuschelfly
Auf der einen Seite freust du dich auf den Urlaub, auf der anderen der innerliche druck das du es schaffen mußt etc? Deine Psyche spielt ein bißchen verrückt, so wie bei mir momentan?

15.05.2016 12:30 • x 1 #3


petrus57
Dass Eine hat ja mit dem Anderen nichts zu tun.

Du kannst ja auf der einen Seite voll belastbar sein, wie dein Training beweist. Aber gegen Angststörungen bist du wohl trotzdem nicht gefeit.

15.05.2016 12:32 • x 1 #4


Perle
Hallo sleeptracker,

ich kann keinen Kreislaufzusammenbruch erkennen in dem, was Du schreibst. Eventuell eine Kreislaufschwäche, resultierend aus Deiner Angst. Steht Dir die Reise mit Deinen Mädels bevor? Es müssen ja nicht immer negative Dinge sein, die unsere Empfindungen außer Rand und Band bringen.

Weiß ja nicht wie alt die beiden sind, jedenfalls ist die Reise mit Verantwortung verbunden und evtl. stresst Dich das, wenn auch unbewusst. Und dann ist da auch noch Deine (Ex)Frau, vor der Du das logischerweise nicht zeigen möchtest. Schließlich ist ja Deine Erkrankung auch der Grund für die Trennung gewesen wie Du schreibst. Nun möchtest Du ihr ggü. nicht schon wieder so "schwach" dastehen.

Hast Du Sorge, dass der Kontakt zu Deinen Mädels eingeschränkt werden könnte?
Welche Gefühle hast Du derzeit für Deine (Ex)Frau?

LG, Martina

15.05.2016 12:37 • x 1 #5


sleeptracker
Zitat von petrus57:
Dass Eine hat ja mit dem Anderen nichts zu tun.

Du kannst ja auf der einen Seite voll belastbar sein, wie dein Training beweist. Aber gegen Angststörungen bist du wohl trotzdem nicht gefeit.

So hab' ich das nch nicht gesehen, ich dachte je fitter du bist desto stärker bist du und desto mehr steckst du weg.
Ich dachte man erhöht den Puffer bevors ' unangenehm' wird.

15.05.2016 12:44 • #6


Für mich hört sich das nach Panikattacken kann.

15.05.2016 12:45 • x 2 #7


sleeptracker
Zitat von Perle:
Hallo sleeptracker,

ich kann keinen Kreislaufzusammenbruch erkennen in dem, was Du schreibst. Eventuell eine Kreislaufschwäche, resultierend aus Deiner Angst. Steht Dir die Reise mit Deinen Mädels bevor? Es müssen ja nicht immer negative Dinge sein, die unsere Empfindungen außer Rand und Band bringen.

Weiß ja nicht wie alt die beiden sind, jedenfalls ist die Reise mit Verantwortung verbunden und evtl. stresst Dich das, wenn auch unbewusst. Und dann ist da auch noch Deine (Ex)Frau, vor der Du das logischerweise nicht zeigen möchtest. Schließlich ist ja Deine Erkrankung auch der Grund für die Trennung gewesen wie Du schreibst. Nun möchtest Du ihr ggü. nicht schon wieder so "schwach" dastehen.

Hast Du Sorge, dass der Kontakt zu Deinen Mädels eingeschränkt werden könnte?
Welche Gefühle hast Du derzeit für Deine (Ex)Frau?

LG, Martina

Meine Mädels sind 8 und 10 also schon etwas selbständig.
Fast meine ganze Familie Eltern und Schwestern fahren auch mit.
Mein Vater gehts gesundheitlich schlecht - immer wieder unerklärliche Schüttelfrostanfälle hat er. Letztes Jahr hatter er eine Gürtelrose und dieses Jahr eine Thrombose und mehrere Entzündungen mit Krankenhausaufenthalten.
Vor zwei Wochen stellte man fest das eine Elektrode in seinem Herzschrittmacher defekt ist und wollte dies austauchen.
Er lag schon auf dem op- tisch dann wurde abgebrochen weil man bemerkt hat dass die Elektrode zu einer Herzkammer gehört, die bei ihm gut funktioniert , also eigentlich also quasi im voraus gelegt wurde, falls es der kammer mal schlechter geht.
Ich bin davon überzeugt dass meine frau nicht zu mir passt.
Als ich letztes Jahr im Sommer eine panikarracke hatte, hat sie noch einen draufgelegt.
Spätestens die Erfahrung hat den Rest der Liebe gelöscht.

15.05.2016 12:56 • #8


Perle
Du schreibst jetzt sehr viel über Deinen Vater. Was schließt Du daraus auf Dich und Deine Angst / Hypochondrie bezogen?

15.05.2016 13:06 • #9


petrus57
"Als ich letztes Jahr im Sommer eine panikarracke hatte, hat sie noch einen draufgelegt."

Menschen die nie eine Panikattacke hatten, können die Qualen einer Panikattacke auch nicht nachvollziehen. Die machen sich dann schon mal darüber lustig.

15.05.2016 13:10 • x 1 #10


sleeptracker
Zitat von Perle:
Du schreibst jetzt sehr viel über Deinen Vater. Was schließt Du daraus auf Dich und Deine Angst / Hypochondrie bezogen?

Natürlich mache ich mir sorgen um ihn.
Und es zieht mich auch runter, ja.
Ist das nicht ganz natürlich?
Das Problem ist vermutlich, dass ich - als hypochondrisch veranlagter Mensch - dazu neige die Sachlage zu dramatisieren, ja-.
Es fällt mir schwer die dinge neutral oder sogar positiv zu sehen ...
Die Angst ?

15.05.2016 13:22 • #11


Perle
Ja, Deine Sorge ist ganz natürlich.

Was mir in diesem Moment aber auffiel, waren Deine Gedankensprünge von Deinen Mädels, Deiner Ex-Frau und der anstehenden Reise plötzlich hin zur Erkrankung Deines Vaters. Denn von ihm war ja zuerst noch gar nicht die Rede.

Du hast uns Eingangs nach den Zusammenhängen gefragt, die für Dich nicht erkennbar scheinen. Nun, mit der Erkrankung Deines Vaters hast Du vermutlich etwas ganz Wichtiges erwähnt und evtl. ist das die Begründung für Deine aktuellen Angstzustände mit Hypochondrie.

Hast Du Angst, Deinen Vater zu verlieren?

15.05.2016 13:32 • x 1 #12


sleeptracker
Zitat von Perle:
Ja, Deine Sorge ist ganz natürlich.

Was mir in diesem Moment aber auffiel, waren Deine Gedankensprünge von Deinen Mädels, Deiner Ex-Frau und der anstehenden Reise plötzlich hin zur Erkrankung Deines Vaters. Denn von ihm war ja zuerst noch gar nicht die Rede.

Du hast uns Eingangs nach den Zusammenhängen gefragt, die für Dich nicht erkennbar scheinen. Nun, mit der Erkrankung Deines Vaters hast Du vermutlich etwas ganz Wichtiges erwähnt und evtl. ist das die Begründung für Deine aktuellen Angstzustände mit Hypochondrie.

Hast Du Angst, Deinen Vater zu verlieren?

Klar hab' ich Angst ihn zu verlieren, sehr sogar-.
Er fährt ja mit und in Kroatien wäre die Versorgung nicht so gut wie hier, schon klar.
Aber die Ärzte meinten es spricht nichts gegen eine Reise-.
Gut möglich daß das diesmal der Grund ist.
Was ich auch noch nicht ganz verstehe ist:
Wenn ich vermutlich weiß was der Grund ist, schützt mich das dann irgendwie vor einer Panikattacke?
Vielleicht wenn ich mich mehr damit befasse, dann ist wird da weniger verdrängt und dann braucht der Körper nicht mehr mit einer Panikattacke zu reagieren, oder so ähnlich?

15.05.2016 14:17 • #13


Perle
Ich denke, es ist generell wichtig und sinnvoll, sich mit seiner Gefühlswelt auseinander zu setzen. Eine Panikattacke sowie auch andere Symptomatiken des Körpers stehen ja nur stellvertretend für etwas, dass in unserem Leben aus dem Takt geraten ist. Der Körper sendet uns Signale, um unsere Aufmerksamkeit anzuregen, damit wir über unser Leben und unsere Sichtweise nachdenken.

Es gibt Themen im Leben, die erscheinen so endgültig und schmerzhaft, dass wir gerne vor ihnen davon laufen wollen. Ich glaube aber, dass es besser für uns wäre, wenn wir rechtzeitig anfangen würden, uns damit zu befassen und es als gegeben anzunehmen.

LG, Martina

15.05.2016 14:43 • x 1 #14


Das tut mir wirklich leid.So wie hier schon geschrieben wurde,Menschen , die das noch nie erlebt haben,können sich da nicht hineinversetzen.
Es ist halt keine *sichtbare* Erkrankung.

Mir ging es vor einiger Zeit besser . Aber momentan stecke ich auch mit drin.

Hast du eine Therapie gemacht?
Ich habe eine angefangen. Für mich schwer unvorstellbar,dass sie was bringen soll.es wird zurzeit nur geredet.Eigentlich rede ich viel.
Wahrscheinlich ist da eine Strategie hinter?

Aber ich kann dir zum Thema Kreislauf auch was sagen.Das ist die Panik.ich habe es auch so.
So stark,dass ich zurzeit nicht arbeiten kann

Aber ich habe gesehen ,dass es wieder gute Zeiten gab.Also werde ich versuchen drüber weg zu kommen.

15.05.2016 15:54 • x 1 #15


sleeptracker
Zitat von Perle:
Ich denke, es ist generell wichtig und sinnvoll, sich mit seiner Gefühlswelt auseinander zu setzen. Eine Panikattacke sowie auch andere Symptomatiken des Körpers stehen ja nur stellvertretend für etwas, dass in unserem Leben aus dem Takt geraten ist. Der Körper sendet uns Signale, um unsere Aufmerksamkeit anzuregen, damit wir über unser Leben und unsere Sichtweise nachdenken.

Es gibt Themen im Leben, die erscheinen so endgültig und schmerzhaft, dass wir gerne vor ihnen davon laufen wollen. Ich glaube aber, dass es besser für uns wäre, wenn wir rechtzeitig anfangen würden, uns damit zu befassen und es als gegeben anzunehmen.

LG, Martina

Weise Worte. Dann werde ich mal anfangen daran zu arbeiten meine Sichtweise zu ändern...

15.05.2016 16:32 • #16


Perle
Schaden wird's sicher nicht

15.05.2016 16:40 • x 1 #17


sleeptracker
Zitat von Pinkeblume:
Das tut mir wirklich leid.So wie hier schon geschrieben wurde,Menschen , die das noch nie erlebt haben,können sich da nicht hineinversetzen.
Es ist halt keine *sichtbare* Erkrankung.

Mir ging es vor einiger Zeit besser . Aber momentan stecke ich auch mit drin.

Hast du eine Therapie gemacht?
Ich habe eine angefangen. Für mich schwer unvorstellbar,dass sie was bringen soll.es wird zurzeit nur geredet.Eigentlich rede ich viel.
Wahrscheinlich ist da eine Strategie hinter?

Aber ich kann dir zum Thema Kreislauf auch was sagen.Das ist die Panik.ich habe es auch so.
So stark,dass ich zurzeit nicht arbeiten kann

Aber ich habe gesehen ,dass es wieder gute Zeiten gab.Also werde ich versuchen drüber weg zu kommen.

Ich bin in einer gesprächstherapie, seit 8 Monaten.
Ich hoffe meine PSychotherapeutin hat einen Plan.
Ich kann ganz gut mit ihr reden.
Es hat lange gedauert bis es mir schlecht ging. E nde 2012 hatte ich meinen ersten Tinnitus.
Jetzt wird's wohl auch lange dauern bis es wieder besser wird.

15.05.2016 16:49 • #18


sleeptracker
Zitat von Perle:
:pfeifen: Schaden wird's sicher nicht

Ich bin seit 8 Monaten in Therapie und ich denke letztendlich geht es da genau darum.
Deshalb: Weise Worte

15.05.2016 16:51 • #19





Dr. Matthias Nagel