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Fragt mich bitte nicht wieso!
Ich weiß es nicht....

Ich bin extra umgezogen von einem 6 Parteien Haus, wo ich die Schritte nicht nür über mir, sondern auch von nebenan hörte, zumal das Haus auch super extrem hellhörig war und Kinder dort wohnten, umgezogen in ein Haus, wo nur noch meine alleinstehende Vermieterin über mir wohnt und sonst keiner.

Es ist schon leiser, klar, aber nachdem es die erste Woche ganz still war (und ich super happy) begann es Sonntag von vorne: Erst lief oben 2 x hintereinander die Waschmaschine, das war nervig, aber ok. Dann begann meine Vermieterin, stundenlang herumzulaufen. Da sie Parkett hat, hören sich die Schritte recht schwer an und erinnert mich total an meine vorherige Wohnung.
In meiner alten Whg war ich mehr verzweifelt darüber und habe mich innerlich zurückgezogen, wäre am liebsten wie ein Kaninchen in seinen Bau unter die Erde gekrochen (Flüchten wollte ich seltsamerweise nie, ich versteinerte eher)
Jetzt bekomme ich regelrecht Panik! "Jetzt ist das hier auch so....wie sollst du damit klarkommen....wo sollst du noch wohnen, um klarzukommen" sind dann meine Gedanken. Ich bekomme Herzrasen und feuchte Hände, fange an zu heulen (bescheuert!)
Auch habe ich Angst vor mir selbst. Ich muß doch mit sowas Lächerlichem klarkommen! Aber was, wenn nicht, wenn ich mit der Zeit immer sensibler darauf reagiere und irgendwann überschnappe.....? Das ist doch nur das normale Leben, damit muß ich doch klarkommen!!

Kennt das jemand?
Hat es vll sogar jem besiegt....?

Woher kommt sowas??

29.07.2008 13:35 • 29.08.2008 #1


6 Antworten ↓


Ich kenne diese Angst zwar nicht, aber lächerlich finde ich es auf keinen Fall. Keine Angst ist lächerlich. Hast du denn jemanden, mit dem du darüber reden kannst oder schonmal mit jemanden gesprochen? Vor was hast du denn genau Angst? Dass andere dich auch hören könnten, dass du weißt, was die Leute um dich herum so machen oder dass das Haus nicht sicher genug ist? Das habe ich nicht richtig herauslesen können.

Ich würde dir empfehlen, dir eine professionelle Hilfe zu suchen. Denn, so denke ich zumindest, dadurch, dass du Daheim diese ständige schlimme Angst ausleben musst, kannst du dich nicht entspannen und dein Körper leidet unter Dauerstress.

Habe keine Angst mit jemanden darüber zu reden. Anfangs schlägt einen oft Unverständnis entgegen, aber das heißt nicht, dass deine Angst lächerlich ist. Ich habe Emetophobie und mein Umfeld konnte damit gar nicht umgehen, aber so langsam gehts doch. So langsam wird es akzptiert. Also, nur Mut.

30.07.2008 18:25 • #2



Schrittgeräusche von Mieter über mir lösen Angst aus

x 3


Danke für Deinen Fürspruch

Durch die hier beschriebene Definition von Phobien, dass es ein Ereignis geben muß, das für mich die Situation mit Angst verknüpft, hatte ich gestern einen Geistesblitz, woher das kommen könnte! Nach Monaten (7)!
Jetzt habe ich zumindest für mich eine Erklärung und nicht mehr das Gefühl, verrückt zu werden und mir selbst hilflos ausgeliefert zu sein.
Gestern Abend habe ich dann auch noch mal das Buch von Doris Wolf über Ängste hervorgeholt, das werde ich dann doch endlich mal zu Ende lesen
Samstag feiert bei uns in der Straße, quasi genau neben meiner Terrasse der Schützenkönig seine "Ernennung". Davor hab ich noch etwas Schiss, dass der Lärm mich umhaut.
Mal schauen....

31.07.2008 08:34 • #3


Hallo,
kann es sein das du dich beobachtet fühlst!?
Ich hatte das in unserer letzten Wohnung, wir hatten mitmieter die sehr an unserem Leben interessiert waren man kam ohne ein Gespräch nicht aus dem haus raus. Ich kam mir so kontrolliert vor das ich immer nur raus ging wenn ich vorher an der Tür in den Hausflur gehorcht habe ob auch wirklich niemand in dem mom in der nähe war. Wenn sich jemand im Hausflur unterhielt bin ich immer an der Wohnungstür vorbeigeschlichen, falls ich daran vorbei musste.Die Wohnung war im Erdgeschoss wenn unsere Mitmieter durch den Keller rausgingen liefen sie immer an unserer Küche vorbei, sie konnten zwar nicht ins Fenster schauen aber wenn ich mich in der nähe des Fensters aufhielt hätten sie mich sehen können, so das ich teilweise geduckt in diesen Wohnungszonen lief.

In der Wohnung in der wir jetzt leben geht besser aber in den Hausflur gehe ich immer noch lieber wenn keiner da ist. Ich bin eigendlich überhaupt nicht Menschenscheu aber mit Menschen in meiner Umgebung kann ich anscheinend überhaupt nicht umgehen


LG Svenja

02.08.2008 10:55 • #4


Hallo Svenja,
danke für Deinen Beitrag. Wäre denkbar und auch logisch, aber ich bin zu einer anderen Theorie gekommen, die man aber nur haben kann, wenn man mein Leben die letzten Jahre mitverfolgt hat.
Ich schreib es mal auf, vll hat mal jem anderes ein ähnliches Problem und es hilft ihm weiter

Grundlage ist der Fakt, dass aus Depressionen auch Ängste entstehen können, das war mir, obwohl ich seit 15 jahren unter Depressionen leide, neu.

Ferner habe ich hier gelesen, dass man bei einer Phobie den Gegenstand oder die Situation einmal mit einer Gefahr verbunden haben muß. Da machte es plötzlich Klick bei mir!

Vorgeschichte:
10 Tage vor Heiligabend 2005 starb völlig überraschend meine Tante. Ich war geschockt und noch heute kommen mir manchmal die Tränen deswegen.
Zu derselben Zeite hatte ich eine heftige Krise mit meinem Freund, die sich über Monate zog.
Ein halbes Jahr nach meiner Tante starb meine Oma.
Man kann also nicht behaupten, das mein Leben damals sorgenfrei und ich happy gewesen wäre.

In dem Jahr, in dem meine Oma starb, 2006, zogen auf unserer Etage neue Nachbarn ein, die auch schon ziemlich laut waren und mich nervten. Beinahe zeitgleich zog auch über mir jem neues ein, der an sich recht leise war, aber der jedes 2. WE sein Kind da hatte, das extrem laut war. Mehr nervten mich damals aber meine Etagennachbarn. Die zogen zum Glück nach 1 Jahr wieder aus und die Wohnung stand ein 3/4 Jahr leer. Es war herrlich, mein Leben war super!

Doch dann traf ich Anfang d. J. plötzlich neue Leute im Treppenhaus, die mir freudestrahlend ankündigten, sie würden mit ihren zwei kleinen Kindern bei uns auf der Etage einziehen Das Kind über mir war ja schon laut, aber jetzt noch 2 dazu....ich hatte die starke Befürchtung, dass es laut werden würde und die wurden noch übertroffen.

Inzwischen hatten meine Nachbarn über und neben mir Laminat und ich war über jeden Schritt informiert. Während nebenan die neue Familie einzog, entwickelte der Mann über mir einen regelrechten Tick: Der lief stundenlang oben von Zimmer zu Zimmer und öffnete und schloß dabei jede Tür, obwohl er ja wirklich nur Sekunden später eh wieder in dieses Zimmer ging. Es war wirklich extrem und ich war akkustisch immer dabei. Meine Nerven lagen blank, als dann auch noch das kleinere Kind nebenan einzog und auch stundenlang immer auf dem Laminatboden herumsprang. Die Mutter sagte, ihre Tochter fände es derzeit ganz toll, auf Zehenspitzen zu rennen

Der Knackpunkt, warum mich das nervte und schließlich auch ängstigte, war ein Vorfall:
An einem schönen Tag war über mir auf einmal voll der Trouble. Nach etwa einer halben Stunde rumbrüllen und Geklirre ging ich hoch und traf auf die getrennt lebende Frau meines Nachbarn, die ihm gerade regelrecht die Wohnung zerlegte und ihn anbrüllte. Als ich ich ansprach, kam sie wutschnaubend auf mich "zugewalzt" (klein aber stämmig und total sauer ) Ich dachte: Gleich klatscht die dir ein paar! Hat sie nicht, aber als ich aus der Situation wieder raus war, war ich erstmal fertig. Die Situation hatte mich sehr an meinen Vater früher erinnert, der in meiner Kindheit recht aggressiv war und seine Launen gerne mal an mir ausließ. Der kam dann genauso wutschnaubend auf mich zu, während ich nicht wußte, was ich jetzt wieder getan hatte.
Bevor ich hochgegangen war, hatte ich den Krach oben gehört und nach dem Ereignis lauschte ich immer wieder mal besorgt nach oben, weil es sich ähnlich anhörte. Ich befürchtete immer, die Frau käme noch mal wieder.
Und wenn mich erstmal ein Geräusch nervt, nehme ich alle anderen wir verstärkt war. Und das waren in dem Haus viele....

Ich reagierte irgendwann mit Flucht = Umzug und hoffte, hier in der Whg absolute Ruhe zu finden, was sich als Irrtum herausstellte.

Das Schlimme für mich war, dass ich das Gefühl hatte, mir selbst ausgeliefert zu sein, verrückt zu werden, irgendwann auszuflippen

Seitdem ich aber weiß, woher es kommt, woran es liegt und dass ich - so denke ich mal - eine Phonophobie (Angst vor einem bestimmten Geräusch) entwickelt habe, bin ich schon etwas ruhiger!

Ich versuche gerade, es mir abzugewöhnen, nach oben zu lauschen, alle Geräusche von dort bewußt wahrzunehmen und sie stattdessen bewußt zu ignorieren. Vor allem sage ich mir, dass das zu den normalen Wohngeräuschen gehört und eben KEINE Gefahr bedeutet....

Wie gesagt, heute Abend ist dieses Fest vor unserem Fenster....mal schauen, wie es mir dann geht....

02.08.2008 12:57 • #5


Hallo Häschen31,
nicht Du bist verrückt, sondern Deine Nachbarn. Zum ersten gibt es soviele rücksichtslose Mitmenschen, wei man es sich gar nicht vorstellen kann. Und Menschen, die - wie mir geschehen - auf Schuhen mit harten Absätzen auf Parkett oder Laminat rumlaufen, sollte man eh rausschmeißen.

Aber vielleicht hilft es Dir aufs Land zu ziehen z.B. weil der Lärmpegel in der Großstadt in der Tat hoch ist .

Meine schönste Erfahrung : Ich habe nüchtern, sachlich gesagt, dass mir die Musik zu laut ist und sie wurde leiser gestellt.
Meine traumatischste ERfahrung diesbezügl. erzähle ich Dir erst,wenn sie Dich wirklich interessiert.

Bis dahin alles Gute

10.08.2008 21:44 • #6


wie wäre es wenn du dir eine wohnung im dachgeschoß suchst .... dann hast du den krach (wenn es welchen gibt) zumindestens unter den füßen d.h. du stehst drüber

kam mir nur so in den sinn .....

29.08.2008 21:58 • #7




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