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AmandaE3
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Hallo liebe Forum-Mitglieder

Ich habe keine konkrete Frage aber ich möchte einfach eure Meinung oder Erfahrung dazu hören.

Damit ich wieder keinen Roman schreiben muss, liste ich einfach alles mal auf, was passiert ist, wie es mir geht:
-depressive Verstimmung/Gedanken (Ärzte & Psychologen schliessen eine Depression aus)
-Suizidversuch & immer stärker werdende Suizidgedanken
-lustlos, keine Motivation, keine Freude
-keine Freunde mehr, alleine, einsam
-kein Selbstvertrauen
-hasse mein Aussehen, finde mich dick und mein Gesicht hässlich
-Angst vorm Rotwerden
-bin schüchtern, zurückhaltend
-bin mir selbst peinlich
-bin sehr unsicher, womit ich mich immer peinlich, sehr unwohl fühle
-Essanfälle
-ich war über längere Zeit in Therapie

. und ich halte diese Dinge nicht mehr aus, ehrlich! Für mich sind diese Dinge langsam unertragbar. Das führt dazu, dass ich Dinge tue, wie mir absichtlich kochendes Wasser über den Arm zu schütten. Ich fühle mich besser, wenn ich z.B. ein bisschen Abstand von meinem Arbeitsplatz habe. Ich konnte 2 Wochen zuhause bleiben, was mir richtig gut tat. Momentan erkälte ich mich absichtlich. Ich bleibe draussen, bis meine Zehen und Finger, blau, rot und taub sind.

"Leider" ist mein Immunsystem stark und deswegen habe ich nur leichte Halsschmerzen. Nun bin ich soweit, dass ich gestern angefangen habe, 2h am Tag Sport zu treiben, bis ich nicht mehr kann.
Ich habe das Gefühl, dass ich nur noch eine Hülle bin. Was passiert, wenn ich weiter jeden Tag so viel Sport mache, bis ich nicht mehr kann?

Ich habe das Gefühl, mich so kaputt zu machen. Und übrigens esse ich nur schei**e. Manchmal esse ich am Tag ein Pack Kinderschockolade und sonst nichts. Natürlich ist das auch der Grund, wieso ich mich immer so schlapp und Müde fühle. Jedoch habe ich keine Motivation, irgendwas zu tun. Ehrlich gesagt möchte ich gerne in Therapie. Ich schaffe es aber nicht, mich irgendwo zu melden. Auch wenn ihr jetzt sagt: Trau dich, mach es! Ich schaffe es nicht!

Ich denke, das, was ich mache, ist eine Art Hilferuf. Was wird passieren, wenn ich weiter so viel Sport mache, weiter an der Kälte bin und mich weiter so schlecht ernähre? Meistens schlafe ich zu wenig und habe Stress. Jedoch werde ich nie krank. Kann es sein, dass ich auf einmal plötzlich sehr krank werde?

Und was passiert, wenn ich krank bin und weiter Sport mache und an die Kälte gehe? Kann das bis zur Lungenentzündung führen?

14.04.2021 #1


23 Antworten ↓
Ranibo

Ranibo
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Zitat von Roterfalke08:
Deswegen soll sie sich professionelle hilfe suchen. Das ist ihr bestimmt auch bewusst. Kein Verständnis zu zeigen das ist nicht die Lösung

Um meinen Post nochmal in einem vernünftigen Ton wiederzugeben, damit klar wird was ich vermitteln wollte:

Das Verhalten ist nachvollziebar/verständlich. Aber nur weil etwas verständlich ist, heißt es nicht das das Verhalten richtig war, sprich es kann nicht und sollte nicht damit gerechtfertigt werden. Weder anderen Gegenüber noch sich selbst. Denn selbstschädigendes Verhalten ist nie richtig, egal welche Gründe es hat.

Es gibt keinen Grund Angst zu haben sich professionelle Hilfe zu suchen und einem muss das auch nicht peinlich sein. Die eigene Gesundheit ist das wichtigste im Leben, egal ob körperliche oder seelische. Diese Probleme sind keine Seltenheit und Ärzte und Terapeuten haben regelmäßig mit ähnlichen Fällen zu tun.
Was andere darüber denken ist da dann absolut egal. Deren Meinung hat nicht zu interessieren und man sollte nicht darüber nachdenken. Das eigene Wohlbefinden an erste Stelle zu stellen ist nichts wofür man sich schämen muss.

Ich hoffe, das macht es etwas klarer als mein fehl-formulierter erster Versuch

14.04.2021 21:51 • x 1 #22


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Probleme zwingen mich zu Selbstzerstörung

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Ranibo

Ranibo
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Zitat von AmandaE3:
@Ranibo Aber wieso fällt mir das so unendlich schwer? Ich kann mir diese Frage nicht beantworten. Schon fast seit 2 Jahren versuche ich mich zu überwinden, mit jemandem zu sprechen. Sei es meine Eltern, meine Schwester oder eine gute Freundin. Ich kann es nicht. Mal ein Beispiel: Als ich etwa in der 2. Klasse war, ...

Das kann ich dir so nicht sagen. Es kann viele Gründe haben.

Ich habe ein ähnliches Problem. Bei mir liegt es daran das ich andere Menschen nicht mit meinen Problemen belasten und Sorgen bereiten möchte, wesshalb ich nicht meinen Freunden und Verwanten über meine tiefgreifenden Probleme rede. Ich habe immer den Gedanken, dass diese Leute ihre eigenen Probleme haben und ich will nicht das sie sich sorgen machen wegen mir. Ich will nicht ein weiteres Problem in deren Leben sein.

Aber dieses Problem habe ich mit Ärzten zum Beispiel nicht. Diese Menschen habe ihren Beruf gewählt und haben sich dazu entschieden anderen zu helfen. Mit diesen Menschen über meine Probleme zu reden ist einfach weil es "deren Aufgabe ist" um es mal plump auszudrücken. Genauso habe ich kein Problem mit fremden darüber zu reden. Zu diesen habe ich keine emotionale Bindung die mich davon abhält darüber zu reden. Immerhin haben diese Menschen keinen Grund sich Sorgen um mich zu machen da keine emotionale Bindung besteht.

Gut möglich das es mit dem Selbstbewusstsein zu tun hat. Das man anderen gegenüber ein ideales Bild abgeben möchte und angst hat die Beziehung zu diesen Menschen könnte Schaden nehmen.Desshalb will man die eigenen Probleme nicht besprechen. In dem Moment würdest du ja zugeben das das Bild von dir was du anderen gegenüber sein möchtest nichts mit der Realität zu tun hat. In den eigenen Gedanken ist stimmen ja das ideale Selbstbild was du anderen gegenüber zeigst nicht das reale Selbstbild und man hat Angst wenn die andere Person lernt wie man wirklich ist, dann könnte das was ander Beziehung ändern, womöglich zum schlechteren.

Das Problem an diesem Gedankengang ist aber das er in sich falsch ist. Es setzt vorraus das das ideale Selbstbild und das reale Selbst 2 absolut unterschiedliche dinge sind. Dabei ist es viel akkurater zu sagen das das ideale Selbstbild welches du anderen gegenüber präsentierst, lediglich teil deines realen selbst sind.

Sry wenn ich jetzt etwas abgeschweift bin, ich hoffe du kannst etwas damit anfangen 😅

14.04.2021 22:30 • #24


Zum Beitrag im Thema ↓


S
Zitat von AmandaE3:
Ich habe das Gefühl, mich so kaputt zu machen. Und übrigens esse ich nur schei**e


Es liest sich so, als ob Du Dich bestrafen willst. Ich kenne das Gefühl, wenn ich depressiv bin, man mag sich selber nicht.

Bist Du denn in psychologischer Betreuung?

#2


fourofour
Hallo,
das sind deutliche und umfangreiche Symtome. Das Du am Limit bist ist ersichtlich.

Zu dem was Du sagst, könnte ich Seiten schreiben, wenn keine Frage definiert wurde.

Das eine Veränderung der Lebensumstände absolut sinnvoll und wichtig ist, weißt Du sicher.
In solchen Lebensepisoden ist eine Aufstellung der Symptome, Funktionalitäten, Dysfunktionalitäten sinnvoll, um sich eine Prioritätenliste und Etappenstrategie zu erarbeiten.
So weit die Theorie.

Wie denkst Du kann man dir helfen oder bei welchem Thema erhoffst Du dir Antworten?

#3


A
Zitat von portugal:


Nicht mehr.

#4


A
Zitat von cube_melon:
Hallo,das sind deutliche und umfangreiche Symtome. Das Du am Limit bist ist ersichtlich.Zu dem was Du sagst, könnte ich Seiten schreiben, wenn keine Frage definiert wurde.Das eine Veränderung der Lebensumstände absolut sinnvoll und wichtig ist, weißt Du sicher.In solchen Lebensepisoden ist eine Aufstellung der Symptome, Funktionalitäten, Dysfunktionalitäten sinnvoll, um sich eine Prioritätenliste und Etappenstrategie zu erarbeiten.So weit die Theorie.Wie denkst Du kann man dir helfen oder bei welchem Thema erhoffst Du dir Antworten?


Ich weiss auch nicht. Ich dachte, vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und ist schon in Therapie oder wieder draussen.
Ich weiss, dass das ganz blöd ist aber ich habe schon länger einen Plan:

Meine Eltern machen sich immer Sorgen und nach meinem Suizidversuch war es extrem. Sie sind beide sehr, wirklich sehr sensibel, auch eher unsicher und nehmen sich jedes kleine Ding zu Herzen. Sie denken auch, dass es ihre Schuld ist, dass es mir nicht gut ging (geht). Nun will ich nicht, dass ich wieder aufgrund von meinen psychischen Problemen in Therapie muss.
Ich möchte gerne krank werden, damit ich so vielleicht zu einer Therapie komme. Ich weiss, dass das kein "gesunder" Mensch wollen würde. Ich weiss auch, dass eine Lungenentzündung beispielsweise, schlimm und lebensgefährlich sein kann. Jedoch wünsche ich mir immer, dass ich danach deswegen professionelle Hilfe mit Sport und Ernährung bekomme, um wieder gesund zu werden. Und ich denke auch, dass ich dann auch wieder zu einer Psychologin gehen könnte ("unauffälliger" als wenn ich ohne andere Krankheit zu einer ginge).

Ich weiss nicht, ob Du mich verstehst oder nur denkst, dass das alles Quatsch von einer 19 jährigen ist. Aber das Essen und mein Aussehen ist etwas, was mich sehr bedrückt. Neben dem ist auch das Rotwerden und die Schüchternheit ganz schlimm für mich. Ich denke nicht, dass ich nur mit einem Psychologen es schaffen werde.
Was ich auch noch als positiv empfinde ist, dass man bei einer Krankheit an Gewicht verliert. Du musst wissen, dass ich einfach verzweifelt bin, da ich schon so viel und über 6 Jahre versuche abzunehmen. Da nehme ich alles in Kauf, um das zu schaffen.
Ich hoffe, du haltest mich nicht total für verrückt.

Liebe Grüsse

#5


Schlaflose
Zitat von AmandaE3:
Nun bin ich soweit, dass ich gestern angefangen habe, 2h am Tag Sport zu treiben, bis ich nicht mehr kann.
Ich habe das Gefühl, dass ich nur noch eine Hülle bin. Was passiert, wenn ich weiter jeden Tag so viel Sport mache, bis ich nicht mehr kann?


Was dann passieren wird? Du wirst immer fitter, nimmst ab, bekommst eine gute Figur, wirst dich wohlfühlen und mit dir zufrieden sein.

x 1 #6


fourofour
Zumal es unmenschlich wäre dich als verrückt zu halten - verrückt definiere ich absolut anders.

Ohne dich und deine Situtation genau zu kennen - das was Du beschreibst sollte in einem professionellen Rahmen behandelt werden.
Gerade wenn ich lese das Du bereits einen SV hinter dir hattest.

Ob und wie Du das tust ist deine Freiheit, so lange Du keine Gefahr für Dich bist. Daher hast Du die Freiheit das zuzulassen oder nicht.
Hast Du schon einmal von einer PIA (psychiatrische Institutionsambulanz) gehört? Die gibt es in jedem Landkreis, so wie es auch dort einen SpDi geben sollte.
Dort findest Du speziell ausgebildete Menschen die dir Rat geben und dich an entsprechende Hilfsangebote vermitteln können.

Nein, das halte ich keinesfalls für "Quatsch einer 19-Jährigen). Viele Menschen wollen sich wohl in ihrem Körper fühlen. Dazu kann auch das Aussehen gehören. Alter spielt da keine Rolle. Gibt genug die weitaus älter und eitel sind Very Happy

Deine Essstörung hat eine Ursache, einen Hintergrund. Nur die Symtome, sprich das Gewicht zu "behandeln" wird vermutlich nicht zu dem gewünschten Erfolg führen.

Ein ambulante Therapie ist temporär. Eine Art Kurs wie man lernt sich zu verbessern. Nur alleine durch ständige Anleitung der Therapie, ohne das man sich selbst mit den Werkzeugen die man erlernt hat, eine persönliche Strategie erarbeitet, wird Therapieerfolg vermutlich nur von kurzer Dauer sein.

Das deine Eltern sich Gedanken machen mag evtl. auch unangenehme Gefühle in die auslösen. Betrachte es mal von einer anderen, positiven Seite - du wirst geliebt. Das ist etwas, was für andere nie da war.
Du kannst das erwidern, in dem Du den Mut und das Vertrauen aufbringst und dir Hilfe und Unterstützung suchst und annimmst.

Ich kann nicht fühlen wie es dir genau geht, weil ich nicht in deinen Schuhen laufen kann. Dennoch weiß ich aus eigner Erfahrung und der in der Arbeit mir anderen wie hart das manchmal sein kann.

#7


fourofour
*Das ist etwas, was für manch andere zu wenig da war oder fehlte.

#8


P
Liebe Amanda, es liest sich so, dass du dir wünscht, jemand würde dich an die Hand nehmen und dir helfen. Du schreibst auch, dies sei ein Hilferuf.

In diesem Forum erhält man sehr viel Hilfe in Form von Aufmunterung, Verständnis, wichtige und hilfreiche Informationen, Tipps oder auch mal "Kopf-waschen".
ABER: man muss es selber umsetzen.
Eine Lungenentzündung oder ein körperlicher Zusammenbruch aufgrund exzessiven Sports oder Fehlernährung wird dir auch nicht weiter helfen. Stecke deine Energie lieber in ein konstruktives Gespräch mit deinen Eltern, um dir Verständnis oder sogar Hilfe zu holen und geh vielleicht mal in eine psychiatrische Notfallambulanz, um schnell mit einem Facharzt zu sprechen. Vielleicht wäre auch Tagesklinik oder ein stationärer Aufenthalt das richtig für dich, um aus diesem selbstzerstörerischen Weg rauszukommen.

#9


Hoffnungsblick
Zitat von Pauline333:
es liest sich so, dass du dir wünscht, jemand würde dich an die Hand nehmen und dir helfen.


Das sehe ich auch so. Du kannst dieses Bedürfnis erst mal akzeptieren, dich an der Hand nehmen lassen und dir auch ohne Krankheit psychiatrische Hilfe holen. Deine Eltern würden das sicher verstehen.
Auch wenn sie es nicht verstehen und es auf sich selbst beziehen würden - hol dir trotzdem so schnell wie möglich Hilfe. Dann warte nicht auf ihre Meinung oder ihre Ängste.

Es macht null Sinn, sich selbst bewusst krank machen zu wollen. Destruktive Wege führen zu nichts Gutem.

Sport kann ja toll sein und wer weiß, vielleicht "verliebst" du dich ja in eine Sportart? Betreibe den Sport regelmäßig, aber nicht exzessiv. Tu es aus Liebe - zum Sport oder zu dir selbst.

Versuche Dinge aus Liebe zu tun, z.B. Hobbies. Liebst du Tiere?
Das verstehe ich, dass du in deinem Alter gut aussehen willst. Wie wäre es, wenn du dich zunächst so akzeptierst und feierst wie du jetzt schon bist?
Wenn du Dinge tust, die du liebst, dann vergisst du währenddessen dein Aussehen etc. und verbringst eine schöne Zeit.

#10


A

Meine Ambivalenz raubt mir meine Lebensfreude

Hallo zusammen

Um nicht einen ganzen Roman zu schreiben, fasse ich all meine Probleme und Sorgen kurz zusammen:

-Angst vorm Erröten
-manchmal starkes Schwitzen aufgrund von Stress, sozialen Situationen
-allgemeines Angstgefühl (soziale Phobie)
-extrem wenig Selbstbewusstsein
-sehr wenig Freunde
-finde keinen Kontakt/Anschluss zu gleichaltrigen
-bin schüchtern
-Essstörung (Hungerphasen/Fressphasen)
-depressive Stimmungen
-Suizidversuch
-Suizidgedanken
-Selbstverletzung (nur ab und zu)

Also, noch wegen dem Erröten: Ich erröte nicht andauernd wie andere, die eine extreme Erythrophobie haben. Aber wirklich so, dass ich schon vor Nervosität, dass ich erröten könnte, rot werde und total heiss bekomme. Ich mache mir immer Gedanken über meine Gesichtsfarbe, meinen Geruch. Das hindert mich auch daran, irgendwie auszugehen oder mich in der Schule zu melden etc.

Mein Selbstbewusstsein ist so sehr im Keller, dass ich mich nicht mehr aushalte. Ich habe keine Kraft mehr und möchte endlich mit mir zufrieden sein, mein Aussehen lieben. Aber dafür müsste ich zuerst mal abnehmen. Es ist wie ein Teufelskreis: Ich hungere, dann habe ich Fressphasen. Ich bin ein emotionaler Esser. Dann nehme ich zu und bin noch depressiver als sonst und mein Selbstbewusstsein existiert gar nicht mehr. Mein Essverhalten ist so durch den Wind.

Mein Suizidversuch war vor 3 Jahren, da war ich 16. Ich war danach in Therapie aber konnte mich noch nie wirklich öffnen und habe mich bei meiner damaligen Psychologin nicht gut aufgehoben gefühlt.
Dann ging ich zu einer 2. Psychologin, wo ich mich aber auch nicht öffnen konnte. Ich habe einfach gemerkt, dass mir dieses Gequatsche nichts bringt und es war mir alles peinlich. Die Therapie habe ich danach beendet, weil es mir "gut ging".

Nun traue ich mich nicht zu sagen, dass es mir immer noch schlecht geht. Ich habe zu meinen Eltern keine emotionale Nähe und auch sonst traue ich mich nicht, Hilfe zu holen. Es ist so, ich schaffe das nicht. Ich versuchs schon seit 1 Jahr aber es geht nicht.

Nun meine Frage: Wenn ich das jetzt so lese und mir vorstellen würde, dass es eine andere Person wäre, dann fände ich schon, dass es irgendwie nicht alles so richtig ist und sie wirklich Hilfe braucht. Aber bei mir frage ich mich dann doch, ob es wirklich alles so schlimm ist? Manchmal, z.B. in den Ferien, wenn ich Zuhause alleine bin, dann denke ich, dass es mir doch gut geht, wirklich. Aber z.B. jetzt, da habe ich wieder Suizidgedanken und gestern habe ich mich ernsthaft wieder gefragt, ob ich mir die Pulsadern aufschneiden soll. Ich weiss irgendwie, dass Suizidgedanken schlimm und nicht normal sind aber für mich sind sie Normalität geworden.

Ich glaube, ich möchte von euch einfach hören, wie sich das alles für euch anhört. Ich muss morgen wieder Arbeiten und bin mir gerade am Überlegen, was ich tun könnte (Unfall), damit ich nicht hingehen muss = aufgrund meinen Ängsten, Erröten, wenig Selbstbewusstsein (weiss nie, wie ich mich verhalten soll. Das fängt schon damit an, dass ich nie weiss, wie ich stehen, essen oder sprechen soll).

Ich habe mir schon mal heisses Wasser über den Arm geschüttet, dass ich 2 Wochen krank geschrieben war. Dann habe ich schon über mehrere Tage bis 2 Wochen dauernd versucht, meinen Arm oder Bein zu brechen (mit Zahnpaste, besonderer Winkel und dann draufhauen etc. was man alles für Unsinn im Internet findet) oder ich habe absichtlich versucht, mit dem Roller umzufallen, eine Blutvergiftung zu bekommen, absichtlich krank werden etc.

Ich glaube, es ist nicht normal, oder?

Ich glaube, dass ich nicht glücklich bin. Ich habe kein Leben, an dem ich Freude habe. Ich habe an nicht mehr viel Freude aber trotzdem sind die Gedanken immer noch da, dass es mir doch gut geht. Was es aber nicht tut. Ich habe das Gefühl, dass mich mein Gehirn reinlegen will. Einmal will ich mich umbringen aber dann sag ich mir doch wieder, dass es mir gut geht. Ist das ein "Schutz", dass ich zu keinem Psychologen gehe? Ich sitze hier, bin gesund, es geht mir gut. Ich weiss nicht, ob es wirklich alles so schlimm ist.

Ich möchte endlich wieder Freunde haben, mit ihnen etwas unternehmen, selbstbewusst sein. mein Aussehen lieben, dünn sein.

Bitte schreibt mir einfach eure Gedanken, Erfahrungen oder Tipps dazu.

Was ich vergessen habe: Ich habe extrem Mühe mit Männern. Ich möchte so, so, so, so, so gerne einen Freund haben aber es hindert mich alles daran. Männer finden mich komisch, alle finden mich komisch, habe ich das Gefühl. Ich habe das Gefühl, wenn mich ein Mann ansieht, dann findet er mich hässlich oder fett. Ich fühle mich auch so. Aber das ist eigentlich das, was ich mir am meisten wünsche und was mir am meisten Mühe bereitet: Männer.

Und tut mir echt leid, jetzt ist es doch noch ein Roman geworden.

Amanda< 3

#11


S
Zitat von AmandaE3:
Ich habe mir schon mal heisses Wasser über den Arm geschüttet, dass ich 2 Wochen krank geschrieben war. Dann habe ich schon über mehrere Tage bis 2 Wochen dauernd versucht, meinen Arm oder Bein zu brechen (mit Zahnpaste, besonderer Winkel und dann draufhauen etc. was man alles für Unsinn im Internet findet) oder ich habe absichtlich versucht, mit dem Roller umzufallen, eine Blutvergiftung zu bekommen, absichtlich krank werden etc.


Nein, normal ist das nicht aber auch nicht ungewöhnlich. Viele psychisch Kranke machen das, um Stress abzubauen.

Ich habe mir während der Depression Augenwimpern ausgerissen, und meine Therapeutin meinte, das ist Stressabbau. Sobald es mir besser ging, verschwand es wieder.

Wie wäre es, wenn Du in die Tagesklinik gehst, da wirst Du sehen, dass Du nicht alleine mit diesen Sachen bist und Du bekommst mit, dass das öfter gemacht wird als man denkt?

Dann könntest Du auch an Deinem Selbstbewusstsein arbeiten?

#12


Icefalki
Nein, ist nimmer "normal". Weisst du aber selbst, deshalb solltest du in Therapie.

Und jetzt mal zum "Öffnen". Ich sag dir das mal ganz sachlich. Wer Therapeut ist, der möchte seine Arbeit machen. Geht aber nur, wenn der Patient offen redet.

Ist wie beim Frauenarzt, der kann nix untersuchen, wenn du du alles "zusammenklemmst". Smile. Und das, was er sieht, oder du ihn nicht sehen lassen willst, ist für ihn normal. Das ist beim Therapeuten auch so.

Weisst du, viele von uns dachten, dass mit Nix machen und peinlich und schrecklich , sich das Problem lösen würde. Passiert aber nicht. Du darfst das alles als Chance sehen, damit deine Zukunft besser werden kann.

x 1 #13


fourofour
Zitat von AmandaE3:
Nun meine Frage: Wenn ich das jetzt so lese und mir vorstellen würde, dass es eine andere Person wäre, dann fände ich schon, dass es irgendwie nicht alles so richtig ist und sie wirklich Hilfe braucht. Aber bei mir frage ich mich dann doch, ob es wirklich alles so schlimm ist?

Ich kann dir versichern das ist verhaltensauffällig.
Man nennt so was selbstverletzendes Verhalten / SVV.

Das kann man zwar alleine überwinden, jedoch geht das mit professioneller Anleitung definitiv schneller.

Ob Du das nun selbst bearbeiten willst oder Hilfe suchst bleibt dir überlassen. Nur dazu brauchst Du Krankheitseinsicht und den Willen zur Veränderung.
Was wir hier tun können ist eine Motivation deinerseits, mag sie noch so klein sein, zu pushen. Ohne dem sieht es mau aus.
Du hast Leidensdruck. Der reicht scheinbar nicht aus um die Angst vor Therapie zu überwinden. Und da beißt sich die Katze in den verlängerten Rücken.

Der einzige Weg den ich persönlich sehe ist, dass Du irgendwie Hilfe von aussen annimmst. Denke ansonsten wirst Du dich bis dahin im Kreis drehen.

Es ist aber deine Aufgabe da auszusteigen.

#14


A

Kann ich SVV durch meine Probleme rechtfertigen?

Hallo zusammen

Ich fasse wieder alles so kurz wie möglich zusammen. Ich weiss, dass das eine ganz schön dämliche Frage ist, irgendwie. Und zwar:

Ich leide unter Ängsten, depressiven Phasen, wenig Selbstbewusstsein, leichter Essstörung etc. Ich habe oft das Gefühl, dass ich das nicht mehr aushalte, diese Dinge quälen mich so! Es macht mir den Arbeitsalltag oder auch meiner Freizeit zum Teil zur Hölle! Deswegen tue ich immer solche Dinge, wie z.B. meinen Arm mit kochendem Wasser verbrennen, damit ich Zuhause bleiben kann.

Ich weiss, dass ich Hilfe brauche. Es fällt mir nur extrem schwer, diese zu holen. Mir sind meine Probleme sehr, sehr peinlich und unangenehm. Ich selbst bin mir peinlich. Ich hoffe, ihr versteht, wieso ich mich da immer überwinden muss, schon nur kleine Schritte anzugehen. Im Moment habe ich von verschiedenen anonymen online-Beratungen Hilfe. Wenigstens etwas. Mir ist schon nur das schwergefallen.

Aber jetzt zu meiner Frage:
Es ist mir unangenehm, diese zu stellen, da ich eigentlich weiss, dass man das schon gar nicht tuen soll. Aber ist es "ok" aufgrund von meinen Problemen solche Dinge zu tun? Z.B. das verletzen meines Armes durch heisses Wasser. Ich weiss, dass das nicht ok ist! Ich weiss, dass ich Hilfe brauche, dass das nicht normal ist. Aber kann man das verstehen, dass ich das tue? Kann ich das damit rechtfertigen?

#15


Lottaluft
Nein selbstschädigendes verhalten kann und muss man auch nicht rechtfertigen
Weder vor deinem Umfeld noch vor einem Therapeuten noch vor dir selbst
Ich habe mich über viele Jahre schwer selbstverletzt und weiß das man in solchen Momenten oft woe ferngesteuert ist
Wichtig ist aber das du dich in professionelle Hilfe begibst denn die hemmschwelle sinkt immer weiter mit jeder Verletzung

x 3 #16


R
Zitat von AmandaE3:
Hallo zusammen Ich fasse wieder alles so kurz wie möglich zusammen. Ich weiss, dass das eine ganz schön dämliche Frage ist, irgendwie. Und zwar: ...

Stellen wir eins klar,
Wenn dir deine Ängste so zu schaffen machen.
Sind sie nicht peinlich sondern die sollten ernst genommen werden.
Wenn du dir professionelle hilfe suchst,wird niemand dich dafür auslachen.

Ich hatte angst in öffentlichen Verkehrsmitteln einzusteigen oder allein zu sein.
Hört sich banal an, aber es hat mich sehr beeinträchtigt.

x 2 #17

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Ranibo
Zitat von AmandaE3:
Es ist mir unangenehm, diese zu stellen, da ich eigentlich weiss, dass man das schon gar nicht tuen soll. Aber ist es "ok" aufgrund von meinen Problemen solche Dinge zu tun? Z.B. das verletzen meines Armes durch heisses Wasser. Ich weiss, dass das nicht ok ist! Ich weiss, dass ich Hilfe brauche, dass das nicht normal ist. Aber kann man das verstehen, dass ich das tue? Kann ich das damit rechtfertigen?

Kurze Antwort: Verstehen ja, rechtfertigen NEIN.

Lange Antwort: Es ist Verständlich in dem Sinne das du irgendwie mit deinen Problemen klar kommen musst und du dir Aufgrund deiner Ängste ein Ventil in Form von Selbstverletzendem Verhalten gesucht hast. Viele Menschen haben solche Gedanken und tun solche Dinge.

ABER dieses Verhalten ist nicht zu rechtfertigen. Warum ist es dir denn peinlich dir professionelle Hilfe zu suchen? Du hast niemanden etwas zu beweisen, dich braucht nicht interessieren was andere denken oder erwarten. Deine Gesundheit, körperlich und seelisch ist wichtger als alles andere.

DU BRAUCHST PROFESSIONELLE HILFE!

Du bist nicht die erste oder einzige mit solchen Problemen und Ärtzte und Therapeuten haben immer wieder mit Menschen wie dir zu tun. Es braucht dir nicht peinlich sein Hilfe zu suchen.

Geh morgen zum Arzt und rede mit Ihm darüber, Suche dir einen vernünftigen Therapeuten. Niemand wird deswegen geringschätzig über dich denken.und wenn doch, sind das Menschen die dich gar nicht interessieren brauchen

#18


fourofour
Zitat von Ranibo:
DU BRAUCHST PROFESSIONELLE HILFE!

Großschrift gilt als schreien. Insbesondere mit einem " ! " hintendran.
Es gibt hier Fettschrift und unterstreichen im Editor.

Zudem ist es möglich das der eine oder die andere das als starken Druck empfindet, was zu Rückzug führen kann.

x 4 #19


Ranibo
Zitat von cube_melon:
Großschrift gilt als schreien. Insbesondere mit einem " ! " hintendran. Es gibt hier Fettschrift und unterstreichen im Editor. Zudem ist es möglich das der eine oder die andere das als starken Druck empfindet, was zu Rückzug führen kann.

Habe ich nicht bedacht, Hast natürlich recht. Tut mir leid

#20


A


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Prof. Dr. Borwin Bandelow
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