Pfeil rechts

Hallo Zusammen,
hab mich schon mal ein bisschen eingelesen, in die Foren.
Emetophobie habe ich bei mir selbst (hat sich endlich etwas verbessert!), und mittlerweile vor allem bei anderen Menschen und Tieren, ganz ausgeprägt.

So wie den meisten mit der Emetophobie, geht es mir auch so, dass ich die Veranstaltungen, (Feiern, Disco, Konzerte usw.) möglichst vermeide, und mich leider von meinen Freunden und Bekannten/Verwandten immer mehr zurückgezogen habe.

Auch hab ich schon einige Therapien (Verhaltenstherapie, Hypnosetherapie...) hinter mich gebracht, zwar mit mäßigem Erfolg (aus meiner Sicht) aber immerhin, habe ich mich nicht mehr ganz so viel aus dem gesellschaftlichen zurückgezogen. (War kurz davor, dass ich mich aus dem gesamten gesellschaftlichen Leben (auch Freunde und Verwandte) verabschiedet hätte).

Normales Arbeiten ist nur erschwert möglich, weil es immer sein kann, dass jemandem schlecht wird, auch bei Tieren kann ich das nicht haben, genauso ekelt es mich, wenn ich die Stellen sehe, wo sowas passiert ist.

Hoffe ich höre auch von euch, dass es jemandem gelungen ist, das halbwegs zu überwinden, und sich zumindest gesellschaftlich wieder auf normalem Niveau bewegen kann!?

Schöne Grüße euer
Helios

03.05.2014 01:32 • 10.05.2014 #1


14 Antworten ↓


Hallo Helios,

herzlich Willkommen hier in diesem Forum!

Es ist gut, das dir die Therapie ein wenig geholfen haben und du dich nicht ganz aus dem gesellschaftlichen Leben zurückgezogen hast! Das ist schon mal super!

Ich denke, das es bestimmt schon einige hier geschafft haben mit diesen Ängste zu leben und es sich schon gebessert hat.

Mit lieben Grüßen,
Delphin

03.05.2014 11:50 • #2



Hi, bin neu, und leide an Emetophobie

x 3


Hallo Delphin,

Danke für die Aufmunterung!

Was mich nur am meisten stört, an diesem Krankheitsbild ist, dass es anscheinend schon weit verbreitet ist (wenn ich mir die Foren so ansehe), aber es eigentlich wenige Therapeuten gibt, die sich diesem Thema so wirklich annehmen, und es therapieren können...
Und vor allem, dass die Kasse da überhaupt nicht mithilft, denn, die Therapeuten, die ich gefunden hab, sind entweder hunderte Kilometer entfernt, und die Kasse zahlt weder die Fahrtkosten, noch die Therapiestunden. Erst wenn man so tief drinnen ist, dass man durch die Emetophobie noch zusätzlich eine Agoraphobie entwickelt... aber dann ist es schon reichlich spät, so dass die Therapien sicher Jahre brauchen, dass man wieder einen normalen Job nachgehen kann....

Schöne Grüße Helios

03.05.2014 12:52 • #3


Hallo Helios,

ja es ist bestimmt weit verbreitet. Müsste das aber nicht auch mit normaler verhaltenstherapie behandelbar sein...? Also klar muss man bestimmt raus bekommen erst einmal warum diese Angst da ist und dann denke dann muss man damit auch arbeiten ja irgendwie können...
Nur es ist natürlich so, das jeder unterschiedlich lange Zeit dafür braucht und es nicht leicht weg zu bekommen bestimmt ist!

Welche Therapieform hast du gemacht? Weißt du warum du diese Ängste hast? Ich habe seit letztem Sommer ja immer angst vor der Übelkeit die da ist und denke ständig das ich magen und darm habe und sobald ich höre das jemanden übel ist drehe ich am Rad. Zusätzlich tue ich viel dafür das ich nicht mich wo anstecke und habe häufig spucktüten oder so dabei..
Aber bei dieser Phobie die du hast ist das denke ich noch mal schlimmer. Und du musst bestimmt erst einmal raus finden woher sie kommt. Ich muss das jetzt ja schon bei meinen Ängsten mit der Übelkeit. mir wurde gesagt langfristig muss man schauen woher das kommt, denn sonst weiß man ja gar nicht wo das Problem genau liegt..
Und dann halt nicht alles vermeiden oder Sicherheitsvorkehrungen sein lassen..

Warum zahlt deine Kasse die Therapie nicht? Was ist deren begründung dafür das die nicht zahlen?
Du weißt das du Widerspruch dagegen dann aber einlegen kannst, wenn die Ablehnen?

Mit lieben Grüßen,
Delphin

03.05.2014 18:51 • #4


Hallo Delphin,

Ich hab ganz am Anfang, als ich mich praktisch schon von allen gesellschaftlichen Ereignissen abgespalten habe, und nur noch an meine Ausbildung teilgenommen habe, an einer Verhaltenstherapie teilgenommen.... Das hat mich zumindest davon abgehalten, dass ich dauerhaft in eine Klink musste, und nicht mehr unter Leute gehen konnte. Dennoch hat mich die Verhaltenstherapie die EMO nicht verbessert, sondern nur gezeigt, dass nicht immer wenn man Angst hat, auch was passiert. (Muss sagen, dass in dem Zeitraum auch nix passiert ist, aber auch durch gewisse Vermeidung von hochrisikobereichen, wie länger in einer Bar bleiben, usw.)
Dann habe ich es mal längere Zeit mit Hypnosetherapie versucht, der Hypnosetherapeut meinte zwar, dass ich darauf ein bischen ansprechen würde, aber irgendwie hat das auch nicht gefruchtet. (Außerdem ist mir der Therapeut mal durch seine eigenen Worte selbst eingeschlafen, während er mich hypnotisiert hat... bis ich Ihn dann wieder aufgeweckt hab, war ganz lustig). Bin auch schon bei mehreren Psychiatern gewesen, momentan hab ich jemanden, wo ich mich auch gut aufgehoben fühle.... Aber momentan stehe ich wieder an, und es geht ned wirklich was weiter.
Ich bin wenigstens so weit, dass ich gewisse Arbeiten annehmen kann, aber eben nicht alle. (Putzen, Bar, Pflege, Kinder usw. geht gar nicht, da passiert es normalerweise immer wieder)

Ich habe es momentan eben nicht mehr so schlimm wie früher, als ich bei jedem Übelkeitsgefühl gleich Angst geschoben hab, sondern ich kann jetzt die Angst soweit verdrängen, bis es eben kurz davor ist wirklich zu passieren, dann haben aber auch viele Angst, die nicht als EMO - Patienten gelten, weil man den Zeitpunkt selbst praktisch nicht kontrollieren kann.

Ich habe die Übelkeit eben nur, entweder weil körperlich, oder eben wenn ich Angst entwickle, in Situationen bin, wo sich jemand übergeben kann, dann wird mir auch übel. Nur wenn das dann passiert, dass jemand anderer sich übergibt, dann mache ich das nicht nach, aber ich schiebe halt unheimliche Panik.

Bei mir kommt das von einem Kindheitstrauma, wo ich Brechen mit der Angst vor dem Tod von Verwandten/Bekannten in Verbindung setzte, und das war bei mir als ich so 4-5 Jahre alt war.... also schon sehr früh sehr stark geprägt. (Das hat mir eine Traumatherapeutin gesagt, als ich diese getroffen hab.

Naja, das Vermeiden geht nur insofern, dass man halt risikobehaftete Orte (Bars, Discos, Städte bei Nacht, Bahnhöfe bei Nacht, usw.) versucht zu umgehen oder zu vermeiden. Aber das kann keine Dauerlösung sein, sonst ist man irgendwann zu Hause gefangen -> das will ich ja auch nicht!

Naja, bei uns ist das mit der Kasse so: Therapien bei privaten Therapeuten werden 1. schlecht vergütet, und dann nur gewisse Stunden. dann ist erstmal Schluß. Und die Kassentherapeuten die können mit Emetophobie nicht wirklich was anfangen.... Anwort einer Psychiaterin: Wenn du weißt, dass dir schlecht wird, dann trink halt Kamillentee oder Milch oder so, dann geht's leichter.... Aber das hat mit der Krankheit EMO nix zu tun. Das wäre eine Aussage, für jemanden der wissen will, wie man sich leichter übergibt.
Auch meinte die Psychiaterin, als ich mich mit meiner Ex-freundin gestritten hab, weil ich pro nacht nur so auf etwa ca. 2-3,5h schlaf gekommen bin wegen Schlafstörungen: "Wenn Sie per handy ständig erreichbar sein will, dann kannst du es ihr nicht verbieten, sie ist ein eigenes wesen, und will halt für ihre Freunde erreichbar sein." Meine Schlafstörung, durch die mehrfachen Nächtlichen Klingelattaken gestört zu werden waren ihr egal. Und sowas nennt sich Psychiaterin, Psychotherapeutin, und Paartherapeutin.

Naja, hoffe dir geht's einigermaßen besser!

03.05.2014 23:21 • #5


Hallo Helios,

erst einmal danke für deine lange Erklärung hier!

Das ist logisch, das es keine Dauerlösung ist, die orte dann zu meiden. Das ist ja wichtig das man sich wieder ganz frei bewegen kann und nichts mehr so vermeidet bzw. dadurch nicht mehr sich eingeschränkt fühlt.

Du hast geschrieben, das es von einem Trauma her rührt. Hast du es mal mit einer Traumatherapie probiert?
Weil wenn es damit zusammenhängt muss es vielleicht auch per Traumatherapie bearbeitet werden. Meine Therapeutin denkt zum Beispiel auch das diese Übelkeit etwas mit meinem Trauma zu tun hat und es dann körperliche Empfindungen jetzt noch sind und ich mir die Magen-Darm Angst so dann dafür genommen habe....
Vielleicht musst du das verstehen lernen was damals passiert ist und auch das einfach mal aufarbeiten und das therapieren lassen. So ein Trauma geht ja nicht von alleine weg oder lässt sich alleine bearbeiten.

Du hast geschrieben, das du dich bei deinem jetztigen Psychiater einigermaßen gut aufgehoben fühlst. Hast du dir mal überlegt Medikamente zur Unterstützung zu nehmen? Kann ja auch zur Unterstützung dienen.

Ich denke schon das Kassentherapeuten damit umgehen können, nur es waren nicht die richtigen in dem Moment für dich. Es gibt ja auch unter Therapeuten manchmal welche die nicht so super sind...hatte auch schon mal einen Therapeuten der schrecklich war und wo ich auch dann aufgehört habe. Ich habe zwar jetzt auch eine Therapeutin die nur private Kassen nimmt und auch davor eine die nur private kassen nimmt, aber davor hatte ich immer Therapeutinnen die auch alle Kassen nehmen.
Also würde ich sagen bist du einfach nur an die falschen geraten!

Mit lieben Grüßen,
Delphin

04.05.2014 14:34 • #6


Hey, vielleicht kann ich dich auch ein bisschen aufmuntern. Ich leide zwar nicht auf dem Papier an emetophobie, allerdings hab borderline und einer panikstörung, wobei jegliche körperliche Symptome immer mit Übelkeit zu tun haben. Ich bin immer davon ausgegangen, dass diese Angst vor Übelkeit und Erbrechen daran liegt, dass ich als Kind mal einen sehr schlimmen Magen Darm Infekt hatte, mit Notarzt und allem drum und dran. Wie auch immer. Meine Hochzeit mit dieser Panik vor allem was mit dem verdauungstrakt zusammenhängt, habe ich selbst er vor kurzem überwunden. In letzter Zeit hatte ich einfach so viel Angst und Panik, dass ich mich des öfteren übergeben musste. Vor ein paar Monaten konnte ich mir das absolut noch nicht vorstellen! Es ging auf der Arbeit los, mir war schlecht, ich musste schon ein paar mal würgen bis ich Endlich genug mumm hatte zu sagen: Leute, ich bin krank und muss jetzt nach Hause. Und aufm Rückweg dann das Szenario: ich musste mich zweimal !in der Öffentlichkeit! übergeben. Und siehe da: es war mir schei.! Zu Hause hab ich nochmal gespuckt, aber als ich dann endlich auf meiner Couch lag hab ich mir gedacht:
Ganz ehrlich, so schlimm war es nicht! Jahrelang habe ich mich deswegen gequält, hab die Arbeit abgesagt, mein Studium schleifen lassen, mich unendlich doll geschämt, alles und jeden gemieden. Dann erbreche ich und merke danach, alter, dir gehts jetzt besser!

Verlier nur nicht den Mut, denn auch wenn es sich so leicht gesagt anhört spreche ich aus Erfahrung. Es ist nicht schlimm. Ich bin mir ganz sicher, dass du diesen Punkt auch irgendwann erreichen wirst. Lass es einfach langsam angehen. Liebste Grüße

04.05.2014 16:02 • #7


Huhu ihr Lieben,
ich reihe mich mal bei euch Emetophobikern ein. Seit ich denken kann habe ich Angst vor Übelkeit und dem Erbrechen. Früher hat mich das allerdings nicht eingeschränkt. Je älter ich wurde und je mehr ich darüber nachdenken konnte, desto mehr Angst hat es mir gemacht. Ich achte deswegen auch sehr aufs Hände waschen und ob die Sachen die ich esse noch okay sind, aber das schränkt mich nicht ein, deswegen nehme ich das eben als meine Macken hin. Allerdings ergreife ich auch sobald ich höre, jemandem geht es nicht gut, die Flucht. Durch die Panikattacken habe ich oft Übelkeit oder auch durch den Stress einen empfindlichen Magen, und das sind immer Höllen-Tage für mich.
Schlimm ist auch, dass ich manchmal nicht unterscheiden kann ob ich die Übelkeit selbst hervorrufe (durch negative Gedanken), oder ob es wirklich mal körperliche Ursachen hat.
Das kann echt einschränken ...

LG

04.05.2014 17:52 • #8


Kann man mit Emo eigentlich drüber nachdenken sich durch Finger in den Hals selbst zum Übergeben zu bringen? Stelle mir vor, dass es einem helfen könnte, wenn man feststellt, dass übergeben nicht schlimm ist?

04.05.2014 18:39 • #9


Hallo,

@mumuflake,

danke für deinen Beitrag hier! Habe es mir gerade durchgelesen, fand ihn echt intressant.
Das heißt durch diese Erfahrung,das es dir echt passiert ist, hast du gemerkt das es gar nicht so schlimm ist. Also ganz nach der Verhaltenstherapie, wenn man dann das macht wovor man angst hat, dann macht man die Erfahrung das es nicht so schlimm ist, wie gedacht.

@Lizzerd,

ich hatte vor ein paar Monaten auch das problem mit den Hände waschen. habe das aber da sehr übertrieben, die Hände wurden da immer roter und sind auch zum teil an einigen stellen leicht aufgegangen. Mache ich zum glück nicht mehr. Hält sich das bei dir noch in Grenzen? Also du achtest nur darauf, ja? Oder wäscht du dir auch zu viel die Hände?

Das mache ich auch. Wenn ich höre jemanden ist übel, bin ich auch weg. Oder mir wird plötzlich auch übel, da ich denke der andere könnte Magen und Darm haben.
Ich habe auch häufiger aus Angst die Übelkeit. Für sind das auch immer Höllen Tage. Häufig überstehe ich diese dann nur mit Vomex und Beruhigungstabletten. Wie überstehst du diese Tage? Hast du da was für dich gefunden oder quälst du dich auch nur dadurch dann?

Ich weiß das auch nie richtig im Moment, also ob das nun wegen den Ängsten kommt, oder von den Errinerungen oder jetzt ist weil ich wirklich mal Hunger habe(da wird mir auch schnell schlecht, wenn ich nicht regelmäßig esse) oder wirklich mal krank bin. Und dann denke ich ständig ich bin bestimmt krank, weil ich mich dann so reinsteigere, das mir dann richtig übel ist und ich mich manchmal dann auch übergeben muss. Und dann denke ich gleich, das ich krank bin. Das ist schwierig irgendwie...

@krausix,

vielleicht kann das helfen. Hat mumuflake ja auch so geschrieben, das es ihr geholfen hat!

Gut, ich habe die Übelkeit ja auch nicht wegen dieser Phobie, aber bei mir würde das so glaube ich nichts bringen, weil ich mich ja so schon übergebe, wenn die übelkeit zu schlimm ist. Bei mir ist es wichtig das ich lerne zu unterscheiden und das finde ich schwierig.....

Mit lieben Grüßen,
Delphin

05.05.2014 10:19 • #10


Hallo,
@Delphin
Ja, bin auf der Suche nach einem Traumatherapeuten, welcher sich auch ein bischen mit EMO auskennt, ohne nützt das nicht wirklich viel, weil wichtige Inhalte dann zu wenig behandelt werden.
Um ehrlich zu sein, ich nehme schon seit über 2 Jahren verschiedene Medikamente ein, die mir helfen sollen. Bis zu einem gewissen Punkt funktionieren sie. Aber Beruhigungsmittel o.ä. ist nicht dabei.

Mittlerweile ist die Phobie im bereich, dass mir selbst schlecht wird, auf einem halbwegs normalen Niveau (ich Zittere zwar, und hab Angstzustände in den Momenten, ab schwerer Übelkeit bis zum schlecht werden, aber das ist Zumutbar), aber ich fürchte mich extremst, dass sich jemand (Menschen, Kinder, Tiere) übergeben kann, und ich das mitbekomme (sehen, hören, riechen usw.). Auch kann ich kontaminierte Stellen nicht mehr einfach betreten, sondern mache darum einen großen Bogen.

@mumuflake

Danke, ja, aber das Übergeben von mir an sich, ist schon viel besser geworden, und ich weiß es meistens schon früh genug, dass ich mir eine Toilette suchen kann. Dankenswerterweise kenne ich meinen Körper doch recht gut. (Hab mit dem Übergeben in der Kindheit u. Jugend, mindestens 1x jährlich (Magen-Darm), genügend Erfahrung gemacht)

@Lizzerd
Danke, ich kenne das auch, aber wenn die Übelkeit von der Psyche her kommt, kann ich das durch ein wenig Ablenkung ganz gut abfangen, und es geht dann schon wieder. Wenn es körperlich ist, kann ich es auch durch Ablenkung nicht verhindern. Aber Fernsehen hilft, dass man sich nicht mehr ganz so fest auf den Körper und die Übelkeit konzentriert, was es ein bisschen leichter macht.

@krausix
Danke, aber ich würde mir normalerweise NIE den Finger in den Hals stecken. 1. kommt das bei mir sowieso hoch, wenns sein muss, und ich sehe darin keinen Sinn. Ich finde auch, man soll sich der Angst im Kampf erst stellen, wenn man vorher schon genügend das Selbstbewußtsein stärkt, sonst wird man dadurch nur noch Ängstlicher..und alles schlimmer. Aber du hast schon recht, man muss sich Ängsten stellen! (Leicht ist das aber niemals!)

-----------------------------

Nun ja, es ist schon so, dass ich mich vor vielen Sachen relativ schnell ekle, und gerne Hände wasche, muss aber sagen, dass meine Hände noch halbwegs in Ordnung sind. (Hatte mal einen Job, wo ich ständig mit den Händen im Wasser und mit Spülmittel waschen musste, daher weiß ich, wie schlimm Hände werden können, wenn zuviel "Hygiene" betrieben wird) Außerdem muss ich durch andere Erkrankungen (lt. Ärzten und Krankenschwestern) besser auf die Hygiene achten, speziell der Hände.
Es kann auch sein, dass dadurch die EMO noch verstärkt wird, weil ich es eklig finde. Auch kann ich mich gefühlsmäßig sehr gut in andere Personen reinversetzen, und wenn sich jemand übergibt, hab ich auch diesen eklig-faden-Geschmack im Mund, ich muss mich aber trotzdem nicht mit-übergeben.

-------------------------------------

Wie gesagt, es war schon viel schlimmer, kurz davor, dass ich mich vor der Gesellschaft abgespalten hätte, aber da bin ich jetzt wenigestens wieder so halbwegs im Leben.

Mich stört eben am meisten, dass ich mich speziell vor Säuglingen und Hunden /Katzen so fürchte, weil die niemals vorwarnen, wenns losgeht. Kinder jammern wenigstens vorher.
Und eine meiner Freundinnen hat einen Säugling, der wirklich nach jeder Mahlzeit in hohem Bogen alles wieder los wird.. Das hält mich davon ab, sie zu besuchen, und das stört mich gewaltig!

Sorry, für meine immer so langen Texte....

Schöne Grüße an alle!

05.05.2014 22:04 • #11


Hallo,
@Delphin: Also ich wasche sie mir nicht übertrieben viel oder stark, sondern ich achte drauf sie zu waschen bevor ich z.B. ein Brot mit den Händen esse. Ich würde nie was essen, wenn ich mir davor die Hände nicht gewaschen hab, aber damit kann ich sehr gut leben muss ich sagen. Zuhause oder bei anderen hat man ja immer die Möglichkeit sich die Hände zu waschen. Bei mir liegt das aber auch an der Erziehung, meine Mutter achtet da auch auf Hygiene z.B. wenn sie vom Einkaufen kommt oder generell von unterwegs, dann wird erstmal Hände gewaschen. Aber eben nicht übertrieben sondern einfach 30 Sekunden mit Seife und fertig. Klar, das ist mehr als manch andere machen aber so ist eben jeder verschieden.

@Helios: Ich versuche mich auch immer mit Büchern oder Filmen abzulenken und wenn es von der Psyche kommt dann klappt das auch super.
Leider hab ich seit knapp 3 Tagen eine leichte Gastritis (wahrscheinlich vom Dauerstress der letzten Tage) und krieg seitdem kaum was runter ... nehme jetzt dagegen Iberogast und hoffe, dass es besser wird ... das nervt mich schon wieder und davon kann man sich dann auch schwer ablenken weil man weiß, dass es dieses Mal körperlich ist.

Wenn man nicht selbst an Emetophobie leidet, dann kann man das überhaupt nicht nachvollziehen.
Komischerweise hab ich gar kein Problem damit, wenn sich meine Katze übergibt oder generell Tiere. (ist ja eh so ein typisches Katzending wegen dem Fell usw.) ... am Anfang war mir das zwar auch unangenehm aber ich hab mich dran gewöhnt und ich weiß ja, dass sie es tut, weil es zu einer Katze irgendwie dazugehört, und nicht weil sie ansteckend ist oder es durch Alk. drauf angelegt hat (wie Menschen ...)
Und ein bisschen kündigen Katzen das schon an da kann man schnell die Flucht ergreifen wenn sie sich hinsetzen und loskeuchen. (Hab ich selbst am Anfang auch gemacht)

Das mit den Säuglingen/Kleinkindern versteh ich total. Bin eh kein Kinder-Fan und Bekannte von meiner Familie haben Nachwuchs, da achte ich auch immer total drauf ob es dem Kind gut geht oder nicht. Man weiß ja nie ... zum Glück sehen wir die nicht so oft.

LG

06.05.2014 13:03 • #12


Du hast recht, wenn jemand mit der EMO nicht vertraut ist, dann kommen immer die Kommentare, des is ja ned schlimm, kannst dich ja ned anstecken und STELL DICH NICHT SO AN!
Und diejenigen, die dich auch noch aufziehen wollen, die machen dann immer mal wieder so Würgegeräusche und tun so als ob... nur weil sie es lustig sehen, dich leiden zu sehen.

Deshalb wußten es bei mir meine Kollegen auch nicht (nur, dass ich das nicht so gerne hab), weil ich weiß, dass meine Chefin (ehemalige Sanitäterin) damit ganz fest in die Mangel genommen hätte, wenn sie was gebraucht hätte.

Auf bestimmte Ängste, da wird manchmal gesellschaftlich Rücksicht genommen, aber bei EMO, da ist die Rücksicht, genauso wie bei Trockenen Alk. absolut nicht da. (Einzelfälle ausgenommen).

Gastritis is schei.... Ich hab das so in der Form zwar noch nicht diagnostiziert bekommen, aber bei mir war es von den Symptomen her gleich einer Gastritis. Aber es wurde keine Rücksicht genommen, im Gegenteil, die Kollegen haben mich rausgemopt, bis der Chef mich dann mit den Worten: "Wir können dir hier nicht helfen" gekündigt hat.

Bei mir ist es auch nicht der Ekel alleine (Monk ist da ein guter Vergleich), sondern auch die panische Angst, dass es passiert. Vor Ansteckung (sofern es nicht wirklich Magen-Darm o.ä. ist) habe ich nicht so wirklich Angst.
Deswegen kann ich Tiere auch nicht dabei sehen, hören, riechen.

Das Gemeine ist ja, ich kann gut mit Kindern, die mögen mich, ich mag sie, aber das Risiko, dass was passiert, das schränkt mich ganz erheblich ein. Hab auch mal mit Kindern gearbeitet, das war eigentlich eine der schönsten Arbeiten, die ich je gehabt hab, aber wie gesagt, mich hält die EMO davon ab. Auch die Eltern der Kinder (und auch die eine oder andere OMA, die mich permanent beobachtet haben, weils so interessant war) haben mich in der Kinderarbeit gelobt.

Es gibt auch viele Berufe, die ich gerne ergreifen würde, wo aber die EMO einfach noch zu stark ist.

Deshalb möchte ich ja auch gerne endlichmal eine Therapie machen, welche funktioniert.

06.05.2014 19:33 • #13


Nach 2 guten Tagen (was die Gastritis angeht) hab ich heute irgendwie wieder einen Rückschlag und schon kommt wieder die Angst hoch ...

Ja du hast so Recht, andere ziehen einen noch damit auf und verstehen gar nicht, wie panisch man selbst darauf reagiert. So viele denken gar nicht darüber nach, was wir EMOs durchmachen und fast schon Slalom um die potenziellen Alk./Kranken laufen.
Es ist einfach belastend. Egal ob es um Freizeit oder Job geht, man kann nicht alles so machen wie es andere tun. Die Gedanken sind einem immer im Weg.

Also vor der Ansteckung mit z.B. einer Erkältung hab ich auch keine Angst, nur eben MD-Zeug.

Bei mir kommt wohl einfach generell auch so eine Angst vorm Leiden und vorm Kontrollverlust hinzu. Beispielsweise hab ich auch keine Angst davor, zu sterben. Nur eben davor, dass es mir so richtig mies geht und schlecht ist und ich so leiden muss. Und diese Erwartungshaltung lässt mich ja sowieso leiden. Es ist ein Teufelskreis

09.05.2014 22:45 • #14


Hallo Lizzerd,

Gastritis ist echt schei*e... hoffe du hast das bald hinter dir!

Des mit dem Aufziehen, des passierte mir sehr oft, und die anderen sind dann auch noch stolz, dass sie so eine Reaktion bei dir veranlassen.... Ich hätte auch gerne Jobs, aber bei denen kommt eben das Übergeben von den Leuten so mit sich, und die kann ich nicht machen!

Mittlerweile hab ich das mit der Angst bei mir selbst soweit unter Kontrolle, dass ich die Angst eigentlich nur mehr bei starker bis extremer Übelkeit bis eben zum Erbrechen hab... Wenns dann vorbei ist, zittere ich noch ein bischen, und dann geht's mir wieder den Umständen entsprechend gut.

Also Tod, ist auch so ein Thema, wo ich noch daran arbeiten muss... (ganz nach dem Spruch: Vertrauen ist gut, Kontrolle besser!)

10.05.2014 00:01 • #15



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Prof. Dr. Borwin Bandelow