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laprincessai
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Sammelthema
Hallöchen an euch alle die ihr unter emetophobie leidet .

Ich selbst leide nun schon seit 10 jahren unter dieser ''Krankheit''
Und brauche dringend zuspruch und hilfe..
Wäre schön wenn jemand mir schreibt (der selbst emetophobie hat) und mir vill ein bisschen von sich selbst erzähLen kann....

Freue mich und bin dankbar für jeden Beitrag

Lg Linda

18.02.2020 #1


234 Antworten ↓
Dotterblume

Dotterblume
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Bereits im Alter von 3 Jahren empfand ich eine bewusste Angst vorm Erbrechen. Bereits als Kleinkind versuchte ich, zu kontrollieren, was ich aß oder eben nicht. Das Störungsbild der Emetophobie erreichte seine Spitze, als ich zwischen 20 und 30 Jahre alt war. Ein normales Leben, eine Bewältigung des Alltags . war faktisch nicht mehr möglich.
Mit der Wahl meines Therapeuten hatte ich ein Riesen - Glück - ich würde sagen, er hat mir beigebracht, mich selbst zu retten.
Die Auslöser und Geschehnisse zur Aufrechterhaltung der Emetophobie sind schnell zusammengefasst: frühkindliche Traumatisierung durch Gewalt in Situationen der Nahrungsaufnahme, zum - Essen -Zwingen durch Vertreter des Betreuungssystems in der ehem. DDR (Kinderkrippe und Kindergarten) - was soweit ging, dass Kinder bis zu 4 Stunden vor ihrem Teller sitzen gelasen wurden - bis sie aufaßen. oder das Erbrochene wurde unter Zwang wieder in die Kinder, auch in mich, hineingeschaufelt. . , die schwere Krebserkrankung eines mir nahe stehenden Menschen (ich war ca 9 Jahre alt), bei welcher das Erbrechen als Symptom der Erkrankung auftrat - nicht als Nebenwirkung irgendeiner Therapie, später sex. Missbrauch durch einen weitläufigen Verwandten, . .
DAs Ganze gipfelte darin, dass ich mir eine Schwangerschaft einzig aus dem Grund des evtl. Erbrechens verbot. Ich hätte so gern ein Kind gehabt - jetzt ist es zu spät, da der wundervolle Mann an meiner Seite (seit 11 Jahren) - zwischenzeitlich an Krebs erkrankte und als Folge der Strahlentherapie zeugungsunfähig ist.
HEUTE bin ich frei von den Zwängen der Emetophobie. Ein harter, langer Weg. Ich erinnere die unsägliche angst - kann sie aber nicht mehr NACHEMPFINDEN kichern - die Dinge haben sich geändert.
Als ich im Laufe der therapeutischen Begleitung zu verstehen begann, dass es NICHT um den akt des Kotzens als solchen geht - SONDERN diese Angst lediglich ein "Platzhalterthema" ist - da begann mein WEG ZU MIR.
Die Emetophobie stand für jene Bereiche, in denen ich NICHT gut für mich sorgte, in denen ich Dinge tat und zuließ, von denen ich WUSSTE, dass sie destruktiv sind. Kurz: jedesmal, wenn ich MICH überrannte, wenn ich alles andere wichtiger nahm, als mein Gleichgewicht . jedesmal dann griff die Angst. Ich habe nach dem "Herrenalber Modell" gearbeitet, gelernt, VERANTWORTUNG für die eigenen Affekte und Muster zu übernehmen, gelernt, ANGST nicht zu bekämpfen - sondern sie als Wegweiser zu verstehen . . Therapeutisch wäre ich durch kognitive Höchstleistungen und VERSTEHEN alleine keinen Schritt weiter gekommen. Es brauchte angeleitete Einstellarbeit, Bonding - Arbeit nach Casriel, viel Reflektion UND den unbedingten Willen, es ANDERS zu machen, als bisher.
ES IST ZU SCHAFFEN! und die Befreiung von dieser Tortour ist das Geschenk meines Lebens! Glaubt an Euch - an eine LÖSUNG - man kann sich von diesem Thema LÖSEN.
Ich danke euch fürs Teilen
Der Weg liegt immer vor unseren Füßen !

29.01.2020 20:08 • x 4 #227


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Emetophobie damit leben? Tipps und Hilfe

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T

todayichoose
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Hallo:)
Ich wollte mich auch mal zu diesem Thema äußern, ich leider schon seit ich denken kann an Emetophobie und habe mich intensiv unter therapeutischer Hilfe nun schon 6 Jahre damit auseinander gesetzt. Ich selbst habe es nicht geheilt, es geht mir aber besser.

Ich war 5 Jahre lang bei 2 unterschiedlichen Psychologen bei denen ich nur war um nicht mehr alleine mit meinem Problem zu sein.. ich habe geredet geredet und geredet. Was kam heraus? Nicht viel. Bzw, doch schon etwas. Ich habe viele Erkentnisse bekomme über mich, was mir in meinem Leben fehlt und was hinter meiner Angst steckt. Das ist mein erster Tipp für euch: Fragt euch was dahinter steckt. Bei mir ist es mangelndes Verständnis, Aufmerksamkeit und Liebe der Familie. Macht alles um eure jetzige Situation besser zu machen. Ich habe mich von meiner Familie distanziert und probiere Menschen zu finden denen ich wirklich etwas wert bin. Es ist schwierig jemanden zu finden der einen bedingungslos liebt (finde ich). Ich werde auch bald ausziehen und bin viel selbstständiger geworden. Ich habe die 11. Klasse abgebrochen um ein FÖJ (wie FSJ) zu machen um von dem Schuldruck wegzukommen und mich "selbst zu finden". Ich merke, je selbstständiger ich werde, desto weniger wird meine Angst.

Tipp zwei den ich euch empfehlen kann ist: Handeln! Ich habe den Sommer über in der KLinik verbracht und hatte dort wirklich eine schwierige Zeit. ich musste woanders übernachten, durfte keine sicherheitsmittel haben (habe sie teilweise reingeschmuggelt) und musste zu bestimmten Zeiten eine gewisse Menge an Essen essen (ich habe ab zu sachen in meinen Taschen verschwinden lassen wenn jemand unaufmerksam war). Dann wurden noch andere Patienten krank auf der Station und ich hatte oft Panikattaken. Diese Zeit hat mir so viel gebracht! Ich habe tolle Menschen kennengelernt die sich um mich gekümmert haben und mich so genommen haben wie ich nunmal bin (da habe ich auch gemerkt dass genau das das ist was mir in meinem Leben fehlt) und ich sage es euch: Übung macht es besser.
Ihr habt Angst zu essen? Esst trotzdem! Ihr habt Angst zu schaukeln? Auto zu fahren? Ohne euren Kaugummi rauszugehen? Macht es trotzdem!
Klingt verdammt schei., ja! Habe ich mir auch gedacht & und auch ich suche hin und wieder nach dieser einen Lösung die alles auf einmal heilt. Ich kann euch ziemlich sicher sagen, es gibt kein Zaubermittel Wink aber es hilft wirklich, ich schwöre es euch. Ich habe in der Klinik ein paar Leute kennengelernt die auch Emetophobie hatten und es durch Expos (Konfrontationsübungen) abgebaut haben bzw. Erbrechen herbeigeführt haben und durch mehrfache Wiederholungen überwunden haben. Ich konnte mir noch im Frühjahr 2016 nie vorstellen zu erbrechen, im Juli 2016 besorgte ich mir ein Brechmittel und spielte mit dem Gedanken es zu nehmen. Ich dachte nie nie nie dass ich in meinem Leben dahin kommen würde. Ich habe es letztendlich nicht genommen weil ich zu sehr darüber nachgedacht habe, ich habe daran genippt und schon dass war ein wahnsinns Fortschritt für mich. Weder bin ich Psychologe noch habe ich Emetophobie studiert. Doch ich spreche aus Erfahrungen und hoffe dass es ein paar Ratlosen hier hilft. Wenn ihr Fragen habt schreibt mich sehr gerne an oder schreibt lest euch mal "meine Geschichte" zur Angst durch:https://www.psychic.de/forum/spezifische-phobien-f55/ich-komme-nicht-gegen-meine-angst-vorm-erbrechen-an-t77872.html

Ich möchte jetzt auch nicht, dass alle denken ich wäre ein Besserwissers (falls es so rüberkommt sorry). Hoffentlich hilft es jemandem. Freue mich über Feedback!

Wie gesagt ich bin nicht geheilt aber auf einem guten Weg dahin. Ich erkläre es mir damit dass ich noch längst nicht zufrieden bin mit meinem Leben und viel zu wenige andere wichtige "Säulen" habe als die Angst (sowas wie Freunde, Familie Hobbie etc.)

16.12.2016 12:05 • x 1 #216


Zum Beitrag im Thema ↓


S
ich leide an Emetophobie und mir geht es ganz schlecht damit
Mein dauerbegleiter sind Paspertin Tabletten und eine Essstörung
Ich kann nichts mehr essen ohne das ich ans erbrechen denken muss

Nur jetzt ist eines sehr doof ich leide 2tage vor meiner Mens an sehr starker übekeit mit würgereiz usw und komme damit gar nicht zurecht

#2


S
hallo ihr lieben,

ich habe totale Angst zu erbrechen , das letzte mal als mir dies passiert ist, liegt ca 11 jahre zurück. Gibt es denn nur garnichts was man dagegen machen kann? Mir ist jeden Tag und fast den ganzen Tag schlecht, das ist einfach schrecklich, ich meide alles was dies auslösen könnte. Keiner aus meiner Familie hat verständnis dafür, im gegenteil, ich werde damit noch aufgezogen. Wenn mir nur jemand, von jemandem erzählt, der gebrochen hat, ist bei mir der ganze Tag gelaufen, ich kann garnicht in Worte fassen, was dies bei mir auslöst.
Ebenfalls, meide ich sogar alle Situationen wo Menschen brechen könnte, ich habe Angst vorm Krankenhaus, alten Menschen, betrunkenen Menschen, Kranken Kindern ect
Ich habe sogar bei jedem Fleck auf der Strasse angst (auch wenn es fast nicht mehr sichtbar ist) das es kotze gewesen sein könnten. Ich habe angst vor fremden Auto´s, vielleicht war da ja mal kotze drinne....
Und das ganze wird immer schlimmer...
Ich habe einfach nur angst davor, kennt das auch jemand? Kann mir jemand Rat geben?

#3


H
Heeey
also ich hab deinen Beitrag gerade gelesen und bin SO froh dass ich hier jemanden zum reden finde. So wie du das beschrieben hast passt das genau zu meiner Situation..ich fühle mich GENAU wie du.. vor allem wenn andere mir sagen sie haben Bauchschmerzen oder sie sagen aus Spaß "boah ich kotze gleich" da zucke ich schon zusammen..wenn andere mir erzählen sie waren am wochenende bei einem Kollegen der Magen Darm Grippe oder so hat dann kann ich mit dieser Person nicht in einem Raum sein, weil er sich ja angesteckt haben könnte..

Das schlimmste ist, dass ich niemanden zum reden habe..ich bin 16 werde bald 17 und meine Mutter nimmt das alles gar nicht so ernst wenn ich mit ihr darüber reden will.

Naja also einen Rat kann ich dir leider nicht wirklich geben da ich selber überfordert bin. Es ist zwar keine Lösung aber ich habe Tabletten die ich nehme sobald mir schlecht ist oder ich Bauchschmerzen habe..das hilft mir weil ich weiß dass es mir gleich besser gehen wird..

Hoffe du schreibst zurück

lg Becky

x 1 #4


S
Hallo,

den Text hätte ich geschrieben haben können...es ist einfach nur wahnsinn, bis vor einer Zeit dachte ich, es gäbe solche Fälle "kaum"...
Bei mir ist es leider ähnlich, meine Mutter macht darüber immernoch ihre Witze und wenn ich sauer darauf reagiere kann mich nie jemand verstehen
es nimmt mich keiner für ernst...wenn anderen nur ein einzigstes mal spüren könnten was wir in einer solchen Situation empfinden...ich würde auch lieber auf der anderen Seite sein und darüber lachen

Meine Psychologin sagt eben das wenn mir schlecht is soll ich mir sagen das es nicht schlimm ist und einem eigentlich nur schlecht is, wenn man was falsches gegessen hat oder schlimm krank ist...leider funktioniert das bei mir überhaupt nicht

Wie lange hast du das schon und wird es bei dir auch immer intensiver??

Glg

#5


H
Ouh man endlich ein paar Leute die mich verstehen ..
bei mir ist es zur Zeit immer auf den gleichen stand und nicht Intensiver..
aber sobald ich Abends im Bett liege und nachdenke komme ich immer auf den Gedanken
mich gleich übergeben zu müssen..dann kriege ich richtige Magenkrämpfe und Panik.. :s

lg Hamsterlein

#6


L
Ich kenne das auch. Ich frage mich woher die Angst kommt, durch was so eine Angst ausgelöst werden kann? Vieleicht Hilflosigkeit, ungewollt im Mittelpunkt zu stehen?

#7


H
es kann auch von einer früheren Erfahrung kommen..dass man früher jemanden erbrechen gesehen hat oder selbst erbrochen hat und sich so geekelt hat etc. dass man nun Angst hat das nochmal zu erleben :s

#8


L
Aber an sich ist es ja was normales.... und deswegen geht es einen dann besser. Ich trinke z.b. auch keinen Alk. aus Angst vor...... oder wenn ich besoffene sehe habe ich immer den Gedanken, aber auch manchmal so wenn ich ein komisches Geräusch höre. Am schlimmsten sind fremde Toiletten, Autobahntoiletten, Schule.

#9


H
du sprichst mir aus der Seele..ich gehe NIE auf fremde toiletten..sogar bei Freunden ist das schlimm :s
oder wenn in der Schule mal jemand fehlt mit dem ich in der letzten Zeit viel gemacht habe dann kriege ich sofort Panik :s

#10


L
naja ganz so schlimm ist es nicht, weil ich mich überwinde. Ich muss einfach. Aber in Schule....mir ist langweilig und welche Gedanken kommen??....ganz schrecklich

#11


H
Jaaaaa ich kenne das..aber das ist bei mir eig. immer abends im Bett bevor ich einschlafe :s dann denke ich naaaach und dann gehts los..Panik, Angst Bauchschmerzen..das volle Programm :s

#12


L
bei mir mehr wenn ich unter menschen bin. Wenn ich alleine bin habe ich keine Angst.

#13


S
bei mir ist es immer unterschiedlich, also die situationen, aber mindestens einmal am tag hängt ein gedanken damit zusammen...wenn ich nur mal so viel an wichtige sachen denken würde
Wichtig ist für mich aber, wie bekomme ich das unter Kontrolle!? Mein Freund wünscht sich schon ewig ein Kind, ehrlich gesagt habe ich angst davor, was ist wenn ihm schlecht ist?? Es sind nunmal kleine Kinder!
Ich kann mir doch durch sowas nich mein "ganzes Leben versauen"!?

#14


L
einmal täglich denke ich auch daran.

Dann hört man moch in der Schwangerschaft häufige Übelkeit usw.... da habe ich auch etwas Bammel davor.

#15


S
Ja das ist schon das nächste...Sobald mir übel ist könnt ich amock laufen, ich werd dann auch richtig sauer wenn irgendjemand in dem moment in meiner nähe ist...

#16


H
geht mir genau so !! deshalb will ich später auch keine kinder haben xD also es ist einer von vielen Gründen.. aber es ist echt schlimm.

#17

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S
Wenn man ja nur wüsste wie man dagegen angehen kann
Das macht mich einfach nur fertig das mir am laufenden Band schlecht ist und ich auch immer daran denken muss...

#18


O
waaaaaaahhh.. cool also das ich den beitrag gefunden habe...

der berühmte fleck auf der strasse.. erbrochenes?? kenne ich.... ist das essen noch gut? guck mal is die milch schlecht?? probier mal...

meine tagtäglichen fragen.. und noch viele mehr

im moment habe ich grad das problem das ich hunger habe.. aber angst davor was zu essen.. weil ich könnte ja magen-darm oder so haben... oder oder oder...

ich habe mich extra hier in diesem forum deswegen angemeldet.. weil die krankheit im moment mein ganzes leben bestimmt.. es ist mittlerweile so schlimm das ich mich nicht aus der wohnung traue.. könnte mich ja erbrechen..

im ersten halben jahr von 2011 wurde es so schlimm bei mir das ich würgen musste... allerdings eher von den depressionen her.. das wurde auch so schlimm das ich meine arbeit aufgegeben habe.. weil ich morgens beim anziehen immer würgen musste...

zeitweise bin ich nicht mal mehr aus dem bett gekommen.. weil körperliche anstrengung könnte auf den magen gehen...

mir geht auch immer viel durch den kopf.. was ist wenn du dich jetzt übergeben musst?? wo spucksst du hin??

manchmal wenn mir übel ist, also meistens, traue ich mich nicht mal auf toilette.. weil übeleit + anblick klo = evt. kotzen

in letzter zeit also seit einem halben jahr ist auch mein MCP (Mittel gegen übelkeit) mein ständiger begleiter...

#19


S
huhu, is ja schön das du auch hier her gefunden hast =)

so so, da kannst du die Fleckenanalyse auf der Strasse...ist doch schlimm oder??

tu mir bitte einen gefallen und sei echt vorsichtig mit den MCP Tropfen...

#20


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Prof. Dr. Borwin Bandelow
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