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Hallo,

bin durch zufall hier gelandet weiß auch nicht ob ich hier richtig bin. Werde kurz meine "Geschichte" schreiben ganz kurz zu mir ich heiße Marcel komme aus Peiner Umgebung bin 22 Jahre alt.

Nun zu dem Problem was mich bewegt ich habe mit 14 Jahren meinen Vater verloren durch Selbstmord einen Tag nach meinen 14ten Geb. habe damals nicht viel geredet habe auch keinem gesagt gehabt das ich ihn gefunden hatte wollte es damals einfach nicht wahr haben - wollte auch mit keinem drüber reden. Habe dann ca. 2 Jahre später mit 15 Jahren und 9 Monaten selbst probiert mir das Leben zu nehmen. Wurde dabei gefunden und sofort in eine Einrichtung gebracht dort wurde mir geholfen jedoch will ich dort nie wieder hin. Es lief einige Jahre gut habe meine Schule beendet eine Ausbildung angefangen und nun seit gut 1 1/2 Jahren kommt alles wieder. Ich erlebe alles in meinen Träumen von vorne wie er da hing / wie der Tag ablief schlafe wenn überhaupt nur 2-3 Std. in der Nacht. Ich lasse mich immer weiter Krankschreiben da ich nicht mehr kann - nicht mehr in der Lage bin mich auszuraffen mich ins Auto zu setzten und dort hinzufahren. Anfangs gings noch habe zum Teil auch vor der Arbeit was getrunken um wieder "klar" zu kommen. Doch mittlerweile bin ich ganz am Ende ich nehme durchgehend mehr zu bin nur noch am "Fressen". Ich bin kein Mensch der gerne "viel" redet oder überhuapt über seine Probleme sprechen kann. Ich regel sowas lieber für mich alleine. vielleicht ist das auch der Grund warum ich mich immer mehr von meinen Freunden / Familie entfernt habe und mittlerweile gar kein Kontakt zu i.wem noch habe. Ausser meine Mutter / Freundin obwohl die beiden auch schon sagen das ich nicht mehr ich bin.
Ich weiß mittlerweile nicht mehr was ich machen soll - ich bin am verzweifeln ich will auch mittlerweile gar nicht mehr. Ich probiere zwar immer in gegenwart anderer alles auch "heile" Welt zu spielen jedoch liegt "meine" Welt in Trümmern. Ich bin zwar eher der "sensible" jedoch habe ich probiert "nie" zu weinen noch nicht mal bei der beerdigung meines Vaters. Er meinte immer zu mir "Weinen sei ein Zeichen von Schwäche". Und ich habe mich immer probiert dran zu halten. Mittlerweile ist es so das sobald meine Freundin unsere Wohnung verlässt und ich auch so tuhe als ob ich zur Arbeit gehen würde breche ich in Tränen aus und kriege mich nicht mehr ein. Ich denke oft drüber nach fast täglich wie es wäre einfach alles zu beenden jedoch weiß ich auch das der Schmerz für die "hinterbliebenden" einfach zu groß ist und ich das keinem Wünsche. Ich kriege einfach mein Leben nicht mehr auf die Reihe - körperlich gehts mir auch immer schlechter mein Linker Arm zieht oft / schläft ein / Herzrasen / Schweißausbrüche und Atemnot stehen auch an der Tagesordnung. Derzeit kommen immer mehr Sachen über meinen Vater raus das ich einfach nicht mehr weiß wer er war ?! Er hat kurz bevor er sich umgebracht hat mehrere Kredite aufgenommen wo bis heute das Geld fehlt und auch keine Kontobewegungen aufgetaucht sind. Er war oft auf Dienstreise in Ungarn etc. bin dann damals zu einer Wahrsagerin gegangen die meinte ich hätte noch einen Bruder / Schwester. Stimmt das vielleicht ist dahin das Geld gewandert war er deswegen so oft auf Dienstreise ?! Ich habe soviele Fragen werde aber wohl "nie" Antworten bekommen. Alles in allem bin ich am Ende angelangt und weiß auch nicht mehr weiter. Ging es einem / eine schon so ähnlich ?

LG Marcel

15.06.2009 11:52 • 15.06.2009 #1


2 Antworten ↓


hallo Marcel! Da hast ja in jungen Jahren schon Schlimmes erlebt, das gehört richtig verarbeitet. Mir scheint, dass du da ohne professionele Hilfe nicht rauskommst.
Dein Vater ist tod, und das lässt sich leider nicht mehr ändern.
Du hast noch eine Zukunft, und die solltest Du nutzen um irgendwann mal richtig glücklich mit Deiner Freundin leben zu können.
Also versuche in eine Therapie zu kommen und Alk. löst Dein Problem leider auch nicht.
Viel Kraft für die Zukunft

15.06.2009 12:39 • #2


Hallo Marcel,

halt durch und such dir einen guten Arzt, der dich in eine gute Klinik überweist! Mir scheint, du bist soweit in Depression verfallen, dass du keinen Ausweg mehr findest.
Ich war in Liebenburg für 41/2 Wochen, die Klinik heißt Dr. Fontheim, mir hat es dort sehr gut geholfen und die Leute dort sind total super.
Versuche dich aufzuraffen, zumindest deinem Hausarzt, der dich dort hin überweisen kann, einwenig zu erzählen, auch das du keine Kraft mehr zum Leben hast. Der Arzt wird hoffentlich sofort reagieren.

Ich bin letztes Jahr auch an meine Grenze gestoßen und hatte mir schon einen Baum ausgesucht . Bin dann am nächsten Tag zu meinem Hausarzt, habe ihm davon erzählt und der hat sofort in der Klinik angerufen und eine Woche später war ich schon dort!
Heute lächle ich immer, wenn ich an dem Baum vorbei fahre

Die Klinik ist in der Nähe von Schladen/Harz, also garnicht so weit weg von hier!

Ich wünsche dir alle Kraft die du brauchst und es gibt für alles eine Lösung!!
Gib nicht auf!!

LG
BEB

15.06.2009 13:07 • #3