Mich erwischt es wenn mein mann Nachtdienst hat oder spät und es früh dunkel wird.
Dann liege ich hochbewaffnet im Bett.
Richtig fies wird es wenn wir mal the Walking
Death gucken, da trau ich mich nachts kaum aufs Klo

Hab das seit Kindheit an , komme aber sonst recht gut zurecht.
Finde die Krankheitsängste bei mit schlimmer

20.08.2016 15:22 • #81


Wie würdet ihr die Intensität der Übelkeit immer beschreiben? Und wie fühlt es sich bei euch an?
Hattet ihr schon oft Magendarm mit eurer Phobie und habt ihr da auch Todesangst gehabt?
Wie lange dauert es bei euch, bis ihr aus dem "Strudel" wieder rauskommt?
Seid ihr in psychiatrischer Behandlung?
Puh, viele Fragen, aber vielleicht kann man sich ja austauschen oder helfen
lg

20.08.2016 15:41 • #82


Ayioura
Die Übelkeit geht bis zum brechreiz wenn ich mich da so richtig rein steigere. Was mir hilft ist eiskaltes Wasser trinken, hab auch immer eine Flasche dabei.
Einmal hatte ich in der Zwischenzeit Magen Darm und es war der Horror mit ständig PAs, Herzrasen usw :/
Bei mir ist die Emetophobie immer dann präsent wenn ich nicht zu Hause bin, besonders schlimm in Verkehrsmitteln und dauert meistens auch so lange bis ich wieder zu Hause bin. Wobei es auf Straßen auch geht, in Geschäften aber ist es ganz schlimm.
Und bei dir, erzähl mal

20.08.2016 15:49 • #83


Zitat von Jazzzy:
Mich erwischt es wenn mein mann Nachtdienst hat oder spät und es früh dunkel wird.
Dann liege ich hochbewaffnet im Bett.
Richtig fies wird es wenn wir mal the Walking
Death gucken, da trau ich mich nachts kaum aufs Klo

Hab das seit Kindheit an , komme aber sonst recht gut zurecht.
Finde die Krankheitsängste bei mit schlimmer



Sorry ich Trottel hatte gelesen "einbrechen" aber ihr habt angst vorm erbrechen ^^^
Da muss ich passen.

Alles gute

20.08.2016 15:56 • #84


@jazzzy: bist du allgemein sehr ängstlich oder warum traust du dich nicht aufs Klo? wegen der emetophobie oder wegen dem film? Hast du auch schlimme Tage? Wie gehst du damit um?
LG

20.08.2016 15:59 • #85


Zitat von Maschmellow:
@jazzzy: bist du allgemein sehr ängstlich oder warum traust du dich nicht aufs Klo? wegen der emetophobie oder wegen dem film? Hast du auch schlimme Tage? Wie gehst du damit um?
LG



Nach gruseligen filmen hab ich teils angst das da ein "zombie" sitzt.. sehr lustig irgendwie aber nachts bekomme ich da gerne angst wenn mein mann nicht da ist.

Da bei mir gesundheitlich viel durch Psyche abgestempelt wurde was keine Psyche nachweislich War , man die Ursachen derzeit erforscht bin ich teils sehr ängstlich.

Als Kind vor allein sein , dDunkelheit und Monster / Einbrecher und da ich dieses durch " trete mir selber in Hintern " in griff bekommen hatte kam dann die Krankheitsschiene mit der dauerangst Thrombose / lungenembolie erstickend zu sterben

Ich habe ja keine angst vorm erbrechen.
Hatte gelesen angst vor einbrechern

20.08.2016 16:09 • #86


Ayioura
@Jazzzy die Angst vor Einbrechern war bei mir eine Zeit lang auch ganz stark ausgeprägt. Auch jetzt kann ich nur schlafen wenn ich des öfteren kontrolliert hab ob auch wirklich abgeschlossen wurde usw
Ach und die Angst vor Thrombose / Lungenembolie ist meine Hauptangst aktuell. Seit wann hast du das Problem? Wenn du willst schreib mir auch gern pn

20.08.2016 16:14 • x 1 #87


Zitat von Ayioura:
@Jazzzy die Angst vor Einbrechern war bei mir eine Zeit lang auch ganz stark ausgeprägt. Auch jetzt kann ich nur schlafen wenn ich des öfteren kontrolliert hab ob auch wirklich abgeschlossen wurde usw
Ach und die Angst vor Thrombose / Lungenembolie ist meine Hauptangst aktuell. Seit wann hast du das Problem? Wenn du willst schreib mir auch gern pn



Später gerne pn , wollte gleich einkaufen.

"Wenn ich da tot umfalle findet mich wenigstens jemand " ^^^
Lungenembolie / Thrombose ist echt mein Horror vorallem weil ich da probleme habe. Spritze derzeit also sollte eigentlich nichts passieren.

Einschluss ist hier routine

20.08.2016 16:22 • #88


Ayioura
Natürlich, kannst mir gerne später dann schreiben

War gerade mal so frei und habe mir deine erste Beiträge durchgelesen wo du von deinen Erfahrungen berichtet hast. Du hast ja leider schon einiges mitgemacht und ansehen müssen, da liegt ja praktisch auf der Hand woher diese fiese Angst kommt freue mich, mich mit dir austauschen zu können

20.08.2016 16:26 • x 1 #89


05.06.2017 11:52 • #90


Emmi_93
Hey :)
Ich kann dich verstehen, ich leide seit mittlerweile 13 Jahren unter Emetophobie.
Ich kann dir nur sagen, dass du dich nicht schämen musst!
Erzähle es deinen Eltern und hol dir einen Termin für ein Therapie Gespräch!
Es ist gut behandelbar und je früher man damit anfängt, umso besser!
Bei mir ist es nur so lange geblieben, weil ich früher von Therapeuten falsch behandelt wurde und falsche Tipps angenommen habe.
Viele Verhaltensweisen, zu denen man neigt wenn man Angst hat, machen in echt alles schlimmer.
Ein Therapeut kann dir alles genau erklären.
Es sind alles ganz normale Gedanken die du hast. Deine Angst, die Panik, alles was du dann machst ist der Kreislauf dieser Phobie. Wenn du das mit dem Therapeuten zusammen besprichst und es selbst siehst und verstehst, wird es dir helfen.
So ging es mir auch.
Außerdem hat mir ein Medikament geholfen die schlimmste Zeit zu überstehen. Das war für mich aber wirklich die letzte Lösung. Ich denke man sollte es immer erstmal ohne Medikamente versuchen.
Wenn bei dir aber viel davon abhängt, zB dein Abschluss, wäre es eventuell eine Möglichkeit.
Besprich das alles mit einer Psychiaterin.
Hab keine Angst, diese Krankheit ist gut heilbar!
Du schaffst das

25.06.2017 22:21 • #91


Das ist sehr heftig, bekomme bei Aufregung halt Herzrasen und Schweißausbruch und das finde ich schon übel.... Das Achtsamkeitstraining hilft mir aber sehr lockerer zu werden was die Aufregung betrifft

25.06.2017 22:24 • #92


08.05.2018 08:14 • #93


kopfloseshuhn
Hallo.
Ich würde dir als erstes raten, zu versuchen ein geregeltes Essen einzuführen.
Also 3 vernünftige Mahlzeiten. Punkt.
Oft genug ist einem aus Hunger übel. Und wenn man es schon nciht mehr auseinander halten kann hilft nur, es wieder zu lernen.
Da helfen definitiv geregelte Mahlzeiten.

Und Angst schlägt natürlich auch sehr auf den Magen.
Aber ausgeleifert bist du nicht. Anstatt gleich so einen Hammer wie Vomex zu überlegen könntest du es auch mit einem Pfefferminztee mit Zucker versuchen. Oder Iberogast. Das gibt es in der Apotheke und ist rein pfalnzlich und hilft ganz toll gegen Übelkeit.
Lernen, dass du nicht allem so ausgeleifert bist, wie du denkst.

Das können so die ersten Schritte sein bis du professionelle HIlfe bekommst.

Ganz liebe Grüße

08.05.2018 08:55 • #94


Genau das geht ja nicht mehr. Ich krieg bestenfalls Bananen runter (weil die Magenfreundlich sind) oder an richtig schlimmen Tagen auch nur Babybrei (dieser Mus von Hipp und sowas, ist ja wie Apfelmus).

Wenn ich vor "schwereren" Sachen sitze, wie Pizza, fetter Auflauf etc fang ich richtig an zu zittern und zu heulen.

Und ich kann all dem einfach nicht entkommen, weil Wartezeiten für Psychologen schier unendlich sind und mir einfach kein Mensch helfen kann...

10.05.2018 11:36 • #95


Hey, ich kann dich so gut verstehen, habe seit Jahren Emetophobie und mache seit Herbst eine Therapie, die wirklich super hilfreich war
Das beste ist natürlich die Konfrontation, das ist hart aber wirklich am heilsamsten, dazu gehört Symptome wie Übelkeit zuzulassen und nicht versuchen zu lindern (durch Vomex oder Tee oder so), eher noch Symptome provozieren -also am besten, wenn dir übel ist, dir gerade noch den Finger in den Hals stecken und würgen. Am Anfang ist das Symptome provozieren sauhart, aber die Angst lässt wirklich nach. Ich hatte seit 7 Jahren nicht mehr gekotzt und panische Angst davor entwickelt - auch wie du beschreibst mit Apetitverlust und dauernden Magenproblemen, Panikattacken bei Übelkeit und Isolation. Der wirkliche Durchbruch kam mit einem Magenvirus, bei dem ich dann seit 7 Jahren das erste mal wieder gekotzt habe und es wirklich nicht so furchtbar war und ich die Erfahrung gemacht habe, dass es zwar unangenehm ist, ich aber damit klarkomme
meine Kotzangst ist so viel besser geworden seitdem,
die Angst vor Übelkeit ist noch da, die finde ich auch, wie du beschreibst schlimmer als das Kotzen an sich, aber ich würde dir raten, es einfach bewusst auszuhalten, nicht abzumildern und versuchen anzunehmen, nur so verliert es seinen Schrecken.
Ich hoffe du kannst bald eine Therapie machen, ich verstehe dich sehr gut, diese Phobie kann einem echt den Alltag und das Leben versauen! Viel Erfolg!

25.05.2018 21:30 • #96


Schneesturm93
Hallo Issimim,

Ich kann dich sehr sehr gut verstehen. Jeden Satz den du schreibst, kann ich leider unterschreiben. Ich habe auch Panikattacken über mehrere Stunden hinweg, vor allem nach dem Essen und werde dann total traurig. Auswärts Essen ist auch der blanke Horror, gerade an einem Tisch mit Familie oder Kollegen. Da bekomme ich brutal Stress, Panik und Angst und mach mir dann noch mehr Stress, weil - "was sollen die denken"? Mein Körpergefühl ist auch echt eher verloren gegangen und gerade morgens hab ich total Hunger oder irgendwas und krieg aber keinen Bissen runter und alles ist echt schlimm.

Bei mir hilft es wenn ich mich ablenke und was zu essen neben mich stelle. Wenn ich Hunger habe, dann greife ich unbewusst zu, wenn ich satt bin dann lasse ich es einfach stehen. Regelmäßig essen geht bei mir auch nicht. Versuche zumindest immer zu frühstücken, aber das fällt mir auch sehr schwer und dauert oftmals 2 Stunden bis ich was runter bekomme.

Welche Art von Therapie machst du? Ich mache seit 3 Jahren Tiefenpsychologisch und es tut gut, die ganzen Hintergründe usw. zu verstehen. So habe ich viel mehr Verständnis für mich, aber ich denke ohne Verhaltenstherapie werde ich meine Denkmuster und meine Ängste nicht überwinden können.

Was ich dir beruhigendes sagen kann: Du wirst es bis zu Therapiebeginn schon schaffen. Ich habe das seit jahren und lebe auch irgendwie noch. Mein bester Trick ist wirklich nebenzu bei Ablenkung essen, Sonst gibt es auch die Möglichkeit auf "Kostenerstattung" zu einem privaten (nicht kassenärztlichen) Psychotherapeuthen zu gehen.

Grüße

26.05.2018 09:14 • #97


Hallo ihr Lieben,

bis heute wusste ich nicht, dass es für ein ziemlich wesentliches Problem, das mich schon mein ganzes Leben begleitet einen Namen gibt: Emetophobie.
Und, wie ich zu meiner Erleichterung feststellen konnte, bin ich damit nicht allein.

Lange Zeit lebte ich vor allem mit dem Unverständnis meiner Umwelt und dem festen Glauben, dass da ja offenbar bei mir irgendwas "kaputt" ist, weil niemand sonst solche Probleme mit dem Thema Kotzen hat, wie ich
Wie vermutlich die meisten mit diesem Problem, habe ich alle möglichen Vermeidungsstrategien durch... An vielen gesellschaftlichen Events nehme ich schon lange nicht mehr teil. An schlimmen Tagen kann ich kaum das Haus verlassen... Deswegen habe ich vor einigen Jahren dann auch eine Therapie begonnen. Nicht wegen der Emetophobie, sondern wegen einer Agoraphobie. Zuvor war ich schon einmal mit 21 wegen Burn Out und schweren Depressionen in Behandlung. Mittlerweile bin ich 32. Die Angst vor dem Erbrechen habe ich schon seit meiner Kindheit.
Und genau da setzt gerade mein Gedankenprozess an. Wann hat da angefangen? Mir fällt partout kein traumatisches Ereignis ein Ist es "einfach" die Summe aller Traumata, die es über die Jahre so schlimm hat werden lassen?

Was ich allerdings ebenfalls faszinierend finde, ist, wie häufig ich lese, dass die Emetophobie eher mit Mangelernährung/nichts mehr essen einhergeht. Das ist bei mir nicht der Fall... Ich habe eher das Gefühl, je schlimmer meine Ängste werden, desto mehr esse ich... Kenn das jemand von euch? Habt ihr ähnliche Erfahrungen?

viele Grüße
Avi

14.01.2019 14:45 • #98


Thinkso
Hallo

Mir hat mal eine art Psychologe gesagt das solche Traumata auch schon vor bzw während der Geburt entstehen können und vor allem mit Kontrollverlust oder Verlustangst einhergehen.

Und ja ich hab ähnlich Erfahrungen gemacht. Als bei mir die erste Panische Phase los ging hab ich einfach aufgehört zu essen und nur noch gegessen wenn ich mich sicher gefühlt hab (beispiel: abends zuhause wenn ich sicher war das die nächsten stunden keiner was von mir verlangt oder mich irgendwo hin bringt.) Das ging einige Jahre so ich war dann auch in Kliniken wegen Mangelernährung. Wirklich angefangen zu essen hab ich erst wieder als die panischen Phasen weniger wurden.

Jetzt ca. 8 Jahre später tendiere ich auch eher dazu zu essen. Erstens weil ohne essen der Kreislauf abstürzt und mir die folgen davon realistischer erscheinen als die, das auf jeden Fall etwas passiert wenn ich was esse. Und zweitens weil man normalerweise wenn Gefahr droht niemals essen würde, so ist das knabbern an grissini, salzbrezeln und ähnlichem für mich eine art Hilfsmittel geworden. Also bei der nächsten Attacke einfach was essen dann glaubt das Gehirn alles sei super.

Verteidigungsstrategien hab ich auch viele das fängt an bei Kleinigkeiten wie Wörtern die das ganze Umschreiben einfach nicht mehr zu benutzen an, bis hin zu Agora phobischem verhalten.


Nur mal aus Neugierde wie weit schrenkt dich diese Angst ein? ...Arbeit..Freunde..undso

16.01.2019 05:33 • #99


@Thinkso
Hm, ich bin lange Zeit nicht auf Konzerte oder ähnliche Veranstaltungen gegangen. Eigentlich auch erst vor 2-3 Jahren das erste Mal. Ich blieb auf den meisten Geburtstagen nicht lange, wenn das getrunken wurde oder bin gar nicht erst hin, wenn ich wusste, es gibt Alk..
Eigentlich habe ich prinzipiell alle Situationen gemieden, in denen getrunken wird und das mache ich Großteils immer noch.

Abgesehen davon geht's glaube ich^^"

Aktuell finde ich noch heraus, dass ich aber auch zB meinen Arbeitsweg so plane, dass es meiner Phobie passt. Eine Mischung aus Nebenstraßen und nicht zu vielen einsamen Ecken... weird..

Was das Essen angeht geht's meistens. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich mich bei neuen Sachen frage ob ich das wohl vertrage, aber gerade dann esse ich es erst recht ^^

Ach ja, das größte Minus ist aber wohl das Reisen Ich habe wahnsinnige Angst vor dem Fliegen. Bin ich demnach auch noch nie, aber eben nicht wegen der Höhe, sondern wegen der Emo u.a. Ängsten.
Weiter also Auto und Fähre war ich noch nie und die Fähre geht auch erst seit 2-3 Jahren.

Wie ist es denn bei dir?

26.03.2019 14:42 • #100




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Prof. Dr. Borwin Bandelow