Nayla
Hier! *meld*
Noch so jemand, der Angst vor Ebrochenem, Erbechenden und vor dem Erbechen hat. Selbst das Wort ist schon grausam... aaaaah!
Nun ja. Ich habe mich als Kind fast nie übergeben. Ich hatte ansonsten auch als Erwachsene nur zweimal ein MD Grippe und dann kam das Jahr 2007, Silvester. Am frühen Morgen erbricht sich meine damals einjährige Tochter ins Bett. Ich habe da noch keine Panik gehabt und mir gedacht "machen wirs halt weg", doch dann gings rund, sie sitzt im Wohnzimmer und es war richtig heftig, ich habe gedacht, "woher diese Massen?"
Beim Arzt gewesen, Noro Virus. Na danke. Dann kam der späte Nachmittag und ich spürte wie es bei mir rummelte und dann kamen Krämpfe und ich habe die schlimmste MD meines Lebens gehabt. Ich habe nach dem 20. Mal aufgehört zu zählen und habe geglaubt meine Organe hochzuwürgen. Es war die Hölle. Und dann war sie da, die Angst vorm Erbrechen. Nie wieder, nein, nein.

Das wirkt sich auf mein Leben aus, ich habe Angst wenn meine Tochter hustet, das sie spucken muss, ich habe Angst das sie nachts plötzlich alles vollreiert, was vor zwei Monaten auch passiert ist, nun ja. Und ich habe damals mal eine Sonderreinigung im Fahrstuhl machen sollen, weil da ja angeblich rumgeschmiert wurde. Das Ende vom Lied, alles vollgek.... es stank sooo furchtbar.
Wenn ich Kopfschmerzen habe, dann habe ich auch Angst spucken zu müssen.

Was habt ihr denn in euren Therapien gelernt?
Was genau hat es denn mit der Emetophobie auf sich?

03.05.2011 22:04 • #61


Also damals war das eher nur so ne gesprächstherapie weil es eher darum ging sich sozusagen "auszukotzen"! Jetzt brauch ich natürlich auch wieder so ne therapie aber ich brauche halt auch jemanden der mir sagen kann wie ich mit der emo umgehen kann oder tipps geben!

Wenn man schon pech hat mit irgendwelchen problemen kann einem noch nicht mal geholfen werden. Des ist auch so ne sache mit der sich die Angie mal befassen könnte!

03.05.2011 22:14 • #62


Hallo!
Ich bin neu hier und erhoffe mir von euch einige Tipps zu bekommen, wie ihr mit der Emetophobie umgeht bzw mich mit gleichgesinnten austauschen zu können.
Also kurz zu mir...
Ich bin 20 Jahre alt und leide vor der Angst vorm Erbrechen schon eine längere Zeit, wobei ich nicht genau definieren kann wie lange diese schon andauert.
Dieses Gefühl der Angst kommt bei mir immer ganz plötzlich...die Angst äußert sich dann, wenn ich nur ein kleines Grummeln im Magen verspüre, selbst wenn es nur Luft im Bauch ist und ich aufstoßen muss macht sich sofort der Gedanke breit : " Oh Gott - bitte nicht....bitte bitte nicht erbrechen..." Ich spinn mir in diesen Situationen die schlimmsten Filme zusammen...Bespiel:
Ich habe jemanden kennengelernt wo es ernster mit werden könnte...er macht der Vorschlag ich könne bei ihm übernachten....im Prinzip hab ich da nichts gegen nur dann kommt der Gedanke "was ist wenn mir übel wird?" die nervenden fragen an mich selbst was wäre wenn....
geht es euch auch so?

Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen und mir tipps geben um mein leben wieder zu genießen....

Danke euch schonmal im vorraus...

Liebste Grüße
Perle

07.06.2011 19:34 • #63


Zitat:
Ich habe jemanden kennengelernt wo es ernster mit werden könnte...er macht der Vorschlag ich könne bei ihm übernachten....im Prinzip hab ich da nichts gegen nur dann kommt der Gedanke "was ist wenn mir übel wird?" die nervenden fragen an mich selbst was wäre wenn....
Ja was wäre denn wenn? Meine bessere Hälfte wusste ja zu diesem Zeitpunkt "erste Übernachtung" von der Angst - also was wäre wenn? Wenn dus ihm erzählst wovor du Angst hast? Dann brauchst du keine Angst vor der Angst haben wenn er versteht wies für dich ist - und wenn er das nicht tun.. naja

08.06.2011 15:53 • #64


er weiß davon und respektiert es auch...
nur ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll...beim kleinsten magengrummeln bekomm ich panik und fang an nevös zu werden und zu zittern...im schlimmsten fall kommen mir vor angst die tränen...es ist einfach so unerträglich....
und mir ist es in gegenwart andere mehr als unangenehm und peinlich....ich hab angst, dass andere mich für verrückt halten können...bzw kein verständnis haben könnten....noch besser gesagt ich hab dadurch fürchterliche angst nicht akzeptiert zu werden

09.06.2011 15:41 • #65


Kannst du dich denn nicht mit irgendwelchen "Tricks" wenigstens ein bisschen beruhigen? z. B. Akkupressur oder sowas? (was nicht medikamentöses!)

Zitat:
und mir ist es in gegenwart andere mehr als unangenehm und peinlich
aber doch nicht vor deinem Freund?

17.06.2011 10:12 • #66


10.08.2011 15:41 • #67


Hallo? Kann mir den niemand antworten oder so? Bitte lest den Text auch wenn er lang ist...ich hoffe extrem auf unterstützung!

13.08.2011 11:25 • #68


Hab Dir ne PM geschickt

15.08.2011 12:58 • #69


24.08.2012 16:54 • #70


Bitte...kann mir denn niemand was dazu sagen oder so?
Bin so verzweifelt

28.08.2012 17:55 • #71


Angst vor dem Tod hab ich auch. Die Unendlichkeit macht mich wirre.
Das ist doch toll wenn du trotzdem zur schule gehen willst.
emetophobie ist ja auch ecklig. Aber versuch mal dir Bilder anzusehen darüber. Ich hab Angst vor kranke Menschen im halsbereich. Und hab mir Bilder angesehen, jetzt ist es nicht mehr so schlimm. Ich konnte schon gar nicht unter Menschen gehen.
Versuchs mal. Aber Versuchs mit Vorsicht.

28.08.2012 18:28 • #72


Hey Dorina
Ich bin mir sicher, du wirst nicht kotzen, es ist normal, dass wenn es einem nicht gut geht, einem schlecht wird. Und da du noch Angst davor hast, fällt dir noch mehr auf wie schlecht dir ist.

Versuch immer, wenn du glaubst du musst kotzen, dir bewusst zu machen, warum das jetzt sehr unwahrscheinlich ist.
Dann geht's dir bestimmt schon viel besser was das angeht.
Mein absolutes Beileid zu den ganzen Sachen die dir passiert sind *tröstet*
Versuch dich nicht unter Druck zu setzen, dass schaffst du
Ich finde du bist sehr tapfer, da wird dir sowas wie Schule nichts ausmachen.

Alles Gute

28.08.2012 18:52 • #73


Hallo dorina!

Ich habe auch angst, mich zu übergeben... seit nun über 10jahren, mal mehr, mal weniger. ich glaube, kann heute seeeehr viel besser (auch dank der therapie) damit umgehen, die angst verloren haben ich dennoch nicht komplett. aber ich kann es schon besser als alarmsignal deuten.

bei der emetphobie schreit der körper quasi um hilfe. und da wir gerne sämtliches überhören wollen, was uns nich gut tut, ist dem körper richtig schlecht. es ist soviel druck entstanden, dass wir am liebsten alles herauskotzen wollen.
du schreibst ja selber, dass du das, was in letzter zeit passiert ist "zum Kotzen" gewesen ist. und genau das ist es. hast du getrauert um deinen hund? oder hast du dir es mal richtig zugestanden, dass dich das fertig macht? wenn nicht, hast du geschluckt und geschluckt... nun ist dir schlecht, aber auch das willst du nich wahrhaben, weil ja bald die schule losgeht. das macht einfach druck! der körper funktioniert nich, es gibt nich nur die schönen seiten und niemandem geht es immer nur gut...
schreib auf was dich nervt, auch wenns nur der nachbar ist, aber lass es raus. schnapp dir ne freundin, kotz dich aus, gesteh dir ein, dass in letzter zeit viel schei. passiert ist.

und kotz dich auch bei deiner therapeutin aus, dafür sind die auch da. machst du eine verhaltenstherapie? wenn du mit ihr nicht weiterkommst, du dich nicht ernst genommen fühlst, wechsle am besten.

viel mut und erfolg! ich weiß, wie schwierig es ist, sich irgendwo mal auszukotzen, aber man kanns lernen und hinterher wird man genauso von seinen freunden gemocht. wenn nicht, sinds die falschen...

28.08.2012 21:27 • #74


[quote="dorina88"]
Hallo, ich bin neu hier und Mutter deren Tochter genau das selbe hat. Ich möchte ihr so gerne helfen und weiß nicht wie. Heute ist ein ganz besonders schlimmer Tag. Ich habe auch gleich beim Physiologen angerufen und einen TErmin gemacht. Den haben wir jetzt am Montag, den 3.12. Meine Tochter hat heute heftigen Bauchdruck und hört ihre Ader pochen. Sie konnte heute, trotz Versuch, nicht die Schule besuchen. Sie war auch schon im April in einer Klinik und wir dachten, nun sei alles gut. Aber leider wird es wieder total schlimm. Ihre größte Angst ist auch, das sie Brechen muss, das macht sie ganz wahnsinnig. Ich als Mutti möchte doch gerne wissen, was euch am besten geholfen hat. Z.B. was eure Familie getan hat, was besonders toll war oder ähnliches.
Danke für alle Antworten.

28.11.2012 16:19 • #75


hallo,

ich habe angst vor dem erbrechen mal schlimmer mal besser. Leider kommen dann immer wieder Ängste dazu wie heute mein freund hat mich mitgenommen raus und beim Autofahren habe ich dann angst am beifahrenersitz das mir übel werden könnte von Auto fahren ich habe das immer gut vertragen mit kleinen ausnahmen wo mir etwas flau im Magen war, da sind die Ängste wie was wenn ich kotzen muss, schaffe ich es das wir anhalten?

Letztes Jahr waren wir noch mit dem Auto in Holland und alles da hat mir mit 200 auf der Autobahn noch nichts ausgemacht ich verstehe das nicht mehr ...

Manchmal habe ich diese mulmige Gefühl ebnend in verschiedenen lebenslangen im Kaufhaus, im Wartezimmer beim Arzt, in der U-bahn, oder ähnliches.

Ich habe aber auch immer angst mich zu blamieren wenn das passiert oder keine Hilfe zu bekommen, ist das vielleicht ein ruf nach mehr Aufmerksamkeit? oder bin ich Egoistich und will es mir nur bequem machen

Ich mache mir Gedanken das sich meine angst generalisiert irgendwie ich will diese sch***, Angt nur wieder los werden

03.02.2013 17:24 • #76


11.07.2014 02:44 • #77


Morgen vivi

Eigentlich ist doch vollkommen egal wie es heißt, für jeden schei. gibt es Fachbegriffe, es ist nur Angst, egal wie man es nennt, bei dir ist es halt die Angst in der Öffentlichkeit zu kotzen, die wird erst weggehen wenn du dir sagen kannst "Na und, dann kotze ich halt, wen interessiert es?"

Genau diese Angst bewirkt das dir dauernd schlecht ist, du schaust den ganzen Tag in dich, und suchst ob dir auch wirklich noch schlecht ist, du verkrampfst dich und natürlich ist dir dann auch wieder schlecht, und da kommen wir zu deinem nächsten Problem, wenn man ständig in sich hört, nimmt man die Außenwelt nicht mehr so wahr wie sie ist, man fühlt sich nicht mehr zugehörig, wie auch man ist ja total in sich vertieft, gibt auch dafür tolle Fachbegriffe, aber egal, wichtig ist deine Aufmerksamkeit bewusst nach außen zu lenken, auf das Leben, auf dein Leben.

Akzeptiere das du Ängste hast, stelle dich ihnen jeden Tag jede Minute und sag dir schei. drauf ihr könnt mir Garnichts, geh raus, lerne neue Menschen kennen, und verschwende deine Zeit nicht damit dir zu überlegen wie andere auf dich oder das was du tust reagieren, Das ist dein Leben das einzige was du hast, du spielst hier die Hauptrolle, und du entscheidest ob es ein Drama wird, oder nicht.

Welcome

11.07.2014 04:45 • x 1 #78


20.08.2016 15:06 • #79


Ayioura
Hallo Maschmellow,

Mich hat die Emetophobie leider auch erwischt und ziemlich im Griff. Würde mich über Erfahrungsaustausch (gerne auch mit weiteren) sehr freuen

20.08.2016 15:18 • #80




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