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Hallo

Ich suche und suche, finde aber irgendwie nichts was direkt mit meiner Situation zu tun hat.
Ich bin 18 Jahre alt und wohne mit meinen Eltern in einem kleinen Dorf auf dem Land. Sobald es dunkel wird und ich alleine bin hab ich Panik. Also richtige Panik.
Mein Puls rast, ich schwitze und mein Herz springt fast aus meiner Brust.
Das fängt damit an, dass ich nicht in der Lage bin mit unserem wirklich wachsamen und treuen Hund über die Straße zu gehen.
Panik, ich fange an am ganzen Körper zu zittern und renne dann Fluchtartig nach Hause. Somit umgehe ich diese Situation natürlich täglich.
Ebenso panisch bin ich nachdem ich das Auto abgestellt und abgeschlossen habe. Danach muss ich noch ca. 20 Meter bis zur Haustür laufen. Ich meine hetzten, dann bin atemlos und verschwitzt.

Ich kenne diese allgemeine Kellerangst. Aber meine Agnst geht bis dahin, dass ich es nicht ertrage als letzter ins Bett zu gehen.
Das heißt, alle liegen schon in ihren Betten, schlafen und ich muss als letzte vom Wohnzimmer aus quer durch das Haus laufen um in mein Zimmer zu gelangen. (Weil ich noch einen Film zu Ende sehen wollte oder ähnliches)
Ich kann nicht einmal genau sagen wovor ich angst habe, vor Menschen oder vor Monstern. Keine ahnung. Das ist unterschiedlich. Aber es ist ständige diese Angst, dass man mich entweder anstarrt oder irgendwo hin zieht. Mich also an den Schultern fasst und nach hinten weg zieht, durch die Treppe an meinen Füßen zieht, mir in den Rücke springt oder, oder, oder...
Auf dem Weg werde ich immer schneller, sobald ich mein Bett erreicht habe ist all meine Angst verschwunden, als wäre das mein Rettungsboot.
Da ich auch unter Klaustrophobie leide habe ich oft Angst davor das diese Dinge im Dunkeln Clowns sein könnten, das verschlimmert meine Angst bis dahin, dass ich panisch anfange zu Heulen und damit meine Mutter aufwecke, oder den Hund.

Achja, eine Ausnahme gibt es. Wenn ich mit meinem Pferd von der Halle zurück zu unserem Hof laufe (also nicht reite ca. 2 Kilometer) dann habe ich absolut keine Angst. Null.
Ganz im Gegenteil, wenn mein Pferd dann vor einem knackenden Ast zurückschreckt, dann streichle ich sie und sage ihr: "Du weißt doch, dass dir nichts passiert wenn 'Mama' dabei ist."
Es ist verrückt, ich zucke dann nicht einmal mit der Wimper. Keine Angst. Nichts.

Meine Mutter hat mal gesagt, wenn ich diese Angst im Nacken spüre, dann soll ich mich herumdrehen und sagen, dass das/der Monster/Mensch/Clown weggehen soll.
Das hat ein paar Wochen lang echt super funktioniert, aber jetzt traue ich mich nicht mehr. Ich habe Angst davor mit meiner Angst zu reden. Also quasi Angst vor der Angst.
Schon wenn meine Mum dann als letzte ins Bett geht und ich auf gar keinen Fall mit ihr nach oben gehen kann, besteigt mich die Angst und beschäftigt mich so lange bis ich den Fernseher ausmache und ihr folge.
Achja, wenn sie zeitgleich mit mir ins Bett geht, und vor mir die Treppe hochgeht, dann verspüre ich trotzdem diese Panik, und den Drang nach oben zu rennen. Es ist egal, dass jemand da ist. Wenn ich die letzte bin, dann hält mich niemand mehr.


Kennt ihr das? Erlebt ihr ähnliche Dinge? Wie läuft es bei euch ab? Habt ihr vielleicht einen Rat für mich?

Ich danke jetzt schon einmal den Leuten, die den Text überhaupt lesen und beantworten.
Vielen Dank

Liebe Grüße

FirielDee

06.02.2011 03:20 • 06.02.2011 #1


3 Antworten ↓


Hi,

das klingt alles nicht so, als ob es dir gut geht: massive Angst, Burning-Out... Warum machst du keine Therapie mehr? Du bist ja scheinbar in einem extremen Stress. Zu den einzelnen Punkten könnte man viel schreiben. Manches ist typisch für den Übergang zum Erwachsenwerden, der dir Schwierigkeiten macht.

LG

afuman

06.02.2011 09:54 • #2



Die Angst vor der Dunkelheit - spezifisch isoliert

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Ich bin nicht mehr in Therapie, weil es mir so gut geht, ich wieder gerne in die Schule gehe, meine Aufgaben wieder pflichtbewusst erfülle und eigentlich an sich keinen Stress habe wenn ich zeitlich zu Bett gehe
Um ehrlich zu sein habe ich auch Angst wieder in eine Therapie zu gehen, mich dort wieder hinzusetzten und mit jemandem zu reden der mich irgendwie doch nicht versteht.
Der letzte Psychologe hat mir wirklich gute Tipps gegeben, aber er hat so oft gesagt: Das verstehe ich nicht. Das kann ich nicht nachvollziehen.
Das ich irgendwann keine Lust mehr hatte dorthin zugehen.
Klingt vermutlich alles ein bisschen merkwürdig.

Trotzdem Danke für deine Antwort.
Vielleicht muss ich mich doch nochmal auf die Suche nach jemanden Bewegen der mir Helfen kann.

LG

06.02.2011 11:02 • #3


ich hab dir mal ne PN geschickt...

06.02.2011 14:22 • #4




Prof. Dr. Borwin Bandelow