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Sehr geehrte Forumsmitglieder,
Im Rahmen einer anonymen online-Untersuchung wollen wir den Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und Religiosität beleuchten. Die Frage, ob Religiosität bei der Bewältigung von Problemen hilft oder nicht, ist in der Forschung unterschiedlich bewertet worden und kann wahrscheinlich nicht pauschal mit ja oder nein beantwortet werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand spielt wohl unter anderem die persönliche Vorstellung von Gott eine Rolle (z.B. Glaube an einen strafenden versus einen alles verzeihenden Gott). Wir möchten uns unvoreingenommen ein eigenes Bild machen. An dem Fragebogen haben sowohl Menschen mitgewirkt, die religiös sind als auch solche, die sich als nicht religiös oder spirituell bezeichnen. nicht. Als Mitarbeiter einer universitären Einrichtung ist unser Interesse rein wissenschaftlicher Natur. Entsprechend wird diese Studie von keiner bestimmten Glaubensgemeinschaft finanziell unterstützt oder wurde von dieser in Auftrag gegeben. Die Studie wird ca. 25 Minuten in Anspruch nehmen. Jene, die am Ende der Studie über die Ergebnisse informiert werden möchten, können Ihre Email-Adresse angeben - dies ist aber optional. Wir werden zu gegebener Zeit die Resultate auf unserer Webseite veröffentlichen (www.uke.de/neuropsych) sowie in den Foren, die unseren Aufruf gepostet haben.
Wenn Sie Interesse an der Befragung haben, klicken Sie bitte auf den folgenden link:
www.unipark.de/uc/hh_uni_psych_inst_LJ/158a/


Wir möchten zu dieser Studie alle Personen einladen, die das Thema interessiert - egal ob Sie psychische Probleme haben oder nicht bzw. religiös sind oder nicht.
Mit freundlichen Grüßen,

Prof. Dr. Steffen Moritz
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Arbeitsgruppe Klinische Neuropsychologie
Martinistraße 52
20246 Hamburg
www.uke.de/neuropsych

11.10.2010 09:07 • 13.10.2010 #1


14 Antworten ↓


Hab mir den Fragebogen angesehen. Wenn ich diesen ausfülle, so wie ich denke,komm ich wohl in die Hölle.

12.10.2010 16:35 • #2



Befragung zu Religiosität und psychischer Gesundheit

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ähm, @Yorki
Die ganze Welt ist ein Irrenhaus und wo bitte ist die Zentrale nochmal? Ich habe ansonsten nichts gegen Religiosität, sicherlich ist auch religiöser Wahn weit verbreitet, aber den Fragetest bestehen eigentlich nur Atheisten. Nach meiner Ansicht glaube ich zu wissen (man achte auf die Formulierung), daß psychische Gesundheit in der Durchschnittshäufigkeit im Bezug auf Religiösität nicht maßgeblich etwas mit Angsterkrankungen zu tun hat. Daraus ergibt sich für mich im Fazit die Nutzlosigkeit solcher Studie und die Erkenntnis, daß man eigentlich nur mal testen möchte, wie wirklich verzweifelt die deutsche Bevölkerung ist, daß sie unrealisten Idealen nachrennt, denn wir alle wollen ja "irgendwie Heim". Man kann daraus nur den durchschnittlichen Dachschaden ansonsten rechtschaffener Menschen ablesen.

Sorry-aber wer von diesen Studienforschern hat einmal grenzwertige Lebensaufgaben bewältigen müssen und einer Todesangst gegenüber gestanden, so daß man selbst Götter anbeten würde, die auf der Erde kein Schw**n kennt-NUR, um "Heim" zu kommen. (nur um klar zu kommen!)

Die Fragen nach dem Wahnsinn habe ich dem Spasse halber auch beantwortet-toll-bravo. Die Anglerfrage war definitiv lustig und der Kartentrick nur lächerlich. Wieviel % der freiwilligen Teilnehmer unter religösen Größenwahn leiden, wollte ich im Schluß nicht wissen. Aber sicher können die Kirchen, Gebetshäuser und Vereine mit reichlich Mitglieds- und Steuereinnahmen rechnen. Dabei meine ich auch (wie in der Ankündigung beschrieben) natürlich keine bestimmte Glaubensgemeinschaft. Wieso auch nur eine? Sind in der Umfrage eingangs ja auch mehrere genannt.

Nein, man hat mal schlicht vergessen zu erwähnen, wofür die Studie sein sollte und ja, wer hat Interesse an dem Quatsch? Internetgemeinden könnten das Vorhaben ganz böse in die Zange nehmen. Realistisch ist solche Studie keines Falls.

Liebe Grüsse

12.10.2010 18:05 • #3


Hallo anna10,
ich weiß nicht, womit ich und meine Mitarbeiter es verdient haben, derart mit Hohn und Spott überzogen zu werden. Da fallen Wörter wie Quatsch, lächerlich, Nutzlosigkeit solcher Studien etc. Woher weißt Du das alles und woher nimmst Du v.a. diese absolute Sicherheit für Dein Urteil? Wieso nicht einfach mal freundlich nachfragen, statt gleich herzuziehen? Vielleicht bin ich ja nicht so doof und die Studie nicht so naiv wie Du glaubst. Kritik finde ich absolut in Ordnung, der Fragebogen ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber diese Breitseite ist unfair. Gerne diskutiere ich hier im Forum, auch mit Dir anna10, aber ich bitte um einen respektvollen Umgang.

Herzlichen Gruß, Steffen

12.10.2010 18:24 • #4


@s_moritz,
du schreibst in einem Angstforum? Weißt du das? Aber gut, du hast zwischen den Zeilen gelesen und bei der philosophischen Betrachtung von mind. 2 Seiten darf der TE hier nachfragen.

Sollte ein Mensch mit dieser Einstellung solche Studien machen? ztztzt An welcher Stelle war ich denn beleidigend? Mein Post galt @Yorki.

Den Rest darf sich jeder in einer Demokratie der freien Meinungswahl selbst denken.

Entschuldigung und liebe Grüsse

PS: zieh dir die Jacke wieder aus, steht dir nicht

12.10.2010 18:34 • #5


Hallo anna10,
"Mein Post galt @Yorki."

Das sehe ich ein wenig anders, er war sicher an Yorki *adressiert* aber galt selbstverständlich unserer Studie und sehr persönlich den Urhebern.

"Sollte ein Mensch mit dieser Einstellung solche Studien machen?"

Was ist denn meine Einstellung, was ist das Unrecht, was ich hier begehe?

"Den Rest darf sich jeder in einer Demokratie der freien Meinungswahl selbst denken."

Das darfst Du, ich wollte ja auch nur diskutieren, aber das war's dann für mich auch.

"PS: zieh dir die Jacke wieder aus, steht dir nicht"

Was ist damit gemeint?

Herzlichen Gruß, Steffen

12.10.2010 19:09 • #6


Oh: Jacken, die einem nicht passen, sollte man nicht anziehen
und
...eine Beweisführung wird verdächtig, wenn sie eine gewisse Länge überschreitet.

Das lasse ich jetzt mal nur so stehen-kann sich jeder seinen Teil denken.

12.10.2010 19:20 • #7


aha, damit ist dann natürlich alles klar over&out

12.10.2010 19:27 • #8


Mich stört an dieser online-Befragung eher, dass man höchst sensible persönliche Angaben, von denen viele normalerweise dem Arztgeheimnis unterliegen, auf einer ganz normalen, ungesicherten Internetleitung verschicken soll.

Wer das dann tut, ist jedenfalls schon mal gut-gläubig und vertrauensselig.

Kann das dann eine repräsentative Umfrage werden, die auch die kritischeren Gemüter erfasst?

12.10.2010 20:46 • #9


Hallo GastB,
Internetstudien haben wie auch andere Untersuchungen, z.B. klinische Studien, methodische Probleme und daher kann keine Untersuchung für sich in Anspruch nehmen, Wahrheiten oder Lehrbuchwissen zu schaffen. Internetstichproben sind hochselektiv - die Teilnehmer sind oft jünger, im Durchschnitt gebildeter und müssen natürlich über einen PC verfügen. Das schränkt die Repräsentativität ein, macht die Ergebnisse aber nicht unbrauchbar - sog. Replikationen (Wiederholungsstudien möglichst anderer Wissenschaftler sind nötig). Die Datensicherheit ist durch den Betreiber unipark gewährleistet, wir haben z.B. keine Einsicht in IT-Adressen. An persönlichen Daten, die die Identifikation ermöglichen, erheben wir v.a. Alter, Geschlecht und Schulbildung aber weder Namen noch Adresse- die Angabe der email-Adresse am Ende (wg. Informierung über die Ergebnisse) ist optional, führt also nicht zum Ausschluss.
Wg. Arztgeheimnis. Ich bin Angehöriger einer medizinischen Einrichtung und unterliege natürlich der Schweigepflicht, d.h. z.B. die email Adressen werden selbstverständlich nicht weitergegeben, auch nicht intern. Aber: es kann sich natürlich jeder einen Titel anpappen und behaupten, eine seriöse psychologische Studie zu machen und ganz andere Ziele verfolgen. Insofern gebe ich Dir recht, dass ein wenig Gutgläubigkeit vielleicht wirklich dazu gehört...
Herzlichen Gruß, Steffen

12.10.2010 21:37 • #10


Hallo Prof. Steffen ,
Zitat:
Aber: es kann sich natürlich jeder einen Titel anpappen und behaupten, eine seriöse psychologische Studie zu machen und ganz andere Ziele verfolgen. Insofern gebe ich Dir recht, dass ein wenig Gutgläubigkeit vielleicht wirklich dazu gehört...
so war das nicht gemeint. Man sieht ja schließlich an der Website ziemlich klar, dass das okay ist.

Ich meinte die allgemeine Unsicherheit = Lesbarkeit und Hackbarkeit von Internetleitungen.

Deswegen werden ja in Deutschland meines Wissens alle Patientendaten, z.B. auch CT-Bilder usw., die eigentlich digital vorliegen und übers normale Internet versendet werden könnten, trotzdem nicht übers normale Internet versendet, sondern nur über spezielle interne Netzwerke bzw. über besonders gesicherte Leitungen. Z.B. hier:
http://www.krebsregister.nrw.de/index.php?id=6
Zitat:
Die Übermittlung der Patientendaten vom Krankenhaus oder der Arztpraxis erfolgt ausschließlich über besonders gesicherte Datenleitungen. So sind die Patientendaten bestmöglich vor Missbrauch geschützt.

Bzw. hier viele andere:
http://www.google.de/search?hl=de&clien ... =&gs_rfai=

Dabei geht es, nach meinem Verständnis, also nicht um die spätere diskrete oder indiskrete Behandlung der Daten durch den (korrekten) Empfänger, sondern um die per se immer unsichere Übermittlung auf dem einfachen Internet-Weg, bevor sie überhaupt beim korrekten Empfänger ankommen.

Ich wünsche euch trotzdem viel Erfolg mit der Umfrage. Zwischen Angst und Gutgläubigkeit (Blauäugigkeit? Und die Übermittlung der Daten ist ja freiwillig.

Herzlichen Gruß,
GastB

12.10.2010 22:41 • #11


Hallo GastB,
danke nochmal, dass Du diesen wichtigen Punkt angesprochen hast. Wir führen u.a. auch Therapiestudien durch mit Selbsthilfemanualen für jene sehr große Gruppe von Betroffenen, die zwar Leidensdruck hat aber keine Bereitschaft einen Psychiater oder Psychologen aufzusuchen aus Scham, Ängsten, Misstrauen etc. Für diese Studien, die ebenfalls über unipark liefern, haben wir nicht die Ethikkommission angerufen sondern auch den Hamburger Datenbeauftragten (Datenschutz), die das - um mal wieder auf's Thema zu kommen - absegnen mussten.

Herzlichen Gruß & schönen Morgen, Steffen

13.10.2010 07:09 • #12


Hallo zusammen!

Für mich war es kein Test, es war ein Fragebogen, den ich gerne ausgefüllt habe, ohne Angabe persönlicher Daten.
Ich halte die Fragestellung für durchaus berechtigt, gerade hier im Angst-Forum.
Den Gläubigen gibt Religion Hoffnung, macht sie stark, überlegen, macht sie zu vollwertigen Mitgliedern einer patriarchalischen Gesellschaft, hilft bei der Bewältigung von Ängsten, wie man jetzt wieder bei den chilenischen Bergleuten sieht.
Ungläubige werden ausgegrenzt, und leben ohne Hoffnung auf ein besseres Leben. Das macht sehr einsam, schafft neue Ängste. Das wiederum macht verständlich, aus welcher Motivation heraus Religionen entstanden sind. Doch leider nützt diese Erkenntnis wenig bei der Bewältigung der eigenen Probleme.
Die Auswertung des Fragebogens ergibt sicherlich neue Erkenntnisse, die vielleicht einmal bei der Bewältigung von Angst helfen können.

LG struwe

13.10.2010 08:56 • #13


hallo,
also Ungläubige werden ausgegrenzt??? Also ich weiß nicht genau, über welche Welt hier eigentlich gesprochen wird. Zu meinem Umgangskreis gehören allerdings auch keine Gläubigen irgendeiner Art. (ähm, ausser meine Mutter-aber die glaubt evangelisch sehr modern )
Gläubigen gibt Religion keine Hoffnung, sondern Gewissheit. Wehe, das Weltliche versagt, dann gibt es eins auf die Mütze und schon ist ein Religionenkrieg geboren.

Religionen jeder Art wurden und werden nicht aus der Hoffnung auf ein besseres Leben gemacht, sie wurden seit je her als Mittel der Macht verwendet, die einen auch noch über das Leben hinaus in den Tod bestrafen sollen. So werden Menschen beherrscht, die ansonsten keinem was zu leide tun würden. Das ähnelt dem kindlichen Eindruck von dem liebsten Kuscheltier, das keiner anfassen darf, das Kind immer bei sich haben muß, daß Kind tröstet oder daß das Kind bei Wut gängelt, aber wehe jemand versucht es fort zu nehmen...dann kommt der Kuscheltierkampf.

hallo moritz,
wäre schön gewesen, wenn der Hinweis auf den 'hamburger Datenschutzbeauftragten' gleich gekommen wäre, denn nicht alle regionalen Datenschutzgesetze in Hamburg gelten in den anderen Bundesländern und Entschuldigung nochmal, aber die Zustimmung der Ethikkommission habe ich auch nicht voraus gesetzt.
Feilt mal noch ein wenig an dem Äusseren euerer Online-Befragung. Denn es gibt freie Studien, die kann jeder machen und kann sich dabei selbst finanzieren und es gibt Studien, die dürfen nur mit besonderer Genehmigung erfolgen und einer Finanzierung über den Haushalt oder einer Stiftung u.ä. Der kritische deutsche Bürger würde gerne immer und überall mehr Aufklärung haben wollen.

...

Liebe Grüsse

13.10.2010 17:59 • #14


Ich habe einen Beitrag hier editiert und die darauf folgenden gelöscht, da sie somit keinen "Sinn" mehr machten.

Künftig bitte ich alle hier, sich sachlich auseinanderzusetzen ohne persönlich zu werden!

Danke!

Petra

13.10.2010 22:38 • #15



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