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Hi, ich bin seit heute hier neues Mitglied und ich hoffe das mir jemand helfen kann oder mir Tipps geben kann, mit meiner Phobie umgehen zu können. Ich bin mir nicht sicher , ob die Dismorphophobie auf mich zutrifft aber vieles spricht leider dafür . Mein ganzes Leben dreht sich nur um mein Aussehen und ich finde mich auf fast allen Fotos pottenhäslich und im Spiegel springen mir meine Makel durchgehend ins Gesicht . Wenn ich Geld hätte , wüsste ich sofort was ich alles operieren lasse . Mittlerweile habe ich mir vorerst permanent Make-up an den Lippen durchführen lassen, um somit wenigstens etwas von meinen hässlichen Lippen ablenken zu lassen. Die Brauen sind auch gemacht. Meine Nasenflügel werden am Tag oft zusammen gedrückt , damit diese in der Hoffnung kleiner werden. Um mein fettes Gesicht schmaler zu bekommen hilft nur totales abmagern oder ein Kieferbruch, damit die Wangenknochen einfallen. Ich wünschte oft Magersucht zu haben um wenigstens schlank zu sein . Meine Beine würde ich mir brechen lassen, um am Ende größer zu sein . Ich Kotze das Essen aus , um mich danach leichter zu fühlen .Ich beneide all die, die schön sind .
Mein Freund wird mich sicher bald wegen einer schönen und jüngeren Frau betrügen. Der letzte verließ mich wegen meiner Depressionen und der jetzige weiß davon nichts.Ich weiß das all das völlig verrückt ist aber ich möchte so viel an mir ändern und bin einfach zu schwach dafür . Oft träume ich davon neu geboren zu werden und schön zu sein, so wie ich es mir vorstelle .
Doch mein ganzes Leben kann sich doch nicht nur danach drehen ... Ich bekomme oft Komplimente das ich hübsch bin etc. aber das regt mich dann nur auf , denn richtig schauen sie nicht hin . Es gibt Tage da bin ich zufrieden (selten)oder ich denke das ich mich dann einfach anders sehe aber ein Blick der zu lange in den Spiegel blickt, verwandelt sich in ein pottenhässlichen Gesicht. Wenn ich Frauen sehe, dann beneide ich deren vollkommenem Gesicht und würde sofort tauschen .
Hat jemand eine ähnliche Störung?
Liebe Grüße

24.04.2017 18:17 • 09.05.2017 #1


21 Antworten ↓


Icefalki
Dann mal willkommen bei uns.

Ich muss mich immer ein bisschen zusammenreissen um empathisch zu schreiben, wenn ich von der Hässlichkeitsangst lese, und der Auswahl der gedachten Methoden, nicht mehr hässlich zu sein. Aber krank ist nunmal krank.

Machst du eine Therapie für deine Störung?

24.04.2017 18:31 • #2



Auf allen Fotos sehr ich hässlich aus - Dysmorphophobie

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Hallo Icefalki,

danke für deine Begrüßung.
Ich habe schon mal eine Therapie angefangen wegen meiner Essbrech Sucht aber nicht wegen dieser Sache.
Ich wusste erst garnicht das es dafür eine Phobie gibt. Liebe Grüße

24.04.2017 22:53 • #3


Icefalki
Ich würde mir Hilfe holen. Ist ein Mist, wenn man durch seine Störung so leiden muss. Koöfmässig weiss man ja, dass das nicht ok ist. Gegen die Gefühle kommt man nicht an. Noch nicht. Da braucht es Führung, Verständis für sich selbst, sich selbst lieben zu können.

Ist kein leichter Weg, aber wie soll man sonst aus dem Schlamassel rauskommen?

24.04.2017 23:20 • #4


Ja da hast du recht , ich muss das auch mal alles zu Ende bringen und an die Gesundheit denken. Erst geht es mal und dann wieder nicht , genau wie mit der Essstörung. Ich wünschte, es gebe wirklich noch ein zweites Leben .

03.05.2017 10:40 • #5


kopfloseshuhn
Tja.
Vielleicht gibt es eine Art Wiedergeburt, vielleicht nicht.
Weil wir uns nicht darauf verlassen können, müssen wir das beste aus diesem hier machen.

Es ist schrecklich wie du dich fertigmachst! Das tut echt weh das zu lesen.

Ich stimme icefalki zu und sage: mach eine Therapie. Dringend. Und sprich dort diese Probleme an.
Schätze, die Esstörung ist so nur sekundär und der Grund dafür dein Selbstbild.

Letztendlich müssen wirmit dem leben, was wir bekommen haben. Andere Menschen sagen dir, du bist hübsch. Als kann es "so schlimm" ja nicht wirklich sein. Nur du siehst es so/empfindest es so.

Und selbst wenn. Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters.
Ich bin mir sicher, dass du lernen kannst, auch deine eigene Schönheit zu entdecken und zu sehen und dich so zu akzeptieren, wie du nunmal bist.
Warte dafür nicht auf ein weiteres Leben. Nutze DIESES. Alles andere wäre Verschwendung.

Es grüßt dich herzlich
kopfloseshuhn

03.05.2017 11:39 • x 1 #6


Brandungsburg
Zitat:
Ich wünschte oft Magersucht zu haben um wenigstens schlank zu sein


Bei so 'nem Satz könnte ich ausrasten! Wie kann man bloß so eine Denkweise haben?

03.05.2017 13:48 • #7


Heute ist wieder einer dieser furchtbaren Tage. Es zieht mich wieder ins Loch und ich sehe plötzlich wieder diesen hässlichen Menschen, obwohl ich weiß das dies alles viel zu übertrieben ist aber warum sehe ich mich so und warum dreht sich alles nur darum in meinem Leben . Was ist in allerwelt bloß in meiner Kindheit so schief gelaufen . Damit vergraule ich jeden Freund , obwohl ich immer versuche mich zusammenzureißen und das alles unbemerkt zu lassen. Zuletzt sollte ich für ein paar Wochen in eine Klinik gehen , weil das wohl eher eine tiefgründigere Sache ist. Doch ich habe endlich meinen unbefristeten Vertrag bekommen und keiner soll wissen was los ist .
Ich kann doch nicht meinem Chef sagen, dass ich einen Dachschaden habe .
Wenn ich dann meine Arbeit verliere wird es ganz schlimm für mich .

Es tut mir leid Brandungsburg das ich diesen Satz gesagt habe , er ist wirklich dumm.

Danke Kopfloseshuhn für deine Worte . Ich wünschte ich könnte mich so lieben wie ich bin .

08.05.2017 19:00 • #8


"Es tut mir leid Brandungsburg das ich diesen Satz gesagt habe , er ist wirklich dumm."

Warum entschuldigst du dich?

Ich kann dich sehr gut verstehen.

Ist in deiner Kindheit was gewesen...daß du auf dein aussehen reduziert wurdest?

Demütigung vom Vater oder so was in der Art?

Ich wollte in meiner Jugend auch magersüchtig sein..um dünn zu sein..

Mein Vater nörgelte immer an mir herum...und er lehnte mich ab...ich wollte aber so dringend geliebt werden...dazu musste ich mit meiner kindlichen unreifen Denkweise offensichtlich schön und schlank sein.

Ich gab mir die Schuld an seinem miesen Verhalten.


Ich kann alles was du schreibst verstehen und nachvollziehen.

Knochenbrechen ist allerdings etwas arg. Mach bitte dringend eine Therapie,bevor du in den selbstzerstörungsstrudel gerätst.

Lg!

08.05.2017 19:11 • #9


Icefalki
Natürlich kannst du lernen, dich zu lieben. Ist natürlich nicht von heute auf morgen machbar.

Schaden würde es auch nicht, dir zu überlegen, woher dein Selbsthass kommt. Und auch zu überlegen, ob es nicht einfacher ist, diesen Selbsthass aufrecht zu erhalten, als am Selbstwertgefühl zu arbeiten. Versteh das jetzt nicht falsch. Sind nur Überlegungen, ganz neutral, ohne Wertung.

Und letztendlich ist deine Sicht nur auf die Oberfläche bezogen. Tiefer traust du dich nicht rein. Schönes Aussehen, schöner Mensch, alles gut.

Oder kann man sich dahinter verstecken? Wenn nur das äußere stimmt, dann stimmt das Innere auch?

Schau, man darf sich ruhig solche Frage stellen. Evtl. Führt das dann zur wirklichen Problematik.

08.05.2017 19:36 • x 1 #10


Ich weiß nicht , ich wurde als dick bezeichnet und sollte immer Kniebeugen machen . Mein Bruder wollte das immer .
Meine Mutter hat immer das Essen ausgebrochen und meine große Schwester schnitt sich neben mir die Pulsader auf .
Es gab gewalttätige Übergriffe meines Vaters auf meine Mutter und solche Themen waren oft Gesprächsthema.
Mein Vater hat sich aber nie um mich gekümmert . Ansonsten wurde ein gepflegtes Äußeres sehr groß geschrieben.

Lechatnoir das ist alles auch sehr traurig das zu hören was in deiner Familie vorgefallen ist .

08.05.2017 19:52 • #11


Zitat von Badabing:
Ich weiß nicht , ich wurde als dick bezeichnet und sollte immer Kniebeugen machen . Mein Bruder wollte das immer .
Meine Mutter hat immer das Essen ausgebrochen und meine große Schwester schnitt sich neben mir die Pulsader auf .
Es gab gewalttätige Übergriffe meines Vaters auf meine Mutter und solche Themen waren oft Gesprächsthema.
Mein Vater hat sich aber nie um mich gekümmert . Ansonsten wurde ein gepflegtes Äußeres sehr groß geschrieben.

Lechatnoir das ist alles auch sehr traurig das zu hören was in deiner Familie vorgefallen ist .


Ufff! Heftig! Das geht ja auf keine Kuhhaut sowas. Kein Wunder geht es dir nicht gut Anbetracht dessen rate ich dir auch dringend zu einer Therapie. Da ist einiges im Argen.

08.05.2017 19:59 • #12


Icefalki
Und du fragst dich dann noch, woher deine Problematik kommt. Hast gelernt, dass man innere schei. mit dem äußeren Schein zudecken kann, jetzt auf deine Familie bezogen.

Was dein Fehler ist, du glaubst den Mist immer noch. Lebst das noch. Wird Zeit, dass du beginnst, eigene Gedanken zu haben. Und nicht mehr vorgelebten Mist weiterführen. Ich weiss, ist nicht einfach. Aber es geht. Merkst doch selbst, wie du leiden tust.

08.05.2017 20:01 • x 1 #13


Glaub mir, Ich wünsche mir so sehr normal zu sein. Es ist so schwer und ich bin ein Wrack. Ich lebe mehr Schein als sein , doch es holt mich immer wieder ein . Gefangen sein in negativen Gedanken , in einen Körper den man austauschen möchte aber ich weiß das dies alles nicht geht .
Wenn ich diesen therapeutischen Schritt gehe, dauert das lange das weiß ich . Dann wäre meine Arbeit weg , meine Wohnung und sicherlich mein Freund auch . Früher oder später soviel ist sicher .
Dann habe ich nichts mehr .
Davor habe ich auch so Angst.
Ich hoffe das ich mich mal so lieben werde für einen Augenblick,dass ich diesen Schritt gehe, der Gesundheit zuliebe .

Vielen Dank euch allen für die aufbauenden Worte !

08.05.2017 20:12 • #14


kopfloseshuhn
Hey wenn du einen unbefristeten vertrag hast ist doch super! Glückwunsch.

So aber zum Ernst: Der Chef muss doch gar nicht wissen, was los ist. Du musst dann halt in eine Reha oder so. Musst doch nicht sagen, was los ist. Das geht den Chef mal so gar nichts an.
Nicht umsonst stehen auf einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung keine Diagnosen. den geht nicht mal nen Schnupfen was an.
Wenn gefragt wird: ist privat, möchtest nicht fdrüber sprechen. Fertig.

Mach das ruhig mal. Mensch bei deiner Vergangenheit ist es wirklich kein Wunder. Das tut mir sehr sehr leid was du da durchmachen musstest!
Fühl dich gedrückt.

08.05.2017 20:23 • x 1 #15


Icefalki
Weisst du, man kann sehr lange mit seiner Problematik Leben. Wobei, Leben ist anders.
Doch irgendwann kommt der Punkt, wo's gar nicht mehr geht. Dann bleibt einem nix anderes mehr übrig.

In der Regel will man ja keinen an der Klatsche haben. War jedenfalls mein Problem. Bloss, nützt nix, haste eh.
Kannst doch auch mal anfangen, ambulant eine Therapie zu starten. Als nächstes dauert es eine Zeit, überhaupt einen Platz zu bekommen. Und wenn der Therapeut nicht passt, dauert es wieder länger. Zwischenzeitlich lebst du weiterhin dein schreckliches Leben, das du kennengelernt hast.

Kannst nicht lernen, zwischen gestern und heute zu unterscheiden, nicht loslassen, dir Strategien anzueignen, und und und...

Du hast keine Schuld, bist nicht hässlich, bist nur in einer unmöglichen Familie aufgewachsen. Leider, aber unsere Macken kommen nicht von ungefähr. In der Therapie lernen wir denken. Andere Sichtweisen, Verständnis für uns selbst.
Alleine geht das nicht weg.

Oder, du glaubst mir jetzt einfach, dass alles ein riessen Irrtum ist, und über Nacht erkennst du deine wahre Schönheit und dich selbst. Wäre doch so einfach, wenn ich dir das sage.

08.05.2017 21:33 • x 3 #16


So kann und darf es auch nicht weiter gehen. Ich haben zwischenzeitlich schon Gedanken die nicht sein dürfen und die ganz schnell aus dem Kopf verschwinden müssen.
Ich werde mich nochmal umhören und schauen wer mir helfen könnte und mit dem ich zurecht kommen würde. Beim ambulanten Dienst war ich schon aber leider war es nicht die geeignete Therapeutin . Das wird ein langer Weg aber wie ihr alle sagt , ohne den wird es nicht gehen und ich wünsche mir doch endlich ein normales Leben wie viele andere.

Danke für eure Aufforderungen.

09.05.2017 08:57 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

@bababing du musst ja nicht gleich in eine Klinik. Kannst ja auch ambulant Therapie machen erstmal und schauen ob das ausreicht.

09.05.2017 08:58 • x 1 #18


Ja..wirklich kein Wunder, daß Du Probleme hast.

Das mit der Gewalt auf die Mutter gab es bei uns auch....er schlug sie richtig blutig.

Das sind Traumen, bei denen als Kind extreme Existenzängste auftreten. Früher..die Höhlenmenschen auf der Flucht...nur die starken und "guten" wurden mitgenommen..sowas steckt in uns drin. Wenn der Vater nun "gutaussehen" als Stärke gesehen hat..bzw andere bevorzugt wurden, aus welchem Grund auch immer, dann hat man das Fürchten gelernt. " ich bin nicht gut/ schön /schlank genug".....und werde von daher zurückgelassen und muss alleine bleiben. Als Kind bezieht man nunmal leider alles auf sich.

Du hast keine Schuld, an dem kranken Verhalten deines Vaters !

Das hat sich so festgefressen...dieses Denken, bis auf die Knochen, das bekommt man schwer wieder raus, es braucht lange Zeit, aber es geht.

Bei mir war / ist es immer das Körpergewicht,. Für meinen Vater nur gut genug, wenn schlank und fröhlich und gut drauf, kokettierende junge Frau Ausstrahlung....aber woher nehmen, wenn nicht stehlen..bei solch einem kranken Gewaltumfeld da vergeht einem das Lachen eher.

Etwas was ich gelernt habe...Gefühle jeglicher Art werden auf den Körper projiziert. Sich "nicht gut fühlen" ist gleichgesetzt, mit "sich häßlich fühlen "

Du musst lernen, daß du nicht häßlich bist, wenn du dich schlecht fühlst. Schlecht fühlen = ängstlich sein, unsicher sein, ....usw


und wie andere schon sagten, eine ambulante Therapie tut es ja auch .

" wie du dich mir gegenüber verhältst, sagt mehr über dich aus, als über mich...!" ( Sprich, nicht alles Verhalten anderer auf sich selbst beziehen........)

09.05.2017 10:23 • x 1 #19


Wir haben selber viel prügel bekommen von der Mutter . Ich bin auch schon tagelang abgehauen und mit 17 ausgezogen. Mein früheriger Freund hat mich immer geschlagen und eingesperrt .
Ich habe mich immer allein gefühlt und mich ins Schlafzimmer barrikardiert und mit dem Kopf vor die Wand , bis ich dann irgendwann endlich mal fliehen konnte und meinen ganzen Mut zusammen genommen habe. Er sagte immer egal wie oft ich mich waschen würde , es nichts an meinem Aussehen ändern würde . Da gab es Zeiten wo ich ständig mein Gesicht gewaschen habe , in der Hoffnung danach anders auszusehen .
Er trägt auch einen großen Teil bei, dass ich so bin , wie ich jetzt bin .
Was meine Mutter angeht, sie hatte eine sehr schwere Kindheit mit viel Leid und Erniedrigung.

Bist du denn jetzt wieder geheilt Lechatnoir?
Das wird hier doch alles streng vertraulich behandelt oder ?
Liebe Grüße

09.05.2017 10:43 • #20



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