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10

K

Kad
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Hallo Zusammen,

ich muss leider immer ca. 45 Km Autobahn fahren um zur Arbeit zu kommen. Ich war immer froh, dass die Autobahn, die ich fahre ohne Staus, Baustellen etc. war. Nun ist dort eine Baustelle von ca. 7 KM. Und nun habe ich wahnsinige Angst im Stau zu stehen, ich hatte meine Ängste eigentlich in letzter Zeit gut in Griff, aber ich weiß nicht, wie es sein wird, wenn ich im Stau stehe. Zumal da dann auch ein Kollege von mir dabei wäre, da kann man natürlich nicht ausrasten. Ich komme trotz abgeschloßener Therapie einfach nicht mit Situationen klar, in denen ich mich eingesperrt fühle. Ich habe jetzt schon richtig Angst davor morgen loszufahren. Klar, muss nicht immer Stau sein, aber die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch. Am liebsten würde ich über Land fahren, aber was soll ich meine Kollegen dann erzählen. Ich weiß auch nicht, wie ich mich im Stau verhalten soll.

lg

Kad

16.10.2018 #1


28 Antworten ↓
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Triste78
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Es ist wohl ein Geselschaftliches Problem.

Wir wollen immer mehr unseren Alltag kontollieren und viele (Ich auch) bekommen dann zb. im Stau die Kriese, weil man dort nur der Situation ausgeliefert ist.

Ich hatte mit 20 eine Panikattacke auf der Autobahn als Beifahrer.Wir waren in Dortmund Pizza essen und auf dem Rückweg gabelte sich die .Die Linke Spur wurde auf die Gegenfahrbahn geleitet.

Nach 500m ging nichts mehr.Ich musste zudem tierisch pulllern.Dort kamen die erste Panik auf,Ich schaute nach links und rechts.Ich überlegte schon, rüber zum Rand zu laufen, um mich dort zu erleichtern.Aber der Scham siegte.Nach 10 min wahr alles vorbei, die mir aber wie Stunden vorkamen.

Dumm an einer Panikatacke ist ja, daß man nicht logisch denken kann.Heute würde ich aussteigen und neben das Auto pullern.

Ich hatte dann noch 2 weitere Panikatacken.Einmal auf einer Brücke in Düsseldorf im Stau.Ich hatte sorge, daß mein Auto liegen bleibt.Dort sind keine Buchten gewesen und der Bordstein ist dort doppelt so hoch gewesen.

Das hat mir den Rest gegeben.Ich fahre noch Auto, aber nur noch Stadt.
Das hat mir mein gesamtes Selbstvertrauen weggesaugt.

Das ist jetzt schon 20 Jahre her.Was das an Lebensqualität gekostet hat stirnrunzeln

Ähnlich geht es mir auch an Supermarkt Kassen, oder generell langen Schlangen.

Da ich ja selbst belastet bin, fällt mir natürlich solches Verhalten bei anderen eher auf.

Viele drehen schon bei einer kleinen Baustelle im innerstädtischen Bereich, oder rufen schon nach einer 2. Kassenöffnung, auch wenn nur 5 Leute an der Kasse stehen.


Ich habe eine Mieterin im Haus gehabt und beobachte viele junge Frauen, die einen Kontrollzwang haben.

Öfteres kontrollieren der Autotüren durch drücken des Buzzers in Kombination mit Türklinken gegenchecken.

Oder bis zu 30 Mal auf und zu schließen der Wohnungstür.


Schlimme Zeit.Ob es an den ganzen Radiowellen und Funkübertragungen liegt?

Es wäre interessant zu wissen, ob in ländlichen Gegenden, wie zb. in Neuseeland, wo es kaum I-Net gibt, solche Probleme bekannt sind.

15.10.2018 09:23 • #28


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A


Angst vor Staus

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Icefalki

Icefalki
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Zitat von Jante:
Aber meine gespaltene Psyche diktiert mir, ob ich mit dem Auto wohin fahre oder besser nicht. Ich will mit dem Auto wohin, aber das geht leider kaum, weil bei mir vorab schon der Supergau im Kopf abläuft.

Also fahre ich nur noch im kleinen Umkreis hin und her. Aber nur mit der Möglichkeit, mich jederzeit der Straßenverkehr zu entziehen. Ranfahren und meinetwegen in den nächsten Grünstreifen flüchten. Alleine mit dem Auto wohin möglichst gar nicht. Mit Begleitung gschaffe ich das gerade noch so. Schlimm! Mich nervt das!


Klar nervt das. Alles was man möchte und nicht kann , nervt. Nur nützt es einem nichts. Wer an einer Erkrankung leidet, wird notgedrungen weniger Freiraum zur Verfügung haben, als Gesunde. Angsterkrankungen gehören da eben auch dazu. Man ist schon eingeschränkt. Alles was man tun kann ist soweit an sich zu arbeiten, dass ein einigermassen vernünftiges Leben wieder stattfinden kann. Das ist harte Arbeit und macht keinen Spass.

Ich kann zum Beispiel mit meiner Autobahnphobie gut umgehen, weil ich Autobahnfahren nicht brauche. Mir kann keiner erzählen, dass ich mit meiner Angst dort ein souveräner Verkehrsteilnehmer bin, der dann andere nicht gefährden könnte. Nee, soviel Grips im Kopf hab ich nun doch noch.

Mir hat es eh sehr viel geholfen, dass ich dazu stehen kann, einen an der Waffel zu haben. Mir zwischenzeitlich egal, was andere denken. Dürfen alles denken, was sie wollen. Mach ich nämlich auch. Ich habe meine Grenzen und deshalb take it or leave ist.

30.09.2018 12:38 • #25


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U
Hi,

ich kenne das Gefühl. Aber mir hilft es, wenn einer dabei ist. Ich sage mir immer, wenn ich umkippe, kann der jenige Hilfe rufen und ein Krankenwagen kommt auf dem Standstreifen immer durch, zur Not fahren die von der anderen Seite ran. Du bist also nicht eingesperrt. Klar, du kannst mit dem Auto nicht "flüchten", aber es wird dir in der Situation nichts passieren. Und selbst wenn - deine Kollegin wird dir helfen. Du bist ja nicht alleine da. Und man muss sie ja nicht ansprechen zum Beispiel wie "oh gott, ich glaube ich werde gleich verrückt, ich halte das nicht aus..." So denke ich auch immer, wie die dann wohl von mir denken müssen. Ich denke mir dann, dass ich halt einfach nur, weil ich ja Angst vor den Symptomen habe (umkippen, Durchfall im Stau etc.), einfach nur die Symptome im Ernstfall schildere. Und wenn du zum Beispiel bei einer Panikattacke merkst, dass dir schwindelig ist, du dich gerne äußern möchtest weil es dir dann besser geht, dann sagst du einfach zu ihr, "oh, irgendwie ist mein Kreislauf heute aber auch nicht so super merke ich gerade..." Dann kommst du mit ihr etwas ins Gespräch und sie wird dich auch nicht für bekloppt halten, weil jedem mal der Kreislauf absacken kann. Du musst ja wie erwähnt nicht gleich sagen dass du eine Panikattacke bekommst und Angststörungen hast, sondern wenn dir schwindelig wirst, äußerst du dich in obiger Weise, oft hilft es nämlich schon, wenn man dann wen zum reden hat...

#2


K
Hi User,

danke für deine Nachricht. Ich weiß ja, dass man sich seinen Ängsten stellen muss, das versuche ich auch fast immer zu tun, so dass ich z. B. Autobahn fahre. Es ist nur so unangenehm, wenn dort jemand ist, der nicht Bescheid weiß. Bist jetzt konnte ich den Stau immer umgehen. Meistens sind wir abgefahren. Das gute ist, wenn ich fahre, dann kann ich auch bestimmen wie wir fahren. Ich bin dann immer über Land gefahren. Ich hoffe aber dass sich der Verkehr einpendelt, sobald die Baustelle richtig fertig ist. Im Moment ist die noch im Aufbau. Ich weiß, dass ich wieder rauskommen werde, ich finde es auch nicht so schlimm, wenn man rollt, schlimmer finde ich totalen Still-Stand, wenn gar nichts mehr geht. Ich werde mir deine Tipps zu Herzen nehmen...

lg

Kad

#3


K
Manchmal weiß ich echt nicht weiter, nun ist die Baustelle fertig eingericht, grausam sie geht bis Anfang November. Es sind zwar derzeit keine Staus mehr, aber dafür ist es ziemlich eng und es gibt keine Not-Haltebuchten, das heißt 6 Km durchfahren ohne anhalten zu können, das macht mir totale Beklemmungen. Morgen bin ich wieder dran mit Fahren und es graut mir schon. Ich weiß nicht wie ich mit dem Beklemmungen umgehen soll. Mein Therapeut meinte ich soll mich immer der Situation stellen und keine Notfall-Gedanken machen, aber das tue ich trotzdem, ich haße dieses Kopf-Kino....

lg

Kad

#4


S
hallo,
warum läßt du deinen kollegen nicht fahren ?
oder redest mit ihm ?
also ich finde es nicht schlimm anderen von meinen pas zuerzählen bisher hat jeder verständnis dafür
wenn du nicht sagen willst das du unter pa s leidest dann kannst du ihm doch sagen mir geht es gerade nicht gut und ihn fragen ob er weiter fährt
lg

#5


K
Hi Stef,

danke für deine Nachricht. Das wäre natürlich eine Lösung, aber irgendwie schäme ich mich nach wie vor für meine Ängste, ich erzähle zwar, dass ich unter Klaustrophobie leide, aber ich erzähle es nicht so detail genau. Das Problem wäre, wenn mein Kollege jetzt immer fahren würde, dann würde meine Angst wieder gewinnen und das will ich auch nicht, ich will ja nicht davor wegrennen, ich möchte nur irgendwie einen Weg finden mein Kopfkino auszustellen. Ich weiß ja selber das die Konfrontation der einzige Weg ist mit seinen Ängsten auf Dauer klar zu kommen, das habe ich in meiner Therapie gelernt.

Ich ärgere mich manchmal über mich selber, ich stelle mich der Situation schaffe es, aber die Angst nie ganz weg..

lg

Kad

#6


S
ich kann dich sehr gut verstehen und du hast recht es ist leider der einzige weg
auch wenn es hart ist aber seh es doch mal positiv du bist nicht alleine im auto
was soll dir denn passieren ? zur not kann immer noch dein kollege fahren wenn es garnicht geht einfach vor der baustelle schnell auf den parkplatz und tauschen
oder denk an was schönes
lg stef

#7


J
Hallo,

ich habe das Problem mit der Angst vor Staus auf der Autobahn schon seit vielen Jahren. Trotz Therapie habe ich es bisher auch noch nicht in den Griff bekommen.
Vielleicht kann ich inzwischen aber etwas besser damit umgehen.

Tritt es denn bei dir gar nicht auf, wenn ein Anderer fährt ?
Mir fällt es auch als Beifahrer nicht leicht längere Zeit im Stau zu stehen, dann kommt immer wieder Unruhe und Anspannung auf.

#8


K
Hi,

doch die Angst habe ich auch, wenn ich nur mitfahre und nicht selber fahre. So wie ich es bis jetzt erfahren habe, fahren sehr viele nicht gerne in Baustellen. Ich bete derzeit immer, dass kein Stau in der Baustelle ist, blöd ist auch, dass die Baustelle ganze 7 km lang ist, 3 km könnte ich ja irgendwie noch verkrapften, aber 7 km zieht echt an den Nerven, als ich gestern gefahren bin habe ich versucht mich irgendwie abzulenken und ich habe immer gesagt, ich kann anhalten und mein Kollege könnte weiterfahren. Dann müssen die anderen Autofahrer halt kurz anhalten, so ein Wechsel dauert ja keine 5 M. Ein Mensch ohne Ängsten kann ja auch mal schwindelig werden. Ich habe Migräne und hatte schon öfters einen Aura-Anfall mit Sehstörungen etc. Wenn ich so etwas in der Baustelle bekomme, müsste ich anhalten, da ich nicht mehr gut sehen kann. Diese Woche habe ich schonfrist aber nächste Woche muss ich wieder 3 mal fahren. Schade, dass man nicht einfach die Augen zu machen kann:-) Wie heißt es schließlich noch Augen zu und durch:-)

Trotz Angstherapie bleiben gewisse Ängste, aber ich schaffe es zu mindestens schon ca. 4 km alleine Autobahn zu fahren, wobei ich mich das auch jedes Mal eine Überwindung kostet.

Eigentlich weiß man selber das man sich immer und immer in die Situation begeben muss, leider dauert es nur manchmal sehr lange bis die Angst weggeht..

lg

Kad

#9


S
das ist doch schon mal ein kleiner erfolg super und aus 4 km werden immer mehr
immer eine ausfahrt weiter
bin mir sicher du schaffst das

#10


J
Hallo,

ich habe früher vor meiner Therapie immer sehr viel vermieden, in der Hoffnung, daß es irgendwann schon von selbst besser werden würde.

Durch die Therapie habe ich gelernt, daß man sich den schwierigen Situationen immer wieder stellen muß, auch wenn es schwerfällt.

Dadurch habe ich dann auch Erfolg gehabt.

Trotzdem kann es immer wieder zu Rückfällen kommen, besonders wenn sich neue Situationen ergeben, wie z.B. so eine Baustelle auf der Autobahn.

Ich versuche mich dann, wenn ich im Stau stehe irgendwie abzulenken, aber das ist nicht so einfach.

#11


K
Hi,

morgen muss ich wieder fahren und mir graut es jetzt schon davor. Ich freue mich schon auf Anfang August, da hat mein Kollege Urlaub und ich kann die Baustelle umfahren, das ist zwar auch nicht der richtige Weg aber ganz alleine dadurch traue ich mir noch nicht. Ich habe immer Angst vor einer Aura und dann stehe ich da und komme nicht weg. Am schlimmsten ist diese gerade lange aus Strecke. Ich finde die Hinfahrt auch irgendwie schlimmer als die Rückfahrt.

Wenn man ungefähr die Hälfte erreicht hat, dann denkt man sich immer hört das gar nicht mehr auf. Ich spüre dann auch immer mein Herzschlag bis zum Hals. Meine Freundin meinte sie findet Baustelle sogar entspannend, weil man in aller Ruhe hinter einem Auto herfahren kann, streng genommen hat sie ja recht. Es geht ja nur geradeaus und es passiert ja auch nichts, es sind ja auch nur ca 5 Min, man könnte jetzt ja sagen, was sind 5 min. Ich lag 20 Minuten im MRT und das war noch enger. Aber leider können, wenn man Angst hat 5 Minuten zur Hölle werden, ablenken ist nicht immer so einfach.

Ich versuche jetzt bis morgen einen Gedankenstoppe einzulenken.

lg

Kad

#12


S
du schaffst das schon
denk an was schönes

#13


K
So,

Angst hat mal wieder verloren bin gefahren, hatte mich gestern so gestreß, dass ich einen Tinnitus bekommen habe, den habe ich im Moment viel, immer wenn ich unter Streß stehe.
Daran merkt man, dass es einem wirklich nicht gut tut, soviel zu grübbeln.

Ich warte auf den Tag, wo ich ohne Herzraßen durch die Baustelle fahren kann, morgen habe ich zum Glück schonzeit:-)

liebe Grüße

Kad

#14


S
supi genau so mußt du es machen
zeig der angst das sie nicht gewinnt
immer wieder stellen und die bs durchfahren
du schaffst das!!

#15


Flousen
Hallo Ihr Lieben.
Ich bin gestern nach Celle ins Schwimmbad und das ist gute 65 Km entfernt. Anfangs ging es mir recht gut und kaum auf der Autobahn ging es den Berg runter. Stockender Verkehr und Mega Angst gehabt im Stau stehen zu müssen. Zwischenzeitlich ein Panik Anflug bekommen was sich legte da wir schleppend voran kamen. (Angst erklärt sich weil ich nicht schnell genug weg komme wenn ich eine Attacke habe) was ich quasi ja nicht müsste aber das sind die Gedanken!
Angekommen konnte ich erst schlecht abschalten aber dann ging es und wir hatten viel Spaß!
Auf dem Rückweg habe ich gesehen das es noch 65 Km nach hause sind und dann ging wieder das selbe kurz los.. Unwohlsein und Unsicherheitsgefühl man hat den Drang schnell nach hause zu müssen...

Sind dann noch zum Mongolen lecker essen gegangen und jetzt liege ich im Bett..
Ich bin ehrlich ich verstehe nicht wieso der Körper einem das Leben so schwer machen kann.

Wer kennt es und wie habt ihr das gemeistert?

Ich muss dazu sagen ich fahre selten weiter weg vielleicht macht es die Gewohnheit.

#16


funkel36
hallo flousen, erstmal Glückwunsch, das du durchgehalten hast, ich kenn es nur zu gut. ich musste mir das autofahren stück für stück zurück arbeiten. wie oft wollte ich aus der Situation raus, es gab nichts schlimmeres für mich in die Stadt oder Auto mit stau. das schlimmste überhaupt. man konnte nicht mehr aus der Situation weg. ich wusste, ich muss da bleiben, sonst wird es nie besser. ich hab meisten mein Radio auf volle lautstäre gemacht kichern und wie ne bekloppte mitgesungen, die anderen Autofahrer haben mich jedesmal angeschaut, als hätte ich nen Dachschaden. mir war es egal, ich blieb dort mit meiner angst und hielt durch. von mal zu mal wurd es besser, immer eine wasser mit dabei. ich war zwar total verkrampft und am ende fix und foxi aber stolz wie oskar. Daumen hoch viel schlimmer ist für mich bus fahren, weil ich da nicht selbst entscheiden kann, wie weit ich fahre, um mal auszusteigen und luft zu schnappen

gruss funkel.

x 1 #17

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Flousen
Zitat von funkel36:
hallo flousen, erstmal Glückwunsch, das du durchgehalten hast, ich kenn es nur zu gut. ich musste mir das autofahren stück für stück zurück arbeiten. wie oft wollte ich aus der Situation raus, es gab nichts schlimmeres für mich in die Stadt oder Auto mit stau. das schlimmste überhaupt. man konnte nicht mehr aus der Situation weg. ich wusste, ich muss da bleiben, sonst wird es nie besser. ich hab meisten mein Radio auf volle lautstäre gemacht kichern und wie ne bekloppte mitgesungen, die anderen Autofahrer haben mich jedesmal angeschaut, als hätte ich nen Dachschaden. mir war es egal, ich blieb dort mit meiner angst und hielt durch. von mal zu mal wurd es besser, immer eine wasser mit dabei. ich war zwar total verkrampft und am ende fix und foxi aber stolz wie oskar. Daumen hoch viel schlimmer ist für mich bus fahren, weil ich da nicht selbst entscheiden kann, wie weit ich fahre, um mal auszusteigen und luft zu schnappen

gruss funkel.

Danke für deine Antwort.
Ich hab damals durch 2 Jahre Therapie wieder das Leben schätzen gelernt und durch den Verlust meiner Mutter letztes Jahr ging wieder alles den Bach runter. Zug fahren wurde wieder zur Katastrophe da man nicht raus kann wie man will wenn er stehen bleibt und Bus ist kein Problem da man den Fahrer ja beeinflussen könnte.
Nur Autobahn ist die Hölle da man dort nicht abhauen kann wenn der Stau kommt und man steht einfach fest in der Pampa. Da ich aber selten raus fahre weiter muss ich das denke einfach wieder öfter machen weil der Körper das dann einfach nicht mehr kennt genauso wie Fliegen zB.

#18


kalina
Deswegen meide ich Autobahnen so gut es geht. Stau pack ich überhaupt nicht.
Je öfter man solche Strecken fährt umso besser geht es meistens. Wenn ich einen Schwierigkeitsgrad längere Zeit nicht mehr mache, wirds wieder schlimmer. Und selbst wenn die Angst über lange Zeit weg war, kann der Mist jederzeit wieder von vorne beginnen. Das sind meine Erfahrungen. Ich kenn es nicht mehr anders.

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Icefalki
Zitat von kalina:
Deswegen meide ich Autobahnen so gut es geht. Stau pack ich überhaupt nicht.
Je öfter man solche Strecken fährt umso besser geht es meistens. Wenn ich einen Schwierigkeitsgrad längere Zeit nicht mehr mache, wirds wieder schlimmer. Und selbst wenn die Angst über lange Zeit weg war, kann der Mist jederzeit wieder von vorne beginnen. Das sind meine Erfahrungen. Ich kenn es nicht mehr anders.


Dito. Ich fahr allein keine Autobahn. Stau ist der Supergau. Der Horror von eingesperrt und ausgeliefert sein.
Null Chance , dem zu entrinnen. Alleine unerträglich. Und unerträglich geht nimmer. Ergo, Autobahn ist mein Feind und dieser Feind wird gemieden. Mir egal. Ich steh dazu. Man darf auch mal nicht alles können.

Mich freut es, wenn andere das schaffen, ich schaff es nicht.

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Prof. Dr. Borwin Bandelow
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