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18.05.2009 06:38 • #21


Hi,

darüber kann ich ein Lied singen. Das nennt sich Emetophobie und ich leide schon seit über 15 Jahren daran. Gerade was deinen Sohn betrifft, solltest du ganz schnell handeln und vielleicht mal einen Kinderpsychologen aufsuchen. Bei mir hat das vor 15 Jahren ganz schlimme Ausmaße angenommen. Er steht noch am Anfang und hat daher dann gute Chancen das es gar nicht erst zu einer wirklichen Störung kommen muss.

19.05.2009 21:23 • #22


Hallo!

Ich leide auch seit meiner Kindheit an Emetophobie, aber seit einem guten halben Jahr sind desswegen Panikattacken dazugekommen. Ich war zur Behandlung in einer Klinik. Es ist seitdem schon etwas besser, bekomme aber immer noch Panikattacken. Jetzt muss ich zur weiteren Behandlung eine ambulante Therapie machen, weiss aber nicht genau, welche Art von Theapie für mich am hilfreichsten wäre!Kann mir jemand zu dieser Frage einen Tipp geben?

27.05.2009 12:38 • #23


Für den Kleinen ist dringend ein Kindertherapeut zu suchen, damit sich die Angst nicht manifestiert.

Ich habe das Spielchen auch seit meiner Kindheit...das ging soweit, dass ich im Erwachsenenalter im Zusammenhang mit anderen Angststörungssymptomen zeitweise soweit gegangen bin, gar nix mehr zu essen, damit ich 100% sicher sein konnte, dass mir nicht schlecht wird.

Arbeitet zusammen Eure Speisepläne aus...redet darüber, was ihr gerne esst...welche Nahrungsmittel ein Völlegefühl verursachen, wovon man Blähungen und somit unangenehmen Druck im Bauch bekommen könnte.

Setz das mit deinem Sohn spielerisch um....mach Ratespielchen mit echten Lebensmitteln...

Ergänzend dazu solltet Ihr Eure Hauptmahlzeit mittags zu Euch nehmen und abend nur noch Kleinigkeiten essen....

Nehmt Speisen, die nicht schwer im Magen liegen...
Nehmt eine aufrechtere Schlafposition ein...
Stellt sicherheitshalber einen kleinen süßen Eimer neben das Bett.

Vielleicht kann Euch dieses Verhalten ein bischen die Panik nehmen:-)

30.05.2009 17:27 • #24


11.11.2009 06:43 • #25


Hi, das mit dem erbrechen kenn ich so fing auch alles bei mir an. Immer wenn wir wohin gegangen sind war mir voher immer so schlecht das ich am liebsten zuhause geblieben wäre und habe dann aber mich das MCP endeckt das gegen Übelkeit hilft und hab es mir so eingeredet das ich mich nicht übergeben kann. Und dann half es auch. Aber jetzt habe ich eine Angststörung und versuche diese gerade in griff zu bekommen.
Meine Frage an dich, eine Therapie hast du doch gemacht oder?
Wie sieht es mit Antidepressiva aus?
gruß lelle

11.11.2009 15:04 • #26


Hallo Hilflos,

bin neu hier und habe deinen Bericht gerade erst gelesen. Evtl. geht es dir ja schon wieder besser? Ich wollte trotzdem nochmals kurz drauf eingehen.

Wenn du es momentan nicht schaffst, alleine zu wohnen, finde ich die Alternative - Mutter - sehr gut. Unterstützt sie dich auch? Kann sie nicht zusammen mit dir zum Arzt gehen, damit du nicht alleine aus dem Haus musst?

Was du über deinen Chef / Freund geschrieben hast - also ehrlich: So hart wie das klingen mag, sei froh, dass die Beziehung vorbei ist. So verhält sich doch kein Mensch demjenigen gegenüber, den er liebt. Er hätte dich verteidigen und zu dir halten müssen; statt dessen hat er dich nur noch mehr fertig gemacht.

Wie geht es dir jetzt? Hast du Untersuchungen hinter dich gebracht - eine Therapie angefangen?

Liebe Grüße

p j

24.01.2010 21:23 • #27


Huhu an alle...

Puh, ich weiß gar nicht was ich genau schreiben soll...
Im Grunde geht es darum, dass ich Angst davor habe mich zu übergeben, aber erst seit kurzer Zeit ist es so schlimm.
Schon immer habe ich mich davor geekelt zu erbrechen, einfach weil diese Übelkeit so ein widerliches Gefühl ist. Angst hatte ich aber nicht und ich dachte auch nicht ständig daran.
Vor 3 Jahren hab ich auch anderen dabei zusehen können, zB wenn sie sich nach starkem Alk. übergeben mussten.

Inzwischen ist es so, dass ich richtig Panik bekomme.
Es hat damit angefangen, dass ich mir vor ein paar Monaten einen dummen Virus eingefangen habe und brechen musste. Fand ich eigentlich nicht schlimm, aber zwei Tage später hatte meine kleine Schwester es auch.
Ich war schon immer ein Mensch der schnell Angst bekommen hat sobald es um wen aus der Familie geht. Wenn beispielsweise meine Mutter sich verschluckt, dann renne ich in ein anderes Zimmer und halte mir wie ein Kleinkind die Ohren zu...
Als ich hörte wie meine Schwester sich erbricht habe ich einen richtigen Heulkrampf bekommen. Ich hasse einfach dieses Geräusch, es klingt als würde man ersticken.
Nach diesem Tag hatte ich Angst, dass sich auch meine Mutter angesteckt haben könnte und fragte dauernd nach, ob es ihr gut ginge, ob sie Halsschmerzen oder Kopfweh hätte. Denn so war es bei mir, am Morgen mit Halsweh aufgewacht, über den Tag Kopfweh bekommen, geschlafen und dann erbrochen.

Ein paar Wochen später ging es allerdings wieder, ich dachte nicht über das Erbrechen nach. Jetzt, vor einem Monat, hat meine Schwester sich wieder dieses Virus eingefangen.
Ich sagte noch zu ihr sie solle bloß nichts essen und wenn, dann solle sie viel trinken. Die Geräusche waren wieder schrecklich und plötzlich musste ich daran denken, dass vor vielen Jahren in der Zeitung stand, dass ein Mädchen an ihrem Erbrochenen erstickt wäre.
Da war es bei mir aus.

Ich wollte sofort dass meine Mutter alles desinfiziert, sie durfte mich auch nicht umarmen, bis sie sich vor meinen Augen die Hände mit Desinfektionsmittel eingerieben hatte... So viel Angst hatte ich, dass ich die Viren wieder bekommen würde.

Den Tag über denke ich so gut wie gar nicht über Übelkeit und das Erbrechen nach, aber nachts wird es manchmal wirklich schlimm.
Meistens wenn ich einschlafen will, weil ich dann keine Ablenkung habe und nachdenke. Dann bilde ich mir ein, dass mir übel wird.
Nach kurzer Zeit atme ich nicht mehr richtig, schwitze an den Händen und zittere. Manchmal weine ich auch und wecke meine Eltern mitten in der Nacht, damit diese mich beruhigen.
Was leider nicht immer so klappt, wie es sollte.
Außerdem habe ich von meiner Hausärztin Tropfen gegen Übelkeit bekommen, welche ich auch bei jeder Gelegenheit nehme...
Dennoch habe ich so große Angst.

Ich sage mir immer, dass viele schwangere Frauen sich mehrere Monate übergeben müssen, dass Kleinkinder es ständig tun und auch Betrunkene. Und die schaffen das ja auch.
Manchmal hilft es für kurze Zeit, aber dann denke ich "vielleicht bin ich genau diejenige, die es nicht kann".

Ich habe Angst vor der ekligen Übelkeit, davor, dass ich hören/sehen muss, wie Menschen die ich liebe sich erbrechen.
Doch meine größte Angst ist dass ich zu viel auf einmal brechen muss und daran ersticke.

Eben erst hatte ich eine Panikattacke, weshalb ich hier nun auch schreibe. Ich kann das nicht mehr. Natürlich, viele leben schon viel länger mit so einer Angst, auch mit viel schlimmeren... Aber ich bin erst 18, ich will nicht ständig Tropfen nehmen, nicht mehr richtig essen und mir Gedanken über das Brechen machen...

Aber ich weiß einfach nicht wie ich das aus meinem Kopf bekomme.

Gerade habe ich gelesen, dass man unbemerkt im Schlaf brechen kann. Ob das wohl stimmt?

30.01.2010 01:44 • #28


Hay MissShizu,

Zitat:
Schon immer habe ich mich davor geekelt zu erbrechen, einfach weil diese Übelkeit so ein widerliches Gefühl ist.
Ich glaube, niemand findet es angenehm, wenn ihm übel ist und/oder er sich übergeben muss.

Zitat:
Außerdem habe ich von meiner Hausärztin Tropfen gegen Übelkeit bekommen, welche ich auch bei jeder Gelegenheit nehme...
Das kann gefährlich werden . MCP? Du kannst abhängig davon werden. Haben sehr viele Emetophobiker (Emetophobie = Angst vorm Erbrechen) schon erlebt.

Ich habe auch diese Angst vorm Erbrechen (allerdings eher nur auf mich bezogen) und mir hilft z. B. Akupressur ganz gut, ein Akupressurpunkt gegen Übelkeit liegt z. B. am Handgelenk, hier mal ein Bild: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/72/Pe_6.gif

Zitat:
Ich sage mir immer, dass viele schwangere Frauen sich mehrere Monate übergeben müssen, dass Kleinkinder es ständig tun und auch Betrunkene. Und die schaffen das ja auch.
Manchmal hilft es für kurze Zeit, aber dann denke ich "vielleicht bin ich genau diejenige, die es nicht kann".
Was solltest du denn daran nicht 'können'?

Zitat:
Doch meine größte Angst ist dass ich zu viel auf einmal brechen muss und daran ersticke.
Ich denke, dass ist sehr sehr unwahrscheinlich.. Wenn man an Erbrochenem erstickt, dann nur, weil man in Ohnmacht oder im Schlaf erbricht (und das tut man meist nur nach zu viel Alk. o. Ä...) Denn, wenn du schläfst und du dich übergeben musst wachst du auf...

Zitat:
Gerade habe ich gelesen, dass man unbemerkt im Schlaf brechen kann. Ob das wohl stimmt?
Die Chance das man das tut halte ich für sehr sehr gering...

Zitat:
Eben erst hatte ich eine Panikattacke, weshalb ich hier nun auch schreibe. Ich kann das nicht mehr. Natürlich, viele leben schon viel länger mit so einer Angst, auch mit viel schlimmeren... Aber ich bin erst 18, ich will nicht ständig Tropfen nehmen, nicht mehr richtig essen und mir Gedanken über das Brechen machen...
Ich bin 16, leide selber seit ca. 9 Jahren an Emetophobie und in meiner schlimmsten Zeit haben mir Homöopathische Mittel besser geholfen als alles andere. Ich habe für mich selbst Strategien entwickelt, mit denen ich bis heute ganz gut lebe. Also irgendwas in der Art "wenn... dann muss ich nicht..."

lg
Sans

30.01.2010 14:43 • #29


Heya Sans, danke für deine Antwort. ^^

Zitat:
Das kann gefährlich werden . MCP? Du kannst abhängig davon werden. Haben sehr viele Emetophobiker (Emetophobie = Angst vorm Erbrechen) schon erlebt.


Ja genau, MCP. Ich glaube ich bin auch schon abhängig davon, zu fast jeder Mahlzeit nehme ich das Zeug. Schlafen kann ich ohne auch nicht mehr. :/

Danke für das Bild, ich werd das auf jeden Fall bei der nächsten Übelkeit versuchen. ^^

Zitat:
Was solltest du denn daran nicht 'können'?


Naja, ich meinte damit dass eben so viele sich erbrechen können ohne zu ersticken, aber vielleicht bin genau ich diejenige, bei der es schiefgeht. Eigentlich dumm und es fördert die Angst, aber dieser Gedanke sitzt einfach fest..

Zitat:
Die Chance das man das tut halte ich für sehr sehr gering...


Puh, aber passieren kann es also wirklich?


Schön, dass du mit deinen Strategien besser leben kannst. Ich will gar nicht wissen wie es ist, wenn man so lange mit einer Angst leben muss...
Leider bekomme ich erst im April eine Therapie, so lange muss ich das mit der Panik mitten in der Nacht noch hinbekommen. *sfz*

Jedenfalls noch einmal danke.

LG

30.01.2010 15:42 • #30


Hey MissShizu,

Zitat:
Ja genau, MCP. Ich glaube ich bin auch schon abhängig davon, zu fast jeder Mahlzeit nehme ich das Zeug. Schlafen kann ich ohne auch nicht mehr. :/
Öh ja. Dann würde ich versuchen das Zeug so schnell wie möglich loszuwerden. (Hab damals meine letzte Tube einfach weggeschmissen)

Zitat:
Naja, ich meinte damit dass eben so viele sich erbrechen können ohne zu ersticken, aber vielleicht bin genau ich diejenige, bei der es schiefgeht. Eigentlich dumm und es fördert die Angst, aber dieser Gedanke sitzt einfach fest..
Mhm ja sowas kann sich verdammt fest setzen. Aber denk doch mal in einem ruhigen Moment objektiv darüber nach. Wie Wahrscheinlich ist es, dass du dich, wenn du bei vollem Bewusstsein, nüchtern, übergeben musst an deinem Erbrochenen erstickst? Es ist nicht wahrscheinlich...

Zitat:
Puh, aber passieren kann es also wirklich?
Ja natürlich kann man im Schlaf Erbrechen. Ich würde es für falsch halten dir jetzt etwas vorzuheucheln von wegen man könnte es nicht... Es geht, aber du musst entweder schwerst krank, komatös, ohnmächtig oder sturzbesoffen sein. Außerdem musst duch, glaube ich, auf dem Rücken liegen, sodass das Erbrochene nicht raus kann und dann in die Lunge gelangt (oder so, bin kein Arzt...). Wenn du in 'normalem' Zustand nachts im Schlaf erbrechen müsstest, würdest du aufwachen (und das wahrscheinlich schon, wenn dir übel ist und erst recht weil du Angst davor hast).

Zitat:
Schön, dass du mit deinen Strategien besser leben kannst. Ich will gar nicht wissen wie es ist, wenn man so lange mit einer Angst leben muss...
Das sollst du auch nicht wissen, das wünsche ich wirklich niemandem. Du musst auch nicht, du sagst du beginnst bald eine Therapie, bis April musst du eben versuchen dir den Alltag so einfach wie möglich zu machen. Solange die Vermeidungsstrategien nicht überhand nehmen ist das doch vollkommen in Ordnung. Sei kreativ. Mich beruhigt es z. B. auch wahnsinnig wenn ich nachts nicht schlafen kann Kinderfilme zu gucken xD. Oder in Paniksituationen Cola oder irgendwas mit wahnsinnig viel Kohlensäure zu trinken, damit ich aufstoßen kann und wenn das nach Cola und nicht nach Essen schmeckt (tut es immer...) denke ich ich muss die nächste Zeit nicht Erbrechen xD... (klingt bestimmt lustig)

lg
Sans

30.01.2010 16:10 • #31


Heya Sans. ^^

Zitat:
Öh ja. Dann würde ich versuchen das Zeug so schnell wie möglich loszuwerden. (Hab damals meine letzte Tube einfach weggeschmissen)


Wenn ich das Zeug wegwerfe krame ich es bei der nächsten Übelkeit sicher wieder aus dem Müll. Und ob ich es ins Waschbecken oder so geben kann, naja. :/
Ich werde heute einfach mal versuchen es nicht zu nehmen, kleine Schritte eben. ^^

Zitat:
Mhm ja sowas kann sich verdammt fest setzen. Aber denk doch mal in einem ruhigen Moment objektiv darüber nach. Wie Wahrscheinlich ist es, dass du dich, wenn du bei vollem Bewusstsein, nüchtern, übergeben musst an deinem Erbrochenen erstickst? Es ist nicht wahrscheinlich..


Das stimmt natürlich. Eigentlich kann ich auch normal darüber nachdenken und ich weiß, dass es totaler Blödsinn ist.. Aber schon allein bei dem Gedanken an "wenn es eben doch so ist..." bekomme ich schwitzige Hände. Und wenn ich dann erstmal Panik hab geht natürlich gar nichts mehr. ^^'

Zitat:
Wenn du in 'normalem' Zustand nachts im Schlaf erbrechen müsstest, würdest du aufwachen (und das wahrscheinlich schon, wenn dir übel ist und erst recht weil du Angst davor hast).


Okay, danke. Hoffentlich lässt mich das wieder besser schlafen.

Zitat:
(klingt bestimmt lustig)


Finde ich nicht. ^^ Ich selbst mache das auch so.
Wenn ich aufstoßen kann ohne zu würgen, dann ist für mich erst einmal wieder alles okay. .
Und ansonsten versuche ich auch mich einfach abzulenken, ob jetzt mit TV, Musik oder chatten... Nur leider hilft das nicht immer.
Und ich hab auch keine Ahnung, wie ich diese Panik sonst besser machen könnte...
Kaltes Wasser bringt jedenfalls nichts..

LG

30.01.2010 17:45 • #32


Hey MissShizu,

Zitat:
Wenn ich das Zeug wegwerfe krame ich es bei der nächsten Übelkeit sicher wieder aus dem Müll. Und ob ich es ins Waschbecken oder so geben kann, naja. :/
Ich werde heute einfach mal versuchen es nicht zu nehmen, kleine Schritte eben. ^^
Auch ein Anfang! Die Radikalmethode muss ja nicht für jeden das Richtige sein. Aber glaub mir, wenn du's weiter nimmst machst du dir noch mehr Probleme .

Zitat:
Das stimmt natürlich. Eigentlich kann ich auch normal darüber nachdenken und ich weiß, dass es totaler Blödsinn ist.. Aber schon allein bei dem Gedanken an "wenn es eben doch so ist..." bekomme ich schwitzige Hände. Und wenn ich dann erstmal Panik hab geht natürlich gar nichts mehr. ^^'
Ja okay. Es ist ja eigentlich auch total unsinnig vorm Erbrechen an sich Angst zu haben...

Zitat:
Finde ich nicht. ^^ Ich selbst mache das auch so.
Wenn ich aufstoßen kann ohne zu würgen, dann ist für mich erst einmal wieder alles okay. .
Verdammt. Warum hab ichs mir nicht patentieren lassen

Zitat:
Kaltes Wasser bringt jedenfalls nichts..
Ja, das ist bei mir genauso. Aber kalte Luft tut gut.

Zitat:
Und ich hab auch keine Ahnung, wie ich diese Panik sonst besser machen könnte...
Mh, ohne Therapie muss denke ich jeder seine eigenen Strategie entwickeln. Man du hast kein Vorstellungsvermögen Mir fallen auf Anhieb 1000 Sachen ein, die ich schon versucht hab um die Panik loszuwerden... Nachts nur auf dem Rücken schlafen, Fenster selbst bei arktischen Temperaturen nachts gekippt lassen, Licht nachts anlassen, Eimer nebens Bett stellen, Hörspiele/Musik/Filme/Serien sehen/hören, im Internet surfen, Akupressur, Selbstgespräche, die Cola Methode von vorhin, vorm Klo schlafen (nich so das Wahre^^), ...

lg
Sans

30.01.2010 18:37 • #33


Hey, ich bin auch Emetophobikerin.
Ich hatte bis vor kurzem auch sehr starke PA ( Heulkrämpfe, Kreislauf, Angst zu brechen bis hin zu Würgereiz...echt eine üble Palette), im Moment bin ich aber zum Glück recht stabil. Bei mir ist Stress ein großer Auslöser verbunden mit Leistungsdruck...wenn ich "funktionieren" muss. Ich denke, wie bei allen psychischen Sachen ist eine Ursachenforschung sehr sinnvoll.

Ich therapiere mich selbst....da gehört aber ein eiserner Wille dazu. Aber vielleicht fühlst du dich durch einige Strategien angeregt:

Konfrontieren:

- Filme schauen wo sich Menschen übergeben
- im stärksten Moment der vermeintlichen Übelkeit etwas essen ( ist dann wohl die härtere Stufe zur Colastrategie)

Vereinfachen:

- jemand vertrautes in schwierige Situationen mitnehmen und immer wieder das Verhalten durch Gespräche reflektieren
- sich kleine Schritte setzen, die man in einem gewissen Zeitrahmen abarbeitet
- zeitweise Hilfsmittel erlauben ( ich hab z. B immer eine Tüte in der Handtasche, in die ich notfalls brechen könnte, Tic Tac o.ä)

Auf dem Klo schlafen kenne ich auch, aber ich war durch den Schlafmangel damals viel empfänglicher für PA. Hab mir dann einen Eimer neben das Bett gestellt und viele Meditationscds gehört, um mich zu beruhigen.


Analysieren:

-Ursachenforschung
-Angsttreppe erstellen und abarbeiten

Beim Konfrontieren kommt es bei mir auch auf die Tagesverfassung an. Trotzdem gehe ich nicht mehr in die Vermeidung, probieren tu ich es immer. Aber je nach Verfassung wähle ich eine "sanftere" Situation oder manchmal auch knallhart.

Ich drücke euch die Daumen.

Alles Liebe, Nachtleben

01.03.2010 23:28 • #34


Zitat:
Konfrontieren:

- Filme schauen wo sich Menschen übergeben
- im stärksten Moment der vermeintlichen Übelkeit etwas essen ( ist dann wohl die härtere Stufe zur Colastrategie)
Konfrontationstherapie sollte bei Emetophobikern nur unter Aufsicht von Psychologen durchgeführt werden, da sie u. U. zu Verschlechterung der Panik führen kann..

Wie er mit irationalen Ängsten, also Phobien, umgeht, muss jeder selbst entscheiden. Dennoch halte ich es für wichtig die Konfrontationstherapie bei dieser Art von Phobie NICHT alleine anzuwenden. Ich habe das selbst ausprobiert und eine deutliche Zunahme der PA's bemerkt. Leider habe ich erst nach diesem Versuch gelesen, dass dieser Therapiemethode im allgemeinen eher ungeeignet ist.

lg
Sans

02.03.2010 12:49 • #35


Wer mehr darüber lesen will kann das hier: http://emetophobie.de/textegesamt.pdf Insbesondere im Punkt "Konfrontation".

02.03.2010 17:20 • #36


Ja, deswegen hab ich ja auch geschrieben...da gehört viel eiserner Wille dazu, um das durchzuziehen. Ich persönlich habe deswegen keine Zunahme wegen PA festgestellt.
Ich denke, jeder wird seinen Weg finden, damit umzugehen, auf welche Weise auch immer. Letztendlich konfrontiert man sich ja doch SELBST, ob jetzt ein Therapeut mit dabei ist oder nicht. Aber für was man bereit ist, weiß man ja am besten selbst.

10.03.2010 19:43 • #37


Zitat von MissShizu:
plötzlich musste ich daran denken, dass vor vielen Jahren in der Zeitung stand, dass ein Mädchen an ihrem Erbrochenen erstickt wäre.
Da war es bei mir aus.


da hast du dich wohl völlig unnötig so verrückt gemacht.
am erbrochenen erstickt man wie schon gesagt nur dann, wenn man nicht herr über seine sinne ist, sprich komatös, durch Dro. (inkl. alk) oder krankheit etc.
und dann auch nur, wenn man auf dem rücken liegend erbricht. deshalb legt man bewusstlose menschen auch in die stabile seitenlage, damit das erbrochene aus dem mund abfließen kann und nicht zurück in den rachen fließt. dann besteht nämlich die gefahr, dass man das erbrochene aspiriert, sprich einatmet.. so wird es bei dem mädchen, von dem du mal gelesen hast, auch gewesen sein.

ich hätte noch nie gehört, dass ein mensch bei vollem bewusstsein, mit kopf nach unten (über der kloschüssel) an erbrochenem erstickt wäre.

14.03.2010 10:04 • #38


Lullaby hat ganz recht, sowas passiert nur, wenn man bewußtlos ist. Im Normalfall reagiert der Körper mit Husten etc. damit nichts in die Luftröhre kommt. Dein Körper weiß in diesem Moment genau, was er tun muss.

Liebe Grüße und Kopf hoch, berlina

14.03.2010 12:40 • #39


Puh, ich hab hier eine ganze Weile nicht mehr reingeschaut...
Inzwischen geht es mir schon besser, ich hab nicht mehr ganz so viel Angst. Am besten hat es mir geholfen, mit meinem Freund über meine Angst zu reden. Er hat gesagt ich solle das Erbrechen als etwas sehen, was gut für den Körper ist.
Mit meiner Hausärztin habe ich auch gesprochen und sie sagte mir ebenfalls, dass man, wenn man bei vollem Bewusstsein ist, nicht an seinem Erbrochenen ersticken kann.
Ab April hab ich dann ja endlich meine Therapie und ich kann es kaum noch abwarten, ich freu mich richtig.

Ich möchte auch allen anderen hier ganz viel Glück wünschen und danke sagen. ^^

24.03.2010 23:27 • #40




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