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Lolii29


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Ist hier auch jemand der Angst vor dem Trinken hat?

02.08.2018 08:59 • #101


Tinebiene


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Phagophobie Schluckangst

Hallo ihr da draussen ich habe gesehen zum Thema phagophobie wurde schon länger nichts mehr geschrieben. Ist noch jemand betroffen mit dem ich mich hier oder privat austauschen kann? Ich selbst leide ganz massiv und seit 9 monaten darunter. Würde mich freuen wenn sich jemand meldet. Lg tinebiene

03.02.2019 16:35 • x 1 #102


Nata93


Zitat von Tinebiene:
Ist noch jemand betroffen mit dem ich mich hier oder privat austauschen kann?


Hallo tinebiene, ich habe auch Angst vor dem essen/schlucken, seit ca 2 1/2 Monaten.
Ich fände es auch sehr schön wenn ich mich mit jemanden austauschen könnte. Da mich in meinem Umfeld niemand versteht und niemand diese Situation nachvollziehen kann ..
LG
Nata93

19.03.2019 19:58 • #103


Tinebiene


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Hallo nata schön das du antwortest. Wie begann das bei dir? Kannst du so wie ich rein gar nix essen? Du kannst mir auch gerne privat schreiben . Liebe grüsse Tine

20.03.2019 07:18 • #104


Julie999

Julie999


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Schluckangst Psychisch Phagophobie

Hi ich bin die Julie 29

Leide seit einigen Jahren unter einer Schluckangst. War schon beim HNO, bei der Logopädie habe mir sogar in den Hals eine Kamera einführen lassen unter Narkose. Niemand konnte etwas feststellen. Man meinte am Ende das es Psychisch sei. Oder Nebenwirkungen der Psychopharmaka sei da ich seit 10 Jahren an Schizophrenie erkrankt bin aber wieder gut gesund geworden bin die Medikamente helfen gut machen aber müde. Bin etwas verzweifelt.. Ziehe bald alleine in eine Wohnung und essen kann ich nur ganz gut wenn vertraute dabei sind eng vertraute und nur zuhause, Öffentlich essen ist diese blockiertheit beim Essen und wenn ich mit mir alleine bin dann geht es gar nicht, wenn dann nur ein Pudding wenn das nicht geht ein Eis.. Ich mache mir total die Sorgen und Angst Gedanken. Ein Psychotherapeuten wollte ich noch aufsuchen die erste hat mich zur Ambulanten Psychiatrischen Pflege weitergeleitet und konnte mir da wohl nicht helfen. Sie hatte bei den kenn lernen viel über die Kindheit gefragt.. Hoffe das jemand anderes mir helfen kann (psychotherapeutisch) das ich wieder frei leben kann ohne diese Schluckangst. Ich hoffe und wünsche mir andere Erfahrene kennenzulernen. Meist wird das alles abgetan wie, so schlimm wird das nicht sein, dann musst du halt länger kauen.

30.03.2019 17:54 • #105


Perle

Perle


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Hallo Julie,

Kannst Du denn theoretisch ganz normal schlucken oder bleibt Dir das Essen im Hals hängen, so dass Du Angst vor dem Ersticken hast?

Ich hatte das zu Beginn der Angststörung für einige Monate. Es klang ab, als ich mich durch die Medikamente und die Physiotherapie etwas entspannen konnte. Wir haben im Halsbereich massenweise Muskeln, um die Nahrung hinunter transportieren zu können. Die waren bei mir extrem verspannt. Ich könnte mir vorstellen, dass das bei Dir auch der Fall sein könnte.

LG Perle

31.03.2019 09:31 • #106


Chrissie11


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Ihr Lieben,

als erstes muss ich Euch sagen, dass ich unglaublich glücklich bin, dieses Forum entdeckt zu haben. Endlich einmal jemand, der einen versteht und nicht pikiert schaut oder dämlich grinst, "nur" weil man plötzlich nicht mehr Essen kann. Auch wenn es mir natürlich gleichzeitig sehr leid tut, dass Ihr ähnliche Ängste habt, denn das wünsche ich niemanden!

Ich kann sehr gut verstehen was Du schreibst, liebe Julie, da es mir sehr ähnlich geht wie Dir. Bei mir fing das vor 7 Monaten, ausgerechnet im Urlaub an. Ich hatte mich so sehr auf diesen Urlaub gefreut, die Stimmung war toll, wir haben gemeinsam gekocht, genascht, gelacht und dann war da dieses Stück Wurst, dass plötzlich im Ganzen irgendwo in mir verschwunden war, erst in Richtung Nase, dann scheinbar im Hals stecken geblieben und ich bekam keine Luft mehr. Dann war da nur noch Panik und Todesangst. Ich war mir fast sicher, daß war es jetzt und hatte unglaubliche Angst zu ersticken, war absolut hilflos, habe getrunken, gewürgt, einfach alles, doch nichts besserte sich.

So fing das an und so blieb es. Bei jedem Gott verdammten Versuch, irgendwie Nahrung aufzunehmen. Der HNO-Arzt hat endoskopiert, alles frei,organisch ok. Sollte ich lachen oder weinen? Am Anfang konnte ich gar nichts, nicht einmal mehr trinken. Und ich habe dann auch wirklich gar nichts mehr an Nahrung aufnehmen können, da schon allein der Gedanke daran wieder zu dieser extremen Panik geführt hat. Irgendwann war es so extrem dass mir ständig schwindelig war, einmal auch schwarz vor Augen und da wusste ich, stopp, jetzt musst Du anfangen gegen die Angst zu kämpfen. Der Gedanke, irgendwo in einer Klinik aufzuwachen, war dann noch beängstigender.

Inzwischen bin ich soweit, dass ich zumindest wieder normal trinken kann. Essen aber auch nur wenn jemand in der Nähe ist, der mir im Notfall helfen könnte. Kann er letztlich auch nicht, weiß ich und diese Vorstellung finde ich besonders beängstigend.

Trotzdem kann ich zumindest abends schon fast wieder alles essen (wohl weil ich da am entspanntesten bin), jedoch ist es noch immer jedes Mal ein heftiger Kampf und wirklich viel geht auch nicht. Mittag irgendeine Tütensuppe, die ich durchs Sieb gießen muss, um sie essen zu können, früh mit ganz viel Überwindung ein Joghurt. Da das ganze nun schon so lange geht, kommen weitere Probleme dazu, ich nehme immer mehr ab, mir ist sehr oft schlecht, auch schwindelig, ich fühle mich ständig erschöpft, bei kleinsten Anstrengungen.

Na kein Wunder, dass man keine Energie hat, man führt dem Körper ja auch keine zu. Aber wie auch ohne was wirklich nahrhaft zu essen? Ein Teufelskreis... Kennt Ihr das Gefühl auch? Was tut ihr dagegen? Könnt Ihr Euch irgendwie austricksen? Sind Euch Techniken bekannt, wie man besser schlucken kann?/ diese blöde Panik los wird?

Ich wäre Euch so unendlich dankbar! Das ist ja kein Zustand mehr... Ich werde deshalb auch zunehmend depressiv, gerade weil ich jetzt auch umziehen werde und eigentlich Kraft brauche.

Trotz all meinen Sorgen, all den Fragen, möchte ich Euch aber gleichzeitig mit diesem Beitrag auch Mut machen. Kämpft,hört nur bloß nicht auf zu kämpfen! Ich weiß, ich bin selbst auch noch lange nicht da, wo ich hin will, was mich traurig und wütend zugleich macht. Aber seht auch die kleinen Fortschritte und denkt daran, Ihr steht nicht allein da.
Allein diese Erfahrung jetzt hier gemacht zu haben, hat mir unglaublich Kraft gegeben.

Danke!

03.04.2019 03:16 • #107


Tinebiene


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Hallo ihr lieben also bei mir ist es so das ich mich vor 11 monaten verschluckt habe. Nicht mal so doll nur irgendwie komisch. Das Stückchen hackfleisch blieb hängen ich konnte nicht husten nicht würgen nicht atmen alles war wie ein krampf im hals. Ich bekam panik und beim aufstehen konnte ich plötzlich husten. Ich habe mich schon öfter verschluckt und dann weitergegessen aber diesmal nicht und auch jetzt nach 11 monaten und 20 kg gewichtsverlust kann ich immer noch nicht essen. Ich habe auch den den hals und schluckablauf per kamera beim hno untersucht bekommen. Eine magenspiegelung wurde gemacht ein breischluckröntgen ein mrt vom hals eine Psychotherapie und ich war stationär im Krankenhaus nach einem Kollaps. Ich konnte zu anfang auch nicht trinken das geht mittlerweile ganz gut. Aber essen kann ich vielleicht mal ein Stückchen butter oder einen löffel Joghurt oder irgendwas das im mund zerläuft aber nur ganz kleine mengen. Ich nehme schon viele Jahre angstlösende Medikamente da ich unter vielen Ängsten leide. Ja verspannt ist mein rücken nacken halsbereich extremst aber kann das so eine massive Blockade auslösen. Ich bin auch schnell erschöpft und müde und immer öfter kommen depressive Phasen. Ich starte jetzt noch einen versuch bei einer logopädin aber ich bezweifel das es hilft. Wie könnt ihr denn etwas essen? Überwindet ihr dann die angst ? Schlucken geht ja bei mir aber mein kopf sagt Nein.

03.04.2019 07:06 • #108


Chrissie11


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Liebe Tinebiene,

ich kenne das Gefühl, das Du beschreibst, sehr sehr gut. Und ich finde die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches hier ganz toll. Daher möchte ich mal versuchen Dir zu schreiben, wie ich versuche das ganze zu handhaben, auch wenn ich wie beschrieben, auch noch nicht wirklich am Ziel bin. Aber immerhin geht doch schon viel viel mehr als ich jemals gedacht hätte.

Mir persönlich hilft es immer, mich so gut es geht zu informieren, was ist das genau, was mich quält und was kann ich tun dass es mir besser geht. In dem Zusammenhang habe ich viel zum Thema gelesen, auch wissenschaftliche Fachbeiträge.

Interessanterweise ist das, was uns plagt,wissenschaftlich noch kaum untersucht, was für uns natürlich erstmal negativ ist, denn somit gibt es auch vergleichsweise wenig Erfahrung bei den Fachleuten (Ärzten, Psychotherapeuten etc). Ein Verfahren, welches aber als hilfreich beschrieben wird und auch mir sehr gut geholfen hat, ist eine bestimmte Halsposition beim Schlucken in Verbindung mit der Atmung. Vereinfacht gesagt sollte man den Kopf leicht nach unten neigen (also nicht Hals Strecken, das ist wohl genau verkehrt) und dann Atmen, Atem anhalten, Schlucken. So öffnen sich die Atemlippen wohl nicht und das Essen kann nicht in die falsche Röhre gelangen. Das umzusetzen klingt natürlich wieder einmal leichter gesagt als getan, zumal man die Angst damit ja nicht automatisch ausschalten kann. Ich habe das aber für mich geübt, mich bewusst durch Fernsehen oder PC abgelenkt, versucht ruhig zu bleiben und dann klappte es zumindest abends mit fester Nahrung und seitdem versuche ich es auf diese Weise immer zu steigern, sowohl Repertoire mäßig als auch mängenmäßig. Denn letztlich irgendwie muss der Körper ja an Nährstoffe kommen. Ich kann Dir nur empfehlen das so auch zu versuchen und gib Dir Zeit, versuche Dich dabei zu entspannen. Das ist ganz ganz wichtig! (ich weiß ist wieder einfacher gesagt als getan). Da es mir aber geholfen hat, zumindest erstmal soweit überhaupt mal etwas festes zu essen, möchte ich Dir und Euch diesen Tipp gerne weiter geben und vielleicht hilft es euch ja auch ein wenig. Das würde mich sehr freuen.

Im Übrigen, gerade jetzt auch an Dich gerichtet, liebe Tinebiene, da ich auch das Problem habe mit Kalorienzufuhr und damit verbundenen Kreislaufproblemen, ich habe die Nacht zufällig so einen Sirup gefunden, der speziell für unser Problem entwickelt wurde und zumindest erstmal dazu beitragen kann, dass wir ausreichend Nährstoffe und Spurenelemente aufnehmen. Ist zwar nicht ganz billig, hab es jetzt aber mal in der Versandapotheke bestellt. Falls Du Interesse hast oder meine Erfahrung zum Erfolg wissen möchtest, können wir gerne zu reden. Aber ich denke, es ist einen Versuch wert. Denn der Mangel an Nährstoffen macht schlapp und müde bis hin zur Depression und die wiederum begünstigt Appetitlosigkeit und Schluckbeschwerden. Also vielleicht ein erster Schritt, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen.
Liebe Grüße

03.04.2019 08:29 • #109


Tinebiene


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Danke liebe chrissie für deine Antwort. Grad letzten Freitag war ich bei der logopädin die mir das mit dem kopf nach vorne neigen sagte. Ich hab es versucht die tage aber vielleicht braucht es mehr übung noch. Ich bin soooo ängstlich und so unmotiviert in letzter zeit geworden. Was ist das für ein sirup den du endeckt hast? Wo nimmst du die kraft her stark zu bleiben? Ich denke mittlerweile nach 11 monaten nichts essen geht das eh nie mehr. Lg tine

03.04.2019 09:44 • #110


Chrissie11


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Liebe Tine,

es freut mich, dass ich wenigstens minimal weiterhelfen konnte. Das super Patentrezept hab ich ansonsten leider auch nicht, aber ich wünsche Dir von Herzen, dass es auch bald Dir wieder irgendwann wenigstens etwas besser geht. Um das Problem ganz loszuwerden, wird es sicher ohnehin Zeit brauchen, aber bei mir definitiv auch. Da bin ich ganz ehrlich.

Sag mal, bist Du denn zufällig deshalb mal bei einem Psychologen gewesen? Ich denke,letztlich würde der vermutlich am meisten bringen, da das wirklich eine psychische Ursache hat. Ich denke, da kann ich sicher für uns beide sprechen, da es ein ähnliches Schlüsselerlebnis gab. Dieses blöde Gefühl an diesem Fleisch zu verschlucken war ja schon so etwas wie eine Todesangst sage ich mal, da man auch nicht richtig Luft holen konnte. Das kann man denke ich schon als traumatische Erfahrung Werten, da man dadurch erstmals überhaupt mit so einer existensbedrohenden Angst in Verbindung gekommen ist. Insofern halte ich es irgendwie für fast schon normal, dass wir diese Angst haben und versuchen alles Essbare zu vermeiden.

Trotzdem, die Angst darf nicht der Sieger sein. Niemals! Wahrscheinlich ist es das, oder ich meine Stärke nehme, denn eigentlich belastet mich die Situation auch enormst. Aber ich denke nur so geht es.

Ich sag Dir das gerne mit dem Sirup. Darf man das? Egal, ich mache es einfach, bin ja jetzt kein verdeckter Werbeträger für die, aber vielleicht hilft es uns ja wirklich. Das ist es mir wert!
Ich schau dann gleich nochmal nach wie das genau hieß ubd schreiben es Dir dann gleich hier, ok?

Und denk niemals, dass Du es nicht schaffst. Du wirst es schaffen, versuche daran zu glauben!

03.04.2019 11:50 • #111


Chrissie11


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Schau mal, das heißt so: Nutilis complete. Ich habe es wie gesagt selbst noch nicht probiert, setze da aber Hoffnung rein. Man kann ja erstmal die kleine Verpackung mit 4 oder 6 Flaschen nehmen (weiß jetzt nicht mehr ganz genau wie viele das waren).
Aber ich setze da Hoffnung rein, dass wir dadurch an Energie und somit aich Lebensqualität gewinnen. Das halte ich für ganz wichtig, dann auch den Rest irgendwann zu knacken.

Ganz liebe Grüße

03.04.2019 11:59 • #112


Tinebiene


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Danke chrissie ja das ist so trinknahrung wie fresubin oder Resource das hab ich immer gekauft besser gesagt mach ich immer noch wenn unter 45 kg rutsche. Oder wenn ich merke es fehlt etwas dann ist mir oft schwindelig oder ich hab herzrythmusstörungen oder kopfschmerzen mit sehstörungen. Also ich muss sagen die Gespräche beim Therapeuten haben rein gar nix gebracht. Ich musste viel über meine kindheit erzählen die war nicht schön ja und hat viel mit meinen Krankheitsängsten zu tun. Aber die phagophobie kommt daher mit sicherheit nicht und auch nicht vom vielen stress mit meinem partner. Das wollte er mir aber einreden. Dann kommt ständig das thema magersucht in den Vordergrund. Nein bin ich nicht dann würde ich nicht literweise malzbier trinken und butter ohne brot halt oder frischkäse extrafett oder abends versuchen ein paar Stücke Schokolade zu essen. Wenn ich extrem lust auf herzhaft habe dann kaue ich schnitzel oder wurst oder egal was nehm den geschmack auf und spucke aus. Es mag für andere total bescheuert klingen aber auch diese art stillt das Bedürfnis nach essen. Aber ich merke das ich immer unzufriedener werde und habe angst in eine Depression zu rutschen. Aber ich bin froh das sich jetzt doch noch einige hier gemeldet haben die das auch haben. Lg tine

03.04.2019 15:12 • #113


Chrissie11


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Liebe Tine,

ah dann kennst Du sowas in der Art ja schon. Dann bist Du mir auf jede Fall eine Erfahrung voraus. Hat es Dir denn geholfen es zu nehmen? (sag jetzt bitte ja )

Das tut mir wirklich leid mit dem Therapeuten. Ich muss Dir da ganz ehrlich sagen, dass ich vor so etwas auch Angst habe und daher diesen Weg für mich bislang auch nicht gewählt habe. Zunehmend merke ich einfach wie wenig man sich da Außenstehenden gegenüber anvertrauen kann. Das hat mir bisher immer nur Unverständnis und Gelächter gebracht. Ist ja schön für alle anderen,so etwas noch nie erlebt haben zu müssen....Daher war ich aber auch so dankbar, dieses Forum hier gefunden zu haben. Und es hilft mir auch total zu lesen, wie Du damit versuchst umzugehen. Das gibt mir auch irgendwie Halt, weil ich mir schon zunehmend bescheuert vorkomme.

Und ja, ich denke Du hast Recht, irgendwelche Schatten der Vergangenenheit sind mit Sicherheit nicht daran schuld, dass man nach einem Verschluckem fast erstickt. Das zeigt nur mal wieder einmal mehr wie wenig selbst Experten für das Thema sensibilisiert sind.

Hast Du eigentlich jemanden, den Du Dich so richtig damit anvertrauen kannst, wo Du das Gefühl hadt, er oder sie versteht Dich? Ist bei mir leider schwierig. Vielmehr kriege ich dann zu hören, ich bilde mir das doch nur ein und jetzt könnte man doch mal wieder essen nach soooo länger Zeit.
Kennst Du solche Reaktionen auch? Wie reagierst Du dann darauf?

03.04.2019 19:30 • #114


Tinebiene


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Ohja ich kenne solche Reaktionen sehr gut und ich muss dir ganz ehrlich sagen die kommen am meisten von meinem eigenen mann mit dem ich seit 30 Jahren verheiratet bin. Einerseits zeigt er Verständnis weil er war der einzige der bei dem verschlucken dabei war anderseits bekomme ich oft Vorwürfe ich würde mich nicht bemühen ich soll doch einfach essen und das schlimme ist auch sein Vorwurf das ich magersüchtig bin. Aber ich habe zwei Erwachsene Kinder und meine Tochter ist ein mensch der mich versteht. Sie ist 25 und wir vertrauen uns alles an. Wenn sie zb mittags kocht für die kinder dann pürrieren wir meine miniportion und ich versuche immer ein wenig zu essen. Wir reden viel darüber und sie hat immer ein offenes Ohr und unglaublich viel geduld und Verständnis. Umgekehrt natürlich genauso. Zu der Trinknahrung kann ich sagen ja sie hat alles was der Körper braucht aber wenn man fast nichts isst muss man 5 flaschen pro Tag trinken und das schaff ich nicht. Ich trink danb mal eine die hat 300 Kalorien und hab somit ein paar Mineralstoffe Zu mir genommen. Etwas mehr Energie bekomm ich durch ovolmatine und malzbier. In meinen kaffee mach ich traubenzucker und ich trinke täglich ein beutelchen oralpädon das bessert mein befinden in wenigen minuten. Ja ansonsten kämpfen üben üben üben aber es gibt auch tage da geht rein gar nix. Lg tine

04.04.2019 07:29 • #115


LisaM


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Was hab ich nur?

Hallo ihr Lieben,
Ich bin total am verzweifeln, ich habe vor ca. 1 Jahr eine Angststörung mit Panikattacken entwickelt. Die Panikattacken habe ich mittlerweile sehr gut im Griff und sie treten nur nochmal sehr selten und abgeschwächter auf. Viel schlimmer ist, dass ich in dieser Zeit eine Schluckstörung entwickelt habe. Ich denke permanent daran mich beim Essen zu verschlucken, das Essen ist fast unmöglich geworden. Immer wenn ich essen möchte kommt die Angst mich zu verschlucken und mein schluckreflex wirkt wie blockiert. Es einfach abzuschalten und nicht mehr dran zu denken funktioniert einfach nicht, ich habe schon jegliche Ablenkung probiert. Trinken funktioniert nur beim Essen kommt die Angst. Weiß jemand, was man tun kann, um sein Gehirn umzuprogrammieren, dass ich nicht ständig beim Essen daran denken muss? Hat jemand was Ähnliches erlebt und vielleicht einen Tipp? Ich wäre so dankbar. es ist einfach so quälend, bei jedem Versuch zu essen Todesangst zu haben.

21.06.2019 17:30 • #116


med

med


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Es gibt ein Buch von einer weiblichen Comedian ( komme grad nicht auf den Namen ), die das auch so extrem hat. In dem Buch schreibt sie, was sie alles unternommen hat und wie sie damit fertig wird/wurde. Ist wirklich gut geschrieben. Kannst ja mal recherchieren... vielleicht hilft es Dir ein wenig.

21.06.2019 19:44 • x 1 #117


Lyalechkaa


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Hallo LisaM!

Ich hatte das als ich noch Angst vor ALS hatte.. das war teilweise so schlimm, dass ich mich aus Angst tatsächlich sehr oft verschluckt habe..

21.06.2019 20:14 • x 1 #118


LisaM


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Danke euch für die Antworten, wie ist es denn bei dir weggegangen?

Nach dem Buch schaue ich auf jeden Fall mal, danke dir!

21.06.2019 20:35 • #119


Flor


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Schau mal, hab grad gegoogelt.
In Kampf- oder Flucht-Situationen muss der Körper angespannt sein. Die Speicheldrüsen trocken aus, da keine Nahrungsaufnahme benötigt wird. Spannt sich die Muskulatur im Halsbereich an, ist der Mund trocken und wird gleichzeitig heftig und tief geatmet, kommt es häufig zu Erstickungsgefühlen und Schluckbeschwerden.

Ich kann es dir wirklich nicht sagen wie man es im Griff bekommen kann, aber du sagst die Panikattacken hast du gut unter Kontrolle, so zeigt die Psyche andere Symptome womit du noch nicht zurecht kommst. Versuch dich zu entspannen und nicht daran zu denken. Ich weiß leichter gesagt als getan!

21.06.2019 20:49 • x 1 #120




Prof. Dr. Borwin Bandelow