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Hallo Zusammen,

ich leide seit einigen Monaten unter dieser oben beschriebenen Angst. Doch wie fing das ganze an? Ich glaube ich hatte das früher schon mal, konnte aber immer damit leben und hatte es im Griff. In den letzten Jahren habe ich mich von einem schüchternen zu einem offenen Menschen entwickelt, der sehr gerne raus geht und neue Leute kennen lernt.

Das erste Mal trat die Angst auf einer Feier auf, auf der ich keinen Menschen kannte. Ich musste plötzlich die Gabel fallen lassen und konnte nicht mehr weiter essen, so sehr habe ich plötzlich gezittert. Ich bin dann noch einmal mit einer Kollegin und einfach mit Freunden essen gewesen, und da war es wieder ganz genauso, und auch im Büro konnte ich nichts mehr essen und ging zum schluss zum Wasser trinken an den Wasserhahn auf der Toilette! Kurz darauf wurde ich krank geschrieben. Ich bekam eine ganze Weile lang Doexpin, die ich aber abgesetzt habe,weil ich davon dermaßen zugenommen habe. Damit ging es mir gut und ich war ein mal in einem ziemlich leeren Restaurant und sogar einmal im Biergarten. Nun habe ich umgestellt auf Citalopram und nehme diese aber erst seit 2 Wochen. Bei der Umstellung kamen ganz schnell meine Depressionen und die Panikattacken wieder.

Ich beginne nun eine Verhaltenstherapie in Einzelsitzung. Ich hatte bisher 4 Anamnese-Sitzungen. Nun soll ich mich bewusst entspannen, jeden Tag Muskelentspannung machen, und das Buch von Doris Wolf Ängste verstehen und überwinden lese ich außerdem. Ich soll mich nun 2 Mal in der Woche meinen Ängsten stellen und mich in solche Situationen begeben, weis aber nicht, ob ich das schaffe. Diese Woche war ich zum ersten Mal essen, mit meinem Freund, der mich sehr unterstützt. Ich saß an einem Tisch in einer Ecke wo ich niemanden anschauen musste. Ich war die ganze Zeit verkrampft und hatte feuchte Hände. Das zittern hatte ich einigermaßen im Griff und es ist im Grunde nur ein mal aufgetreten. Ich glaube ich habe einfach Angst vor der Angst und vor dem zittern und ich weis genau, dass ich nichts hätte essen können, wenn ich in fremde Gesichter hätte gucken müssen. Ich habe das Essen kaum genießen können, meinen Ellbogen bei jedem Schluck aus dem Glas am Tisch abgestützt. Als ich wieder raus war, viel eine unglaublich große Last von meinen Schultern. Ich habe gejubelt und war voller Euphorie, weil ich den ersten Schritt getan und es überstanden hatte! Ich lag die ganze Nacht wach und dachte an das erlebte und grübelte und grübelte.

Gestern dann habe ich einen weiteren Schritt gewagt und eine ganz liebe Person aus einem Forum kennengelernt, in dem ich auch seit meiner Erkraknung bin. Sie kam zu mir und ich hatte einen Kuchen gebacken. Ich war vorher schon ein Nervenbündel pur. Selbst Bachblüten-Rescue-Tropfen und auch die progressive Muskelentspannung halfen nicht. Als wir etwas spazieren gewesen sind, war alles super, aber beim Kuchen essen dann wieder das Problem. Ich hatte extra Tee gekocht um mich an dem großen Becher mit zwei Händen fest halten zu können. Ich konnte den Kuchen nur essen, wenn sie auch gerade gegessen, und mich nicht angeschaut hat.

Es ist also nicht mal in meinen eigenen 4 Wänden anders.

Ich habe mich gestern dermaßen über mich selber aufgeregt und wieder die ganze Nacht wach gelegen.

Ich meine: eigentlich bin ich doch auf dem richtigen Weg, oder? Aber ich kann mich einfach während dessen nicht entspannen. Im Restaurant ging es einigermaßen, weil mein Freund alles wusste. Aber wenn man Kuchen isst und sich unterhält, wie soll man da seine Muskeln entspannen oder an etwas schönes denken um sich abzulenken?

Ich will einfach mein altes Leben zurück haben und dass wieder alles normal ist!

Liebe Grüße
Arwen

13.11.2009 09:42 • 21.06.2010 #1


20 Antworten ↓


sophie
Hallo Arwen,

ich habe genau dasselbe Problem wie du. Wenn Leute dabei sind, die ich gut kenne (Eltern, Freund), geht es eigentlich, aber ich würde mich z.B. nie alleine in ein Cafe setzen, weil ich mich dann vollkommen verspannen würde und nicht wüsste, wo ich hingucken soll.

Ich hatte vor ein paar Wochen ein Geschäftsessen mit 3 mir fast vollkommen fremden Menschen, wo ich so verspannt war, dass mir sogar die Gesichtszüge entgleist sind.

In den ersten 15 Minuten konnte ich nichts trinken, weil ich so stark gezittert habe, wir saßen in einem vollen Biergarten, ich musste von allen Seiten Fragen beantworten und hab noch versucht, locker zu wirken.
Zu allem Überfluss wurde dann auch noch in meinem Beisein über mich geredet, und ich habe mitbekommen, dass es um mich und mein verkrampftes Verhalten ging. Na vielen Dank... daran habe ich immer noch zu knabbern.

Naja, was soll ich sagen, ich habs überstanden, weiss aber, wie sich solche Situationen anfühlen.

Hier ein Tipp, der mir ganz gut hilft: Ich sage mir während des Essens und Trinkens so ne Art Mantra auf, etwas wie: Gaanz nette Leute hier Ich weiss das klingt etwas bescheuert, aber es hilft, wenn du es dir in ganz langsamem Tonfall vorstellst.

Ich halte beim Trinken ab und zu ganz kurz inne z.B. wenn ich das Glas an den Mund geführt habe, vermeide hektische Bewegungen, sage mir dass ich Zeit habe für die Bewegung.

In extremen Situationen funktioniert das alles noch nicht so gut, aber neulich war ich im Restaurant, wo ich mich permanent von der Seite beobachtet gefühlt habe. Und da habe ich mir innerlich gesagt Von DEN Idioten lässt du dir das leckere Essen nicht vermiesen! und habe mir klar gemacht, dass ich es verdient habe, das Essen zu genießen.

Möglich, dass ich gar nicht beobachtet wurde bzw. sich die Leute nichts böses gedacht haben, aber ich habe dann ganz entschlossen und trotzig (fast) ganz in Ruhe essen können und hatte ein gutes Gefühl.

Viel Erfolg!

13.11.2009 15:40 • #2



Zittern beim Essen und Trinken

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Hallo Sophie,

lieben Dank für Deine Antwort. Ja, so versuche auch ich mich irgendwie darauf zu winden. Ich sage mir auch immer, dass alles ganz nett ist, dass ich mich freue, etc. Aber dennoch wird es wohl eine große Überwindung sein, wieder raus zu gehen. Mit meinem Freund geht das ganze ja. Ich hoffe dass das alles so nach und nach kommt und hoffe ebenso, dass ich die Zeit dafür haben werde!
Ich werde das mit den langsamen Bewegungen auf jeden Fall mal ausprobieren - ich hoffe ich denke daran, wenn wir am Mittwoch wieder essen gehen!!

Ganz liebe Grüße,
Arwen

15.11.2009 14:54 • #3


sophie
Versuch dir vorzustellen, dass es keine Überwindung ist, sondern ein tolles (Geschmacks-) Erlebnis (ist es für mich persönlich auch noch nicht, aber die Vorstellung ist doch positiver und motivierender )

Wenn wir beide so weit sind, können wir ja mal zusammen essen gehen und vergleichen, wer die meisten Gläser umschmeisst und sich am häufigsten mit der Gabel in die Nase sticht

Ganz liebe Grüße zurück!

Sophie

17.11.2009 00:17 • #4


hallo sophie! hallo arwen!

ich wäre gerne dabei ;o) denn ich habe fast das gleiche problem. bei mir ist es aber eher so, dass ich in verschiedenen situationen extrem zittere! wenn ich zum beispiel einem kunden einen kaffee bringe oder sobald ich ein sektglas in der hand halten muss. ganz übel ist es, wenn ich dann noch stehe und mich nirgens abstützen kann!

das ist echt ein riesiges problem geworden! auch bei mir war es früher nicht so schlimm! aber ich glaube ich habe selbst eine angst vor der angst erschaffen. auch wenn ich mich eigentlich z.b. auf ein sektfrühstück freuen sollte, habe ich panik davor u möchte am liebsten meinen geburtstag aus dem kalender streichen (

ich mache jetzt eine therapie u hoffe, dass ich irgendwann endlich wieder mein leben genießen kann u mir egal ist, was andere über mich denken. ich glaube der schlüssel zum erfolg ist, dass wir das dämliche zittern akzeptieren, genauso wie andere stottern oder rot werden. dann schaffen wir es!

arwen, wie war dein essen gestern? bestimmt gut oder? sonst hättest du bestimmt geschrieben!

liebe grüße!
visa

19.11.2009 21:34 • #5


Ich kenne das Problem von mir selbst.

Das eigentliche Problem daran ist:

1.) Daß man meint, man dürfe nicht zittern

2.) Man meint, man würde die Reaktion der Leute nicht ertragen, wenn sie das zittern merken

3.) Man will keine Schwäche zeigen (vielleicht, weil man aus irgendeinem Grund so programmiert wurde)

4.) Oft ist einfach eine Grundzittrigkeit unterschwellig dabei - und die hat nix mit der Psyche zu tun, sondern ist oft streßbedingt) - möglicherweise gab es dadurch sogar das Schlüsselerlebnis, wo man das Zittern dann bei sich selbst negativ beobachtet hat (und leider begonnen hat, drüber nachzudenken, daß ist DER Fehler bei Ängsten schlechthin)

Die Lösung besteht also m.M. nach darin, sich das Zittern zu genehmigen (nach dem Motto: na und, dann zittere ich halt) und zu lernen, mit allenfalls blöden Kommentaren umzugehen. Blöde Kommentare kann es ja geben, aber aushalten wird sie jeder, auch wenn es unangenehm ist.
Irgendwie sollte man da zu einer Einstellung finden, daß es einem einfach egal ist. Es ist ok, wenn man Schwächen hat und man sollte sie einfach annehmen. Die Leute um Euch herum sind allesamt auch nicht perfekt.
Und zu guter letzt (wie bei JEDER Angst): Macht Euch keine Gedanken drüber - das macht die Angst nur größer.
Das hat auch ein wenig etwas mit Selbstakzeptanz zu tun: D.h. man akzeptiert sich jetzt mal mit seinem Makel (in Wahrheit ist es ja eh keiner) ohne wenn und aber.

Denn dadurch, daß man sich den Druck macht, nicht zittern zu dürfen, zittert man erst recht, weil sich die Muskulatur (in dem Fall auch in den Händen) total verspannt.
Versucht mal die Muskeln lange anzuspannen, ohne zu zittern - das ist unmöglich.
Man sollte also die Muskeln möglichst entspannen. Ist natürlich nicht so leicht, wenn man es in dieser Situation genau umgekehrt eingelernt hat - aber alles, was man so gelernt hat, kann man nun mal auch wieder verlernen.
Eine Möglichkeit wäre auch noch, bewußt zu zittern. Ihr werdet merken, daß das gar nicht so gut klappt, wenn man es will (wie es eben umgekehrt nicht klappt, um jeden Preis nicht zittern zu wollen).

Und Streß reduzieren ist natürlich IMMER gut. Eine einzelne Ursache gibt es selten - die Faktoren muß schon jeder für sich selbst rausfinden. Das alleine ist aber zu wenig, wenn man nicht seine Einstellungen in Richtung Selbstazeptanz und sich Druck machen überdenkt.

Ich bin sicher noch nicht vollständig geheilt, aber seit ich mir bewußt nicht mehr soviele Gedanken drüber mache und es gelassener nehme, geht es eindeutig besser. Ich denke, das geht nicht von heute auf morgen - das ist ein Prozeß an dessen Ende dann eben diese Einstellung steht.

Heute war ich z.B. alleine in einem Restaurant - einige Leute im direkter Umgebung - und ich konnte normal trinken. Weil ich mir dachte: Ich trinke jetzt mit einer Hand und wenn ich zittere, dann zittere ich halt, verschütte das Getränk oder das Glas fällt zu Boden - ist doch im Grunde schei. .
Dabei war es sogar so ein hohes Weinglas - Level 3 sozusagen

Probleme habe ich jetzt eigentlich nur noch in 1:1 Situationen, aber vielleicht kriege ich das ja auch noch hin .
Und wenn nicht, wird die Welt auch nicht untergehen und ich werde trotzdem machen, was mir Spaß macht.

19.11.2009 22:53 • #6


Hallo,

lieben Dank für die Nachfrage!

Mein 2. Restaurantbesuch war wesentlich entspannter als der erste!

Ich habe bewusst die ganze Woche über mein mentales Training gemacht und mir vorgestellt, wie schön es in dem Restaurant wird, ohne Probleme.

Es war diesmal ein großes Restaurant, und ziemlich leer. Ich dachte mich könne niemand sehen, und war entsetzt, als ich plötzlich am Nebentisch eine Jacke und Gläser bemerkte und sich dann plötzlich jemand da hin setzte, der mich ganz genau beobachten konnte (was er vermutlich aber gar nicht wollte

Liebe Grüße,
Arwen

20.11.2009 08:31 • #7


hallo zusammen, da bin ich wieder! habe lange nix von mir hören lassen weil ich zu beschäftigt war...

das freut mich dass der restaurantbesuch gar nicht so schlimm war! wahrscheinlich fällt das zittern auch nur uns selbst auf! WIR sind diejenigen, die sich selbst so unter druck setzen und so höhe ansprüche haben, perfekt zu sein. man müsste mal lieber andere menschen beobachten oder den blick vom eigenen verhalten u körperlichen reaktionen ablenken.

vielen dank für deinen kommentar winston! genau so sehe ich das auch: man muss das zittern akzeptieren und zulassen! aber das hört sich so einfach an - leider ist es gar nicht so.... ich arbeite momentan daran und hoffe dass es mir bald besser geht. irgendwie ist aber immer die angst in meinem kopf: wenn ich mich mentan nicht gut genug auf eine bestimmte bevorstehende situation vorbereite, werde ich auf jeden fall zittern... diesen gedanken werde ich momentan nicht los.

in ein paar tagen habe ich geburtstag u mir steht das frühstück bei der arbeit bevor - im stehen mit ca. 10 leuten - sektfrühstück..... ein horror für mich! aber warum!? eigentlich müsste ich mich freuen u es genießen! und so habe ich mit meiner therapeutin beschlossen: wenn ich zittere bei diesem frühstück, darf ich mir ein paar neue schuhe kaufen! )

drückt mir die daumen, dass ich den mut habe zu meinem zittern zu stehen!

10.12.2009 15:45 • #8


sophie
hallo visa82,

berichte doch bei gelegenheit mal, wies gelaufen ist

Zitat:
wahrscheinlich fällt das zittern auch nur uns selbst auf! WIR sind diejenigen, die sich selbst so unter druck setzen und so höhe ansprüche haben, perfekt zu sein. man müsste mal lieber andere menschen beobachten oder den blick vom eigenen verhalten u körperlichen reaktionen ablenken.


du hast vollkommen recht, und trotzdem ist es SO schwer, sich nicht unter druck zu setzen...gerade weil man über das zittern überhaupt so viel nachdenkt, gewinnt es ja an bedeutung, und wenn es einmal ein thema war, ist es schwer, das wieder loszuwerden.

ich hätte lust, mal mit einer gruppe von leuten essen zu gehen, die dasselbe problem haben...wenn (falls) alle zittern, ist es doch halb so wild (im schlimmsten fall würde man uns für ne anonyme Alk. gruppe halten ). also, wenn ein paar von euch nächstes jahr mal lust haben, ein treffen mit gemeinsamem restaurantbeusch auf die beine zu stellen, dann bin ich gern dabei!

16.12.2009 23:27 • #9


Bin neu hier auch ich habe beim essen und trinken diese Ängste.Versuch damit zu leben und mach das Beste draus.Seit meiner Kindheit hab ich angst vorm Zittern,aber ich las mich von meinen Ängsten nicht unterkriegen kämpf immer wieder gegenan.Hab gelesen das ihr auch betroffen seid von dieser Angst. Gegenseitig kann man sich ja hier im FORum gut stützen.Ich bin froh das ich dieses FORum gefunden habe. Liebe Grüße euch alllen jutta

23.12.2009 21:07 • #10


hallo zusammen!
danke der nachfrage sophie! es war super! das war echt ein tolles erlebnis und hat mich seeeeeeeehr aufgebaut. ich glaube zwar immer noch dass ich ein bisschen gezittert habe (und innerlich war das zittern die angst noch extremer) aber das gute ist, dass es immer besser wird je öfter man sich den situationen stellt. ein bisschen freue ich mich schon auf den nächsten geburtstag - allein um wieder dieses erfolgserlebnis zu haben. denn bis vor ein paar monaten habe ich bei dem gedanken an ein solches ereignis zuhause gesessen geweint und wusste nicht wie ich es schaffen sollte...

sophie, ich habe herzhaft gelacht über deinen kommentar mit dem essen gehen

27.12.2009 14:20 • #11


Hallo Zusammen!

Ich leide an sozialer Phobie und eins meiner größten Probleme in diesem Zusammenhang ist das essen.
Anders als ihr es bisher geschildert hat, habe ich nicht das Problem mit dem Zittern sondern ich kann nicht runterschlucken.
Wenn ich irgendwo essen muss, wo mehrere Leute sind, oder wo es laut und unruhig ist, dann werde ich total nervös.
Wenn ich dann was essen will, hab ich das Gefühl ich kann nichts runterschlucken, weil es mir sonst im Hals stecken bleibt.
Ich muss dann würgen, mir wird übel und ich kann manchmal nochnichtmal etwas trinken. Obwohl einem Flüßigkeiten wohl kaum im Halse stecken bleiben können...
Dennoch hab ich dann so eine Sperre.
Am besten kann ich zuhause essen, wenn ich allein bin.
Mit meinem Freund geht es auch, nur wenn er mir gegenübersitzt oder vor mir mit dem Essen fertig ist, bekomme ich ebenfalls diese Probleme.

Kennt ihr das auch?

15.01.2010 14:17 • #12


hallo taerdrop!

hm nein, das problem mit dem runterschlucken kenne ich nicht. aber ich kann mir vorstellen, dass es ganz übel ist: wo essen doch so lebenswichtig ist und riesen spass macht wie ich finde! für mich ist essen nicht nur was elementares sondern auch eine leidenschaft und erwas sehr gesellschaftliches, was man gerne mit anderen gemeinsam erlebt. das war ja schon vor zig jahren so! vielleicht hilft es dir, wenn du dir DAS immer vor augen hälst und versuchst, dich auf dein essen zu konzentieren. scheinbar hast du deine soziale phobie auf dieses gesellschaftliche ereignis fixiert. aber jetzt mal ganz ehrlich und vielleicht hilft auch das dir ein bisschen: wenn wir beide gemeinsam essen, dann konzentriere ich mich nur auf die gut pizza, die da auf meinem teller liegt und verspeist werden will und eigentlich gar nicht auf dich. ich würde sicher noch nicht mal merken, dass du ein problem hast! und das geht sicher 99% aller anderen leute, die dein problem nicht kennen, ebenso. bei mir ist es sogar so, dass ich gar nicht zitter, wenn die pizza vor mir liegt - egal wer auch immer mir gegenüber sitzt. das schlimme ist die angst, die ich vorher habe (hatte), dass das zittern wieder auftauchen könnte und damit entfache ich einen teufelskreis in meinem kopf. diese angst musst du überwinden und dir denken: was soll schon passieren!? und dann hast du wieder spaß am leben!

liebe grüße!

23.01.2010 09:18 • #13


Ich leide auch an diesen Zitteranfällen, bei mir ist es zum Glück nicht so schlimm. Ich bekomme Zitteranfälle beim trinken, immer dann wenn ich ein volles Glas an die Lippem setze und dann trinke muss. Sobald das Glas nur noch halb voll ist, habe ich keine Probleme mehr.

Deshalb trinke ich meistens vor anderen Leuten schon seit Jahren keinen
Kaffee mehr. Kaffee ist wirklich der Horror, oder ein bis zum Rand gefülltes Glas mit Cola oder so....ich schaue immer, dass ich ein Getränk bestelle, welches nur mit einem halbvollen Glas serviert wird. Z.Bsp. eine Cola Light in der Flasche oder so.

Angefangen hat es vor über 10 Jahren, im Büro habe ich mit zwei Kollegen sowie einem temporären Mitarbeiter in der Pause einen Kaffee getrunken, dabei hatte ich ein ersten Zitteranfall. Seitdem bin ich das Problem nie mehr richtig losgeworden. Es nervt mich, belastet aber zum Glück mein Leben nicht permanet.

Es ist die Angst, sich vor den anderen zu blamieren. Die Angst, was diese wohl denken, wenn man einen Zitteranfall hat....ich arbeite jetzt daran.
Eigentlich sollte ja es egal sein, was die anderen denken. Dann zittere ich halt, davon geht die Welt nicht unter. Jeder hat schliesslich seine Probleme, es gibt viel schlimmere Dinge auf dieser Welt. Mir geht es sonst sehr gut, ich habe eine tollen Job, eine tolle Familie und bin ansonsten ein glücklicher Mensch. Mit dieser Einstellung versuche ich dem Problem beizukommen, teilweise gelingt es gut. Wenn ich einen Zitteranfall vor andern habe, ist es total unangenehm, aber es geht ja nur einige Sekunden und dann ist es vorbei.

Ich bin übrigens ein eher introvertierter und schüchterner Mensch. In den letzten zehn Jahren habe ich mein Selbstvertrauen aber ziemlich aufgebaut. Bin jetzt mit 35 Jahren auch Mitinhaber einer kleinen Firma. Als Chef ist es deshalb äusserst mühsam, wenn man mit Kunden etwas trinken will und Angst vor dem Zittern hat.

Über Tips wie man dem Problem erfolgreich beikommen kann, wäre ich natürlich sehr dankbar.....

23.01.2010 11:34 • #14


Was bin ich erleichtert dieses Forum gefunden zu haben! Es gibt Menschen, die ein Problem haben, den Suppelöffel zum Mund zu führen!

Hallo liebe Gleichgesinnte, es ist in der Tat sehr unschön, dieses Zittern. Ich hatte anfangs geglaubt, ich sei Nervenkrank. Bei mir begann es einfach irgendwann, und ich weiß gar nicht genau wie und wann. Denn ich erinnere mich an Zeiten, wo ich das nicht hatte, im Studium etwa, auf Parties, in meinen allerersten Arbeitsjahren. Ich erinnere mich nur an eine sehr prägnante Situation, es war in einem Hotel bei einem Geschäftsfrühstück, ich hob die Kaffeetasse begann plötzlich so stark zu zittern und merkte, dass ich mit den Anwesenden eigentlich gar nicht sein wollte. Mein Körper wehrte sich quasi gegen die Leute. Seit dem war das Zittern mein ständiger Begleiter, bzw. seit dem habe ich einen Fokus drauf! Trotzdem habe ich es dann in den darauffolgenden 10 Jahren bis unter die Vorstandsetage gebracht, und zwar Filmreif! Was ich mir alles ausgedacht habe, um nicht mit Menschen Essen gehen zu müssen, Essen abbrechen zu können oder aber zu erklären, warum ich keine Vorspeise mag (meist Suppe).... ich habe meist am Abend vorher schon darüber nachgedacht, wie ich was ablehnen oder mich drücken kann... es war ja nicht möglich, selbst eine einfache Tasse Kaffee mit jemandem zu trinken. Ich bin verzweifelt und musste dann sogar mit dem Arbeiten schluss machen, weil je höher man positioniert ist, desto weniger muss man fachlich glänzen, sondern politisch, und das geht eben nicht, wenn man einen Löffel nicht zum Mund führen kann. Ich war sehr traurig und habe auch viel geweint. Ich war nicht in der Lage, mir in Gesellschaft eine Zig. anzuzünden, weil meine Hände so sehr gezittert haben! (ich rauche jetzt nicht mehr). Ich mache generell viele Dinge nicht mehr, die ich gerne machen würde. In der Arbeitswelt ist das leider nicht förderlich; ich habe aber damit abgeschlossen und nehme erheblichste Gehaltseinbussen in Kauf, um den wirtschaftlichen schaden dieser störung zu beziffern: ich verdiene 6.000 euro weniger. ich fühle mich freier, weiß aber auch, dass es noch immer da ist und ich nur nicht mehr in die situationen gehe!

Interessant war für mich stets die Beobachtung, dass es bei mir vertrauten Menschen keine Probleme mit dem Zittern gab. Manchmal, wenn ich mich gut fühlte und stark und manisch war, dann hatte ich auch kein Problem, weil mir es dann egal war. Oder aber ich schuf mit absicht eine für mich peinliche Situation, die heftiger war als die Peinlichkeit beim Essen - dann hat das mit dem Essen auch meist geklappt.

Und kennt Ihr das auch: am Anfang, wenn diese Anspannung da ist, mann die Suppe und das Wasser einfach wegläßt (Gabel und Messer - das geht so gerade eben, die Werkzeuge sind irgendwie besser zu kontrollieren) und isst und sich im Laufe des Gesprächs so langsam die Anspannung löst weil man menrkt da will einem keiner wirklich was böses und man dann am Ende denkt: so, jetzt könnt ich auch die Suppe... ist das nicht herrlich? In dieses Gefühl aber kommt man nur dann, wenn man sich dazu zwingt oder es unausweichlich ist. Als Vermeider - und ich bin in der Regel ein Vermeider - kommt man nicht einnmal zu diesem SELTENEN Gefühl der Spannungsauflösung - Ich nenne das Spaßeshalber Suppenlustphase...

Nun habe ich mich entschlossen, einen Neurologen aufzusuchen und absolviere ein Autogenes Training. Es ist unbeschreiblich, wie man so zumindest die Symptome lindern kann (also bei mir funktioniert das, bei anderen helfen vielleicht andere Methoden).

Ich schreibe mir auf, wann und in welchen Situationen das Zittern kommt und wann nicht. Es ist hier wohl wie bei Euch auch: bei Menschen die mir nahe stehen: kein Problem! Bei Fremden oder Leuten, die ich nicht mag: NO WAY. Vielleicht nehmen wir uns einfach zu wichtig und glauben, alles starrt auf uns ) Nein Nein, derart trivial ist es nicht! Mir raubt es Lebensqualität, wenn ich nicht einmal ein Glas Sekt in die Hand nehmen kann zum anstossen. Oder wenn ein Glas zu voll ist...

Wenn ich mal alle Situationen vor Augen führe, wie blöd ich mich deshalb schon verhalten habe und Menschen vor den Kopf gestossen habe... Aber ich habe irgendwie gelernt, damit zu leben. Ich sage mir: wenn der Körper das nicht will, willer nicht. Basta!

Ich würde gerne mal ein Experiment machen: ich würde mich gerne mit vier Leuten an einen Tisch setzen, die das gleiche Problem haben und Essen und Trinken - mal sehen, wie es dann ist!

Mein Therapeut, der alte Gauner sagte: wetten, wenn Sie jemandem VOR dem Essen von Ihrem Problem erzählen in aller ausführlichkeit, bin ich sicher, nehmen Sie das Glas in die Hand und trinken erstmal einen kräftigen Schluck!

Klar, das meiste ist Symptomstress, Stress, der durch Stress entsteht - aber das nutzt nichts, das zu wissen - ich werde auch morgen nicht allein in ein Kaffee gehen sondern mir wieder was To Go bestellen...

07.04.2010 23:36 • #15


PS: es tritt auch dann nicht auf, wenn ich das Glas schon vorher in der Hand habe, bevor sich andere zu mir setzen, un dich mich sozusagen mit dem Glas bereits sensibilisieren konnte. Und auch dann nicht, wenn ich vorher mit einem mir lieben Menschen zusammensitze und dann unbekannte dazukommen. auch ja..und wenn die sitzsituation eine fluchtmöglichkeit bietet.

wie feingranuliert sich diese ängste aufsplitten lassen - geht euch das auch so..?

07.04.2010 23:43 • #16


Hallo tomato

Mir gehts auch so, habe ständig Angst beim Essen und Trinken.

Schaue mich schon länger im Forum um und suche hier Gleichgesinnte.

Sende dir und deiner Familie liebe Grüße, Hier im Forum können wir uns alle austauschen, das ist doch super. Schreibe ruhig öfter , wir sitzen eh alle im selben Boot.

16.04.2010 19:26 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

ich lese heute zum ersten Mal, dass ich mit diesem Problem nicht alleine bin. Ich hab schon gedacht, ich bin nicht ganz dicht, echt wahr.....

Ja, ich kenne das, das Problem vor unbekannten oder nicht ganz so nah stehenden Leuten zu trinken oder zu essen. Irgendwie verspannt sich in dem Moment die ganze Nackenmuskulatur und der Kopf fängt an zu zittern.......ich hab das schon ein paar Jahre udn anfangs dachte ich, ich hätte neurologische ausfälle, bis ich gemerkt habe, dass das nur in Situationen mit Unsicherheit auftritt. Manchmal gehts besser, manchmal schlechter..........ich vermeide es mittlerweile im Umfeld von unbekannten Personen Suppe zu essen, klingt lustig, ist aber so, weil ich da echt Angst habe alles zu verschütten........oftmals ist es aber so, dass ich dann doch Herr der Lage werde und sich die symptomatik zurückstellt.

Ne richtige Sozialphobie hab ich nicht, jedoch kenne ich es auch, dass ich in Prüfungssituationen totale Blackouts erlebe..........das ist mir einmal in einem Vorstellungsgespräch passiert, totaler Blackout, Durchzug...........das war so peinlich........ansonsten kann ich aber alles machen......mag nur Situationen nicht, in denen ich sozusagen auf Herz und nieren geprüft werde..........

ich rede ja nicht mal mit freunden und familie darüber, deswegen bin ich jetzt echt mal heilfroh so ein forum zu finden, in dem es leute gibt, die ähnliche probleme haben.........

ich bin noch nie auf die Idee gekommen, dass das ne Angststörung sein könnte......aber wenn ich das alles hier lese, macht das natürlich schon sinn........

im prinzip weiß ich sogar wo das herkommt, aber das ändert leider nichts an der Tatsache..............

und ihr meint, man kann das psychotherapeutisch in den griff bekommen?

26.04.2010 09:12 • #18


hallo perlentaucherin
du schreibst, bdu weist wo deine Unsicherheiten beim Essen her kommen.
Vieleicht mags du erzählen wo dein Zittern herkommt.
Ich habe z.B. einen essentiellen Tremor(leichtes Zittern in den Händen aber nicht schlimm)
lg jutta

26.04.2010 19:58 • #19


Hallo Ihr Lieben,

gestern war wieder so ein Tag, an dem ich nur grübeln musste und deswegen habe ich mir ein Herz gefasst und mich einfach mal hier angemeldet. Entschuldigt, wenn ich etwas unstrukturiert schreibe, aber ich lasse meinen Gedanken jetzt mal freien Lauf ...

Insbesondere über Tomatos Beitrag musste ich schmunzeln und zugleich haben mich die Erzählungen so sehr traurig gemacht ... Wievielen Menschen habe ich schon vor den Kopf gestoßen, weil ich nicht bereit war, mit Ihnen anzustoßen? Das tut mir so sehr leid!

Am schlimmsten sind für mich leichte, zarte Gläser wie Sekt-, Wein und Schnapsgläser. Bereits bei dem Gedanken daran fange ich an, mir im Kopf die schlimmsten Szenarien auszumalen und programmiere meinen Körper unbeabsichtigt natürlich vollständig darauf, zu zittern!

Kurz zum Hintergrund: Ich bin 26 Jahre alt, stehe voll im Berufsleben und bin nach Außen hin kein schüchternes Mäuschen - nein im Gegenteil, ich bin (und verzeiht mir, wenn das falsch rüberkommen sollte - ich will einfach nur sehr ehrlich sein) jemand, der immer mit den coolen Befreundet ist, der sich seines Äußeren nicht schämen muss, der eine tolle Familie hat, der eine tollen Job hat, der andere so akzeptiert wie sie sind, umgekehr aber auch akteptiert wird, wie sie ist und der einen der einen ganz tollen Freund hat, den bestimmt so manche Frau sehr gerne haben würde. WO UM HIMMELS WILLEN IST ALSO MEIN PROBLEM? Schämen sollte ich mich! Undankbares Geschöpf! Was ich Euch damit sagen will: ES KANN JEDEN TREFFEN! EGAL, WIE ANGESEHEN, WIE BELIEBT, WIE ATTRAKTIV. Und was meint ihr, hinter wievielen Fassaden es genauso aussieht, wie bei uns! Denken würden wir das bloß nicht ...

So in etwa habe ich noch bis vor einiger Zeit gedacht. Ich war immer schon ein Mensch, der sich viele Gedanken über andere Menschen gemacht hat; geht es ihnen gut, sind alle in der Gruppe integriert mögen mich alle ... Kurz gesagt: Mache ich es allen Recht. Das erste Mal gezittert habe ich im Urlaub auf einer Party, als ich mit meinem Schwarm einen Schnap. trinken wollte. Das gesamte Getränk ist mir über das T-Shirt gelaufen und er hat mich nur irritiert und mitleidig angesehen. Das war so, so schlimm für mich, dass ich fortan natürlich vermehrt (aber nicht extrem) auf meine Hände geachtet habe. Gefolgt von Vorträgen in der Schule, bei denen ich mich vor 30 Leuten blamiert gefühlt habe usw. usf. Ihr könnt Euch also vorstellen, wie in etwa das ganze begonnen und sich verschlimmert hat. Dazu kommt, dass ich ein Mensch bin, der obendrauf noch die Veranlagung hat, sehr rot zu werden - ein anderes, aber ebenso wichtiges Thema für mich!

Nach einer Essstörung und einem 3-monatigen Aufenthalt in einer Klinik, 3 Therapeuten und meinem Drang endlich wieder die Macht über mich und meinen Körper zu erhalten, habe ich viel gelernt und verstanden. WIR PROGRAMMIEREN UNSEREN KÖRPER! Unser Körper ist unser Freund! Er tut nichts anderes als uns schützen zu wollen. Wenn wir eine Situation als gefährlich bewerten und all unsere Energie investieren, um auch wirklich Panik zu bekommen, ist es doch klar, dass der Körper mit Zittern, Schwitzen oder Rot werden reagiert. Das ganze hat ja einen tieferen Sinn. Ich habe viele Bücher gelesen und mich mit den Thematiken auseinandergesetzt. ES GIBT KEIN WUNDERMITTEL - IHR SEID DER SCHLÜSSEL ZU ALLEM SELBST! Eine Zeit lang, in der ich den Druck nicht mehr ausgehalten habe, begann ich einen FEHLER zu machen. Ich habe Alk. (zu dem Zeitpunkt mochte ich das bittere noch Zeug gar nicht und musst jedes Mal würgen!) zu trinken, um ruhiger vor einem Essen o.ä zu werden! LASST BLOSS DIE FINGER DAVON, IHR WERDET ES DANACH SCHWERER HABEN! Jeder kennt das, klar war ich etwas ruhiger, aber auch nicht mehr ich selbst. Ich habe mich ausgelassen (zum Teil peinlich!) benommen und bin innerlich beinahe vor schlechtem Gewissen gestorben ... So einen schei. zu machen, nur damit ich nicht zittere ?? DAS DARF UND KANN NICHT SEIN! Ihr könnt Euch vorstellen, dass ich meinen Körper natürlich entsprechend umprogrammiert habe und er bei jeder Aufregung (und die Grenzen verschwimmen schnell) einen Schluck brauchte um ruhiger zu werden! Das kann es einfach nicht wert sein! Und so entstand eine enorme Wut in mir, die ich mir zu Nutze machte - Wut bedeutet zugleich Energie, man muss sie nur richtig lenken!

Und jetzt zu einer Methode, die sehr viel Mut beansprucht, aber auch funktioniert! Erst einmal müsst ihr auf Euch achten gut zu Eurem Körper sein, d.h. ausreichend Wasser trinken, gesund ausreichend Essen, Sport machen (ich bin ein absoluter Sport Muffel, aber 20 Minuten am Tag schnellen Schrittes spazieren zu gehendas schafft jeder!!) Dann fragt Euch mal, wann genau die Symptome auftreten? Was will Euch euer Körper sagen? Vielleicht fühlt ihr Euch in Euerm Freundeskreis gar nicht so verstanden, geborgen und sicher, wie ihr immer dachtet? Könnt ihr Euch wirklich so geben, wie ihr seid und werdet dennoch akzeptiert? Klar, dass das Zittern im Job am Heftigsten ist. Im Job passen keine Emotionen und der Chef wird es nicht niedlich finden, wenn wir bei einer Verhandlung zittern und/oder rot werden - das sieht einfach nicht professionell aus. Bislang habt ihr Euch bestimmt immer wieder mit folgenden Gedanken gequält Oh Gott, ich darf bloß nicht anfangen zu zittern ... Hilfe, es fängt an. Ich darf auf keinen Fall schlimmer zittern etc. - versucht es doch einmal umgekehrt. Sagt Euch Komm, zitter schon liebe Hand. Ich warte nur darauf. Komm zitter noch ein bißchen stärker etc. Ihr werdet sehen, dass das schon nach kurzer Zeit eine Besserung hervorufen kann. Ihr nehmt Euch den Druck und programmiert den Körper um. Um Euch noch mehr Druck zu nehmen, sagt ihr beim nächsten Treffen, das Euch Angst macht, zunächst erst einmal in die Runde, dass ihr heute Kreislaufprobleme habt. Haltet beide Hände in die Runde und sagt Guckt mal, ich zitter sogar schon etwas, verrückt lacht dabei. NEHMT EUCH DEN DRUCK!

Was man sich immer wieder bewusst machen muss: Soooo wichtig, dass alle Menschen nur auf unsere Hände gucken, so wichtig sind wir nicht! Zum Glück! Ihr kennt das doch alle selber, wenn Freunde Euch ein Problem erzählen, dass für sie ganz elementar ist z.B. Sprachstörungen (einer Freundin von mir fallen angeblich immer nicht die richtigen Worte ein) Hä? habe ich noch nie bemerkt! Und warum, weil ich darauf gar nicht achte und viel mehr mit meinen Dingen beschäftigt bin. Umgekehrt, ist meiner Freundin noch nie aufgefallen, dass ich angeblich zittern soll. Warum? Weil sie mit sich beschäftigt ist. So geht es fast allen Menschen. Sagt Euch das immer wieder. Keiner fixiert Eure Hände und wartet nur darauf, die haben alle ganz andere Sorgen!

Wir haben es alle geschafft, unseren Körper (vorausgesetzt es steckt keine Krankheit dahinter) so zu programmieren, wie er ist, machen wir es einfach wieder rückgängig. Das kostet viel Kraft, Geduld und Disziplin, ABER WIR SCHAFFEN DAS !

Ich könnte noch so, so viel schreiben, aber fürs erste ist jetzt gut!

Lasst Euch von Rückschritten nicht entmutigen. So viele Menschen haben das gleich Problem. Und ich wette mit Euch, wenn ihr mich sehen und kennen (damit meine ich natürlich nicht wirklich kennen ...) würdet, dann hätte ihr im Leben nicht die Vermutung, dass es in mir genauso ausschaut wie in Euch. Im Gegenteil, ihr würdet denken, die macht das ja alles mit links .... Dass das nicht immer mit rechten Dingen zugegangen ist, bedenkt natürlich keiner! Ich habe gelernt, dass die äußere Fassade wenig über einen Menschen aussagt und oft täuscht. Im Gegenteil, desto mehr wert die Menschen auf ein perfektes Äußeres legen, umso stärker wollen sie vielleicht von anderen Mängeln ablenken.

Ich kenne Euch zwar alle nicht weiss auch nicht, wie ihr seid oder ausseht, aber dennoch fühle ich mich mit Euch verbunden und drücke Euch daher auf diesem Wege einmal lieb!

WIR SCHAFFEN DAS! ÄRMEL HOCH!

Alles Liebe,

Sophie

19.05.2010 09:53 • x 1 #20



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