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rolf2009
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Hallo
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23.07.2013 #1


34 Antworten ↓

1987
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Zitat von Schlaflose:
Zitat von libellchen:
Manchmal werde ich dann so wütend, dass ich anfange zu heulen und nicht mehr aufhöre, was mir meistens passiert, wenn mich jemand ungerecht behandelt...


Das passiert mir auch immer wieder, aber das ist mir egal. Dann sieht derjenige wenigstens, was er angerichtet hat.


Das kenne ich auch. Aber mal ne Frage dazu: Könnt ihr auch anders zeigen dass ihr wütend seit, als wie man so sagt eine "normale Reaktion". Weil ich kann das irgendwie nicht, also meiner Wut anders ausdruck verleihen, außer runterschlucken, oder wenns zu viel wird weinen.

@Schlaflose: Ich habe das richtig verstanden oder? Du warst 20 Jahre Lehrerin und leidest an einer Sozialen Phobie... Blöde Frage vielleicht, aber hast du die soziale Phobie denn schon immer gehabt, oder ist das quasi erst im Arbeitsleben entstanden?
Ich frage nur, weil ich auch sehr viel mit Schulklassen arbeite und sagen muss, dass mir das eigentlich nichts ausmacht. Also ich muss die Kinder quasi auf Klassenfahrten befehligen. Aber dann kommt manchmal der Punkt, wo ich auf einmal Hämmungen habe etwas zu den Lehrern oder auch den Schülern zu sagen. Was vor allem dann vorkommt, wenn ich durch eine Situation, die mir nicht passt, überrascht wurde... ähm ich glaub ich verlier den Faden.
Ich habe mich halt gefragt, ob es immer schwierig bleibt, oder ob man das irgendwie doch abtrainieren kann.... Und ich habe direkt gedacht: Respekt, also so lange durchzuhalten, wenn die Symptome immer da sind, ich finde das Bemerkenswert, weil ich das kenne, also dass man dauerhaft unter Strom steht in den verschiedensten Situationen und das ist eigentlich dauerstress...

LG

20.07.2013 22:15 • #27


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Wie äußert sich eure sozialphobie im Alltag?

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Schlaflose

Schlaflose
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Ich habe große Probleme, mit Leuten, die ich nur oberflächlich kenne, z.B. Nachbarn, Kollegen aus anderen Abteilungen u.ä. Smalltalk zu halten. Dann kann ich in größeren Gruppen, d.h. bei mehr als 3-4 Leuten am Tisch, nicht mehr als hin-und wieder eine kleine Bemerkung oder einen kurzen Satz einfließen lassen. So richtig etwas erzählen, wo die Aufmerksamkeit für längere Zeit auf mich gerichtet wäre, geht gar nicht. Mir schnürt sich dann der Hals zu, mein Gehirn ist leer. An Diskussionen teilnehmen geht auch nicht. Vor Leuten sprechen, also einen Vortrag oder eine Rede halten ist ebenfalls unmöglich.
Trotz allem habe ich 20 Jahre als Lehrerin gearbeitet. Seltsamerweise konnte ich vor Schülern auftreten, wenn es nur um den Stoff ging, den ich zu vermitteln hatte. Aber Elternabende waren das Grauen. Da habe ich immer gewartet, bis die anderen Kollegen ihren Senf abgegeben haben und habe dann gesagt, dass ich mich meinen Vorrednern anschließen kann. Wenn ich aber konkrete Fragen von Eltern gestellt bekam, auf die ich spontan antworten musste, das wiederum ging. Auch in Konferenzen vor dem versammelten Kollegium habe ich den Mund nicht aufbekommen.

15.07.2013 18:00 • #16


Zum Beitrag im Thema ↓


P
Zitat von rolf2009:
Hallo
Suche hier mal einen Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten

erzähl doch mal wie du das erlebst
danke

#2


I
zb gehe ich zu bestimmten uhrzeiten einkaufen,dann wenn wenige leute drinnen sind
sage öfter freunden ab,weil ich an dem tag einfach nicht fähig bin,normalen kontakt mit anderen zu haben.

#3


P
Zitat von 911 is a joke:
zb gehe ich zu bestimmten uhrzeiten einkaufen,dann wenn wenige leute drinnen sind
sage öfter freunden ab,weil ich an dem tag einfach nicht fähig bin,normalen kontakt mit anderen zu haben.

hm bei mir ist es ähnlich aber ich vermeide nicht die menschen sondern die orte wo ich nicht schnell weg kann wenn eine attacke kommt

#4


R
Ich kann nicht unter anderen Leuten sprich Partys, öffentliche Verkehrsmittel usw.
Auf der Arbeit muss ich mich mit anderen unterhalten wobei ich immer nur daran denke,wie hässlich ich bin.
Halte solche Gespräche auch nicht lange aus.Drehe mich dann weg.
Werde leicht rot, verkrampfe innerlich und fange auch manchmal an zu schwitzen.
Weiß schnell nicht was ich sagen soll und verkrampfe dann völlig ja sogar unsicher zu reden.
Wenn ich mich irgendwo vorstellen muss mit meinem Namen unter einer Runde,dann klopft mein Herz und mein Puls fängt an zu rasen. Zieht sich durch mein ganzes Leben so das ich mit knapp 50 Niemanden habe und völlig isoliert bin

#5


R
Das mit dem Einkaufen kenne ich auch

#6


I
das auch,wenn weniger da sind, fühle ich mich nicht so bedrängt
und kann wenn es zu viel wird, in ein abteil wo niemand ist

#7


R
Und einige wundern sich was mit einem los ist, selbst Verwandte

#8


N
Hallo,
bei mir ist es so das es stark von meinen Mitmenschen abhängt, bei manchen werde ich schnell warm und man findet den draht zueinander bei anderen, gerade niveaulose oder so dumm Schwätzer, da zieh ich mich total zurück und denk mir nur noch meinen teil. Da fühlt man sich dann schon total allein.
Dazu dann noch die Angst vor Ablehnung, was es einem nicht einfacher macht offen auf Fremde zuzugehen...
Das ganze über ein paar Jahre lang und mehr oder weniger plötzlich,
steht man alleine da Rolling Eyes

#9


R
Ja genau. Die ständige Angst vor Ablehnung. Ständig denkt man darüber nach was Andere von einem denken.

#10


N
Hast du es schon mal gewagt andere zu fragen was sie über dich denken? Vielleicht würdest du etwas positives hören.

#11


R
Das Problem bei sozialer Phobie und Minderwertigkeitskomplexen ist ja gerade das man
Komplimente nicht innerlich annehmen kann.

#12


Dubist
Eeeecht?

#13


I
Zitat von rolf2009:
Das Problem bei sozialer Phobie und Minderwertigkeitskomplexen ist ja gerade das man
Komplimente nicht innerlich annehmen kann.


gibt es einen punkt,an dem du ein kompliment annehemen kannst?

ich glaube es immer,wenn die person mir das öfter sagt oder es verschiedene personen zu mir sagen

#14


R
Mhhh
Jeder ist ja auch verschieden

#15


Schlaflose
Ich habe große Probleme, mit Leuten, die ich nur oberflächlich kenne, z.B. Nachbarn, Kollegen aus anderen Abteilungen u.ä. Smalltalk zu halten. Dann kann ich in größeren Gruppen, d.h. bei mehr als 3-4 Leuten am Tisch, nicht mehr als hin-und wieder eine kleine Bemerkung oder einen kurzen Satz einfließen lassen. So richtig etwas erzählen, wo die Aufmerksamkeit für längere Zeit auf mich gerichtet wäre, geht gar nicht. Mir schnürt sich dann der Hals zu, mein Gehirn ist leer. An Diskussionen teilnehmen geht auch nicht. Vor Leuten sprechen, also einen Vortrag oder eine Rede halten ist ebenfalls unmöglich.
Trotz allem habe ich 20 Jahre als Lehrerin gearbeitet. Seltsamerweise konnte ich vor Schülern auftreten, wenn es nur um den Stoff ging, den ich zu vermitteln hatte. Aber Elternabende waren das Grauen. Da habe ich immer gewartet, bis die anderen Kollegen ihren Senf abgegeben haben und habe dann gesagt, dass ich mich meinen Vorrednern anschließen kann. Wenn ich aber konkrete Fragen von Eltern gestellt bekam, auf die ich spontan antworten musste, das wiederum ging. Auch in Konferenzen vor dem versammelten Kollegium habe ich den Mund nicht aufbekommen.

#16


I
Zitat von Schlaflose:
Ich habe große Probleme, mit Leuten, die ich nur oberflächlich kenne, z.B. Nachbarn, Kollegen aus anderen Abteilungen u.ä. Smalltalk zu halten. Dann kann ich in größeren Gruppen, d.h. bei mehr als 3-4 Leuten am Tisch, nicht mehr als hin-und wieder eine kleine Bemerkung oder einen kurzen Satz einfließen lassen. So richtig etwas erzählen, wo die Aufmerksamkeit für längere Zeit auf mich gerichtet wäre, geht gar nicht. Mir schnürt sich dann der Hals zu, mein Gehirn ist leer. An Diskussionen teilnehmen geht auch nicht. Vor Leuten sprechen, also einen Vortrag oder eine Rede halten ist ebenfalls unmöglich.
Trotz allem habe ich 20 Jahre als Lehrerin gearbeitet. Seltsamerweise konnte ich vor Schülern auftreten, wenn es nur um den Stoff ging, den ich zu vermitteln hatte. Aber Elternabende waren das Grauen. Da habe ich immer gewartet, bis die anderen Kollegen ihren Senf abgegeben haben und habe dann gesagt, dass ich mich meinen Vorrednern anschließen kann. Wenn ich aber konkrete Fragen von Eltern gestellt bekam, auf die ich spontan antworten musste, das wiederum ging. Auch in Konferenzen vor dem versammelten Kollegium habe ich den Mund nicht aufbekommen.


interessant

schüler sind ja oft laut und reden dazwischen und so

hat dich das nicht abgelenkt oder verunsichert?

#17

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Schlaflose
Das war hauptsächlich der Grund, warum ich aufgehört habe. Ich konnte mich nicht disziplinmäßig nicht durchsetzen und hatte die letzte Zeit einen Nervenzusammenbruch nach dem anderen. Ich habe nicht nur eine Soziale Phobie, sondern eine ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung (das ist viel weitreichender).

#18


Dubist
hmm, wohl darin wenig bis keine Kontakte, keine Arbeit und kaum Möglichkeiten das zu ändern?

#19


I
Zitat von Schlaflose:
Das war hauptsächlich der Grund, warum ich aufgehört habe. Ich konnte mich nicht disziplinmäßig nicht durchsetzen und hatte die letzte Zeit einen Nervenzusammenbruch nach dem anderen. Ich habe nicht nur eine Soziale Phobie, sondern eine ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung (das ist viel weitreichender).


biste in behandlung?

ich suche gerade einen therapeuten,ist leider nicht so einfach

#20


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Dr. Reinhard Pichler
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