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Hallo zusammen!

Mein Problem ist, ich (30) werde immer rot wenn ich mich mit Fremden unterhalte oder ich von Fremden angesprochen werde (sei es beim einkaufen,bei Behördengängen usw...) oder wenn ich mich stark aufregen muß. Ich werde mittlerweile auch rot bei mir in der Arbeit (bin mittlerweile fast 10 Jahre in der Firma), wenn ich im Büro mit einem Kollegen rede und ein anderer hört zu oder mischt sich dann noch mit ein,oder ich werde direkt vor allen anderen von einem Kunden angeredet...usw.. Vor meinem Chef werde ich generell immer rot obwohl dieser sehr locker und sehr nett ist.Viele sprechen mich dann deswegen an. Ich versuche immer ruhig zu bleiben und "Cool" aber mein Herz fängt wie wild an zu schlagen...Das komische ist,das ich am Hals ganz stark rot werde und nur leicht bis gar nicht an meinen Wangen! Ich merke das mir dann auch total heiß wird.Das sieht absolut schrecklich aus!! Meine Freundin spricht mich auch immer wieder drauf an.

Das geht nun seit ca. 1 Jahr so,früher wurde ich nur in ganz schlimmen und sehr peinlichen Situationen rot. Und heute beim kleinsten Smalltalk!! Das belastet mich mittlerweile sehr und versuche schon solchen Situationen auszuweichen.
Noch dazu kommt das ich in ca. 4 Monaten heirate und wenn ich mir vorstelle das an diesem Tag ich im Mittelpunkt stehe, dann wird mir jetzt schon ganz anders!!

Warum ist das so? Gibt es dagegen Medikamente,sollte ich evtl. zum Hautarzt oder was ist los mit mir?

Freue mich über Eure Ratschläge!

Gruß
Tinkebär

10.02.2008 04:48 • 02.12.2008 #1


23 Antworten ↓


Hallo Tinkebär (was für ein süßer Nick),

dir ein herzliches Willkommen. Das schöne ist, hier kannst du rot werden soviel du willst, es sieht keiner - es sei denn, du setzt den entsprechenden Smilie .

Ja, ich kenne das gut, auch ich werde schon immer ganz schnell rot, und habe es die meiste Zeit meines Lebens gehasst wie die Pest. Da man es ja selber nicht unterdrücken kann, habe ich auch immer nach Möglichkeiten gesucht, es zu verbergen, Gesicht abwenden, raus aus der Situation... aber das alles macht es eigentlich nur noch schlimmer.

Irgendwann habe ich dann angefangen mir zu sagen, es wäre mir egal. Ok, es war mir nicht egal, aber ich hab es mir trotzdem gesagt. Das hat nicht wirklich dazu geführt, dass ich weniger rot wurde, aber im Laufe der Zeit (man muss Geduld haben) wurde es mir dann wirklich ein kleines bißchen egaler. Und dann bin ich immer offensiver damit umgegangen, hab es selber angesprochen, wenn ich merkte, es kriecht schon wieder hoch - geht natürlich nicht in jeder Situation, aber doch öfter, als man denkt. Es hat ein paar Jahre gedauert, aber heute werde ich (fast) nur noch rot, wenn ich wütend bin oder mir eine Situation tatsächlich unangenehm ist. Das würde ich natürlich auch gerne abstellen, aber es ist halt so und ich versuche diese "Sch***egal-Haltung" beizubehalten.

War nicht einfach, aber für mich halt der Weg da raus - zumindest zum größten Teil.

Vielleicht ist es ja für dich auch der erste Schritt dir in den Situationen zu sagen "Es ist mir egal" - ja, auch, wenn du dich damit selber belügst. Es kostet nix, und vielleicht bringt es ja auch dir was.

Liebe Grüße,
Petra

10.02.2008 10:03 • #2



Werde immer öfter rotwird zur Belastung!

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Hallo Petra!

Vielen Dank für Deine Antwort!

Generell habe oder hatte ich schon immer diese "ist-mir-doch-egal-Einstellung". Aber wie schon gesagt,seit kurzer Zeit habe ich da wirkliche Probleme damit. Schlimm ist es wirklich bei mir in der Arbeit...Wir haben da öfters Meetings,Kundenbetreunung usw. und wenn ich einen Auftrag bekomme, geht die "Rote-Pest" schon wieder los. Unangenehm ist es dann,wenn man hinter seinem Rücken dann Sprüche hört wie "Hast den roten Schädel gesehen" oder "Hast was verbockt und Anschiss bekommen" usw.....

Letztens traf ich die Mutter eines guten Freundes beim einkaufen und haben wirklich nur 2-3 Sätze gesprochen so im vorbei gehen,da bin ich wieder voll rot angelaufen.Ein Regal weiter fragte mich meine Freundin warum ich so einen roten Hals habe...
Oder Leute sprechen mich auf die anstehende Hochzeit an,dann bekomme ich ebenfalls diese Flecken am Hals. Ich freue mich sehr auf dieses Ereigniss,aber wenn ich daran denke wie ich evtl. auf den ganzen Fotos danach aussehe,würde ich am liebsten ein DigiCam-Verbot aussprechen .

Es verunsichert einen doch sehr das ganze und beeinflußt irgendwie den Alltag.Wenn es nicht unbedingt sein muß,dann schaue ich das ich auch nicht aus der Wohnung gehe.

Gruß
Tinkebär

10.02.2008 16:30 • #3


Zitat von Anonymous:
Es verunsichert einen doch sehr das ganze und beeinflußt irgendwie den Alltag.Wenn es nicht unbedingt sein muß,dann schaue ich das ich auch nicht aus der Wohnung gehe.


Tja, und damit bist du dann doch genau in der Richtung unterwegs, in die es nicht gehen soll, oder? Durch Vermeidungsverhalten wird es immer schlimmer, und du geräts auch immer tiefer in die Sackgasse, die Umkehr wird immer schwieriger.

So gehässige Kommentare sind natürlich fies und machen einem die Situation noch schwieriger. Aber ich sag mir dann immer, die, die so gehässig sind, können innerlich gar nicht glücklich und zufrieden sein. Eigentlich sollten einem solche Menschen egal sein, aber das ist nun mal nicht immer so leicht.

Hast du denn selber ne Idee, wie du damit umgehen könntest?
Liebe Grüße,
Petra

10.02.2008 19:21 • #4


Natürlich habe ich mir schon Gedanken gemacht wie ich damit umgehe.
Ignorieren wäre schon eine gute Lösung,es ist aber wirklich nicht einfach!
Ab und zu kann ich auch mit einem guten Spruch kontern,doch das ist eher selten der Fall.Da muß ich dann schon einen sehr guten Tag erwischen.

Was mich aber wundert,warum ist das momentan so? Ich hatte ja früher damit keine Probleme!! Das verstehe ich nicht und das macht mich fertig.

Gruß
Tinkebär

10.02.2008 21:08 • #5


Hallo Tinkebär,

habe soeben Dein Problem gelesen und muss sagen, dass es mir ähnlich geht wie Dir. Ich habe immer gedacht, ich bin die einzige. Es geht schon lange so, wobei früher hab ich das nicht so wahrgenommen.
Es passiert schon bei den kleinsten Dingen, z.B. wenn mich mein Chef was frägt. Dann werde ich fast immer rot. Natürlich merkt er das auch. Einmal hatten wir eine Besprechung. Da war der Chef und noch andere Personen (keine Mitarbeiter) eingeladen. Er hatte nach dem Gespräch gemeint, dass ich unsicher gewesen wäre und teilweise rot geworden bin. Ich muss sagen, dass ich das nicht korrekt von ihm fand. Das hätte er doch bleiben lassen können!
Vor kurzem hatten wir Vorstellungsgespräche, da in unserer Abteilung eine Stelle frei wird. Da hatten wir ein Bewerbungsgespräch. Der Chef, meine Arbeitskollegin und ich saßen mit dem Bewerber im Chefzimmer. Die meiste Zeit hat der Chef geredet. Der Bewerber hat dann später gefragt, was zu seinen Aufgaben zählen würde. Dann musste ich sprechen und wurde leider wieder rot im Gesicht Das hat der Bewerber auch gemerkt. Sobald ich irgendwo reden muss, werde ich rot. Bei Besprechungen und auch privat. Wenn ich am Wochenende einkaufen gehe und jemanden treffe, werde ich auch rot.
Ich habe viell. zu wenig Selbstbewußtsein und das merken dann auch andere. Bei der Arbeit werde ich von einigen gar nicht mehr so wahrgenommen, z.B. bei Dreiergesprächen
Ich möchte dieses Angst nicht mit meinem Freund bereden. Ich habe gelesen, dass es ein Buch von Doris Wolf gibt. "Keine Angst vorm Erröten". Hast Du da schon was gehört? Es gibt ja auch ein spezielles Make up, ich glaube von Artdecco. Habe es aber noch nicht ausprobiert.
Ich würde mich freuen, von Dir zu hören.

27.02.2008 11:00 • #6


hallo zusammen!!

hab mir jetzt die beiträge mal durchgelesen und zum thema make up. das was hier genannt wurde benutze ich und es deckt auch gut. doch man sieht das man geschminkt ist! aber besser das make up sehn als das rot werden!! lol hmmmm doch trotzdem ist das problem mit dem rot werden nicht gelöst! ich werde mir wohl jetzt auch mal ein buch übers rot werden holen. und wenn gar nichts mehr hilft dann muss ich wohl doch mal eine therapie machen. denn ich wollte mein leben nicht damit verbringen vor dem rot werden zu flüchten ! in diesem sinne alles liebe und gute! vlg

lion

04.03.2008 14:43 • #7


Hi Tinkebär,

hab gerade deinen Beitrag gelesen und mich total wiedergefunden. Auch ich werde im Sommer diesen Jahres heiraten. Ich habe auch dasselbe Problem das ich in solchen Situationen sehr schnell rot werde. Wenn ich dran denke die Rede halten zu müssen bekomm ich jetzt schon zitternde Knie und Schweiss auf der Stirn.

Du hast gesschrieben das dich deine Freundin drauf anspricht wenn du rot wirst? Kannst du nicht mit ihr drüber reden warum das so ist bei dir. Ich leide unter SozPhobie. Mein Arzt diagnostizierte es vor 5 Jahren. Aber eigentlich habe ich das schon viel länger. Ich hatte wahnsinnige Angst es meiner Freundin zu erzählen, da ich Angst hatte sie würde mich vielleicht auslachen oder so. Erst letztes Jahr hab ich mich durchgerungen es ihr offen darzulegen. Ich weiss nicht, aber seither bin ich viel freier und es geht mir wesentlich besser in der Beziehung.

glg

17.03.2008 13:43 • #8


Hallo ,


Geht es bei Euch um Erythrophobie ?

Ein Bekannter von mir hat dafür jetzt eine Selbsthilfegruppe
gegründet.

Das lief auch bei "Domian" dieser Aufruf.

Viele Grüße - Lothar

17.03.2008 22:35 • #9


Zitat von Lothar:
Hallo ,


Geht es bei Euch um Erythrophobie ?

Ein Bekannter von mir hat dafür jetzt eine Selbsthilfegruppe
gegründet.

Das lief auch bei "Domian" dieser Aufruf.

Viele Grüße - Lothar


Würde mich interessieren. Kannst mir näheres sagen Ort/Termine Kontaktadresse?

18.03.2008 11:19 • #10


Hallo Spaxter ,


Der Bekannte hat die Erythrophobie-Gruppe in Erfurt
gegründet.

Wenn Dich das interessiert,frage ich ihn,ob ich seine
Mail bzw. Handy weitergeben kann.


Viele Grüße - Lothar

18.03.2008 12:10 • #11


Hallöchen!

Ich habe vor Jahren eine 5-jährige Therapie gemacht. Psychoanalyse.
Das war ganz schön hart. 2 mal die Woche, später dann 1 mal. Hat auch sehr gut geholfen. Ich habe damals nicht nur die Angst vorm Rotwerden verloren, sondern ein Selbstbewußtsein erlangt, wie ich es noch nie hatte.

Eigentlich hatte ich gar keins, und es halt durch die Therapie erworben.

Nach diesen 5 Jahren ging es mir richtig gut. Keine Angst mehr.
2 Jahre lang. Dann bekam ich einen Rückfall. Allerdings nicht so schlimm wie beim 1. Mal, denn diesmal bat ich schneller um Hilfe. Umgehend. Beim 1. Mal kämpfte ich lange mit mir selber. Ob ich wohl einfach nur einen "an der Waffel" hätte?
Naja, auf jeden Fall: Nochmals Therapie. 1,5 Jahre. Wieder alles super.
Jetzt, 2 Jahre später: Wieder Rückfall. Es geht wieder los.
Nun frage ich mich: Hört das niemals auf? Muß ich mich mein Leben lang damit rumquälen? Ich habe die Kraft nicht mehr, schon wieder eine langjährige Therapie zu machen...

Auf jeden Fall ist es schön zu sehen, daß ich nicht die einzige auf der Welt bin, die dieses Problem hat. (Damals gab´s die Foren noch nicht)

liebe Grüße

05.04.2008 18:56 • #12


Hallo zusammen

Ich habe mir gerade eure beiträge durchgelesen. Dabei hatte ich teilweise tränen in den augen, weil ich mich völlig darin wiedergefunden habe. bisher bin ich davon ausgegangen, dass ich mit diesem problem alleine bin und dass ich völlig gestört bin.
Ich bin jetzt 23 jahre alt und habe bisher mit niemanden darüber gesprochen. Die letzten (ungefähr) 10 Jahre haben dazu geführt, dass ich ein doppelleben führe: Vordergründig bin ich die coole, gut gelaunte, attraktive, erfolgsorientierte partykanone, mit der man pferde stehlen kann. aber in meinem innern bin ich sehr geplagt von der ständigen angst, rot zu werden. das hat dazu geführt, dass ich potentiell "gefährlichen" situationen lieber aus dem weg gehe. Als teenager habe ich mich teilweise so betrunken, dass ich wenigstens mal 2 oder 3 stunden nicht daran denken musste. Als schulpflichtige war ich dann von morgens bis abends beki., damit ich diese panische angst wenistens ein bisschen vergessen konnte.
In den letzten 2, 3 jahren hat es sich bei mir massiv gebessert. klar werde ich immer noch rot, wenn ich gerade einen schlechten tag habe und mich die sache wieder einmal einholt. Oder wenn ich mich auf so eine situation nicht vorbereiten konnte.
Falls mich das ganze irgendwann mal in meinem werdegang massiv behindert, werde ich mich therapieren lassen.
Das problem ist einzig und alleine, dass man ans rot werden denkt. und das schlimme ist ja, dass man immer daran denkt. Man sollte das rot werden an sich aber einfach akzeptieren und als teil von sich selber annehmen. ich habe sehr viele freunde und bin auch ausserordentlich kontaktfreudig. ich werde auch nur rot in abgeschlossenen, hellen räumen, wo mich viele menschen sehe. In einer heiklen situation sollt man sich nicht sagen "nur nicht rot werden", sondern "hey es ist ok, es ist ein teil von mir und meine leute, die mich mögen, mögen auch diese seite an mir".
merkwürdig ist, dass ich bis jetzt erst ganz selten auf diese sache angesprochen werde. letzthin wurde ich rot und da hat mir meine allerbeste freundin, mit der ich schon seit 15 jahren tag und nacht verbringe, danach ganz verwundert mitgeteilt, dass ich ganz rot geworden bin.
hey ich könnte noch seitenweise weiterschreiben, bin so froh, das mal loszuwerden.
doch noch etwas: heute sehe ich die sache noch aus einer anderen perspektive. das ganze problem hat mich zu einer sehr starken persönlichkeit gemacht. alle anderen probleme sind irgendwie zu lösen und es haut mich nichts mehr so schnell von der rolle.
a ja noch etwas: ich mache krankhaft viel sport, was mein wohlbefinden sehr steigert und was sich sehr sehr positiv auf die problematik auswirkt.

Gute Ratgeber zur Angst vorm Erröten gibt es übrigens hier:


Liebe grüsse daniela

04.05.2008 04:37 • #13


Hallo,

ich freue mich zu sehen, dass noch viele andere Leute in ähnlichen Situationen das Gleiche durchmachen wie ich.
Das Rotwerden versuche ich wie eine chronische Krankheit zu akzeptieren, die man halt nicht mehr los wird. Aber es stört trotzdem - vor allem, wenn ich sehe, dass andere - z.B. Kollegen - mit geblähtem Selbstvertrauen an mir vorbeisegeln. während ich mich hauptsächlich um Schadensbehebung (Das Rotwerden überspielen) bemühe und dann auf Mitleid stoße, was mich besonders beschämt/verärgert.

Kürzlich musste ich vor meinem Chef (sehr locker) und einigen Kollegen eine Präsentation halten. Ich hatte diese Situation bewusst aufgesucht, um mich darin zu üben und das Rotwerden zu bekämpfen. Leider wurde ich nicht nur rot, sondern verschluckte auch ganze Wörter und Sätze und geriet ins Stolpern und Schlingern, sobald ich nur einen (wohlmeinenden oder überraschten) Blick meiner Kollegen wahrnahm. Noch Stunden später nach der Präsentation bin ich wie ein gestresstes, aufgeschrecktes Huhn durch die Gegend gelaufen. In meinem Privatleben passieren mir solche Situationen eher selten, und wenn, dann fühle ich mich nicht so schlecht danach.

Wie Daniela 84 treibe ich auch sehr viel Sport, esse aber auch gleichzeitig wieder viel, weil mir aufgefallen ist, dass ich vermehrt bei Hungergefühl zum Erröten neige.
Wie teuer ist denn eine Therapie? Welche Art der Therapie würdet ihr empfehlen?

Viele Grüße

08.05.2008 22:18 • #14


Hallo zusammen,

ich bin 23 Jahre alt und leide, wie ihr alle, am selben Problem.
Ich werde rot.Immer. Egal was ich mache.

Früher bin ich in unangenehmen Situationen rot geworden. Bei Referaten oder ähnlichem. Dann habe ich mit gedacht, ich beschäftige mich mal mit dem Grund, warum es mir peinlich ist, vor einer Gruppe zu sprechen, da ich eigentlich ein selbstbewusster Mensch bin.

Als ich dann angefangen habe mich damit zu beschäftigen ist es immer schlimmer geworden.
Ich werde schon rot, wenn ich früh in die Arbeit komme und "Guten Morgen " sagen. Mein Chef (super netter Typ) kennt mein Gesicht glaub ich nur in der Farbe. Meine Arbeitskollegen machen sich täglich einen rießen Spaß daraus, mich daran zu erinnern, dass ich ja aussehe wie ein Feuerlöscher...

Also dachte ich mir, ich kauf mir einfach ein super deckendes Make up.
Das ging dann auch ein halbes Jahr gut. Die Leute haben mich nicht mehr angesprochen. Doch dann eines Tages spricht mich mein Kollege an, warum ich denn am Dekolleté so rot werde.
WAS?
Neues Problem. Ich werde also nicht nur im Gesicht und auf der Kopfhaut rot,(sieht man super duch die dünnen blonden Haare bei einer Körpergröße von 1.62!) nein, jetzt auch noch am Dekolleté.
Nach ein paar Wochen und unzähligen Witzen meiner Kollegen,dachte ich mir ich muss was dagegen tun.
Also war ich einkaufen. Und ratet mal, was ich gekauft hab... Rollkragenpullover.
Unheimlich viele.
In allen Farben.(außer rot, ich hasse diese Farbe)
Von dem Tag am trug ich nur noch dickes Make up und Rollkragenpullover.
Dann kam der Sommer. Ich hab mir also kurzärmlige Rollkragenpullover gekauft.
Aber es wäre ja gelacht, wenn ich einfach so mein Problem lösen würde.
Also, es kam wie es kommen musste.
Neues Problem.
Ich hab ja noch Arme, die rot werden können.
Seit dem Tag, an dem mich das erste mal einer meiner Kollegen darauf angesprochen hat, warum ich denn jetzt an den Armen auch noch rot werde, bin ich verzweifelt. Jeden schei. Tag denke ich darüber nach, was ich machen könnte...
Ich seh einfach immer aus wie eine halbe Tomate. Oben alles rot, unten alles normal.

Ich wünsche keinem von euch, dass es bei euch auch so weit kommt.

Das einzige was mir jetzt bleibt ist eine Therapie...

Liebe Grüße

Tani

16.05.2008 12:08 • #15


Hallo!

Ich habe auch das Problem mit dem rot werden, bei mir tritt das aber fast in jeder Situation auf, z.B. schon wenn ich mir einen Termin beim Arzt hole und muss vor der Sprechstundenhilfe reden, das erröten ist dann so stark ich das ich überall rote Flecken habe und auch schon oft angesprochen wurde ob ich ein Ausschlag am Hals habe......
Aber am schlimmsten ist es wenn ich jemand neues kennen lerne

Was kann ich tun, damit das nicht mehr so oft passiert...

Über eure Antworten würde ich mich freuen

31.05.2008 23:01 • #16


Hallo an Alle,
Ich hätte gerne von Euch Ratschläge, ich werde öfter rot, ich habe einen wichtigen Termin für eine Entscheidung zu einer Weiterbildung in wenigen Tagen, und möchte versuchen, den Stress zu mindern.
Ich habe noch nie Medikamenten dagegen eingenommen, jetzt habe ich 2 Dinge gekauft:

1) ein rezeptfreie Dragee-Packung "Baldrian".
Habt Ihr damit Erfahrung, ist es wirkungsvoll um weniger nervös zu sein und dadurch vielleicht weniger rot zu werden? Und wieviele Dragee soll ich schlucken, wieviel Zeit davor, etc.. Ich habe auch ein wenig Angst, wenn es "zu sehr" wirksam ist und ich schlafe ein während des Gesprächs...

2) ein Rachen-Spray von Tetesept .
(mit isländisch moos, dexpanthenol, ätherische öle Minz, für befreites durchatmen, über längeren Zeitraum geeignet). Ich habe in einem französichen Forum gelesen, dass jd. einen "Vitzen"-Nasalinhalator empfiehlt, um sofort ein Beruhigungsgefühl bei Stress zu bekommen, aber ich habe nicht gefunden, wo es erhältlich ist.
Gibt es jemand, der etwas in dieser Art benutzt hat? Ich dachte, im schlimmsten Fall kann ich sagen, ich bin ein wenig erkältet mit Fieber, es wäre also normal, das Spray zu benutzen...

Danke für Ihre Anregungen und Ideen!

PS: für alle Interessierte, empfehle ich den Forum rund um die "Angst-zu-erröten", ich finde es persönlich sehr hilfreich.
www.erythrophobie.de

05.06.2008 19:58 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hey,

na da sitzen aber viele in einem Boot...
aber keine wirkliche Hilfe in Sicht

Naja, mir gehts ebenfalls wie allen die hier einen Kommentar hinterlassen haben.

"Ich werde total schnell rot"

Das schlimme; ich hab das erst seit ca. 2 Jahren und ich glaube zu wissen woher das kommt.

Seit ich eine junge Frau kenne, die auch immer schnell rot geworden ist, geht es mir genauso. Ich bin sogar rot geworden, weil sie rot geworden ist.
Das ist doch total krank!
Vorher hatte ich das NIE!
"FREMDSCHARM" oda was?
Seit dem bin ich auch betroffen...

Das schlimme ist, wenn ich was erzähle, dann hab ich das Gefühl mir glaubt keine sau, weil man ja nur rot wird, wenn man lügt (dacht ich zumindest immer) Falsch gedacht!

Zu meinem Glück passiert mir das privat eher sehr selten. Eigentlich nur an meine Arbeitsplatz.
Werde jetzt meinen Arbeitsplatz wechseln und in eine andere Stadt ziehen. NICHT deswegen Nein, der Liebe wegen.
Hoffe so, dass sich das dort ändert, bzw. dadurch bessert.. weil ich an meiner neuen Arbeitsstelle ständig im Mittelpunkt stehen werde.."Verkäuferin"..

Wünsch euch allen viel GLÜCK mit diesem, unseren Problem.

TIPP: macht net gleich ne Therapie, so psycho ist des au wieda net!
Dadurch redet ihr euch nur noch mehr ein, einen Schaden zu haben!

glg caro

19.06.2008 19:46 • #18


Der Größte Fehler ist sich zu verstecken, Wollkragen oder ähnlich Scherze.

Ich glaube, dadurch macht man das ganze noch schlimmer. Leichter gesagt als getan, aber wie gesagt, ich hab das gleiche Problem.

Man sollte wirklich erst mal mit sich selbst ins reine kommen! Andere Frisur, neues Outfit, raus und sich den Situationen stellen.

ES IST NICHT EINFACH! Aber wenn man nichts macht, kann man darauf vertrauen, dass sich auch nichts ändert. Wenn man mit jemanden oder in einer Gruppe spricht; LANGSAM und DEUTLICH! Wenn man sich dann ganz auf seine aussprache konzentriert, hat man gar keine Gelegenheit rot zu werden. Nur nicht denken "OH NEIN, GLEICH WERDE ICH WIEDER ROT"

Abschlusswort: Glaub an dich, nur du kannst das ändern, verbessern. Du brauchst kein Psychiater!! Lebe dein leben mit oder ohne rot!!

19.06.2008 20:04 • #19


also ich seh das eig so wie caro...verstecken und wegrennen bringt nichts, auch wenn es die einfachste lösung is!
ich habe auch täglich und ständig mit der angst zu kämpfen und es gibt tage, da schaffe ich es, "cool" zu bleiben und mir zu sagen, dass ich ein toller mensch bin und dass man sich über viel schönere dinge gedanken machen sollte als über das rotwerden...manchmal klappt das dann auch und ich schaffe es tatsächlich, an der kasse einen kühlen kopf zu bewahren...ich glaub das wichtigste ist, sich slebst nicht aufzugeben...ich bin trotz der vielen schwierigkeiten, die ich durch das rotwerden habe, ein sehr kontaktfreudiger und lebensfroher mensch!klar gibt es tage, da könnte ich die ganze welt verfluchen wenn mir das blut in den kopf schießt, aber ich bin der festen überzeugung, dass man es schaffen kann, die krankheit zu besiegen!
ich habe gelesen, das erys sehr sensible und mitfühlende menschen sind...tolle menschen also
wie auch immer...das leben mit dem rotwerden is ein ständiges auf und ab und leider leider weiß ich im moment noch keinen ausweg daraus...ich weiß auch nicht was es besser is:sich intensiv mit dem thema auseinanderzusetzen oder irgendwie versuchen, durch meditation oä, auf andere gedanken zu kommen...allerdings habe ich das gefühl, dass es(seit ich mein abitur gemacht hab und weniger stress, dh mehr zeit darüber nachzudenken)etwas schlimmer geworden is...und auch caro hat ja gesagt, dass es bei ihr erst angefangen hat, als sie sich mit dem rotwerden zwangsläufig auseinander setzen musste!
aber ich denke, ein bisschen über die ursachen zu erfahren, kann nicht schaden...wie dem auch sei...ich werde jedenfalls NIE meinen kopf in den sand stecken...egal wie dunkelrot er is

alles liebe

20.06.2008 02:22 • #20



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