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Hallo

Ich habe keine Ahnung, wie mein Leben aussehen soll, wie ich es ändern kann. Ich habe jetzt als Vertretung einige Wochen im Kindergarten gearbeitet und mich nicht wohlgefühlt. Ich weiß auch nicht, ich fühle mich weder den Kindern noch den Eltern und Kollegen gewachsen und total überfordert. Ich bin 28, lebe noch bei meinen Eltern, habe keine Freunde und sitze nur zu Hause. warte das der Tag rumgeht, schaue fern, gehe ins Internet, das wars und das tagtäglich, ich warte, aber worauf ich warte ist mir nicht klar. Ich weiß,. dass nur ich etwas ändern kann, aber ich weiß nicht wie, wo anfangen. Ich kann mir nicht vorstellen als Erzieherin zu arbeiten, ich habe schon überlegt eine Ausbildung als Kinderkrankenschwester anzufangen, aber ich weiß nicht, ob ich mich damit nicht wieder überfordere, mit Schichtdienst und 10 Tages Woche, da ich nach 5 Tagen arbeit schon fix und fertig bin. Ich habe mir auch überlegt mit Tieren was zu machen, aber da verdient man nicht viel Geld. Vor dem ausziehen habe ich totale Panik alleine dazustehen ohne Eltern , die mein Einziger Halt sind- außer dem wöchentlichen reiten. Ich hocke nun schon bestimmt 10 Jahre zu Hause und warte - eigentlich auf nix. Keine Ahnung, ich hättte gerne ein anderes Leben, aber welches? Ich habe vor allem Angst, neuen Situationen, Menschen und so weiter. Ich fühle mich total hilflos, schutzlos und einsam. Meine Eltern sind übers WE vereist und jetzt habe ich niemanden zum reden, nur einsam und alleine und total verzweifelt. Ich will raus aus diesem tristen Alltag, aber ich weiß nicht was ich machen soll. Im Frühjahr war ich in einer Klinik und danach auch total motiviert, aber kaum zu Hause ist das Gefühl auch schon wieder verschwunden. Kein Plan, kein Ziel, nur hoffnungslosigkeit. Könnt ihr mir helfen? Danke

29.10.2010 15:21 • 21.11.2010 #1


7 Antworten ↓


Hi,

ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass das ausziehen bei meinen Eltern mir sehr geholfen hat.

Wenn du Spass mit den Umgang mit Tieren hast und du dort mehr vertrauen hast würde ich es machen. Weniger Geld ist immer noch besser als sich täglich durch die Arbeit zu quälen.

29.10.2010 17:47 • #2



Total verzweifelt

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Zitat von vany:
Vor dem ausziehen habe ich totale Panik alleine dazustehen ohne Eltern , die mein Einziger Halt sind

Du kannst ja zuhause aus dem Koffer leben. Ist ja nicht verboten.

Alle wichtigen Sachen, die Du brauchst in den Koffer und nur den benutzen. Kann sein, dass anfangs der Koffer zu klein scheint, aber was nicht reinpasst ist ganz einfach zu viel.

Wenn Du dann mal woanders hinwillst (oder musst, Geheimauftrag ), dann Koffer zu und weg. Woanders wieder Koffer aufmachen und Du hast wieder alles, was Du brauchst.

Vielleicht werden Deine Eltern (falls sie das mitbekommen) Dich komisch angucken, aber es kann auch sein, dass Du deswegen noch zuhause bist, weil Du unausgesprochen den Auftrag von Deinen Eltern bekommen hast, zuhause Dein Leben zu fristen.

29.10.2010 23:19 • #3


Danke für die Antworten. Ich hocke nur zu Hause rum und habe nix zu tun. Meine Mutter stresst mich damit, dass ich nächste Woche ein Praktikum machensoll, damit ich nicht zu Hause rumsitz, aber ich traue mixh nicht irgendwo anzurufen, ich habe da totale Angst davor und sie versteht mich nicht. Sagt nur, da musst du durch, mach das ruf an, du musst dich überwinden. Sie versteht nicht, dass ich einfach nicht kann, geschweige denn dann dort auch hinzugehen, totale Angst und Panik. Aber ich habe auch Angst mich zu bewerben und zu Vorstellungsgesprächen zu gehen und so. Ich weiß auch nicht, was ich will. Vielleicht eine Ausbildung in der Pflege, aber da habe ich auch jeden Tag neue Situationen und bin dem nicht gewachsen oder was mit Tieren oder ins Ausland oder oder, ... Ich fühle mich gerade mit allem überfordert und würde gerne was machen, keine Ahnung wo ich wie anfangen soll.

05.11.2010 12:07 • #4


Hallo vany!

Ich weiss, ich kann dir leider nicht wirklich helfen, aber zumindest kann ich dir sagen, dass es mir ganz genauso geht!

Ich habe vor einem halben Jahr meinen Job verloren, weil es mit Angst und Panikattacken so schlimm wurde. Ich höre seitdem immer wieder,dass es meine chance ist, etwas neues anzufangen, die negativen erfahrungen, die ich in der firma gemacht habe, abzuhaken und eben was aus der situation zu machen. Ich mache mir seitdem auch immer gedanken, was ich machen könnte, wo ich hin möchte, was ich will, etc. Aber ich komme einfach nicht weiter, ich habe jetzt schon so viel zeit gehabt, darüber nachzudenken, wo ich hin möchte, aber ich mache mich doch immer nur verrückt, anstatt wirklich mal vorwärts zu kommen.

Ich glaube wir blockieren uns total dadurch, dass wir auch die ideen, die wir konkret haben, und die uns weiterbrinen könnten, nicht umsetzen! Ein schritt nach dem anderen. Du sprichst stark davon, zuhause auszuziehen. Also wäre das doch der nächste schritt... aber du gehst ihn nicht... Ist nicht bös gemeint, ich kenne das von mir ganz genau so! Ich weiss im grunde, dass ich mich in der stadt nicht wohlfühle, in der ich jetzt immer noch lebe. Ich ziehe einfach nicht weg. Ich weiss auch, dass ich gerne nochmal alleine wohnen möchte (die letzten Jahre nur WG), aber ich mache es nicht, und auch alles nur, weil ich ANGST davor habe, dem nicht gewachsen zu sein. Und dann entsteht die Blockade...!! Wie soll ich dann noch die weiteren Schritte gehen, wenn ich mich gar nicht traue, überhaupt einen Schritt zu gehen...

Vielleicht gehts dir ja ähnlich, jedenfalls kam mir deine Geschichte sehr bekannt vor.. ; )

Liebe gruesse!
neon

05.11.2010 18:17 • #5


Gedankenkomplex
Moin Vany

Hast du mal über eine WG nachgedacht? wäre für den Anfang vielleicht nicht schlecht,am besten in der Nähe deines Elternhauses.Vor drei jahren,war ich in der gleichen Situtation wie du gerade,hab mich nicht getraut egal obs telefonate waren bei Arbeitgeber,Ämtern und und.Bis ich dann ausgezogne von heut auf morgen (ja das kam recht spontan aufeinmal war dieser wunsch da) und es war die beste entscheidung von allen erst dann habe ich gelernt,"erwychsen" zu werden,und mich selbst um mein Leben zu kümmern.

Deine Eltern sind immer für dich da und gerade dnan wenn du ausziehst und dein leben auf die reihe bekommst.Seit meinem Auzug,verstehe ich mich mit meiner Mum sehr gut und sie utnerstützt mich wo sie kann.Ich bin zwrr 500 km weg gezogen,und mit meinem Freund zusammen aber es hat sich gelohnt.Ich geh zur therapie,hab freunde gefunden und bin selbstbewusster geworden.

Am besten du redest mal mit deinen Eltern über einen möglichen auszug.Und zu deinem Berufszweig.Du packst alles,nur du musst dir mehr zutrauen können..das kannst du auch

Liebe grüsse

05.11.2010 18:44 • #6


Danke für eure Antworten. Ich bin immer noch recht unsicher. Heute haben sich meine Eltern gestritten und meine Mutter beschwert sich immer bei mir über meinen Vater und auch über meinen Bruder, wenn er Stress macht. Eine Psychologin hat zu mir gesagt ich wäre nicht der Kitt meiner Eltern. ich weiß nicht, wie ich mit dem umgehen soll. Vielleicht ziehe ich unbewußt nicht aus und mache was ich möchte, weil meine Mutter dann quasi alleine wäre, da mein Vater viel Arbeitet und selten mit ihr redet. Keine Ahnung.

14.11.2010 14:10 • #7


Hallo vany,

Du schreibst, dass Du nur zu Hause sitzt. Wie hast Du denn bisher versucht, um neue Kontakte in Deinem Umfeld zu knüpfen?

Falls Du's noch nicht getan hast - gäbe es z.B. folgende Möglichkeiten:
Warum versuchst Du nicht übers Internet neue Bekannte in Deiner Nähe zu finden, die sogar gleichgesinnt sind.

Und wenn Du Angst vor dem nächsten Schritt nach dem Mailen hast - also z.B. dem Telefonat - schreib das Deinem Gegenüber einfach. Entweder kann er Dir die Angst nehmen und hat Interesse an Dir oder nicht ... dann ist es aber vielleicht eh der falsche Gegenüber.
Mann muss sich ja auch nicht gleich treffen - und auch ein gutes Glas Wein vor und während dem Telefonat und eine gemütliche Athmosphäre können helfen.

Was Deine beruflichen Optionen angeht, so glaube ich nicht, dass Du als Krankenschwester glücklich werden würdest. Nicht nur, dass es ein totaler Knochenjob ist, wenn Du vieles persönlich nimmst, geht dieser Job auch extrem zu Lasten Deines Seelenfriedens. Auch soziale Kontakte können durch den Schichtdienst und die "Mörderblöcke" (10 Tage am Stück, kurze Schichtwechsel) zum größeren Problem werden.

Vielleicht ist Tierpflegerin ja wirklich eine gute Wahl - heraus findest Du es allerdings nur durch "antesten" (Praktikum z.B. oder einfach mal reinschnuppern für eins, zwei Wochenenden). Ich glaube, Tierparks freuen sich, wenn jemand soetwas aus eigenem Interesse kostenfrei anbietet.

Grüße
nonick

21.11.2010 11:20 • #8




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