Hallo an alle,

bin langsam verzweifelt. Nehme nun fast sechs Wochen Trevilor 225 mg. Und spüre noch keine Wirkung. Habe vorher schon etliche Antidepressiva genommen (fluctin, Cipramal, Fluvoxamin, Zoloft) aber leider alles ohne Wirkung.

Staunebär)) Du schreibst bei einigen von Deinen Beiträgen, daß Trevilor erst nach 12 - 16 Wochen wirkt, weißt Du warum erst so spät? Wenn das wirklich so ist, dann habe ich ja noch Hoffnung. Liebe Grüße Lisa

17.02.2004 19:31 • 24.02.2004 #1


2 Antworten ↓


Hallo Lisa,
der Stoff, der in Trevilor steckt, hat unserem Gehirn lange gefehlt und daher müssen wir uns daran gewöhnen.
Bisher hatte ich gemeint, dass es an meinem Charakter liegt, dass ich mich so hundeelend fühle.
Nachdem ich nun den vierten Monat Trevilor genommen habe, merke ich, dass mir genau dieser Stoff gefehlt hat.
Der Alltag ist wesentlich besser geworden, ich traue mir vieles wieder zu und schaffe es. Du solltest natürlich auch ganz langsam ein paar Dinge ausprobieren, die dir vorher Schwierigkeiten bereitet haben. Nur so merkst du, ob es hilft.
Unter welchen Beschwerden leidest du eigentlich?
Von der Langzeitwirkung hatte mir mein behandelnder Psychologe erzählt.
Was sagt dein Arzt?
Liebe Grüße
Staunebär

19.02.2004 16:20 • #2


revilor® 37,5/50/75 Tabletten
Zus.: 1 Tbl. enth.: Venlafaxin-HCl 42,42 mg/ 56,56 mg/ 84,84 mg (entspr. 37,5 mg/ 50 mg/ 75 mg Venlafaxin).
weit. Bestandteile: Cellulose, Lactose, Carboxymethylstärke, Na-Salz, Magnesiumstearat, Farbstoff E 172.

Trevilor® retard 75 mg/retard 150 mg Retardkapseln
Zus.: 1 Ret.-Kps. enth.: Venlafaxin-HCl 84,84 mg/ 169,7 mg (entspr. Venlafaxin 75/150 mg).
weit. Bestandteile: mikrokrist. Cellulose, Hypromellose, Ethylcellulose, Gelatine, Schellack, Propylenglycol, Farbstoffe E 171, E 172, -75 mg zusätzl.: Dimeticon, Siliciumdioxid, -150 mg zusätzl.: Povidon, Natriumhydroxid.

Anw.: Depressive Erkrankungen, einschl. Depressionen mit begleitenden Angstzuständen.

Gegenanz.: Gleichzeitige Behandl. mit MAO-Hemmern.

Anw.-beschränk.: Pat. mit mäßiger bis schwerer Leber-, Niereninsuff., Leberzirrhose, Neig. zu epileptischen Anfällen in der Anamnese, kürzlich zurückliegendem Herzinfarkt, nicht stabilisierten Herzerkrankungen; Arzneimittelmißbrauchsanamnese. Kdr. u. Jugendl. 18 J. wg. mangelnder klin. Erfahrung. Sorgf. Überwachung d. Pat. auf Rebound-Effekte, Blutdruckanstieg, bei Pat. mit manischen Episoden. Keine Erfahrg. mit gleichz. Elektroheilkrampfbehandl.
Schwang.: Strenge Ind.-Stellung Gr 4.
Stillz.: Strenge Ind.-Stellung La 1.

Nebenw.: Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Appetitzunahme, Verstopfung, Durchfall, Verdauungsbeschwerden, Blähungen. Reversible Leberenzymerhöhungen, Gewichtszu- o. -abnahme, Hyponatriämie, SIADH, Agitiertheit, Angst, Schwindel, ungewöhnliche Trauminhalte, Schlaflosigkeit, Libidoabnahme, Nervosität, Parästhesien, Zittern, Müdigkeit, Mundtrockenheit. Akkomodationsstörungen des Auges. Schwitzen, Hautausschlag, kleinfleckige Hautblutungen, Ejakulations-, Orgasmus- und Poten., häufigeres Wasserlassen. Asthenie, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Schüttelfrost, allergische Reaktionen, Ödeme, Krämpfe. Blutdruckanstieg, Herzklopfen, Vasodilatation, Herzrhythmusstörungen, Tachykardie, posturale Hypertension. Selten Absetzerscheinungen.

Wechselw.: MAO-Hemmer; Einnahmeabstand mind. 14 Tage vor und 14 Tage nach Venlafaxinanw. Haloperidol: Blutspiegel erhöht. Clozapin: Blutspiegel erhöht, v. Nebenw. begleitet. Warfarin: Blutgerinnungszeit erhöht. Cimetidin: Bei Älteren u. Pat. mit Leberfunktionsstörungen Wirkungsverstärkung bzw. -verlängerung. Imipramin: Wirkung u. Nebenw. verändert.

Dos.: Tbl.: Ambulante Pat.: initial 2mal 37,5 mg tgl. Dosisanpass. n. Bedarf (ggf. auf 2mal 75 mg tgl. erhöhbar). Stat. Pat.: initial 150 mg tgl. in 3 ED. Schrittweise Erhöhung der TD um ca. 50-75 mg alle 2-3 Tage bis max. 375 mg TD. Ret.-Kps.: 1mal tgl. 75 mg, b. Bedarf auf 1mal tgl. 150-225 mg erhöhbar. In Abhängigkeit des therap. Ansprechens u. der Verträglichkeit schrittweise Senkung auf die anfangs empfohlene Normaldosis. Nieren- o. Leberinsuff.: mäßige Leberinsuff. sowie Pat. mit GFR 30 ml/min halbe Dosis, bei stärkerer Leberfunktionsstörung weitere Dosissenkung. Bei älteren Pat. ist bei einer Dosiserhöhung bes. Sorgfalt geboten, ansonsten keine Dosisanpassung erforderlich. Einnahme zu den Mahlzeiten. Nach Anw. über mehr als 6 Wochen beim Absetzen Dosis schrittweise reduzieren.

24.02.2004 11:14 • #3





Dr. Reinhard Pichler