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Hallo,

Ich habe hier schon einiges geschrieben. Mir gehts darum, dass ich keine Freunde machen kann. Ich erzwinge mir immer mit Fremden zu reden. Sprechen tu ich auch nur dann, wenn ich was brauche.
Mittlerweile vermute ich dass ich das Asperger Syndrom habe. Wie kann man sich gegen Asperger therapieren lassen?

Danke sehr im voraus?

20.08.2015 21:43 • 27.08.2015 #1


22 Antworten ↓


Wie kommst du denn nu auf Aspie? Das muss ein Facharzt mal diagnostizieren.

20.08.2015 21:48 • #2



Soziale Probleme-Asperger?

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Ich habe es auf aspergia.de geprüft. Ich werde es von einem Arzt prüfen lassen. Welche wären gute Ärzte im Raum Rheinmain?

20.08.2015 21:56 • #3


Also wenn du schonmal stationär aufgenommen warst, dann hätten die dort die Diagnose bereits gestellt. Soviel erkennt man schon. Rheinmain..weiß nicht. Komme aus Wien.

20.08.2015 21:59 • #4


Nein, ich brachte hier und da Vorschläge. Die wussten dort teilweise weniger als ich. Es waren Psychologen dort, keine Psychiater.

20.08.2015 22:12 • #5


Laß es mal vom Arzt abchecken.

20.08.2015 22:13 • #6


Hallo,
Asperger ist etwas anderes als eine soziale Phobie und die beiden Dinge werden gerne mit einer schizoiden Persönlichkeitsstörung gemixt - auch von geschultem psychologischen Personal jeder Sparte. Finde einen guten Psychiater, der dich zusätzlich zu einem Psychologen schickt, der dir auch erklären kann, warum eine solche Diagnose bei dir gestellt wird und wie dir speziell geholfen werden kann. Denn auch Asperger kann nicht grundsätzlich gleich therapiert werden, sondern muß individuell angepaßt werden. Durch eine Therapie wird man allerdings nicht geheilt.

Übrigens können alle diese Störungen schon in der frühen Kindheit bestehen und die Tragik besteht darin, daß man dann als Erwachsener zu spät dran ist, um tiefgreifende gesellschaftsfähige Erfolge zu verbuchen.

Grüße

21.08.2015 05:02 • #7


Ich dachte auch mal, dass ich eine leichte Form von Asperger habe. Leider gibt es Diagnosen meist nur wenn man selber dafür bezahlt. Krankenkassen übernehmen so etwas meistens nicht. Dazu sind Psychologen, die sich damit auskennen nicht so häufig. Die KK hat mir Vertragspsychologen empfohlen zwecks Diagnose aber in einer weit entfernten Stadt. Dafür fehlt mir aber das Fahrgeld, somit kann ich mich auf Asperger nicht abchecken lassen. Und wie die Vorgängerin schreibt, sehe ich das auch so, meist wird das in der Kindheit oder bei jungen Erwachsenen diagnostiziert aber das ist an sich keine Krankheit, sondern nur eine anderer Denk-Verarbeitungs-Prozess als bei anderen und wer Aspie ist, da hört das ja nicht plötzlich auf im Erwachsenenalter. Warum gibt es da nicht mehr Diagnosemöglichkeiten für auch ältere Erwachsene?

21.08.2015 09:24 • #8


Zitat von Veritanne:
Warum gibt es da nicht mehr Diagnosemöglichkeiten für auch ältere Erwachsene?

Weil die Diagnosestellung sehr schwierig ist, wenn man nicht selbst Asperger hat oder schizoid ist.
Oftmals findet man die Aussage, daß das Asperger-Syndrom und die schizioide Persönlichkeit miteinander schnell verwechselt werden. Man findet sogar die Aussage, daß ein Erwachsener, der als Kind ein kindlicher Asperger war, plötzlich mit einer schizoiden Persönlichkeitsstörung diagnostiziert wird und umgekehrt, daß erwachsene Asperger eine kindliche schizoide Persönlichkeitsstörung hatten.

Von mir selbst kann ich sagen, daß der psychologische Gutachter, der mich mit 45 Jahren als schizoide Persönlichkeit (nicht die schizoide Persönlichkeitsstörung) diagnostizierte, der erste Mensch war, der mit mir so sprach, daß ich durch ihn meine emotionale Blindheit entdeckte. Viele Puzzlestücken meines Lebens fühlten sich für mich zum ersten mal nach irgendwas an. Deshalb denke ich, daß eine Diagnoseklärung sehr gerechtfertigt sein kann, bin für mich aber zu dem Schluß gelangt, daß für mich die Bezeichnung keine Rolle spielt, ob ich Asperger habe oder schizoid bin. Es ist bei mir angeboren und es geht nicht weg. Entscheidend ist der sogenannte Leidensdruck: es ist eben nicht das bedauernde Gefühl, keine Freunde zu finden, zu haben und zu behalten, sondern das Gefühl, keine Freunde zu brauchen. Der Leidensdruck besteht lediglich darin, wenn andere Menschen versuchen, das zu ändern, denn dann wird das Ganze sehr häßlich.

Grüße

21.08.2015 09:49 • #9


Ich sehe es wie Reenchen.
Manchmal brauche ich tatsächlich Freunde. Die Unfähigkeit, Freunde zu machen, ist schade. Auf doccheck habe ich schizoide Persönlichkeitsstörung nachgeschlagen und festgestellt, dass ich im Gegensatz dazu eine hohen Sexualtrieb habe.

Ich kann nicht einfach so auf fremde Leute zugehen und sie in Gespräche verwickeln. Geht einfach nicht. Wenn ich hingegen ein Skript verwenden würde, wo ich einiges auswendig lernen müsste, dann ginge das schon eher. Ich habe wie gesagt 5 Mal den EQ, SQ und AS Test auf aspergia.de durchgeführt. Dort hieß es zuerst, dass ich kein Aspie wäre. Danach allerdings immer nur dass ich ein Aspie wäre. Mein EQ war deutlich zu niedrig (20), mein SQ auch unterdurchschnittlich (58). Gemäß AS Test war ich ein Aspie (118 Punkte).
Zusätzlich dazu habe ich auf einer amerikanischen Website zur Diagnostik von Asperger einen Fragebogen ausgefüllt. Ergebnis: Ich hatte einen grenzwertigen (Borderline Score) Wert von 27 Punkte. Ab 31 Punkten wäre man definitiv Aspie.


Als ich klein war, gab es Verhaltensauffälligkeiten. Ich fing an erst mit Ende des 2. oder Beginn des 3. Lebensjahr zu sprechen. Meine Eltern waren sich zu schade einen passenden Arzt zu suchen.
Ich erinnere mich aber daran, dass als ich 9 Jahre alt war, da meinte die Mutter eines Klassenkameradens der ein Autist war, dass ich Verhaltensauffälligkeiten zeigen würde und zumindest etwas autistisch wäre. Das sollten meine Eltern mal abklären lassen. Diese waren aber viel zu beschäftigt sich mit anderen zu verglöeichen und über ihr Leben zu jammern und jemanden (mir) das Ganze in die Schuhe zu schieben.

21.08.2015 14:57 • #10


Zitat von charmest:
Ich sehe es wie Reenchen.
Manchmal brauche ich tatsächlich Freunde. Die Unfähigkeit, Freunde zu machen, ist schade. Auf doccheck habe ich schizoide Persönlichkeitsstörung nachgeschlagen und festgestellt, dass ich im Gegensatz dazu eine hohen Sexualtrieb habe.

Ich kann nicht einfach so auf fremde Leute zugehen und sie in Gespräche verwickeln. Geht einfach nicht. Wenn ich hingegen ein Skript verwenden würde, wo ich einiges auswendig lernen müsste, dann ginge das schon eher. Ich habe wie gesagt 5 Mal den EQ, SQ und AS Test auf aspergia.de durchgeführt. Dort hieß es zuerst, dass ich kein Aspie wäre. Danach allerdings immer nur dass ich ein Aspie wäre. Mein EQ war deutlich zu niedrig (20), mein SQ auch unterdurchschnittlich (58). Gemäß AS Test war ich ein Aspie (118 Punkte).
Zusätzlich dazu habe ich auf einer amerikanischen Website zur Diagnostik von Asperger einen Fragebogen ausgefüllt. Ergebnis: Ich hatte einen grenzwertigen (Borderline Score) Wert von 27 Punkte. Ab 31 Punkten wäre man definitiv Aspie.


Als ich klein war, gab es Verhaltensauffälligkeiten. Ich fing an erst mit Ende des 2. oder Beginn des 3. Lebensjahr zu sprechen. Meine Eltern waren sich zu schade einen passenden Arzt zu suchen.
Ich erinnere mich aber daran, dass als ich 9 Jahre alt war, da meinte die Mutter eines Klassenkameradens der ein Autist war, dass ich Verhaltensauffälligkeiten zeigen würde und zumindest etwas autistisch wäre. Das sollten meine Eltern mal abklären lassen. Diese waren aber viel zu beschäftigt sich mit anderen zu verglöeichen und über ihr Leben zu jammern und jemanden (mir) das Ganze in die Schuhe zu schieben.


Mir wurde auch gesagt, ich habe erst mit 3 Jahren angefangen zu sprechen aber dann gleich ganze Sätze.

21.08.2015 15:38 • #11


Bist du Psychiater oder hab ich das jetzt falsch verstanden? Weil du schreibst dass du mehr wusstest als die Ärzte weil die nur Psychologen und keine Psychiater waren?

21.08.2015 15:47 • #12


Soviel ich gelesen habe, fallen Asperger-Kinder nicht durch eine Spätsprachentwicklung auf, sondern durch den Gebrauch umständlicher Formulierungen und Begrifflichkeiten. So kann es wohl passieren, daß ein Vorschulkind nicht nur fragt, ob es Kuchen haben darf, sondern den Kuchen ganz genau beim Namen nennt und immer wieder beim genauen Namen nennt und selbstverständlich ausdrücklich 'ein Stück' verlangt und den Kuchen auch noch genau beim Namen nennt, wenn es das Stück schon längst gegessen hat. Es wird nicht nur sagen, daß der Kuchen gut geschmeckt hat.

Ich habe sehr früh und viel gesprochen. Das änderte sich mit der Einschulung stark und hat sich bis heute erhalten. Ich spreche nicht gern, weil Menschen das Gesagte permanent ausnutzen und Kommunikation ist schwierig, weil es Interaktion verlangt, der ich meist nicht gewachsen bin. Hier zu schreiben, gelingt mir besser.

21.08.2015 16:15 • #13


@püppi :
1. Du brauchst nicht nach Einzelheiten zu suchen. Du hattest beschrieben, dass du denkst dass die Diagnose doch stimmte.

2. Ich informiere mich über Psychologie und durch Selbsthilfe Ratgeber entwickel ich mich weiter. Während der Gruppensitzungen konnte ich hier und da einige Hilfestellungen bieten. Zwischendurch im Gang hab ich dem Arzt auch was von den Ratgebern berichtet was ich lesen würde. Er fand es ganz interessant. Einmal als er weg war, konnte ich etwas sagen und seine Kollegin stimmte mir zu. Ich bin nicht allwissend aber ich interessiere mich für vieles. Ich schrieb dass ich mich teils besser auskannte darum fragte ich den Arzt warum er so wenig wüsste und ich mehr. Er meinte dass ich gut gebildet wäre und Unwissen bei Ärzten könnte vorkommen. Ja, sie als Psychologen konnten nicht Asperger diagnostizieren.

Verlegen wir das Ganze in den richtigen Thread. Nicht in Asperger Thread.

21.08.2015 16:18 • #14


Hm... So ähnlich war ich auch. Aber sobald man mir sagte, dass der Kuchen so und so heißt, änderte ich die Wortwahl.
Ich sprach immer wenig. Als ich sehr klein war soll ich nicht gesagt haben was ich wollte sondern immer darauf gezeigt haben und stumm danach verlangt haben.

21.08.2015 16:21 • #15


Ich erinnere mich, dass Ich mich mit einem Schüler verstritten hatte. Er nutzte meine soziale Einsamkeit aus und mir gefiel das nicht. Dann zickte er herum und wollte nicht mehr neben mir sitzen. Die Klassenlehrerin und meine Eltern schimpften auf mich. Meine Lehrerin meinte Ich hätte es eben hinnehmen sollen. Ich gebe da auch meiner Lehrerin die Schuld. Wer zwanghaft Freunde haben will und dich unterwürfig verhält, endet einsamer.

21.08.2015 16:59 • #16


Zitat von charmest:
Ich bin nicht allwissend aber ich interessiere mich für vieles.


Das spricht mal gegen Asperger. Die haben meist ein Spezialinteresse.

21.08.2015 17:05 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Oder mehrere Spezialinteressen. Jeder Mensch ist anders, auch mit Aspergersyndrom. Sämtliche online-Tests deuteten darauf hin, dass ich bissel Aspie bin, naja. Sind ja keine echten Tests, aber Möglichkeit wäre schon gegeben. Asperger Symdrom bei Frauen unterscheidet sich auch nochmal von der Art gegenüber Asperger bei Jungs und Männern. Eben weil Frauen meist angepasster erzogen werden, auch haben Mädchen und Frauen andere oft Interessen.

21.08.2015 17:15 • #18


Tatsächlich! Mich interessiert tatsächlich alles rund um das Thema Medizin. Humanmedizin, Psychologie. Damit setz ich mich dann intensiv auseinander. Psychologie braucht man nun mal für viele Dinge. Man muss nicht unbedingt Therapeut sein. Das Gebiet ist richtig interessant.

Ja, bei Männern gibt es eine höhere Anzahl derer, denen soziale Intelligenz mangelt. In einem der Tests gehörte ich zu denen.

21.08.2015 17:39 • #19


Bei mir läuft das Ganze so ab, dass ich eine Bedienungsanleitung brauche um erfolgreich zu sein. Darum hatte ich in Chemie auch wenig Schwierigkeiten, in Aufsätzen und Textanalysen umso mehr.

Wenn es eine Bedienungsanleitung für das Soziale gäbe, könnte ich Freunde haben. Dasselbe gilt auch fürs Dating.
Z.B.: 1. Ansprechen. Womit man anspricht, was man sagt und wie man sich dabei verhält.
2. Wie man Unterhaltungen führt .... usw.
Ich habe gelesen, so ähnliche Schwierigkeiten hätten auch Aspies.
Aber Liebe und Freundschaft sollen eine Frage der Kunst sein.

21.08.2015 17:58 • #20



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