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Hallo,

seit knapp 6 Jahren leide ich an Ängsten. Erst zu Feiern, dann auf Dienstreisen etc. mittlerweile bin ich quasi allein. Lebensmittel werden online bestellt, Meetings meide ich, Dienstreisen sowieso, keine öffentlichen Verkehrsmittel, Frisör ist auch doof etc. Ich muss etwas unternehmen!

Habe rezeptfreie Meds alle probiert, Tropfen, Lafil etc. - keine Wirkung.
Momentan experimentiere ich mit Xanax/Tafil/Alprozolam als Notfallmed. 0,5 mg keine Wirkung, 1 mg und ich schlafe ein.

Ich habe also noch nichts gefunden, was mir helfen kann. Lebe langsam wie ein Eremit.

Im Moment versuche ich mich mit Vorgesprächen auf eine Gruppentherapie vorzubereiten, nur aber ist ja das genau das was ich vermeide! Ein Mensch mit Höhenangst hat natürlich mit einer Gruppentherapie kein Problem, jemand aber mit Angst vor Gruppen natürlich deutlich.

Suche Leidensgenossen mit TIPPS aus der Kriese!

28.10.2015 23:05 • 11.11.2015 #1


8 Antworten ↓


Hallo,
ich habe auch soziale Ängste und bei mir ist es ebenfalls so, dass umso mehr ich mich zurück ziehe und an sozialen Aktivitäten abbaue, umso größer meine Angst wird. Da hilft eigentlich nur das genau Gegenteil.
Wichtig finde ich es sich gut tuende soziale Kontakte zu suchen, also die sozialen Fähigkeiten und die Angstreduktion zuerst bei Familie, Verwandten und Freunden zu üben - damit auch ein positiver Effekt eintritt.
Ansonsten, so zum Angstabbau fällt mir nur Sport ein, also auspowern.
Gruß

29.10.2015 00:02 • #2



Soziale Phobie wird immer schlimmer - Hilfe & Meds?

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Schlaflose
Zitat von novo:
Habe rezeptfreie Meds alle probiert, Tropfen, Lafil etc. - keine Wirkung.
Momentan experimentiere ich mit Xanax/Tafil/Alprozolam als Notfallmed. 0,5 mg keine Wirkung, 1 mg und ich schlafe ein.


Es gibt keine Medikamente, die speziell gegen eine soziale Phobie helfen. Es gibt aber eine Reihe von Medikamenten (Antidepressiva), die bei Ängsten sehr gut wirken und nicht abhängig machen wie Alprazolam und andere Benzos. Geh zu einem Psychiater und lass dir da etwas verschreiben.

29.10.2015 12:52 • #3


Man muss erst mal ganz klar sagen, dass Angst zu haben etwas vollkommen Normales ist. Wer keine Angst vor nichts hat ist ein Idiot.

Natürlich ist es allerdings nicht normal, wenn man ständig in seiner Umgebung Angst vor Menschen hat. Das liegt aber daran, dass diese Welt von Psychopathen beherrscht wird. Leute, denen das auffällt und so etwas wie Angst vor Menschen entwickeln, demonstrieren damit eher eine gewisse Normalität, die bei anderen schon längst verloren gegangen ist.

Denn wie wir leben und arbeiten müssen, weil es die Mächtigen so wollen, dass wir so leben und arbeiten, ist alles andere als natürlich oder richtig. Wir werden nämlich von einer Gruppe von Menschen beherrscht, die sich dazu entschlossen haben das deutsche Volk auszurotten. Dazu wurden einige Maßnahmen durchgeführt. Zuerst mehrere Kriege, die in den beiden Weltkriegen mündeten. Danach begann man noch unsere Soldaten beispielsweise in diversen Lagern umkommen zu lassen - sowohl in den russischen als auch in den westalliierten Lagern. Als dieser Genozid abgeschlossen war, beschränkte man sich mehr oder weniger nur noch auf eine falsche Erziehung und über die Zuwanderung von fremdrassigen Menschen den Genozid fortzusetzen.

Die falsche Erziehung besteht darin, dass man falsche Verhaltensweisen fördert, körperlich und geistig Kranke verherrlicht und alle normalen Menschen als Idioten hinstellt. Außerdem wurden wir komplett von unserer Geschichte und Kultur getrennt. Die handverlesenen Politmarionetten von der Linksfraktion bis hin zur NPD verdanken ihren Posten der Tatsache, dass sie Deutschland- und Deutschenhasser sind. Um den Genozid voranzutreiben wurde die GEsellschaft auch auf Egoismus und Einsamkeit getrimmt. Unter anderem daraus resultieren zu niedrige Geburtenraten. Das deutsche Volk stirbt aus. Eine Kultur, die der gesamten Menschheit in allen wichtigen Bereichen unglaublich viel geschenkt hat und es selbst nach einem jahrhunderte Jahre andauernden Genozid - begonnen hat es mit dem Dreißigjährigen Krieg - eine Qualität im Volk aufrechterhalten konnte, die dazu geführt hat, dass wir im Vergleich zu den meisten anderen Ländern sehr reich sind, hat sich scheinbar dazu entschlossen für die vielen Dritteweltrassen auf diesem Planeten Platz zu machen bzw. uns von ihnen "bereichern" zu lassen.

Dann kommen wir noch zu der Art wie wir arbeiten. Mehr ein Skla. oder Beschäftigungstherapie als alles andere. Wirklich Sinn machen die meisten Tätigkeiten nicht mehr. Es sind Pseudoarbeiten, die ob sie jemand durchführen würde oder nicht, keine Auswirkungen darauf hätten, ob es uns gut geht oder nicht. Dann werden noch Menschen gefördert wie Sportler oder Sänger, Menschen, die meist charakterlich und intellektuell oder was ihren Beitrag zum Wohlstand angeht, eher eine sehr niedrige Rolle spielen, werden mitunter am besten bezahlt. Das macht man deshalb, weil man der Jugend weismachen möchte, dass es wichtig wäre ein Sportler oder Sänger etc. zu sein. Oberflächlichkeit und Narzissmus werden damit gefördert. Die wahren Helden bleiben ungehört und werden ignoriert und meistens werden sie heute auch ausgebeutet.

Das sind eigentlich die Gründe warum jeder halbwegs vernünftige Deutsche in diesem Land Angst haben sollte. Ob ihm das alles bewusst ist, was ich hier gesagt habe oder nicht. Aber unsere Gesellschaft ist krank, weil sie zum Irresein ermutigt, gedrängt, gezüchtet und genötigt wird und wurde.

31.10.2015 11:21 • #4


Icefalki
Oh mein Gott. Bevor wir die Welt verändern wollen, sollten wir erstmals an uns selbst arbeiten.

Leider sind wir aus dem Paradies vertrieben worden, sofern man das auch stellvertretend sagen kann.

Lieber Novo, raus aus der Angst ist mit viel Arbeit verbunden. Und evtl. mit medis.

Ich würde dir raten, einen Termin beim Psychiater auszumachen, um dein Problem zu schildern.

Und wenn du egal an welcher Angst auch immer leidest, dann fange mit kleinen Schritten an.

Sind es die Menschen, oder mehr Platzangst, wenn es zu viele sind?

31.10.2015 14:33 • #5


Also meine Ängste sind definitiv nicht gesellschaftlicher Natur. Wenn ich nicht im Restaurant sitzen kann, oder mit Freunden treffen ist das einfach nicht normal.
Das Problem tritt mit Menschen auf. Orte können den Druck und die Symptome verhindern. Eng, warm, Geruch etc. Die Ursache sind aber die Menschen.
Im Moment habe ich eine Spirale betreten in der ich quase alle vermeide. Selbst Einkaufen, spatzieren etc.

Eine Therapie ist schwer, gerade mit Meds. Nur wenige können verschreiben, noch weniger wollen Meds + Therapie. Und dann muss es noch passen. Ich versuche gerade etwas. Aber die Gruppentherapie ist einfach noch zu heavy.

Ich weiß auch noch nicht ob mein selbst besorgets Alprozolam wirkt. Ich muss da raus und weiß einfach nicht wie...

04.11.2015 18:55 • #6


Benzo machen mich nur schläfrig und ich kann da eigentlich keine Vorträge mehr halten.
Für mich sind Betablocker eine alternative um zumindest meinen Blutdruck niedrig zu halten.
Das ermöglicht mir mich wieder besser zu konzentrieren und die Begleiterscheinungen (roter Kopf) sind weg.
Morton

07.11.2015 09:46 • #7


Was sind zum Beispiel deine Betablocker? Welche Dosis?
Helfen Sie auch in den 2-3 Stunden vor der Situation - also bei der Angst vor der Angst?
Vielleicht sollte man es mal mit Dro. probieren - das macht ja überheblich, oder?

11.11.2015 17:23 • #8


shg-admos
Du könntest es mit Lorazepam versuchen, definitv wird Deine Angst dann weg sein. Aber vorsicht: Das Zeug macht süchtig (bei einigen schon nach 2 Wochen) und der Entzug ist die Hölle. Habe 1 Jahr lang Lorazepam genommen um zu funktionieren, danach hat der Entzug 2 Monate gedauert.
Ich lebe mittlerweile gut mit Paroxetin und Quetiapin, die soziale Phobie ist viel geringer geworden und manchmal bemerke ich sie garnicht mehr. Ich hatte z.T. auch das Haus nicht mehr verlassen, war fast ganz alleine (habs auch mit ALK bekämpft, keine gute Idee). Eine echte Besserung begann erst, alsich eine 2 monatige stationäre Therapie in Bad Bramstedt gemacht habe. Das war meine Rettung.

11.11.2015 19:48 • #9





Dr. Reinhard Pichler