Pfeil rechts

Charisma
Hallo zusammen,

bin neu hier, 22, studiere Soziale Arbeit und bin gerade im Praxissemester.
Ihr wundert euch wahrscheinlich über meinen Studiengang..
ja ich habe soziale Ängste und studiere etwas Soziales, eigentlich passt das ja nicht zusammen oder etwa doch?
Genau darin liegt mein Problem. Ich tue mich total schwer, zweifle immer wieder an meinem Studium und bin immer kurz davor alles hinzuschmeissen.
Ich habe es immerhin schon 4 Semester ausgehalten.
Meine "Ängste" sind mir erst seit ca. einem Jahr bekannt, bzw. da habe ich wirklich gemerkt, dass es mich wirklich belastet und ich etwas dagegen tun muss, um nicht den Rest meines Lebens zu leiden.

Mich würde mal interessieren, ob jm. von euch auch einen sozialen Beruf ergreifen möchte und "Soziale Ängste" hat. Würde mich über Antworten freuen.

Viele Grüße
Charisma

14.07.2008 21:56 • 03.09.2008 #1


7 Antworten ↓


Hi,ich hab auch soziale Ängste und hab damals kosmetikerin gelernt,also eigentlich nur mit anderen Menschen zu tun. Ich hab schon immer feuchte Hände bekommen wenn ich andere menschen anfassen mußte. Am schlimmsten war für mich immer die Maniküre. Und immer wenn ein neuer Gast kam war ich aufgeregt. Nach ein paar Jahren hatte ich mich dann daran gewöhnt,jedoch hatte ich immer im Hinterkopf,dass ich diesen Job nicht ewigmachen will.
Jetzt habe ich einen eigenen Kerzenladen und bin viel glücklicher.
Ich möchte nie wieder anderen Leuten die Fußnägel schneiden oder Pickel ausdrücken. Und ich hab das über sieben Jahre lang getan. ihhhh

16.07.2008 13:27 • #2



Soziale Ängste - sozialer Beruf?

x 3


hallo charisma

ich finde es total spannend was du beschreibst.. ich bin 18 und fühle mich durch meine sozialen ängste manchmal auch geplagt. trotzdem interessieren mich soziale fragen sehr und ich kann mir gut vorstellen, bald einmal soziale arbeit oder etwas in diese richtung zu studieren. ich habe mir selbst schon die selben fragen gestellt, ob ich denn fähig wäre, den leuten wirklich zu helfen, wenn ich manchmal sogar mit mir selbst nicht richtig zu recht komme. und ob es nicht eine art doppelleben geben würde.. auf der einen seite würde ich die "wissende" sein, die den leuten helfen sollte und in meinem richtigen leben hätte ich vielleicht ähnliche probleme wie diese leute. ich denke aber, dass man auch viel für sich lernen kann, wenn man sich mit einem gebiet beschäftigt, das einem vielleicht selbst manchmal schwierigkeiten bereitet. ich möchte dir darum mut machen, mit deinem studium weiterzumachen. du verlierst ja nicht wirklich etwas dabei, wenn dich dieses fachgebiet interessierst. lass dich nicht entmutigen...!!

switi

17.07.2008 22:56 • #3


Hey Charisma,
mir gehts da genauso. Ich, 22, studiere Sozialpädagogik und habe ebenfalls das Problem, dass ich mich unter Leuten, wie soll ich sagen, klein fühle. Und sobald es darum geht im Mittelpunkt zu stehen, werde ich rot und fühle mich allgemein sehr unwohl.
Aber ich weiß, dass ich die richtige Studienwahl getroffen habe, denn ich möchte später für Menschen da sein. Nur wie das dann aussehen soll weiß ich auch noch nicht, irgendwie alles so zwiespältig. einerseits ja, dann wieder nein!

Wie gehts es dir und auch den anderen eigentlich im Freundeskreis?
Hab ihr da ähnliche Erfahrungen?
Viele Grüße
Jelly

18.07.2008 13:49 • #4


Luminoso
Ich mache Öffentlichkeitsarbeit in einem Verband und habe dadurch auch viel mit fremden Menschen zu tun. Zu Anfang fiel es mir sehr schwer, aber über die Jahre wurde es immer besser. Man sollte seinen Neigungen und Talenten folgen, auch wenn Ängste einen hindern wollen...

21.08.2008 17:26 • #5


Zitat von Charisma:
Hallo zusammen,
bin neu hier, 22, studiere Soziale Arbeit und bin gerade im Praxissemester.
Ihr wundert euch wahrscheinlich über meinen Studiengang..
ja ich habe soziale Ängste und studiere etwas Soziales, eigentlich passt das ja nicht zusammen oder etwa doch?
Genau darin liegt mein Problem. Ich tue mich total schwer, zweifle immer wieder an meinem Studium und bin immer kurz davor alles hinzuschmeissen. Ich habe es immerhin schon 4 Semester ausgehalten.


Hallo!
Wo machst du denn dein Praxissemester genau? Vielleicht liegt dir einfach die gewählte Tätigkeit nicht? Vielleicht gibt es andere Berufsfelder für Sozialarbeiter, die besser zu dir passen würden und wo du nicht ständig solche Angst hast? Du solltest dabei auch unterscheiden, ob es "nur" das Praxissemester ist, was dir so zu schaffen macht oder auch, wenn du Vorlesungen an der Uni bzw. FH hast?

Zitat von Charisma:
Mich würde mal interessieren, ob jm. von euch auch einen sozialen Beruf ergreifen möchte und "Soziale Ängste" hat. Würde mich über Antworten freuen.


Ich kann mir auch wohl vorstellen im sozialen Bereich zu arbeiten, aber wohl eher in der Organisation der sozialen Arbeit und nicht soziale Arbeit direkt, wie mit Kindern/Jugendlichen arbeiten oder ähnliches, das wäre wohl eher weniger etwas für mich.

21.08.2008 23:42 • #6


Charisma
@Falco

Ich habe mein Praxissemester in einem "Sozialpsychiatrischen Dienst" gemacht, also in einer Beratungsstelle für psychisch erkrankte Menschen. D.h. ich hatte schon viel direkten Kontakt mit den Leuten, zu organisieren gab es da nicht soo viel. Aber ich wollte ja auch mit den Menschen arbeiten und habe so gut es ging versucht das positive an allem zu sehen, verschiedene soziale Situationen als Übungen angesehen, aber es waren einfach zu viele und der Druck war zu groß, der Druck, den ich mir selber gemacht habe.
Inzwischen ist es vorbei und mir geht es viel besser, dennoch glaube ich heute, dass es gut war, dass ich das gemacht und durchgezogen habe, weil ich einfach unglaublich viel gelernt hab, vor allen Dingen über mich selbst.
Kann gut sein, dass es einfach nicht mein Bereich ist. Das ist ja das gute an Sozialer Arbeit, der Bereich ist dehnbar wie ein Gummiband, von dem her bin ich guter Hoffnung, dass ich "meinen Bereich" noch finden werde.
Dazu war das Praktikum da, eben um zu testen, ob es was ist oder nicht. Und ich weiß jetzt, dass ich mich in einem Beratungsdienst eben sehr schwer tue und entweder noch ganz viel lernen muss um das irgendwann ohne Ängste hinzukriegen oder das einfach nichts für mich ist.
Aber ich bin durchaus bereit, daran zu arbeiten

Viele Grüße
Charisma

24.08.2008 15:59 • #7


Ich kann die Ängste sehr gut nachvollziehen!
Ich studiere Psychologie und Pädagogik. Obwohl ich Probleme im Umgang mit anderen Menschen habe, kamen für mich nur diese Fächer in Frage. Denn ich hab mich immer schon für Psychologie interessiert. Aber mich plagen auch Ängste, ob ich es denn schaffen werde, danach in diesem Beruf zu arbeiten...
Ich hoffe einfach, dass ich mich bis zum Ende des Studiums noch weiter entwickeln kann und werde versuchen alles dafür zu tun...

03.09.2008 11:45 • #8




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler