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Hallo liebe Forumsgemeinde,

zuerst will ich mich kurz vorstellen. Ich bin 22 Jahre alt und studiere im 5. Semester Pädagogik. Oh und ich bin weiblich, falls man das am Nick nicht erkennt

Zu meinem Problem: es ist so, dass ich es überhaupt nicht mag, wenn die Aufmerksamkeit auf mich gelenkt wird, z.B. in der Uni. Wenn ich mich während einer Diskussion melde um einen Beitrag zu leisten (das kam in diesem Semester bis jetzt 2x vor!) bekomme ich schon bei dem Gedanken, mich zu melden, Herzrasen und ich werde rot. Wie das bei Präsentationen ist, kann man sich ja vorstellen: Angst, Zittern, ich werde rot, schwitze, mir ist schlecht und teilweise erstarre ich, also, ich stehe wie angewurzelt da.
Mich nervt es und ich ärgere mich über mich selbst. Ich habe ein Jahr lang im Ausland gelebt (ich war AuPair) und da war sowas kein Problem. Ich habe dort auch Kurse am College besucht und hatte kein Problem, dort zu sprechen (wobei die Gruppen natürlich vieeel kleiner waren). Unter anderem einen Spanischkurs. Dort zu reden war nie schlimm. Aber an sich hat die Gruppengröße keinen Einfluss darauf. Ich frage mich ständig, wo mein Selbstbewusstsein hingelaufen ist. Und ich frage mich, was der Auslöser ist.
Unter Freunden kann ich quatschen und rumalbern und habe kein Problem, im Mittelpunkt zu stehen. Aber bei Fremden...Was man hier auf der Seite zu Redeangst findet, wie Ich muss unbedingt gut ankommen trifft ALLES auf mich zu.
Schon in der Schule ging es mir so, aber ich habe mich da immer irgendwie durchgequält. Aber jetzt will ich das so nicht mehr. Ich will nicht mehr so sein und ich will nicht, dass mein Körper so reagiert.

Hat jemand schon mal eine Art Kurs zu Redeangst oder Lampenfieber besucht? Hat es was gebracht? Oder kennt ihr gute Bücher zu dem Thema?

Zum Thema immer wieder Vorträge halten: das tue ich bereits. In der Uni komme ich da nicht drum rum, weil wir es machen müssen. Ich bereite mich auch immer sehr gut vor, spreche es mir selbst vor dem Spiegel vor oder meinem Freund. Aber es hilft nichts. Am Tag der Präsentation wache ich morgens auf und mir ist schlecht und die Panik löst in mir Fluchtgefühle aus

Würde mich über Antworten sehr freuen Vielen Dank schon mal.

22.11.2012 22:44 • 23.11.2012 #1


2 Antworten ↓


Hallo Tigger

Ich kann sehr gut nachvollziehen was du da jedesmal durchmachen musst. Mir ging es auch immer genauso
Immer wenn ich vorhatte mich zu melden, mit dem Wissen das ich die richtige Antwort weiß, bekam ich immer Herzrasen und mein Hals war wie zugeschnürt. Im meinem Kopf spielte sich nebenbei ab, was denn passiert, wenn ich denn doch Falsch liege. Die Angst vor der Plamage war größer und ich meldete mich dann schließlich fast garnicht mehr

Meine ehemalige Deutschlehrerin hatte mal einen Vortrag über das Vortrag halten gehalten. Das war ziemlich Interessant
Sie meinte, es würde einem wohl sehr helfen, wenn man sich eine Flasche Wasser mit vor nimmt (damit könne man die Zeit überbrücken, in der man einen Blackout hat). Wenn das Reden wirklich richtig schwer fällt, dann setz den Kurs noch vor deinen Vortrag davon in Kenntnis. Du wirst sehen, es wird Leute geben die dir Mut zusprechen werden und du wirst das Publikum dann auch mit ganz anderen Augen wahrnehmen (du wirst dir sicherer Vorkommen).

Ganz wichtig ist auf jeden Fall dein Selbstvertrauen! Du weißt was du kannst und was für Talente du hast. Du weißt auch, dass du dich gut auf diese Vorträge vorbereitest/vorbereitet hast. Was soll also großartig schief gehen?!

Lg

22.11.2012 23:33 • #2


Schlaflose
Zitat von Tigger90:
Am Tag der Präsentation wache ich morgens auf und mir ist schlecht und die Panik löst in mir Fluchtgefühle aus


Immerhin kannst du in der Nacht davor schlafen. Bei mir ist es immer schon daran gescheitert, dass ich nächtelang vorher nicht schlafen konnte und dann gar nicht imstande war den Termin wahrzunehmen.

23.11.2012 16:29 • #3




Dr. Reinhard Pichler