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Hallo,

ich habe ein echtes Problem mit dem Reden in der Öffentlichkeit. Wer mich kennt will es nie glauben, da ich absolut nicht auf dem Mund gefallen bin.

Dieses Problem habe ich nur in bestimmten Situationen. Am schlimmsten ist es, wenn ich einen Votrag in der Abendschule halten soll. Bis jetzt konnte ich mich gut drücken. Doch es ist sicher das ich bald ein längeres Referat halten soll - ich weiß aus anderen Situationen das ich so keine Chance haben werde.

Soll ich zum Beispiel etwas längeres vorlesen bekomme ich direkt Atemnot und komme nur 2 - 3 Sätze weit.

Rede ich frei und informell kann ich Stundenlang vom Platz aus in die Klasse reden.

Beruflich habe ich keine Chance ienen Psychater zu besuchen. Wenn die arbeiten, arbeite ich auch - und leider hat man mir am Telefon schon gesagt, das man mehrere Sitzungen 20 oder so braucht.

Gibt es nicht einfach ein Mittel was ich nehmen kann um in dieser Situation klar zu kommen?? Ich denke das wenn man vieleicht so unterstützt in den Vortrag geht, Selbstsicherheit erlangt und nach 1, 2 mal auch ohne Medikament eine Rede halten kann.

Komisch ist das ich bis ich so 16 Jahre alt war keine derartigen Probleme hatte. In der Schule konnte ich lesen , vor der Klasse reden usw.

Was kann ich tun?

LG,
HR

03.10.2007 09:43 • 20.05.2008 #1


22 Antworten ↓


Dr. Rolf Merkle
Hallo

schade, dass dir noch niemand geantwortet hat.
Schau mal hier

https://www.psychic.de/redeangst.php

Vielleicht hilft dir das weiter.

Grüße Robbie

04.10.2007 16:05 • #2



Redeangst - Hilfe

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Hallo und danke für deine Antwort,

du bist doch wer

Die Ratschläge die gegeben werden sind schon logisch und gut. Bei mir ist die Anspannung aber wirklich so groß das ich mich nicht beruhigen kann. Die Unruhe ist dann halt so stark das ich dann wirklich solch eine Atemnot bekomme das ich aufhören muß.

Ich hab mal gelesen das Beta Blocker gut sein sollen!? War in einen anderen Forum. Hat hier jemand schon mal was darüber gehört?

LG,H

07.10.2007 08:43 • #3


erstmal hallo heinz

ich kenne dein problem-denn ich leide auch schon seit jahren darunter.

ich war schon öfter in kliniken,weil es bei mir richtig schlimm war.ich hatte damals eine sehr starke soziele phobie,konnte zu schlimmsten zeiten nicht mehr an den brierfkasten!irgendwie habe ich es aber geschafft das ganze weitgehends hinter mir zu lassen.doch in letzter zeit geht es mir total beschissen,bin total unzufrieden mit mir und meinem leben...

und in solchen zeiten packt mich die angst wieder.im moment hauptsächlich in der schule,wir haben jetzt einen lehrer der meint er müsste immer jemanden an die tafel holen..
und heut stand ich da...blackout,zittern,schwitzen,benommenheitsgefühl u.s.w

also über betablocker kann ich dir aus meiner erfahrung sagen,mir haben sie geholfen-zumindest haben sie die sympthome gemildert.
ich an deiner stelle würde mich an einen arzt deines vertrauens wenden,und mich beraten lassen.

hoffe ich konnte dir weiterhelfen.


bei mir ist es übrigens daselbe,wenn von mir nicht verlangt wird das ich rede dann bin ich auch allles andere als auf den mund gefallen.

11.10.2007 17:17 • #4


Danke für deine Antwort - Leidensgenosse

zum Arzt schaffe ich es aus beruflichen Gründen kaum. Wenn ich an die Tafel muß habe ich eigentlich keine Probleme. Solange ich Zeit zum Atmen hab passiert nichts.

Nur wenn ich durchreden muß und vorne stehe bekomme ich Atemnot.

Das mit den Beta.B. hört sich doch gut an. Konntest du denn dann frei reden?

Wie komme ich wohl an Beta.B. ran?

Gruß,
H.R.

11.10.2007 21:59 • #5


Hallo Heinz,

Ich glaube Tabletten sind nicht der richtige weg, um mit dem problem fertig zu werden. Du musst einfach dazu stehen, dass es so ist. Es geht doch vielen anderen ähnlich wie dir. Und wenn dir mal ein kleiner Patzer unterläuft dann werden dir die anderen nicht gleich den kopf abreißen.
Und beim reden ist es tatsächlich so Übung macht den meister. Auch wenn deine ersten "Auftritte" vielleicht peinlich sind-das wird besser mit der Zeit. Aber man muss regelmäßig üben. Das ist nicht nur so dahin gesagt-ich rede aus eigener erfahrung.
das A & O ist, dass du gut vorbereitet bist, dir Stichpunkte machst und die rede im stillen kämmerlein oder vor einem freund mal trainierst.
Das Problem, dass man nicht mehr richtig Luft bekommt beim reden kenn ich. Ich habe mir dann angewöhnt erstmal langsam zu sprechen. Dadurch beruhige ich mich innerlich und ich hole auch wieder normal luft. Im Laufe des vortrags wird es dann besser. Aber ich brauche meine stichpunktzettel-die sind mein rettungsanker. Ohne die wäre ich verloren.


Liebe Grüße, Ines

12.10.2007 13:44 • #6


hallo, ich bin 28 und habe angefangen zu studieren. ich leide an so einer angespannten angst zu erröten das mein leben davon bestimmt wird, ich habe mich seit 10 jahren, also seitdem es anfing von dem problem leiten lassen und viele dinge nicht gemacht sondern mich gedrückt.
jetzt möchte ich das studium aufnehmen und das ist für mich ein horrorgedanke vor menschen zu sprechen, mich vorzustellen oder nur die einfachste und kürzeste frage zu stellen. ich habe angst dass ich die uni wegen dem problem abbrechen werde und dann noch tiefer in diesen teufelskreis hineingeratte. ich bin eine selbstbewusste frau, habe ein freches mundwerk und keiner will mir mein problem glauben, weil man es von mir nicht erwartet. ich komme in allen situationen gut klar, außer wenn es darum geht vor mehreren zuhörern meine stimme zu hören und mich zu artikulieren. ich würde gerne eine therapie machen, ich werde sonst Alk. und tablettenkrank wenn ich dieses problem nicht therapiere. ich weiss, dass ich mich 2-3 mal überwinden müsste und ich es dann auf diesem wege lernen könnte aber genauso gut weiss ich auch dass meine panik zu erröten so groß ist dass ich mich dieser situation nicht freiwillig stellen würde. da würd ich lieber aufstehen und auf alles ......
nun meine frage: welche vorm von therapien gibt es bei bei solch einem problem und wo erkundige ich mich?
vielen dank schon mal und die liebsten grüße an alle die mit mir an diesem blöden problem leiden.

18.10.2007 21:18 • #7


Hallo Heinz,

wenn Du sagst, dass Du von Deinem Platz aus stundenlang frei von der Leber weg erzählen kannst, dann kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum Du Dir wegen eines Abendschulreferats eine künstliche Gelassenheit mit Hilfe von Medis aneigenen möchtest...nicht dass ich damit sagen will "ist doch NUR ne Abendschule" aber dort erwartet man doch von Dir keinen perfekt formulierten Vortrag oder eine 1 !/2 stündige Vorlesung...ich kann mich noch an den Literaturunterricht während der Oberschule erinnern, jeder mußte ein 30 Minütiges Referat über einen Klassiker halten...Horror! Nicht nur für mich...meine Lehrerin (die auch an der Uni unterrichtet hat) hatte aber selbst auch ihre "Probleme" damit, auf einem Fleck vor einer Gruppe von Menschen zu stehen und fokussiert zu sprechen...ihre persönliche Lösung war: hinterm Pult auf einem Stehstul sitzen und freiweg die Beine baumeln lassen und das hat sie uns auch angeboten, für wieder andere funktioniert auf und ab gehen, immer wieder ein Schluck Wasser zu trinken etc, etc. etc..

Ich will nicht sagen, dass Du gar nicht unter Redeangst leidest und Dir Deine Atemnot nur einbildest...aber hier könnte für Dich auch die "Lösung" Deines Problems liegen...Deine Atmung. Grundsätzlich - so hat mir das jedenfalls ein Lungenfacharzt erklärt - atmet Otto Normalbürger viel zu flach bzw richtig falsch...was auch in wenig stressigen Situationen schnell dazu führt, dass das Zwerchfell den regeldienst versagt, verkrampft und somit die Lungen ins "flattern" geraten...Luftnot bis hin zu Angst und Sauerstoffunterversorgung sind die Folge...ich bin natürlich kein Arzt und will Dir auch nix aufschwatzen aber ein Versuch wär es wert, oder? In Fachgeschäften (Wo man auch Stützstrümpfe, Rollatoren und anderes teilmedizinisches Zeugs bekommt) gibt es so kleine Plastikteile/Mundstücke ...die sehen aus wie Pfeifen und haben einen kleinen Ball im Inneren...die "sorgen" einfach dafür, dass man wieder kontrolliert tief ein und ausatmen lernt, denn ohne richtiges Ausatmen keine Ballbewegung...ist eigentlich ganz simpel aber erst wenn man das probiert wird einem klar, dass richtige atmen gar nicht mal so leicht ist...dass wir ganz oft viel mehr Luft einatmen als wir wieder ausatmen (aufgeblähte Lungen verursachen Herzbeklemmungen) etc...und Niemand, der solche "Symptome" befürchtet kann sich ganz entspannt auf ein "Abenteuer" einlassen oder mal locker ein Referat runterreißen...natürlich fängt diese Redeangst im Kopf an, aber wenn das, wie Du es beschreibst viel eher die Furcht davor ist, dass die Atmung aussetzt und eben nicht, dass Du Dich vor der "Klasse" lächerlich machen könntest oder dass Du rot und unsicher wirst etc. dann wär das einen Versuch wert...

Leider hast Du keine Zeit, denn auch ein paar Stunden mit einem Gesangslehrer oder Logopäden könnten Dir , wenn denn das Problem Deine Atmung ist, ganz gezielt und schnell helfen.

Um Dich einzulullen könntest Du auch einen doppelten Single Malt trinken

22.10.2007 17:46 • #8


Ich habe es seit kurzem, dass ich ganz normal mit jemandem rtede, plötzlich wechsel ich die Perspektive und beobachte mich und eine zweite Stimme sagt mir: "Oh Du unterhältst dich, mach bloss nichts falsch!" In diesen Momenten, fange ich dann plötzlich an unsicher zu werden und zu stottern, was beim Gegenüber natürlich nicht gerade gut ankommt. Ich beende dann das Gespräch recht schnell, um nicht weiter aufzufallen.

Sprechangst ist furchtbar!

29.10.2007 22:47 • #9


Beta Blocker nehme ich auch jetzt seit ein paar Jahren wegen meinem Herzproblem, meine Angstzustände (hab noch son paar Phobien) sind dadurch nicht besser geworden, aber ich habe nicht gleich das Gefühl zu ersticken, was ganz gut ist.
Ironie des schicksals...

Versuche mal öfters bevor du aus dem Haus gehst, ganz laut und deutlich Gedichte vorzulesen. Nach ein paar mal übernimmst du ein die deutlichkeit und evtl. auch die Lautstärke...
Ich hab ja eher das Prob. dass ich zu leise rede...

31.10.2007 03:28 • #10


Hallo Heinz und alle anderen Leidensgenossen!

Ich kann nur sagen, du sprichst mir aus der Seele. Bei mir hat das Problem in der 9. Klasse angefangen. Habe dann immer soweit wie möglich versucht die "Vorlesesituation" zu verhindern, was mal mehr oder weniger funktioniert hat. Nur beim Abitur hat es mir dann leider den Hals gebrochen (vorbenotung 2+, mübdliche Prüfung 4!!). Habe schon alles versucht (Therapie, welche gar nichts gebracht hat, sich der Angst zu stellen, d.h. mich selbst melden...)!
Da ich jedoch jetzt zur Berufsschule gehe, wo ich auch wirklich was leisten möchte, macht mich dieses "problem" richtig fertig.

Hat jemand schon Erfahrungen mit Lektüre zu diesen Ängsten gemacht ?

VG

03.11.2007 13:09 • #11


heyy alle zusammen =)

ich bin 16 jahre alt und bei mir hat das mit dem erröten so ca. mit 11 angefangen.
früher hatte ich nicht die geringsten probleme mit referaten oder ähnliches ganz im gegenteil ich habe es geliebt vor meiner klasse zu sprechen.

auch wer mich so kennt würde nie denken dass ich damit problem habe, denn wie ihr alle auch sagt kann ich von mir nicht behaupten auf den mund gefallen zu sein.

also ich dann später mal ein referat so gehalten habe wurde mir plötzlich unbeschreiblich heiß und später machten mich ein paar freunde auf rote flecken aufmerksam und ich war vollkommen verwirrt.

zum stottern fange ich nicht direkt an ich bekomme nur ständig diese roten flecken.
ich habe leider noch nits gefunden was dagegen hilft
mich selbst kann ich in einer solchen situation nich beruhigen denn wenn es einmal anfängt wird es immer schlimmer.

hat jemand von euch auch schonmal diese erfahrungen gemacht?
lg

04.11.2007 14:44 • #12


Hallo Kitty und alle Anderen,

Ich glaube, ich versteh hier einige Zusammenhänge nicht ganz - bzw. kann ich nicht sagen, was das eigentliche Thema ist. Selbst die professionelsten Bühnenkünstler leiden unter Lampenfieber also behaupte ich einfach mal, dass das Reden vor Publikum allgemein und für die meisten Menschen ein sehr unnatürlicher und von daher sehr unangenehmer Zustand ist und auch so empfunden wird...Also von daher, ist keiner von Euch - nach meinem Empfinden - "unnormal".

...damit will ich nicht behaupten, dass Ihr alle eigentlich gar kein Problem oder echte Ängste habt, aber wenn ich alle Beiträge angucke, dann ist die "Redeangst" sich - jedenfalls lese ich das so- in vielen Fällen ein "Symptom". Die einen fürchten "Blödsinn" zu reden, die Anderen sich zu verhaspeln, wieder Andere zu erröten und dann ist da Heinz, der frei von der Leber weg erzählen und reden kann, aber sich vor seiner eigenen Luftnot fürchtet, wenn er einen festgelegten Text vortragen soll.

Ich fand das als Kind und Teenager ganz fürchterlich, weil ich von Hause aus - für ein Mädchen - eine verhältnismäßig tiefe Bauchstimme hatte, die auch des Lehrers Ohr erreichte wenn ich in der hintersten Reihe mit meinen Tischnachbarn flüsterte und somit ungewollte Aufmerksamkeit erregte (also bei mir ist es diese ungewollte Aufmerksamkeit). Vor der Klasse Gedichte aufzusagen, Referate zu halten, an der Tafel Aufgaben lösen zu müssen etc - ich kann mich an Keinen Klassenkameraden, Freund oder Bekannten erinnern, für den das auch nur halbwegs normal oder ok war bzw ist.. Ich kenne einige Professoren, die stundenlang vor Kollegen und Studenten Vorträge halten, aber sich sehr unwohl fühlen, wenn sie beim Bäcker oder im Supermarkt von der Verkäuferin ein "persönliches" Wort hören.

Bei Bewerbungsgesprächen wo ein "Komittee" aufgereiht vor einem sitzt - Horror...ich kann so ruhig und relaxed sein wie ich will, meine Beine und Füße sind in Bewebung (Restless Legs Syndrom)...und es passiert ganz oft, dass mir die Leute denen ich was erzählen soll, weil sie mich was gefragt haben, gar nicht zuhören, weil sie auf meine Beine und Füße starren und mich für nervös, völlig überdreht und/oder unkonzentriert halten - aber einfach mal nachfragen ist nicht, da haben die dann wohl "Redeangst" - das nervt.

Wißt ihr was ich meine? So hat Jeder von uns hier seine ganz individuellen Probleme in genauso individuellen Situationen - die aber ganz oft gar nicht wirklich was mit dem eigentlichen "Reden/Sprechen/Erzählen/Vortragen" etc zu tun haben, sondern vielleicht damit dass wir den vermeidlichen Zuhörern nicht vertrauen und im schlechtesten Fall uns selbst nicht, oder dass wir glauben, die be/verurteilen uns ...ich glaube es wird erst dann zu einem richtig großen Problem für den Einzelnen, wenn der/diejenige ein Erlebnis oder eine sehr unangenehme Redesituation auf alle anderen überträgt, wenn der/diejenige - anders als Heinz - nicht mehr unterscheidet.

Wie Jemand (wie ich) der richtig doll Angst (Phobie) vor Spinnen (Kontrollverlust, Atemnot, Krampfzustände, Handlungsunfähigkeit) etc hat und diese Angst dann vielleicht "sicherheitshalber" auf alle Krabbeltierchen ausweitet - was dann natürlich viel schwerer in den "Griff" zu bekommen ist.

Ich glaube nicht, dass das bewußt passiert, aber ich glaube auch nicht, dass man da mit diversen "Medis" was gegen tun kann...damit kriegt man ja nur die physischen Symptome abgedämpft...mir hilft es, wenn ich freundlicher zu mir, mit mir selbst bin, wenn ich mich verhasple (weil Kopf schneller als Zunge) find ich das mittlerweile ulkig...wenn mir 100 Sachen gleichzeitig im Kopf schwirren, dann sag ich an, dass ich mich kurz mal sortiere etc etc etc...ich weiß JETZT einfach, dass JEDER in der ein oder anderen Situation Hemmungen und Probleme hat zu sprechen, sich zu äußern bzw. Fragen zu stellen...von daher glaub ich nicht mehr zwangsläufig dass ich negativ beurteilt oder ausgelacht werde...ich projeziere meine eigenen "Perfektionsansprüche" an mich selbst, nicht mehr zwangsläufig auf Andere und versuche ganz konkret zu unterscheiden wann ich mich warum am unwohlsten fühle/fühlte...und wenn ich rot werde (obwohl ich oft auch, weil sowieso schon bleich, ins bläuliche erblasse), dann merke ich das auch und natürlich ist es unangenehm...aber dann, solange es nicht völlig daneben wär - mach ich eben selbst ein Spruch wie "ok, jetzt strahl ich Euch ein wenig an" oder "keine Sorge, ich lebe noch" o.ä. ...das kann ich genausowenig vermeiden, wie Magengrummeln oder kalte Finger - und wie gesagt, das kennt JEDER von sich selbst. Humor ist wenn man trotzdem lacht...

04.11.2007 15:53 • #13


hi!

bin eigentlich im panikattacken forum... hab jetz weng rumgestöbert, und euch hier gefunden!

ich kenn das mit der redeangst! ich hab mir aber bis jetz nix weiter drüber gedacht!

hab schon früher in der schule damit probleme gehabt!
ich hab eineinziges mal ein Referat gehalten(so 5. klasse oder so), und hab des so verhaun...
weil ich eben (wie soll ich des beschreiben?) mir nicht wirklich zugehört hab, oder so... ich hab eher gedacht, was denken jetz wohl die andern alle so , wenn ich da rede...
hab dafür ne glatte 6 kassiert....

seit dem hab ich mich immer vorm referat gedrückt!
habs vergessen... hab meine mappe dafür nicht dabei... mir is so schlecht, ich kann heute nicht..... usw.... hab deswegen auch meinen schulabschluß nicht geschafft weil ich eben so viel schlechte noten bekommen hab...

und wenn ich jetzt im beruf jemand was erklären muss den ich nicht kenne, hab ich das auch wieder!

oder wenn man am brotzeittisch oder so an witz erzählen will.... und die leut schaun mich dann alle an und es is totenstille im raum... is echt seltsam die gefühle dann... am liebsten: raus hier!

weiß auch nicht.. kann man da was dagegen machen? oder so?
danke schon mal...

mfg freeaak

22.11.2007 21:48 • #14


judith,

wenn ich deinen beitrag lese.. es geht mir genauso wie dir!!

obwohl ich seit jahren gerne eine weiterbildung etc. besuchen möchte, meide ich dies, weil dann genau diese vorstellungsrunden anstehen und ich ebenso wie du einfach nicht vor mehreren leuten sprechen kann... (erröten, atemnot, stimme und luft weg.. etc.)

hast du infos wegen einer therapie erhalten?
ich muss mich da echt auch mal dahinter machen.. kann so nicht weitergehen...

liebe grüsse
an

01.12.2007 03:30 • #15


atemnot beim lesen? keine luft mehr usw.... ich hab das problem seit ca 2 jahren oder so.. ich geh noch zur schule, bin gerade dabei mein abitur zu machen. ich komme mit dem problem aber einfach nichtmehr klar. ich versuch mich wenn ich in der schule sitze immer zu drücken, das geht aber leider nicht, va weil wir fürs lesen immer so drangenommen werden.. ich geh seit ca einem halben jahr schon zum therapeuten(zuerst zum hausarzt der hört sich dein prob an und dann schickt er dich zum therapeuten...) mir gehts durch die therapie zwar so besser, aber mim lesen wirds nich besser...
das wird egtnl immer schlimmer, da ich mit dem druck nicht zurecht komme, ich denke nurnoch ans lesen. in 4 tagen soll ich ein referat halten. musste ich bis jetzt schon so 4 mal in meinem leben oder so... die waren furchtbar, ich musste sie alle abbrechen ausser eins das ging noch war aber auch nur gaanz kurz... mein ganzes leben scheint fürn Ar. nur wegen lesen... und wie bei euch meisten auch- früher wars kein problem das hat irgendwann angefangen. so hab ich auch null probleme mit anderen zu reden, jeder glaubt ich hätt en großes selbstbewusstsein, keine probleme.. muss ich jedoch vorlesen versagt bei mir alles. jeden tag der angst stellen, jeden tag unter diesem druck ... ich halte das einfach nichtmehr aus. hat jmd schonmal sowas überstanden? ich hab das gefühl ich komme aus der sache nichtmehr lebend raus.. ich fang auch shcon mit tabletten an.- ich weiss das is der falsche weg. aber steht man vor sich und weiss garnichtmehr was schlimmer ist- zu sterben oder jeden tag unter solch einer angst zu leben, sich vor allen kameraden in der klasse zum affen zu machen weil man beim lesen einfach keine luft mehr kriegt und jeder einen dannach fragt- was hasten du plötzlich gehabt? ich könnt nurnoch weinen! studieren will ich auch nicht mehr.... ich will einfach nicht das mein leben nurnoch von der ansgt bestimmt wird, das ich an nichtsmehr anderes denken kann, ich will es nicht... ich hab shcon alles versucht, es will einfach nichtmehr besser werden

06.01.2008 13:27 • #16


achso ich wollte noch grad dabeifügen, dass ich jmd oder mehrere suche die auch im saarland wohnen mit denen ich mich mal treffen könnte

und falls nicht, dass ich wenigstens mit jmd privat schreiben oder so könnte....weil hier in der nähe hab ich bei selbsthilfegruppe rein garnix gefunden und da ich egntl niemand ausser mir kenne der diese lese/redeangst hat.. ich würde aber echt gerne mal mit jemandem darüber reden wie er sich fühlt und was er schon dagegen versucht hat und alles mögliche, schließlich hab ich auch schon nen langen leidensweg hinter mir (der hofftnl bald aufhören wird)

06.01.2008 14:33 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo zusammen...Ich wollte Euch einfach so mal Fragen ob Ihr das vielleicht schon kennt?
Eigentlich müsste ich mich zuerst bei Euch vorstellen und ein eigenes Thema erstellen...
Verzeiht mir also dass ich so rein platze bitte und ich bin mal auf Eure Antworten gespannt...
PS: ich leide auch unter der Angst.
Grüsse aus der Schweiz Philippe

http://www.angst-panikattacken.com/

06.01.2008 16:56 • #18


hast du das bestellt? ich bestelle bestimmt keine methode für über 100 euro. da kann er soviel versprechen wie er will, würde es ihm wirklich daran liegen den menschen zu helfen wie er groß und breit erzählt würd er doch nicht soviel geld für sowas verlangen.
wie kann man menschen nur so täuschen? ich bin 100 pro überzeugt dass auf der internetseite viel mist erzählt wird, es gibt bestimmt keine methode die JEDEM 100 % hilft, va weil ich noch nie von dieser methode gehört habe und wäre sie so erfolgreich wie sonst keine therapie(denn es gibt bislang keine die jedem menschen zu 100 prozent helfen kann oder hab ich was verpasst?) dann wäre sie wohl ein kleines weltwunder und jeder würde sie für seine patienten anwenden oder? ich finde es schade wie tausend internetseiten versuchen marktchancen in den problemen und ängsten von menschen zu finden und damit geld zu machen.
also ich glaube nicht jemals selbst auf so eine seite hereinzufallen (ich hoffe es mal...) und ich rate euch es auch nicht zu tun

06.01.2008 17:49 • #19


Hallo nochmals,

Ja ich habe diese Methode bestellt und muss sagen, dass es keine neue Erkenntnisse sind, die einem aus der Bahn werfen und das Wunderrezept zur Genesung beinhaltet...Es geht schlicht darum, die Angst zu vergessen und sich abzulenken...Je mehr man darüber (Angst)spricht und redet desto länger bleibt sie vorhanden. So ein Zitat: Ungebetene Gäste sollte man ja auch nicht bekochen etc...
Irgendwie stimmt ja alles, aber dennoch ist es nicht so einfach es umzusetzen!
Was und welche Therapie schlussendlich zu dem gewünschten Erfolg den wir uns ja alle erhoffen, führen wird, kann niemand wirklich sagen...
Wünsche es mir und all den Betroffenen auf dieser Welt, dass sie die Angst eines Tages ablegen dürfen.
Grüsse Philippe

06.01.2008 22:13 • #20



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