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200514.06




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Ich schlage mich speziell mit dem Problem der Redeangst (auch bezeichnet als Sprechangst, Bühnenangst, Auftrittsangst oder Podiumsangst) herum. Als Personalleiter in einem mittelständischen Unternehmen ist es für mich unvermeidlich, z. B. im Rahmen von Betriebsversammlungen hin und wieder vor der Belegschaft zu sprechen oder in größeren Abteilungsleitersitzungen über ein Thema vorzutragen.


Vor diesen Situationen habe ich regelmäßig die Furcht, in der Redesituation zu versagen, also entweder Redeinhalte in der Redesituation einfach zu vergessen oder durch Schweißausbrüche, Atemnot, etc. ins Stocken zu kommen. In einzelnen Situationen ist es mir tatsächlich auch schon passiert, dass ich durch Herzrasen oder Luftwegbleiben so gehandicapt war, dass ich meinen Beitrag unplanmäßig schnell zu Ende bringen musste. Mein Umfeld scheint dieses Problem bislang zwar kaum registriert zu haben (zumindest bin ich bislang noch nie darauf angesprochen worden), aber für mich selbst bedeutet es eine erhebliche Einschränkungen meiner Lebensqualität im Berufsleben und meiner Leistungsfähigkeit.


Ich habe Redesituationen bislang zwar nicht auf Teufel komm ´raus gesucht, aber auch nicht vermieden, da ich weiß, dass sie einfach zu meinem Job gehören, im Beruf insgesamt immer wichtiger werden und weil ich davon überzeugt bin, dass die regelmäßige Übung der konkreten Problemsituation die beste Hilfe ist, um die Problemursachen zu bekämpfen (Prinzip: Konfrontationstherapie).


Die Übung alleine hat bislang allerdings nicht ausgereicht, um die oben beschriebenen Probleme zu lösen. Ich habe versucht, mich im Internet zu diesem Thema schlau zu machen (Stichwort: soziale Phobie ...) und habe einige probatorische Sitzungen bei einem Neurologen mitgemacht, der aber (obwohl ein ausgewiesener Angsttherapeut) nicht wirklich im Thema war und nur die Tiefenpsyhologieschiene verfolgt hat.


Ich möchte aber kein neuer oder besserer Mensch werden und meine Persönlichkeit nachhaltig verändern, sondern einfach nur vor und in diesen Redesituationen etwas ruhiger und gelassener sein. Dafür bin ich gerne bereit Zeit und Geduld zu investieren. Autogenes Training habe ich versucht, grundsätzlich auch mit einem gewissen Erfolg. Allerdings ist es einfach nicht praktikabel, sich 10 Minuten vor einem Redebeitrag in ein stilles Kämmerlein zurückzuziehen und autogen zu trainieren. Autogenes Training ist m. E. daher eher eine Hilfe, um grundsätzlich besser entspannen zu können.



Über andere Entspannungsmethoden, wie "", "Qi Gong" oder "Energetische Psychologie" habe ich bislang nur gelesen. Danach scheinen mir diese Methoden ebenfalls grundsätzlich entspannungsfördernd zu sein, aber weniger situationsbezogen erfolgreich bzw. praktikabel anwendbar zu sein. Vielleicht gibt es hierzu Beiträge von anderen Betroffenen, die sich an diesen Methoden versucht haben und über die Erfolg berichten können.


Wie vermutlich viele Betroffene in ähnlicher Situation bin ich außerdem auf der Suche nach dem "idealen" Medikament. Es soll kurzfristig wirken, nicht abhängig machen und keine störenden Nebenwirkungen haben. Vor allem (durch das Medikament ausgelöste) Konzentrationsschwächen oder Gedächtnisstörungen kann man in einer Redesituation natürlich gar nicht gebrauchen. Insofern scheiden Antidepressiva, SSRI und vermutlich auch Benzodiazepine grundsätzlich aus. Interessant scheinen Beta-Blocker zu sein, die (wie gewünscht) lediglich die vegetativen Begleiterscheinungen der Redeangst kurzfristig und damit situationsbezogen bekämpfen, aber nicht in die Psyche des Menschen eingreifen und dort (unerwünschte) Veränderungen auslösen. Nach allem, was ich gelesen habe, scheint dies das Mittel der Wahl zu sein, wenn es jemandem lediglich darum geht, in einer sehr begrenzten Anzahl von Einzelfällen situationsbezogen die Symptome der Redeangst zu lindern bzw. zu bekämpfen. Zur Anwendung dieser Beta-Blocker wäre ich für weitere Berichte Betroffener sehr dankbar. Welches konkrete Medikament bietet sich an? Wie sollte man es dosieren? Bewirkt der Beta-Blocker auch eine Reduzierung der Angst vor der Rede, oder ist er lediglich eine Hilfe in der Redesituation? Reduzieren sich dadurch auch andere vegetative "Aussetzer", wie starkes Schwitzen oder das "Luftwegbleiben", oder beeinflusst es nur die Herztätigkeit? Gibt es auch Betroffene, bei denen Beta-Blocker in vergleichbaren Situationen überhaupt keine Wirkung gezeigt haben?


Nun ist dieser Beitrag schon etwas lang geraten, aber das Thema ist eben zu komplex, um es in ein bis drei Sätzen abzuhandeln. Ich hoffe trotzdem, dass der Ein oder Andere durchgehalten hat und mir ein paar Hinweise aus seiner/ihrer Erfahrung bzw. einige Antworten auf meine Fragen liefern kann.

Auf das Thema antworten
Danke1xDanke


  10.10.2005 16:55  
Hallo Janosch,
ich hoffe, meine Antwort kommt nicht zu spät. Bin ganz neu hier und eher durch Zufall als durch gezielte Suche - hab aber das Gefühl, dass ich hier ein "bisschen" richtig bin.

Ich leide wie Du unter diesen fiesen Problemen bei öffentlichen Auftritten, Reden vor mehreren Menschen etc.
Hab alles ganz gut im Griff und ärger mich manchmal, dass ich z.B. Chancen im Beruf nicht wahrnehme, aus Angst in die ungeliebten Situationen zu kommen.

Vor meinem Examen habe ich einen Doc um Hilfe gebeten, da ich bei müdlichen Prüfungen gerne durch totale Blackouts auffiel....
Der gute Mann hatte mir damals Betablocker gegeben, um die körperlichen Symptome zu bekämpfen. Seitdem ist der Betablocker mein ständiger Begleiter und ich nehm das Zeugs so selten wie nötig, d.h. vielleicht alle paar Wochen mal.
Wenn Du es eine Stunde vor einem Auftritt nimmst, merkst Du, wie sich alles enstpannt, das Herzklopfen verschwindet und Du - wie scheinbar jeder andere das als vollkommen normal erlebt - ohne benebelt zu sein, ganz normal Deine Aufgabe bewältigen kannst.
Für mich die optimale Lösung. Meine Probleme sind zu gering, ich verdränge zu gerne und will mich darum einfach nicht weiter kümmern.
Allerdings brauche ich langsam neue, lebe schon lange in einer anderen Stadt, sodass der Doc von damals nicht erreichbar ist und weiß gar nicht, an welchen Arzt ich mich wenden muss/kann....

Über das Internet kann man das leider nicht bestellen, ist alles verschreibungspflichtig.
Es gibt 1000 verschiedene - das Zeugs ist von ratiopharm, den Namen weiß ich leider nicht mehr, aber da wird Dir Dein Arzt bestimmt helfen!

Mir gefiel Dein Beitrag so gut, ich fühlte mich Dir so ähnlich.

Liebe Grüße!
Stella1
Würde mich freuen, von Dir zu lesen!

Danke1xDanke


  10.10.2005 23:37  
hi,
ich habe ähnliche angst vor dem reden (bzw. auffallen) vor einer größeren gruppe in geschlossenen räumen, ja schon die anwesenheit alleine, die blicke der anderen, setzt mich unter wahnsinnigen druck, der sich in herzrasen, starker spannung im hals, schwitzen in den händen usw äußert; ich würde so gerne die ursache dahinter verstehen, es muss ja wohl echt die angst davor sein sich zu blamieren, von den anderen verachtet zu werden, und gerade dafür habe ich überhaupt keinen anlass; die angst schein so absurd zu sein, getrennt von meinem realen erleben, erzeugt durch gedankenkreisläufe die vermutlich mit erlebnissen aus meiner vergangenheit zu tun haben (nehme ich mal an, wird ja wohl nicht alles nur einbildung sein); irgendetwas muss ich um jeden preis von den anderen verbergen, ich muss mich verschließen und halte das ganz einfach nicht mehr aus, meine seele hält es nicht mehr aus, das ständige sich zurücknehmen, sich verkrampfen, unterdrücken; das hat mich über lange zeit lethargisch gemacht, emotionslos und so gesehen kann ich fast dankbar dafür sein, auf diese schmerzhafte art nicht total zu versteinern, weil ich denke mir, wenn ich es herauslassen kann, wenn ich dem druck nachgebe und etwas von mir hergebe, dann muss ein sehr befreiendes gefühl sein; denn mein problem bezieht sich ja nicht nur auf große gruppen, ich bin oft unzufrieden mit meiner kommunikation und spüre dann eine starke distanz zu anderen menschen, was mich einsam macht; die angst ist dann das erste gefühl das wieder auftaucht in der kargen wüste meines innenlebens, das ich nach strich und faden zensiere;
...gerade als student leide ich aber schon sehr unter diesem problem, da man referaten ja kaum aus dem weg gehen kann und ich das auch nicht will, weil ich mir schwach und erbärmlich dabei vorkomme; in der schule hate ich komischerweise keine probleme damit, ich war zwar schon nervös, aber wenn ich dann gesprochen habe wars immer ein irsinnig gutes gefühl, soviele zuhörer zu haben, quasi im mittelpunkt zu stehen und den anderen etwas vermitteln zu können; mit 17 hatte ich dann das erste mal panikattacken und da wars dann schon immer ein ziemlicher stress, aber das abi hab ich trotzdem ganz gut gepackt; auf der uni habe ich das gefühl intelligenter sein zu müssen, und habe scheinbar gerade in bezug darauf starke minderwertigkeitsgefühle, kann meinen ansprüchen nicht gerecht werden; andererseits liegt mir sehr viel an intellektueller betätigung, die ich also auf keinen fall aufgeben will!
...tja, was die medikamente betrifft kann ich dir leider nicht wirklich helfen, die beta-blocker hören sich ja wirklich interessant an, ich hab aber auch gehört dass sie einem den antrieb nehmen und so depressiv machen können; ich werds vielleicht mal mit xanor(xanax) probieren, das nehme ich momentan wenn ich sehr angespannt bin; ist zwar ein benzo, macht aber kaum schläfrig und hat ne sehr kurze halbwertszeit - wohl fühle ich mich aber auch nicht sehr dabei soetwas tagsüber schon zu nehmen; aber mal schaun, wenn man es nicht so oft macht ist es ja nicht so schlimm; wenn du was suchst das deine konzentrationsfähigkeit und gedächtnisleistung steigert könntest du dich mal mit provigil beschäftigen (Dro. will ich dir nicht empfehlen *g*), kenne ich persönlich zwar nicht, soll aber ein erstaunliches mittel sein, dass munter und wach macht ohne denn blutdruck zu erhöhen, und nebenbei nicht abhängig macht; ist aber ein aufputschmittel, also vorsicht! jetzt hab ich eh schon ne menge geschrieben und dich hoffentlich nicht total gelangweilt, wenn du überhaupt alles gelesen hast; dein beitrag war ja sehr nüchtern und überlegt und ich weiss nicht ob meine antwort sehr konstruktiv war;
viel erfolg wünsche ich dir bei deiner angstbewältigung!

liebe grüsse, felix

Danke1xDanke


  12.12.2005 12:55  
Hallo! Geheimtipp: Heilhypnose oder auch Klinische Hypnose genannt!
Du wirst dabei auch SelbstHypnose lernen, welche du dann am Abend anwendest, bevor du ins Bett gehst! Im Prinzip machst du jetzt schon nichts anderes als SH, jedoch in die verkehrte Richtung! Bei der SH lernst du, dir die Situationen Positiv vorzustellen, genau anders herum als du es nun schon tust. Anstatt der Vorstellung zu Versagen, wirst du lernen, dir die Situation so vorzustellen wie sie sein soll und wie du sie gerne haben möchtest! Und im Zustand der Trance, in welchem du stets Handlungsbereit bist, also nicht verwechslen mit Showhypnose (!) - du bekommst bei einer Hypnosesitzung alles mit - also im Trancezustand machst du nichts anderes als deinem Unterbewußtsein einen Befehl geben, diesmal jedoch einen Positiven. Google mal unter Selbsthypnose! Es gibt auch CDs welche dir einen Einstig in die Welt der SH geben, auch speziell zum Thema Lampenfieber! Beste Grüße!

Danke1xDanke


  13.12.2005 23:16  
Hallo Janosch,

ich hatte wegen psychischer Probleme (verschiedene Ursachen) starkes Herzklopfen gehabt. Ich habe von meinem Hausarzt Carvedilol 6,25mg (von Sandoz) verschrieben bekommen. Es ist ein unselektiver Beta-und Alpha-1-Rezeptorenblocker. Ich habe die Medikamente über ca. 3-4 Monate regelmäßig schwach dosiert eingenommen. Ich habe heute kein Herzklopfen mehr.

Die Ursache des Problems wird dadurch aber nicht gelöst und das halte ich für sehr wichtig, denn sonst können über kurz oder lang weitere Probleme auftreten oder die vorhandenen sich verschlimmern.

Am besten sprichst du mit deinem Hausarzt darüber. Es gibt auch Beratungsstellen an die man sich wenden kann ( Caritas, Rotes Kreuz, Pro Familia, Diakonie usw.). Die Beratung ist übrigens kostenlos und man braucht auch keine Überweisung vom Arzt.

Viel Erfolg und gute Besserung
Lichtlein

Danke1xDanke


  18.02.2007 20:47  
Hallo Janosch,
Dein Beitrag spricht mir aus der Seele -ich habe genau die gleichen Erfahrungen, kenne das Gefühl genau.
Du schriebst im Juni 2005. Hast Du das Problem erfolgreich gemeistert? Wenn ja, dann besuchst Du wahrscheinlich diese Seite nicht mehr?!
Jemand anderes, der Rat hat?
Viele Grüsse,
Andreas



  21.02.2007 12:09  
Hallo Andreas, Hallo Janosch und hallo an alle anderen interessierten!

hab mir heute einen freien Tag genommen und bin über meine Internetrecherche auf dieses Forum gestossen.

Vieles, dass hier geschrieben wurde, betrifft auch mich. Wobei ich mittlerweile das Gefühl hatte, meine Emotionen unter Kontrolle zu haben. Aber vielleicht ein kurzer Rückblick auf mein bisheriges Leben.

Herzklopfen / Panikattacken und Angstgefühle haben mich eigentlich immer begleitet. Sie traten besonders in diesen "Mittelpunktsituationen" auf, wie z.b. persönliche Vorstellung, Kurzbeitrag in der Gesprächsrunde, Vortrag, etc. Bemerkenswert dabei war stets, dass diese Angst meist davor sich wie ein Berg aufbaut und während des Vortrags langsam verschwindet.

Einen negativen Höhepunkt erreichte ich allerdings im Jahre 2000 als ich während einer Diskussion das Wort ergriff, doch nachdem ich begann, mir die Stimme langsam versagte, der Puls unkontrollierbar wurde und ich nur noch vor mir her stammelte. Ich geriet in innere Panik und musste den Raum fluchtartig verlassen. Was nach einer solchen Situation in einem vor geht, brauch ich wohl nicht beschreiben.

Zwischenzeitlich diagnostizierte man bei mir bei einer Routineuntersuchung viel zu hohen Blutdruck. Internisten kümmern sich leider um körperliche Symptome aber nicht um die Ursachen. Denn während den Messungen beim Arzt habe ich die gleichen Panikattacken wie bei meiner Redeangst. Dennoch erhielt ich BB (Beloc Zock 92 mg / Tag). Die Dinger dämpfen wirklich und anfänglich war ich damit zufrieden. Doch BB dämpfen Dich insgesamt und ich war kein Bluthochdrucker zumal ich regelmässig Ausdauersport betrieb.

Nun jedenfalls gab es im Anschluss eine Menge Situationen (Vorträge,Redebeiträge, etc.), die ich mit Bravour löste. doch trotz der BB war die Angst da, die Symptome waren allerdings schwächer ausgeprägt. Einmal sogar hatte ich einen Vortrag zu halten, der beruflich entscheidend gewesen ist. Deshalb ließ ich mir zusätzlich Bromazepam verschreiben. Ich glaube, die Dosierung war zu niedrig. Dennoch war der Vortrag erfolgreich. Ich schreibe es dem Plazeboeffekt der Bromas zu.

Seit 4 Monaten habe ich die BB schleichend abgesetzt, da sie meine sportliche Betätigung behinderten. Ich wollte BB nur für vohersehbaren Paniksituationen einsetzen (z.B. große Meetings mit Redebeitrag).
Vor ein paar Tagen allerdings erlitt ich wieder einen Tiefschlag. Ich sollte einen kurzen Beitrag in einer Runde leisten und machte mir auch keine große Gedanken über BB im Vorfeld. Es ging daneben, wie im Jahre 2000. Das einzige was ich nicht gemacht habe, war zu flüchten. Ich habe auch meinen Beitrag zu Ende gebracht, doch zu Beginn vor mir hergestammelt, dann unterbrochen in meinen Dokumenten gewälzt und erst langsam zu mir gefunden. Aber ich denke da war das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Ich habe mich derartig blamiert, meinen Ruf verspielt und ich frage mich was ich antworten soll, wenn man mich auf die Situation ansprechen wird.

Momentan bin ich geprägt von Selbstzweifel bis Selbsthass und weiss auch nicht so richtig weiter.

Ich kann aus meiner persönlichen Erfahrung jedenfalls folgendes sagen. Zur Linderung von akuten Panikerscheinungen bzw. zur Vorbeugung helfen Johanniskraut, Hopfen, Bachblüten und der ganze andere homöopatische Kram überhaupt nichts. Wenn mal der Tatort zu spannend war und du ruhig schlafen willst, dann vielleicht.

BB dämpfen die Symptome und man wird am Anfang auch einen Placeboeffekt haben. Doch sollte man die Einnahme mit dem Arzt absprechen und keine illegal beschaffen!
Benzos kann ich so nicht beurteilen, da meine Dosierung wohl zu niedrig war. Jedenfalls höre ich nicht mehr auf das itellektuelle Gerede derer, die sich über die Suchtgefahren der sog. "chemischen Keulen" äussern. Solche Personen haben m.E. noch nie solch eine Situation durchmachen müssen.

Was sonst noch: Abendschulkurse gegen Redeangst habe ich auch hinter mir, doch die stressen, weil man auch dort die Angst nicht lindern kannst. Man zeigt aber Verständnis für Deine Lage. Und interessanterweise bestätigen die Zuhörer, dass man die inntere Angst des Redners gar nicht bemerkt hat. Man kommt also meist besser rüber als man es selbst empfindet.

Sport als Überdruckventil ist empfehlenswert und tut dem gestressten Körper sehr gut. Es ist m.E. aber kein Wundermittel. Ich selbst lauf in der Woche zwischen 70 - 80 km. Dennoch war ich am besagten Tag nicht Herr meiner Lage.

Ich hab jetzt sehr viel geschrieben und vielleicht gibt es den einen oder anderen, der diese Zeilen liest oder sich damit identifiziert oder mir sogar ein paar Ratschläge erteilen will. Ich würde mich auch gern mit dem einen oder anderen austauschen. Auch schwebt mir vor, eine Gruppe gleichgesinnter zu gründen, in der man zur Vorbereitung von Vorträgen etc. üben kann ohne den Hintergrundgedanken zu haben, ausgelacht zu werden. Aber das ist Zukunftsmusik...

Momentan wäre mir aber am liebsten ein tiefes Loch, in das man versinken kann oder eine Zeitmaschine, um den Paniktag rückgängig zu machen.

Viele Grüße

Danke1xDanke


  21.02.2007 12:19  
Was mir jetzt bei deinem Geschriebenen so auffällt ist, dass ich den Eindruck habe, dass du sehr viel darauf legst, was die anderen von dir denken. Ich denke nícht, dass du es beweisen musst. Vielleicht hilft es dir ein wenig mehr Selbstvertrauen dir anzueignen.

Danke1xDanke


  21.02.2007 16:30  
Hallo Hortensie,

Du hast recht, wenn Du meinst, dass ich den Menschen alles recht machen will. Es ist auch die . Dies mündet dann in dem Drang zum Perfektionismus. Doch hier liegt auch ein Problem. Durch den Weg des Perfektionismus hat man eine Methode gefunden, sich mit seinen Ängsten zu arrangieren. Zum Beispiel habe ich jedwege mögliche Situation in der Vortragsvorbereitung durchgespielt, um dafür gewappnet zu sein. Bist Du dann erfolgreich, steigt auch das Selbstbewusstsein. Scheiterst Du, sinkt selbstverständlich Dein Selbstvertrauen.
Danke für Deinen Kommentar. Du bestätigst die Meinung einiger anderer über mich. Und das nur aus ein paar geschriebenen Zeilen...

Danke1xDanke


  23.02.2007 11:44  

Hallo Marathon,
deine Beiträge könnten auch von mir stammen, es bleibt
nichts hinzuzufügen.
Könntest du bitte etwas mehr über diese Kurse berichten,
haben sie dir gegen deine Schwierigkeiten überhaupt nicht
geholfen? Würdest du sie empfehlen?
Wie ist es bei den Medikamenten, muss man die dauernd
nehmen oder nur dann, wenn sie nötig sind?
Viele Fragen, ich danke dir schon vorab herzlich für deine
Antwort!

Violinengruß

Danke1xDanke

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