Willkommen Len,
Zitat von Len: Sollte mich wirklich was ablenken, geht's mir gut.
Wenn es sich tatsächlich so verhält, ist das ja ein untrügliches Zeichen für die Psychosomatik, also die Psyche bedingt die körperlichen Symptome.
Versuche es doch mal damit: Sehe Deinen Geist (also "die Psyche") als
körperlich an und behandle deshalb Deinen Körper und nicht den Geist!
Wer sich lange mit Ängsten beschäftigt hat, kriegt oft - auch nach erfolgreicher Therapie - einen unterschwelligen Fokus auf die Psyche. Das ist m. E. nicht angemessen. Gleichzeitig wird der Körper (geistig) "vernachlässigt". Die Symptome des Körpers darf man ruhig auch mal körperlich beantworten.
Zitat von Len: Herzklopfen, Übelkeit, Appetitlosigkeit.
Wie beruhigt man das Herz? Indem man sich dem Herz
zuwendet.
Wie beruhigt man den Magen? Indem man ihm Gutes
zuführt (und Schlechtes meidet).
Wie fördert man den Appetit? Indem man sich dem Essen
zuwendet.
Es geht also um
Hinwendung und nicht um Flucht oder Abwehr. Letztlich geht es um Hinwendung zu Dir selbst. Es gibt keine Psyche ohne Körper.
Zitat von Len: Ich bin so verzweifelt, weil es jetzt so schlimm ist. Hab den Urlaub für nächste Woche abgesagt, ich schaff kaum den Alltag.
Mach in dieser Zeit den Alltag zum Urlaub, indem Du Dich alltäglichen Dingen neu und gegenwärtig, interessiert
zuwendest.
Bring Dich ins Spiel statt dass Du Dich rausziehst. Deine Welt, Dein Alltag
bist Du.