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201804.01




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Status: Online online
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Zitat:
Mit Fernstudium hab ich mich noch nicht beschäftigt. Informiere mich aber mal drüber. Wie waren da deine Erfahrungen?

Ich machte damit sehr gute Erfahrungen. Es gibt ein hohes Anforderungsniveau das keineswegs zu unterschätzen ist. Du hast aber auch die Möglichkeit um einen Nachteilausgleich anzusuchen, das heißt bei Hausarbeiten gibt es 50% Schreibzeitverlängerung und je nach Attest (es muss jedes Semester um den Nachteilausgleich neu angesucht werden mit einem fachärztlichen Attest) hat man auch die Möglichkeit schriftliche Prüfungen von zuhause aus abzulegen, mit einer Beaufsichtigung. Mündliche Prüfungen können über Skype abgehalten werden oder je nach Absprache mit dem Prüfungsamt auch in eine schriftliche Prüfung umgemodelt werden.

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2
Sachsen
19
  04.01.2018 19:24  
Schlaflose hat geschrieben:

Soweit ich verstanden habe, bezieht der User auch kein ALG, sondern lebt von einer privaten Rentenversicherung. Fragt sich, wie er krankenverseichert ist. Müsste dann ja privat sein.


Ich bin gesetzlich krankenversichert.



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Berlin
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  05.01.2018 14:04  
Hi,
ich hab ähnlich wie du nach dem Abi wegen der SP keine Ausbildung oder Studium abschließen können. Mit dreißig hab ich dann nach jahrelanger Arbeitslosigkeit als Aushilfe in einer Wohngemeinschaft für Menschen mit geistiger Behinderung angefangen. Nach ein paar Jahren bin ich dann mit 15 Wochenstunden fest ins Team aufgenommen worden. Ich werde inzwischen von meinen Kollegen auch als Ungelernter fachlich ernst genommen.

Ich würde nicht generell sagen, dass der Sozialbereich für SPler nicht geeignet ist. Viele bringen ein hohes Einfühlungsvermögen mit und selbst zu wissen, wie sich eine psychische Erkrankung anfühlt ist in der Behindertenhilfe hilfreich, weil viele geistig Behinderte auch psychische Erkrankungen haben.

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  17.01.2018 04:29  
Hallo!

Du brauchst dich nicht wegen deiner Arbeitslosigkeit zu schämen! Die heutige Arbeitswelt stellt schon für Normalos eine gewisse Hürde dar. In den meisten Jobs geht es darum sich oder Waren perfekt zu verkaufen oder um Dienstleistungen. Also im Grunde genau das, was wir Sozialphobiker nicht können. Ein normaler Mensch kann sich da einfach nicht hineinversetzen und wird einen immer schief angucken. Ich finde, ein Sozialphobiker hat in dieser Arbeitswelt einfach keine Chance und wird nie mithalten können.

Von sozialen Berufen würde ich dir auch abraten, also du kannst es gerne versuchen aber es kann sein, dass du scheitern wirst und dann fühlst du dich noch schlechter. Ich sprech da leider aus eigener Erfahrung. Ich habe mich mal in so einem sozialen Beruf versucht und musste schon nach einer kurzen Zeit das Handtuch werfen. Ich war schon bevor ich das angefangen hatte, davon überzeugt, es niemals zu schaffen aber ich wollte einfach mal ins kalte Wasser springen um herauszufinden, was es mit mir macht. Ich bin nur um eine Erfahrung reicher, nämlich dass ein sozialer Beruf überhaupt nichts für mich ist und nie sein wird. Also mich hat das überhaupt nicht stärker gemacht im Gegenteil. So genug negatives Gelaber von mir...

Ich hätte einen Vorschlag für dich, bevor du an Arbeit denkst, könntest du deine sozialen Fähigkeiten erstmal privat stärken. Also dich bewusst sozialen Situationen stellen, vielleicht auch mal Dinge tun, vor denen du Angst hast :) Was wolltest du schon immer mal machen? Mach es! Ich weiß, das geht nicht so leicht aber es reicht schon klein anzufangen. Mit einem Arbeitgeber, der einen ständig auf die Finger schaut, ist das ja fast unmöglich.

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2
Sachsen
19
  17.01.2018 17:22  
Frozen Angel hat geschrieben:
Ich hätte einen Vorschlag für dich, bevor du an Arbeit denkst, könntest du deine sozialen Fähigkeiten erstmal privat stärken. Also dich bewusst sozialen Situationen stellen, vielleicht auch mal Dinge tun, vor denen du Angst hast :) Was wolltest du schon immer mal machen? Mach es! Ich weiß, das geht nicht so leicht aber es reicht schon klein anzufangen. Mit einem Arbeitgeber, der einen ständig auf die Finger schaut, ist das ja fast unmöglich.


Was meine Ängste angeht mache ich seit einem halben Jahr Fortschritte, in direkter Konfrontation sowie im Verständnis. Langsam zwar, auch mit dem ein oder anderen Rückschlag, aber ich bemerke die (positiven) Veränderungen. Beim Thema Arbeit bin ich dabei mich langsam ranzutasten. Hab ein paar Beratungstermine in Sichtweite und schaue mal was sich daraus ergibt. Ansonsten denke ich für den Einstieg auch über ehrenamtliche Tätigkeiten oder Praktikas nach. Werde hier sicherlich weiter über den Stand der Dinge berichten.

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Berlin
33
  20.01.2018 01:36  
Ich finde nicht, dass man überhaupt arbeiten müsste, obwohl einem das von überall her suggeriert wird. Und, sinnlose Dinge oder Waren oder sogar sich selbst verkaufen zu müssen ist sicherlich nichts für einen Sozialphobiker, eigentlich auch nichts für einen gesunden Menschen. In sozialen Berufen muss man das halt nur zu einem geringen Teil, aber zu einem anderen Teil ist Authenzität auch gerade erwünscht und auch keine gespielte, sondern ehrliche Anteilnahme.

Etwas Arbeit erübrigt auch das Konfrontationstraining, du musst dich halt einfach sozialen Situationen stellen, selbst wenns schwer ist und irgendwie steht mans dann durch...und ist dann auch stolz. Selbst wenn man nur dazu verdient, ist es ein bisschen mehr Geld.

Ich denke es ist wichtig, dass man mit der richtigen "Dosis" anfängt, 450Euro Basis, dann kann man sich auch zwischendurch von dem Stress erholen, überlegen, was gut war und was nicht so.

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Berlin
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  20.01.2018 01:49  
P.S.: Leider nimmt der Anteil der Selbstinszenierung auch im sozialen Bereich zu :roll:

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Fast Hamburg (Niedersachsen)
27
  02.02.2018 22:53  
zum Thema Reha:

da du gesetzlich krankenversichert bist, kannst du eine "Reha" bzw. einen Krankenhausaufenthalt über die Krankenkasse machen. Bad Bramstedt z.B. nimmt reine "Reha"-Patienten von der Rentenversicherung z.B. auf und auch welche, die als Krankenhauspatient deklariert sind und halt über die Krankenkasse als Kostenträger da sind. Die Behandlung ist gleich. Aber dein Doc des Vertrauens wird dir da sicherlich genauere und stichfeste Infos zu geben können...



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Mönchengladbach
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  03.02.2018 00:37  
Hallo zusammen,

Ich habe selbst Depressionen, soziale Phobien und PTBS.
Ich arbeite seit mittlerweile rund acht Jahren im sozialen Bereich (Altenpflegehelferin) ohne fachlicher Ausbildung.

Ich denke, jeder muss selbst herausfinden ob dieser Job für einen passt oder nicht; ich selbst bin dort absolut glücklich. Ich würde nicht sagen dass diese Arbeit generell ungeeignet ist für Menschen mit psychischen Problemen. Gibt es in deiner Nähe eine entsprechende Einrichtung? Vielleicht kannst du dort ein Praktikum machen; so kannst du einige Tage in den Job "reinschnuppern" und so sehen, ob dir das liegt.
Und gerade in sozialen Berufen ist eine späte Ausbildung nicht so unüblich. Einer meiner Kollegen hat im letzten Jahr die Ausbildung abgeschlossen, und er ist über 50. :)

Zitat:
Und ich schäme mich auch für meine Arbeitslosigkeit

Und das lass mal bitte gleich bleiben. :finger:
Du musst dich definitiv NICHT für deine Arbeitslosigkeit schämen! Jeder kann arbeitslos werden, das ist nichts schlimmes. Du möchtest ja gerne arbeiten, dir steht halt deine Gesundheit im Weg; da kannst du doch nichts dafür! :knuddeln:

Danke2xDanke




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2
Sachsen
19
  03.02.2018 11:23  
Ja, diese Schamgefühle kann ich schwer ablegen. Auch wenn die Ursachen dafür auf der Hand liegen. Wobei ich mit der Situation schon besser umgehen kann mittlerweile. Und Arbeit ist eben nicht alles.

Ein Praktikum im sozialen Bereich schließe ich nicht aus. Es gibt in meiner Nähe entsprechende Einrichtungen. Hab dann in den nächsten 14 Tagen 2 Beratungsgespräche zwecks beruflicher Reha. Mal schauen ob ich dort auch noch etwas Licht ins Dunkel bringen kann.


unknown_user hat geschrieben:
zum Thema Reha:

da du gesetzlich krankenversichert bist, kannst du eine "Reha" bzw. einen Krankenhausaufenthalt über die Krankenkasse machen. Bad Bramstedt z.B. nimmt reine "Reha"-Patienten von der Rentenversicherung z.B. auf und auch welche, die als Krankenhauspatient deklariert sind und halt über die Krankenkasse als Kostenträger da sind. Die Behandlung ist gleich. Aber dein Doc des Vertrauens wird dir da sicherlich genauere und stichfeste Infos zu geben können...


Für die Klinik in Bad Bramstedt habe ich mich schon vor einer Weile angemeldet, stehe dort auf der Warteliste. Trotzdem danke für den Tipp.


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