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Hope5381
Hallo zusammen

Hab das Gefühl von Tavor abhängig zu sein.

Ich hatte ein paar Tage mal 1 bis 1.5 genommen an einem Tag der sehr schlimm war 3 mg .

Dann wieder paar Tage 1 oder 1.25

Also insgesamt ca 3 Wochen jetzt

Seit 10 tagen nehme ich jeden Tag etwas ein .


Ich habe noch 28 mal 0.5 mg und muss das loswerden trotz meiner schweren Ängste, werde ja nebenbei mit AD venlafaxin behandelt .


Ich bin nur so wehleidig und ein sehr sensibler ängstlicher Mensch und ich steigere mich schnell in alles rein .


Habe noch quetiapin 50mg hier für abends aber da ich da noch das tavor nehme weiss ich nicht wie was wo .


Ich hab au h angst das quetiapin zu nehmen weil jedes andere NL mir nur noch mehr probleme gemacht hat.


Hat jemand Ahnung davon wie ich die tavor jetzt am besten vorsichtig los werde mit dem vorhandenen Material?


Ich will nicht nochmal in die Klinik müssen wegen meiner grundkrankheit .


Solange die so schlimm ist hilft nur tavor das ich jedes mal extrem gut losgeworden bin als meine grunderkrankung gut behandelt war.


Bin für jeden Tipp dankbar

Lg

19.08.2022 11:49 • 22.08.2022 x 1 #1


23 Antworten ↓


Yuber
Hallo Benzos sind leider keine gute Medikamente für die Langzeitbehandlung. Die machen in der Tat sehr schnell Abhängig und bei höheren Dosen sowie längerer Einnahme, kann ein Entzug davon etwa so heftig sein, wie wenn man Dro. genommen hat.

Ich selber habe Tavor, Valium sowie Xanax abgesetzt und die Symptome hielten sich in Grenzen. Ich habe die Dinger langsam wie ein AD ausgeschlichen, heisst langsam die Dosis zu reduzieren. Da Benzos wie gesagt Abhängig machen, habe ich die Medis einer Drittperson gegeben damit ich nicht auf die Idee kam, mehr zu nehmen.
Sollte der Entzug schwierig sein für dich, empfehle ich dir trotz allem dies in einer Klinik zu tun.

Bei Angst ist es wichtig, nicht davon zu laufen. Die Medis machen diese nicht weg, sondern überdecken diese. Sie sind damit kein Heilmittel sondern eher ein Pflaster. Für die Heilung muss man aber an die Wurzel des Übels gelangen und das geht nur, wenn man dem hungrigen Tiger in die Augen schaut, auch wen es schmerzlich sein wird.

19.08.2022 13:07 • x 2 #2



Tavor muss raus

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Hope5381
@Yuber

Ich weiss das alles nur zu gut , aber ich bekomme keine mehr verschrieben um das noch langsamer zu machen ....


Ich muss mit 14 x 1mg ausschleichen deswegen die Frage wie am besten ?


Wie teile ich das auf?

Und was mach ich wenn ich vor Angst durchdrehen?

Ich hab so starke angst obwohl ich eigentlich körperlich noch nicht abhängig sein kann dafür geht's mir über den Tag eigentlich zu gut...


Aber so ab nachmittag fang ich das zittern an und bekomme angst vor dem Druck im Brustkorb der immer stärker wird...

Meine Beine werden wie gummi ich bekomme schwindel usw aber das war vor tavor schon so aber halt den ganzen tag ....


Noch was anderes kann man den Wechsel von sertralin auf venlafaxin auch darin einordnen ?

Ich weuss gerade überhaupt nicht was von was kommt .....

Ich hoffe das mir einer diese Gefühle nehmen kann ich fühle mich total leer und sehr sehr traurig und trotzdem hab ich so unruhe und angst das es mich fast zerreisst ...

Ich kann nicht schlafen

Nicht mal wenn ich um 19 Uhr 1mg tavor genommen habe


Ich hab auch so angst vor der klinik die stellen mich nur wieder als extremst abhängige person hin....

Bin so sehr verzweifelt mein ganzes Leben scheint gerade vorbei zu sein ....

Lg

19.08.2022 15:58 • #3


Yuber
Zitat von Hope5381:
@Yuber Ich weiss das alles nur zu gut , aber ich bekomme keine mehr verschrieben um das noch langsamer zu machen .... Ich muss mit 14 x 1mg ausschleichen deswegen die Frage wie am besten ? Wie teile ich das auf? Und was mach ich wenn ich vor Angst durchdrehen? Ich hab so starke angst obwohl ich eigentlich körperlich ...

Siehste und da hast du schon das Problem. Du grübelst zu viel nach was sein könnte. Es muss nicht sein, dass du grosse Angst bekommst - Das ist die psychische Abhängigkeit auf das Medikament. Bei meinem Entzug hatte ich eher so körperliches Zeugs wie Übelkeit, Schwindel retc.. als Angst. Dazu 1mg ist jetzt wirklich nicht mehr besonders viel. Die Symptome legen sich auch nach wenigen Tagen (sollte es überhaupt welche geben).

Das Problem ist, dass du denkst ohne das Medi würdest du nicht mehr funktionieren bzw. massive Angst zu bekommen. Daran musst du arbeiten. Bist du in Therapie? Hast du ein Therapeut?

Der Druck ist von der Anspannung und nicht gefährlich. Die Angst kann und macht diverse Symptome. Von Magenprobleme über Zittern bis zu Kopfschmerzen ist da alles dabei. Du musst versuchen Entspannung zu finden. Auf pflanzlicher Ebene könntest du auf Baldrian/Hopfen/Zitronenmelisse oder Passiflora zu greifen. Auch Magnesium hilft so manchen Menschen, da bei vielen Angstpatienten der Spiegel von diesem Mineral tief ist (Magnesium entspannt auch die Muskeln und hat eine leicht Antidepressive Wirkung).

Auch viel Bewegung ist wichtig, am besten Sport um das Adrenalin Cortisol los zu werden im Blut.

Empfehlen kann ich dir auch eine Therapiedecke(Gewichtsdecke) sofern du kein Diabetes hast. Mir hat das Nachts und zum einschlafen sehr gut geholfen oder bei einer Attacke.

Und nein dein Leben ist nicht vorbei, es fängt erst jetzt gerade richtig an. Vor einem Jahr war ich in der gleichen Situation und jetzt habe ich gar keine Medis mehr und die letzte Panikattacke ist nun auch schon Monate her.

19.08.2022 16:24 • x 2 #4


Hope5381
@Yuber

Danke für deine ausführliche Antwort.

Ja ich weiss das das alles mein Kopf ist und alles was ich bisher gelernt habe ist wie weg.

Ja ich bin in Therapie aber die ruht derzeit da ich laut dem psyschlogen zu instabil bin.

Wie hast du das geschafft ?

Ich bin halt auch so ungeduldig.

Und Sport ist gerade sowas von unmöglich ... Ich hab bei dem Wetter eh schon Kreislauf....

Das Problem ist das diese Anspannung nicht weg gehen will.

Ich werd noch verrückt ...

Morgen muss ich funktionieren und das macht mir enorm Angst ....


Es kommen soviele Leute die fremd sind die nicht Segen sollen wie es mir wirklich geht...

Ich hab solche Angst davor ...

Ich hab letztes Jahr in der Klinik 225mg Venlafaxin bekommen ... Damit ging es mir in ca 3 Wochen besser dabei wurde noch tavor und lyrica ausgeschlichen.


Nur diesmal ist alles anders , die Angst ist anders

Dazu kommt das meine Ärztin zwecks wirkungsverlust des venla auf dertralin gewechselt hat und es mir bis Mai wieder sowas von gut ging das wir aufgrund dessen abdosiert haben ... Bis 25mg und seitdem ist nix mehr wie es war ...

Bin bis 125mg sertralin hoch und ausser Stress und agitiertheit und angst hat es mir null gebracht die zeit von 6 wochen war völlig umsonst ....

Jetzt heute der dritte Tag 150 venla und ich hoffe es wirkt überhaupt nochmal ...

Der neue psychiater meinte wirkungsverlust gibt es nicht ....

Was soll ich nur tun ?

Wann und woran merkt man das es besser wird ?

Lg

19.08.2022 17:24 • #5


Yuber
Zitat von Hope5381:
@Yuber Danke für deine ausführliche Antwort. Ja ich weiss das das alles mein Kopf ist und alles was ich bisher gelernt habe ist wie weg. Ja ich bin ...

So hart das klingt aber die Pillen werden deine Angst niemals weg machen. Dieser Angst muss man sich stellen ,sie spüren und sie annehmen. Erst dann wird diese weniger und geht auf ein normales Niveau zurück. Ist wie mit Achterbahn fahren. Das erste mal hat man tierisch Angst aber sobald man jeden Tag mit dieser fährt, wird es ein Normalzustand. Den dein Unterbewusstsein lernt jeden Tag.

Wie man das merkt? Ganz einfach, wenn man Angst hat, dass man nicht gleich mehr Todesangst kriegt und der Körper auch nich mehr so hochknallt. Angst selber habe ich noch heute aber eben in Situationen wo das normal ist.

Verspürst du massive Unruhe? Wäre eventuell ein Medikament das eher sediert mal etwas? Mirtazapin? Quetiapin? Besprich dies mit deinem Psychiater, eventuell ist die jetzige Medikation nicht das richtige für dich. Ich hatte mal Cipralex aber das drehte mich so rauf. Habe dann auf Mirtazapin gewechselt, welches in Low Dosis sehr sediert. Dafür halt eine massive Gewichtszunahme welche ich aber zum Glück schon fast wieder weg habe.

20.08.2022 16:36 • x 1 #6


Isalie
Zitat von Hope5381:
@Yuber Ich weiss das alles nur zu gut , aber ich bekomme keine mehr verschrieben um das noch langsamer zu machen .... Ich muss mit 14 x 1mg ausschleichen deswegen die Frage wie am besten ? Wie teile ich das auf? Und was mach ich wenn ich vor Angst durchdrehen? Ich hab so starke angst obwohl ich eigentlich körperlich ...

Die Abhängigkeit findet auch im Kopf statt. Man meint, nicht ohne zu können.
Denke auch nicht, dass du bereits körperlich abhängig bist.

20.08.2022 16:50 • x 2 #7


Canary
Sehe ich wie Orangia,
Tavor ganz langsam Aussschleichen mit dem was du hast: wenn du 1mg genommen hast, dann kannst du auf 0.5 mg gehen -z.b eine Woche lang, du kannst aber auch einen Zwischenschritt gehen, wenn es dir lieber ist, dann teile hierzu eine 0.5 mit einem Tablettenteiler und nimm 0.75mg für ein paar Tage, dann 0.5mg für ein paar weitere und wenn du magst kannst du dann ja noch ein paar Tage 0.25mg nehmen und dann absetzen

20.08.2022 17:09 • x 1 #8


Hope5381
Gestern hat sich mein Freund beim holzhacken Mut der Axt ins Bein gehackt

Ich erspare euch Details aber es war so schlimm das ich gestern 2 mal 1.25 mg tavor nehmen musste ..

Heute geht's mir immer noch schlimm ich hab aber angst das nicht loszukriegen

Kann ich das irgendwie mit dem Arzt klären das ich das gerne langsam auschleichen möchte er will nämlich das ich es am besten direkt weglasse....

21.08.2022 09:21 • #9


Canary
Das bespricht du am besten mit ihm, deinem Arzt! Es ist auch immer besser langsam auszuschleichen und die Dosis schrittweise zu verringern, das steht bei Tavor sogar im Beipackzettel, und zwar bereits ab der Einnahme von einer Woche, wie es dort angegeben ist...

Aber du musst echt aufpassen, daß du jetzt nicht das Tavor als dein Problemlöser ansiehst, du und keiner von uns kann ewig vor seinen Ängsten davon laufen, auch mit Tavor nicht, glaub mir, ich weis wovon ich rede, hab bereits einen Entzug hinter mir und stecke grade im 2.! Du musst Bewältigungsstrategien finden lernen, wie du mit solchen Situationen am besten umgehen Kannst und klar kommst, ohne Tavor zu brauchen, natürlich geht das nicht von heut auf morgen, das schafft keiner! Aber das kann man lernen! Machst du Psychptherapie bei einem mit Angststörungen erfahrenen Therapeuten? Das wäre echt sehr wichtig!

Man wird nicht gleich abhängig von Tavor, wenn man es mal eine kurze Zeit nimmt zur Überbrückung... in einer Art psychisch abhängig kannst du jedoch wohl gleich von der ersten Tablette an werden, Abhängigkeit beginnt erst im Kopf, bevor sie wirklich den Körper Erreicht! Da muss man dann etwas Acht geben die Angst, die Sich aus der Grunderkrankung ergibt nicht fälschlicherweise als Entzug zu interpretieren, wenn die Einnahme Dauer nun wirklich noch nicht so lang war..
Da du aber in dieser Hinsicht ängstlich bist würde ich an deiner Stelle auch lieber langsam ausschleichen gemeinsam in Absprache mit deinem behandelnden Arzt! Dann fällt es dir vielleicht etwas leichter wieder mit deiner Angst klar zu kommen, denn an einem Schritt auf dem sicherem Weg der Besserung kommst du nicht vorbei: und zwar die Angst akzeptieren und annehmen zu lernen

21.08.2022 09:48 • #10


Hope5381
@Canary

Nur leider hält der davon gar nix ...

Wollen einen alle gleich in die Klinik schicken ....

Obwohl ich mit es kann wenn ich einen anständigen Plan bekomme der nicht zu schnell ist.

Aber ich weiss halt nicht warum die Ärzte sich da so sträuben ....

21.08.2022 09:53 • #11


Canary
@Hope 5381 Bist du bei einem Neurologen/ Psychiater in Behandlung? Oder verschreibt dir dein Hausarzt das Tavor?

21.08.2022 09:55 • #12


Hope5381
Die einen hatte ich vom Hausarzt und ich bin jetzt neu gewechselt zu einem Neurologen und psychiater ....

Der weiss aber das ich tavor noch hatte ....

Der hält nix davon es langsam abzusetzen ....

21.08.2022 10:01 • #13


Canary
Hmmm... Also was ich so kenne vom hören sagen: manche Ärzte sind mit Tavor absetzen wirklich zu radikal, was am Ende auch nicht unbedingt das allerbeste ist, aber sieh, liebe Hope, komm nun auch nicht in Versuchung das ausschleichen unnötig lange hinauszuziehen, weil du das Tavor gerne behalten willst, dass ist nämlich der erste Schritt in eine richtige Abhängigkeit, glaub mir, das willst du nicht am Hals haben, dass bedeutet meist noch mehr Ärger und Tränen, ...du nimmst es erst 10 Tage hintereinander, da sollten meiner Meinung nach vorsichtig gesagt 5 bis 7 Tage ausschleichen fast langen oder vielleicht auch10... schwer zu sagen, ich bin auch kein Arzt....

Wie viel mg nimmst du aktuell?

21.08.2022 10:08 • #14


Canary
Bespricht es vielleicht dann mit dem Hausarzt, der es dir verschrieb, und weise ihn darauf hin das im Beipackzettel eine schrittweise Verringerung der Dosis bereits nach einer Einahme von 1 Woche vorgegeben ist und bespreche es mit ihm, wie er meint, dass du vorgehen sollst! Jedoch Vorsicht! Allgemeinmediziner kennen sich in der Hinsicht oft noch weniger aus, als so manch ein Psychiater und nicht selten entsteht eine Tavorsucht über den Hausarzt, der es zu lange verschreibt...

Pass auf dich auf, die Angst kann dir nichts ausser Angst machen, ausschleichen ganz vorsichtig würde ich auch, aber nicht unnötig lange!

21.08.2022 10:21 • #15


Canary
Zitat von Hope5381:
@Canary Nur leider hält der davon gar nix ... Wollen einen alle gleich in die Klinik schicken .... Obwohl ich mit es kann wenn ich einen ...

Vorsichtig gesagt, ich hab selbst viel recherchiert, da ich selber grade Tavor am Hals habe, wegen heftigen Lyricaentzug und einer absoluten AD Unverträglichkeit.... Es gibt auch erfahrene Apotheker die von Medikamentenentzug bei Patienten Ahnung haben und diesen begleiten, das habe ich gestern noch in einer Pharmazeutischen Zeitung gelesen, bei dir kann man noch nicht von von Entzug reden, aber da du einen Absetzplan suchst, mit dem du klarkommst: Frag doch mal einen erfahrenen Apotheker, fragen kostet nichts, das kannst du und solltest du dann auch mit dem behandelnden Arzt wiederumbesprechen....

21.08.2022 10:36 • #16


Hope5381
Weiss jemand wie lange venlafaxin braucht bis es anschlägt ? Das die schwere depression und die körperlichen Symptome und die damit verbundenen Angst nachlässt?

21.08.2022 13:23 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hope5381
Eigentlich 1 mg
Doch gestern und heute waren es 2 mg

Morgen geh ich auf 1.5
Übermorgen auf 1

3 Tag auf 0.75 für 3 Tage
Dann 0.5 für 3 Tage
Dann 0.25 für 3 Tage d
Dann raus

21.08.2022 18:55 • #18


Canary
Dann hast du ja jetzt einen Absetzplan Hört sich ganz vernünftig an! Ich wünsche dir ganz viel Erfolg! So schaffst du es bestimmt!

21.08.2022 21:21 • #19


Canary
Zitat von Hope5381:
Weiss jemand wie lange venlafaxin braucht bis es anschlägt ? Das die schwere depression und die körperlichen Symptome und die damit verbundenen ...

Ich selbst hab das Venla noch nie gehabt, aber im allgemeinen dauert es glaube ich 2 bis 4 Wochen bis man eine Stimmungsaufhellung bemerkt! Das gilt soweit ich weis für alle ADs. Die ersten 2 Wochen zu Beginn der Einnahme können mit unerwünschten NWs etwas unangenehm sein, bis der Körper sich langsam an das Medikament gewöhnt hat, wenn sich die Stimmungsaufhellung einstellt klingen die meisten NWs ab, so heißt es...

21.08.2022 21:24 • #20



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