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M

MarcoZG
Mitglied

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Guten Tag , ich traue mich nicht mehr raus zu gehen wegen der Derealisation
wenn ich mal einkaufen gehe kommt es mir alles wie im Traum vor und wenn ich in meiner gewohnten Umgebung bin habe ich dann den ganzen Tag alles nicht mehr zu schaffen.
Hat das jemand auch?

26.01.2024 #1


23 Antworten ↓
P

Peppolino
Gast

So, mal kurz erklärt. Normalerweise kommt Angst und Panik dann wenn der Körper sich auf Flucht oder auf Kampf vorbereitet und wärst du in einer Situation, in einer realen in der eins oder beides angezeigt wäre würdest Du das ganze als normal empfinden was du als Angst empfindest ist eine ganz normale Reaktion des Körpers auf eine Gefahr und zwar passiert folgendes die Nebennierenrinde, schüttet Adrenalin aus dieses r verengt wiederum die Gefäße, dadurch steigt der Blutdruck an die Nerven werden auf hochempfindlich geschaltet und schnellstmöglich reagieren zu können, und du bist auf Flucht oder Kampf eingestellt.

Blöd ist es nur wenn genau das passiert obwohl gar keine reale Gefahr vorliegt.

Weil wenn keine reale Gefahr vorliegt fragen wir uns was mit uns vorgeht. Der Herzschlag wird schneller der Blutdruck steigt es wird einem schwindelig es wird eine mulmig die Knie fangen an zu zittern man bekommt das Gefühl einen Herzinfarkt zu bekommen oder einen Schlaganfall krank zu sein und gleich tot umzufallen abgesehen von den Schweißausbrüchen.

Da wir keine reale Gefahr sehen weil keine vorhanden ist ,unser Körper sich aber darauf einstellt auf Flucht oder Kampf zu welchen auch diese Reaktion zählen und eigentlich ganz normal sind, machen wir uns verrückt und bilden uns ein wir sind krank und müssen gleich sterben.

In einer Therapie lernen wir das Gehirn umzuprogrammieren. Es lernt in Situationen in denen keine Gefahr besteht auch genauso zu reagieren nämlich ruhig zu bleiben kein Adrenalin zu produzieren keine Ängste zu provozieren keine Nerven empfindlich zu schalten oder sonstiges.

Das bedarf aber einer intensiven psychotherapeutischen Therapie. Wie gesagt ambulant ist immer so eine Sache weil das meistens ewig dauert und man zwischendurch immer Zeit hat sich wieder schön auf seine Symptome zu konzentrieren was in einer stationären Therapie so gut wie gar nicht möglich ist weil man ständig beschäftigt ist.

Dort gibt es nämlich morgens erstmal Frühstück dann gibt es Frühsport dann gibt es Mittagessen dann gibt es Gruppensitzung dann gibt es Beschäftigungstherapie dann gibt es Arbeitstherapie dann gibt es Entspannungstherapie dann gibt es Musiktherapie dann gibt es Abendessen und dann hat man Freizeit. Was passiert in einer ambulanten Therapie eine Dreiviertelstunde Sitzung mit dem Therapeuten und nach zwei Wochen darf man wieder kommen in der Zwischenzeit hat man genau die gleichen Probleme die man sonst auch hat zu Hause.

Deshalb plädiere ich immer für eine stationäre Therapie. Weil erstens ist diese wie gesagt intensiver und zweitens in der heutigen Zeit nach ca 4 bis 6 Wochen beendet.

Das Schwierige ist oft dass wir nicht daran glauben können dass das wirklich ein psychisches Problem ist wo wir doch die körperlichen Symptome haben.

Weil wir nicht verstehen können warum sich der Körper auf Gefahr oder Flucht einstellt obwohl offenbar gar keine Gefahr besteht .

Dies kann jedoch in einem Kindheitstrauma was wir verdrängt haben seinen Ursprung haben oder in verschiedenen Todesfällen oder in der Partnerschaft oder oder oder.

Das herauszufinden, aufzuarbeiten ,noch mal mit dem Therapeuten und der Gruppe gemeinsam zu durchleben und somit zu verarbeiten ist die Grundlage dafür, dass die Panik nicht mehr auftaucht. Und somit auch nicht die Nebenwirkungen der Panik wie Bluthochdruck Schwindel Kopfschmerzen zittrige Knie Schweißausbrüche Übelkeit Atemnot das Gefühl neben sich zu stehen nicht mehr real zu sein und so weiter und so weiter.

Ich wollte es selber früher auch nicht glauben und hielt die Ärzte für mich Sugar. Nach 11 Jahren riet mir einen Arzt zu einer Therapie. Ich merke nach nicht allzu langer Zeit in derselben, dass es mir immer besser und besser ging. alte Sachen die ich längst verdrängt hatte wurden hervor geholt und neu verarbeitet .Dazu gehört weinen ,wütend sein ,verzweifelt und alles was zum Gefühlsleben so dazu gehört.Doch es war gut dass ich die Gruppe hatte und meinen Therapeuten und den CoTherapeuten.

So konnte ich durch dieses Gefühlschaos gesund werden ,meine Gefühle rauslassen, und die Panik endgültig abstellen. Das ist das, was in einer Psychotherapie im Großen und Ganzen passiert zumindestens und einer Verhaltenstherapie.

Man könnte es auch anders beschreiben. Die Seele nimmt sich den Körper als Hilfsmittel um darauf aufmerksam zu machen dass in der Psyche irgendetwas nicht verarbeitet ist, was sich dann durch Ängste Panikattacken mitsamt ihren Nebenwirkungen äußert.

So ich hoffe ich konnte dir ein wenig bei der Beantwortung deiner Frage helfen, und hoffe dass das schöne T9 nicht allzu viele Fehler produziert hat. Smile

10.05.2018 16:23 • #23


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A


Angst raus zu gehen

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G

gernsorglos
Mitglied

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Mitglied seit:
Zitat von Fee*72:
@Finja...
schon aber ich bin verzweifelt da es nich richtig klappt u meine Therapeutin versteht das nicht..lobt mich dann auch nich oder wenig..u sagt ich kann alles alleine..brauche niemand etc..ich bin jetzt seit 2009 alleinerziehend eigendlich(lange ,verwirrende geschichte)
u komme seit dem nich wirklich vorwärts..gehe irgendwie als wieder zurück..


Rückschläge gehören dazu! Akzeptier sie als Teil deines Weges und versuch dich nicht daran zu hängen!

Auch wenn es mir Momentan ganz gut geht, habe ich auch immer wieder Momente, wo ich mir denke ... jo prima schön ins Klo und so weiter! Und mein richtiger Rückfall ist noch gar nicht lange her, da dachte ich schon- jetzt wärs vorbei! Aber siehe an, siehe an... hier bin ich, mit einem überwiegende lächendelndem Gesicht. Aber immer in der "Hab Acht" Stellung, weil ich weiß es kann auch schnell wieder anders sein.

Welche Befürchtungen hats du genau wenn du raus gehst? Und gibt es jemand der dich bei solchen Versuchen begleiten kann?

23.08.2013 23:36 • #15


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G
Hi,

das hört sich nach Erwartungsangst an zumindest was du zu Hause hast. Geht es dir denn immer so wenn du raus gehst oder hast auch hin und wieder mal Luft zum Atmen?

#2


S
Hallo,

Mir geht es genauso , wenn ich raus gehe fühlt sich es so an als ob mein Körper nicht zu mir passt und alles erscheint mir so unwirklich.

#3


M
hatte das Gefühl früher als Teenie manchmal und öfters mal vom Hasch. Hat mir große Angst gemacht, ich frage mich nur woher es im nüchternen Zustand kam.....

Woher genau kommt dieses Gefühl?
Könnt ihr mir das erklären?

liebe Grüsse

#4


G
Kann ich leider nicht genau sagen... ich kenne das wenn ich eine PA bekomme und meistens habe ich das, wenn ich lange nicht draußen war, zB nach einem Wochenende ohne Aktivitäten. Ich seh es bei mir als Symptom der Angst.

Zum Anfang machte es mich mehr fertig als mitlerweile, denn heute weiß ich, dass es besser wird je länger ich mich draußen aufhalte. Die PA waren dafür kaum auszuhalten, jedoch wusste ich damals nicht mal, dass ich welche hatte. Ich hatte einfach gedacht... jetzt werd ich verrückt! Heute weiß ich vieles mehr, z.B. dass der Pegel nie so unerträglich weit oben bleibt, meist sogar wieder runter fährt. Das Angst einem nicht umbringt, nur halt sehr unangenehm ist. Bin jetzt seit einigen Monaten ohne PA. Mal sehen wie das weiter geht.

PS: Am Anfang hat mir geholfen, wenn ich mit jmd zusammen raus gehen konnte der davon wusste und ich just in dem Moment darüber sprechen konnte.

#5


H
Die Frage ist doch nicht, woher das kommt, sondern wie man damit umgehen bzw. es beseitigen kann.....

Mir geht das ähnlich und ich mache einfach weiter, weil sich das dann etwas legt, wenn ich erstmal ne Stunde draussen bin.

wenns zu schlimm ist, sollte man vielleicht mal in eine Klinik auf eine abgeschottete Station, um sich zu stabilisieren.

#6


M
Es tut echt gut zu wissen, dass andere Leute solche Gefühle auch kennen.
Momentan ist es bei mir ja besonders schlimm, insbesondere weil ich gestern größere Probleme draußen hatte und deshalb heute auch noch Angst habe... Sad

#7


Fee*72
kenne ich moony90..

laut Therapeutin soll ich meinen handlungsspielraum erweitern u täglich üben..raus gehen..ich hab angefangen mit kleinen übungen..heute bis zum 1. baum..morgen zum nächsten etc.-.doch ich komme nich weit u fange immer wieder vorne an..warum?warum komm ich nich weiter..blockiere ich mich selber?laut Thera ja..auch mache ich mir Ängste selber u das Leben selber schwer..warum mach ich das wenn es mir ja nich gut tut?

#8


F
@ Fee

Das machst du richtig, in kleinen Schritten rausgehen und täglich üben, immer ein kleines bisschen mehr, dann wird das...

x 1 #9


Fee*72
@Finja...
schon aber ich bin verzweifelt da es nich richtig klappt u meine Therapeutin versteht das nicht..lobt mich dann auch nich oder wenig..u sagt ich kann alles alleine..brauche niemand etc..ich bin jetzt seit 2009 alleinerziehend eigendlich(lange ,verwirrende geschichte)
u komme seit dem nich wirklich vorwärts..gehe irgendwie als wieder zurück..

#10


F
Hallo Fee,

da darfst du nicht verzweifelt sein, wenn das nicht so klappt. Vielmehr solltest du dich darüber freuen, dass du es bis zum ersten Baum geschafft hast und beim nächsten mal gehst du weiter und freust dich über jeden kleinen Erfolg. Das kann man lernen.

wünsche dir viel Erfolg, Schritt für Schritt.

#11


Fee*72
lieben dank Finja Trost

#12


F
Aber gerne Smile

#13


kalina
Hallo MarcoZG,

ich hab schon seit langer Zeit Ängste und Panikattacken.
In den ersten Jahren hatte ich phasenweise häufig Derealisationsgefühle und Depersonalisationsgefühle.
Ich empfand das auch immer als sehr bedrohlich und beängstigend.
Mit der Zeit hab ich versucht, diese Gefühle zu akzeptieren (ich fand es aber immer noch unangenehm).
Manchmal hab ich das alles auch ignoriert und trotzdem alles weiter gemacht, so als "wären diese Gefühle gar nicht".

Langsam, sehr, sehr langsam haben sich diese Gefühle gegeben.
Mittlerweile hab ich das so gut wie nicht mehr (worüber ich wirklich froh bin), nur ganz selten kommt das mal. Und dann sag ich mir, okay, das kenne ich, ist sehr unangenehm, aber es geht wieder weg.
Ach, und körperliche Wahrnehmungsübungen, am besten therapeutisch angeleitete, haben mir dabei auch sehr geholfen!

#14


G
Zitat von Fee*72:
@Finja...
schon aber ich bin verzweifelt da es nich richtig klappt u meine Therapeutin versteht das nicht..lobt mich dann auch nich oder wenig..u sagt ich kann alles alleine..brauche niemand etc..ich bin jetzt seit 2009 alleinerziehend eigendlich(lange ,verwirrende geschichte)
u komme seit dem nich wirklich vorwärts..gehe irgendwie als wieder zurück..


Rückschläge gehören dazu! Akzeptier sie als Teil deines Weges und versuch dich nicht daran zu hängen!

Auch wenn es mir Momentan ganz gut geht, habe ich auch immer wieder Momente, wo ich mir denke ... jo prima schön ins Klo und so weiter! Und mein richtiger Rückfall ist noch gar nicht lange her, da dachte ich schon- jetzt wärs vorbei! Aber siehe an, siehe an... hier bin ich, mit einem überwiegende lächendelndem Gesicht. Aber immer in der "Hab Acht" Stellung, weil ich weiß es kann auch schnell wieder anders sein.

Welche Befürchtungen hats du genau wenn du raus gehst? Und gibt es jemand der dich bei solchen Versuchen begleiten kann?

#15


Fee*72
@gernsorglos..
äussere mich heute abend in ruhe dazu..muss gleich erstmal einkaufen..
Gedanken sind wie immer da..aber ich schaffe es wieder...tshaka..

#16


L
Bin neu!
PA und Unruhe - war heute draussen-was komisch aber habe geschaft!
Bin stolz!auf mich und auf Euch!

#17

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K
Auch kleine Erfolge sind wichtig ! Mr. Green

#18


Fee*72
kannst auch stolz sein Wink

wenn ich draussen bin,fühl ich mich beobachtet und traue mich nich richtig vorwärts..ich muss irgendwie in der Nähe des hauses bleiben..möchte das loswerden,weis nich warum das so is..vlt wegen fehlender Sicherheit?

#19


L
Ich kenne das! Muss heute einkauen-uberlege mir noch-vielleiv´ch schicke ich mein Mann!

#20


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Dr. Reinhard Pichler
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