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201723.11




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Liebe Mitglieder ich habe mal wieder ein Problem...
Ich habe gemerkt dass sich mein Leben eigentlich allgemein nur nach Problemen orientiert. Ob ich eine soziale Phobie habe oder einfach schüchtern bin weiss ich nicht. Da ich mich aber immer nur auf für mich unangenehme Situationen fokussiere denke ich ist es die einfachste Lösung diese erträglicher zu machen. Das für mich momentan grösste Problem sind Präsentationen. Ich studiere und bin im 3. Semester, in den ersten 2 Semestern musste ich ca. 2 Vorträge halten, damit konnte ich leben aber jetzt eskaliert es ziemlich eigentlich jede Woche einen. Ich war auch bei meinem Hausartzt und habe ihm mein Problem geschildert. Wenn ich eine Präsentation halten muss habe ich folgende Symptome: sehr starke nervosität, mein Gesicht fühlt sich sehr heiss an ich denke ich bin oft ziemlich rot, herzrasen und ich kann mich nicht konzentrieren. Das Gespräch mit ihm hat mir dazumals sehr geholfen, er hat mir Xanax 0.5mg verschrieben und hat gesagt ich soll es ca. 1h vorher einnehmen. Ich war eigentlich zuerst sehr zufrieden mit mir ich habe eine Präsentation vor der ganzen Klasse (80 Leute), mit sehr geringer Nervosität gehalten ich habe auch eine gute Note dafür erhalten. Letzte Woche hatte ich auch 2 Vorträge und habe die eigentlich wieder gut gemeistert. Aber diese Woche war es wieder katastrophal... Ich habe den Vortrag so oft durchgemacht dass ich ihn eigentlich auswendig konnte. Wir mussten zu 2 präsentieren vor 20 Leuten, ich war als 2. dran mein Vorgänger war auch relativ nervös und hat sehr schnell geredet. Ist es möglich dass sich seine Nervosität auf mich übertragen hat? Jedenfalls wurde ich knallrot und konnte mich absolut nicht mehr konzentrieren ich habe Sätze die ich auswendig wusste in vertauschter Reihenfolge gesagt und habe einen sehr schlechten Vortrag gehalten...

Ich weiss nicht warum da es ja vorher eigentlich immer so schön geklappt hat und ich sehr zufrieden mit mir war. Jetzt frage ich mich ununterbrochen was ich anders machen soll. Ich habe das Xanax 45min vor dem Vortrag direkt nach dem Mitagessen eingenommen kann es sein, das es so verspätet gewirkt hat? Jedenfalls habe ich nächste Woche wieder einen Vortrag und ich fixiere mich nur auf diesen. Ich habe seit 1 Monat mit kiff. aufgehört und überlege mir nun deshalb wieder anzufangen, da ich denke dass es vielleicht damit zu tun haben kann(Die Inhaltstoffe von Cannabis sind bis zu 3 Wochen im Blut)... Oder ist es möglich dass ich schon eine gewisse resistenz gegen Alprazolum aufgebaut habe und es deshalb nicht gewirkt hat? Ich habe in den letzten 2 Monaten 6 Tabletten a 0.5mg eingenommen... Ich will wirklich an mir arbeiten und diese schei. hinter mich bringen. Wäre sehr froh um ein paar Rückmeldungen...
Lg

Auf das Thema antworten


3149
Bodensee
2043
  03.12.2017 11:59  
_Verzweifelt_ hat geschrieben:
Letzte Woche hatte ich auch 2 Vorträge und habe die eigentlich wieder gut gemeistert. Aber diese Woche war es wieder katastrophal... Ich habe den Vortrag so oft durchgemacht dass ich ihn eigentlich auswendig konnte. Wir mussten zu 2 präsentieren vor 20 Leuten, ich war als 2. dran mein Vorgänger war auch relativ nervös und hat sehr schnell geredet. Ist es möglich dass sich seine Nervosität auf mich übertragen hat? Jedenfalls wurde ich knallrot und konnte mich absolut nicht mehr konzentrieren ich habe Sätze die ich auswendig wusste in vertauschter Reihenfolge gesagt und habe einen sehr schlechten Vortrag gehalten...


HERZLICH Willkommen im Club! :rofl: !
Der Zustand, den du beschreibst, nennt sich Lampenfieber und ist auf allen Bühnen, Podien ... der Welt wohlbekannt und ebenso vertraut, wie ungeliebt! Ich habe selber vor, während und nach Studium häufig auf der "Bühne", einem Podium gestanden, kenne es genauso aus leidvoller Erfahrung. Habe backstage einen Udo Lindenberg gesehen, der Löcher in den Teppich seiner Garderobe lief, einen Meat Loaf, der sich die (Whisky-)Kanne gab, um auf die Bühne gehen zu können.
Du wirst dieses Lampenfieber HOFFENTLICH(!) nie verlieren, du kannst nur lernen damit umzugehen, es für deine Zwecke zu nutzen. Und wenn du es doch mal verlieren solltest, dann verschwinde (sorry, aber so ist es) von der Bühne!

Lampenfieber ist etwas völlig Normales. Wenn du es nicht gewöhnt bist, vor anderen Menschen frei zu reden, dann wirst du sie - je nach dem wie du gestrickt bist - schon bei Kleingesellschaften bekommen. Es ist nur eine Form von Angst. Diese ist jedoch nur ein unverstandener Freund!
Zunächst solltest du mal genau beobachten, worauf deine Angst abzielt. Ist es die Gruppe vor der du sprechen sollst? Ist es das Material, über das du sprichst? Auf der Bühne zu stehen mit Sorge dich zu blamieren? Anderes?
Hat du erst mal erkannt, wodurch deine Angst initiiert wird, ist es leichter gegen sie anzugehen.
Ist es das Publikum? Als beruflicher Frischling war mein erster Vortrag über Zahlen & Fakten sowie Lösungen im Rahmen einer Insolvenzprävention in einem Unternehmen. Das Publikum bestand aus den Großkopferten der Finanziers, des Unternehmens und Anwälten. Mir ging's Klämmerle 1:100.000! Vor Allem, nachdem mein Vorgesetzter 10 Tage vorher gefeuert worden war. Bin meine Unterlagen wohl 1000 Mal durchgegangen, ohne das es half. Irgendwann begann ich mir mein Publikum genauer anzuschauen. Begann, sie mir als 'deutsche Michel' vorzustellen. So in 'Schießer Feinripp" nicht mehr weiß, nicht mehr sauber. Mit Nachtjäckchen, unter dem der Bauch hervorquillt. Schlafmütze auf dem Kopf, Kerze in der einen, *beep* in der anderen Hand, sich sorgenvoll umschauend, 'wohin mit der Füllung!?" Ich habe mich so in die Fantasien hineingesteigert, dass ich nicht mehr anders als Lachen konnte. Ein Kollege sorgenvoll fragte, ob ich an der 'Flasche geschnuppert' habe. Die Angst vor dem Publikum war aber wech.... :)
Sind es die Fakten? Auswendig lernen hat sich bei mir nicht bewährt. Ein wahnsinniger Aufwand, kaum zu schaffen neben der normalen Arbeitszeit > 8 Std. Mit den Fakten konnte ich mich während der Arbeitszeit vertraut machen. Für den Vortrag habe ich mir Moderatorkarten mit Stichpunkten erstellt, im Vortrag die Stichpunkte als roten Faden genutzt. Zahlenwerte größer geschrieben um sie sauber ablesen zu können. Dabei mit verschiedenen Farben gearbeitet. Die 'Lücken' mit freier Rede gefüllt. Diese haben Kommilitonen und ich aber bereits während des Studium als Spiel geübt. Teilweise in der Kneipe als Trinkspiel. An Stelle des Zuprostens hatte der Redner aufzustehen und einige gehaltvolle Worte über einen der Anwesenden abzulassen. Dass dieses 'Gehaltvoll' im Laufe der Abende teilweise 'andere Inhalte' bekam, wird nachvollziehbar sein. Auch übten wir in der Uni. Z. B. mit der Aufgabe, wenn eine Dame den Raum betrat, durchquerte, hatte der jeweils Nächste aufzustehen und die Vorzüge der betreffenden Dame. Die begeisterte eine Dozentin so sehr, dass sie sich mit ein paar Kommilitoninnen dazu setze und mit machte; nur auf die 'Herren der Schöpfung bezogen. Gab einen Haufen rote Gesichter und ebenso auch einen Satz rote Ohren...
Ist es das 'auf der Bühne' stehen? Hier wird die Angst zu deinem Freund! Ein Freund, der dich fragt, Hast du dich ausreichend vorbereitet? Gehst du die Checkliste mit mir noch mal durch? Die Angst vor der Bühne kannst du nutzen um deinen Vortrag noch mal durch zu gehen. Ob alle Vorbereitungen getroffen, der Hosenstall zu ist.

Ein paar Mittelchen für dich, wie du es weiter beherrschen lernen kannst:
1.) Schmeiß dieses ganze Zeug's vom Arzt in die Tonne! Ebenso auch THC. Komme erst gar nicht auf den Gedanken es mit Alk zu versuchen. Einem BühnenPopStar lässt man derlei vielleicht noch durchgehen, in anderen Sparten eher nicht. Letztlich fummelt das Zeug auch nur an den Symptomen, nicht aber an den Ursachen!
2.) Üben! Üben! Üben! In der Unibibliothek findest du genug Bücher zum Thema. Du bist nicht der erste mit dieser Herausforderung. Schon Cicero und Seneca standen davor. Nutze jede Gelegenheit und wenn du die Verwandtschaft mit regelmäßigen Vorträgen nervst. Als erstes Opfer kannst du dir auch deinen Hund erwählen.
3.) Emotion. Emotion - hier Angst - kann dich ausbremsen. Andere Emotionen können dich beflügeln und Andere anstecken. Ein Vorgesetzter hatte mich als 'Fachmann' ohne mein Wissen bei einer Tagung zu einer Podiumsdiskussion gemeldet. 2 Stunden zuvor erfuhr ich beiläufig davon. Ich habe bis zur Diskussion nur Panik geschoben, auf der Bühne keinen Ton gesagt, wenn ich nicht direkt angesprochen wurde. Doch dann begann einer der Teilnehmer, ein politischer Hinterbänkler, einen solchen Bull.*beep* von sich zu geben, dass ich von Minute zu Minute wütender wurde. Und irgendwann platzte mir der Kragen. Ich habe den Mann, seine Sicht dermaßen zerpflückt, dass von seinen Aussagen nicht's mehr Bestand hatte, er selber hochrot und wütend das Podium verließ. Erst als in diesem Moment Applaus aufbrandete, kam ich in die Realität zurück, begriff wo ich war. Ähnlich mein erster alleinverantwortlicher Auftrag: Ein Laden 'Millimeter' vor der Inso, Die Belegschaft zerstritten, jeder mobbte Jeden. Die Zahlen? :uebel: Ich hatte eigentlich nix, als ich meinen 'Bericht zur Lage der Nation' (des Ladens) abzuhalten hatte. Ausser meinem Willen, das ich meinen ersten alleinverantwortlichen Auftrag nicht vergeigen wollte. Ich habe mich im Vorfeld mehr als eine Woche selber nur gepusht, mich begeistert, diese Herausforderung zu schaffen. Es sollte, nein es durfte, nein es konnte, nein es würde nichts schief gehen! Mit dieser selbstüberschätzenden Begeisterung bin ich auf die Bühne. Frag mich heute nicht mehr, was für einen Müll ich erzählt habe. Ist 30 Jahre her. Aber die Begeisterung steckte an, und sie war es auch, die der Belegschaft half, den Laden wieder auf Kurs zu bringen. Ich 'unschuldig' hat aber zum Glück niemand bemerkt.... :twisted:
4.)
_Verzweifelt_ hat geschrieben:
Liebe Mitglieder ich habe mal wieder ein Problem...

GENAU! GUTE ERKENNTNIS :twisted:
Also mache eine Herausforderung draus! Probleme gibt es in der Wirtschaft nicht. Nur Herausforderungen auf dem Weg zur Lösung! Und für die werden wir gut bezahlt! :lol: :daumen:

Danke1xDanke




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  05.12.2017 15:07  
@Daisho hey danke für deine riesige Antwort! Ich weiss was du meinst, aber ich denke bei mir liegt das Problem wirklich tiefer. Ich denke ich habe gewisse psychische Probleme aufgrund meiner Vergangenheit die ich anscheinend noch nicht fertig verarbeitet habe, was ich lange Zeit gedacht habe. Ich habe leider momentan auch wirklich keine Zeit zum Psychiater zu gehen, da mich das Studium voll auslastet und ich mich sowieso nicht darauf konzentrieren können. Jeder ist bei Vorträgen leicht nervös, aber glaub mir bei mir ist es ohne chemische Hilfe viel extremer. Mein Herz rast so stark dass ich leicht verschwommen sehe und mich nicht mehr konzentrieren kann. Also so ist es bei Vorträgen über 50 Leuten, darunter geht es irgendwie noch... Ich verstehe es auch nicht, ich habe viele gute Freunde bin also nicht auf Freunde vom Studium angewiesen, auch wenn ich dort ein paar habe. Eigentlich ist es mir aber wirklich egal was sie von mir denken, warum dreht denn mein Körper so durch, es ist so irrational kann es wirklich nicht verstehen. Mit dem Xanax vom Artzt klappt es aber relativ gut, bin leicht nervös aber kann den Vortrag eigentlich gut durchführen...

Ich denke das Vortragsthema selber ist dabei auch ausschlaggebend, im Studium musste ich bisher nur Vorträge über langweilige Dinge tun zu welchen ich keinen Bezug habe und die mich kein bisschen interessieren, dabei ist es noch schwieriger für mich Präsentationen zu halten. Vor dem Studium habe ich eine Ausbildung als Biologielaborant abgeschlossen, dort musste ich 3 Monate selbstständig an einem Forschungsprojekt arbeiten und anschliessend eine Präsentation vor 50 fremden Leuten darüber halten, darunter waren auch Ausländer aus Amerika und viele die Biologie/Chemie studiert hatten. Bei diesem Vortrag war ich auch zu Beginn sehr nervös, ich konnte den Vortrag jedoch sehr gut präsentieren da ich das Thema perfekt verstanden habe und auch intressant fand. Mein Vortrag war der beste von 8 Vorträgen, das war mein grösster Erfolg bisher ist nun leider auch schon 5 Jahre her...



3149
Bodensee
2043
  05.12.2017 17:46  
_Verzweifelt_ hat geschrieben:
Ich weiss was du meinst, aber ich denke bei mir liegt das Problem wirklich tiefer. Ich denke ich habe gewisse psychische Probleme aufgrund meiner Vergangenheit die ich anscheinend noch nicht fertig verarbeitet habe, was ich lange Zeit gedacht habe. Ich habe leider momentan auch wirklich keine Zeit zum Psychiater zu gehen, da mich das Studium voll auslastet und ich mich sowieso nicht darauf konzentrieren können.


Dann solltest du zwingend zuerst deine Prioritäten überprüfen! Wenn man auf dem Weg von A nach B ist und einen Stein im Schuh hat, räumt man diesen zuerst aus, bevor man 5 Meter vor dem Ziel zusammenklappt, weil der Fuß sich massiv entzündet hat!
Du hast verschieden Optionen:
Entweder, du ignorierst dein Grundproblem, welches dich offensichtlich aktuell bereits behindert, und betäubst es mit Medikamenten. Dadurch läufst du Gefahr, dass es dir irgendwann in mehrfacher Hinsicht um die Ohren fliegt. Denn auch ein betäubter seelischer "Tumor" wächst weiter.
Oder aber du gehst zum Fachmann und lässt dir helfen. Dieses kostet Zeit, zugegeben. Es ist aber sinnvoller, ein Jahr dran zu hängen, als nach Abschluss des Studium evtl. berufsunfähig zu sein.
Oder aber du nutzt deine verbliebene Freizeit neben sinnvoller Erholung, deine Herausforderungen selber und strukturiert anzugehen. Wenn du dabei Medi's als Stütze brauchst, okay. Vergiss dabei aber nicht, dass AD's die Wahrnehmung verzerren.

_Verzweifelt_ hat geschrieben:
Eigentlich ist es mir aber wirklich egal was sie von mir denken, warum dreht denn mein Körper so durch, es ist so irrational kann es wirklich nicht verstehen.

Dann schlage ich vor, du erzählst von dem, was du persönlich als Grundproblem ansiehst. An den Symptomen doktern die Medikamente ja schon herum.

_Verzweifelt_ hat geschrieben:
Ich denke das Vortragsthema selber ist dabei auch ausschlaggebend, im Studium musste ich bisher nur Vorträge über langweilige Dinge tun zu welchen ich keinen Bezug habe und die mich kein bisschen interessieren, dabei ist es noch schwieriger für mich Präsentationen zu halten.

Ich bezweifle nicht, dass du es grundsätzlich kannst. Bezüge lassen sich jedoch immer herstellen, auch wenn es manchmal deutlich an Kreativität bedarf: Für mich war Mathe bis in die 4 Klasse ein massives Grauen. In der 5. bekamen wir einen Lehrer, der es verstand andere Bezüge her zu stellen: Wir haben nicht mehr Mathe gepaukt, wir haben Häuser konstruiert, Flugzeuge, Maschinen berechnet und im 'Werken' hernach in kleinem Maßstab gebaut. Wir haben uns die Finger wund gerechnet, warum der Pfeil der Armbrust nicht genau den ballistischen Flug absolvierte, den wir berechnet hatten, navigiert und vieles mehr. Dies hat mich so inspiriert, dass Mathe zu einem meiner Studienfächer wurde.
Wenn du Bio studieren solltest (Vermutung) dann hast du es doch einfacher. Du studierst das Leben. Nicht so etwas abstraktes wie Mathe. Sollten sich hier nicht wesentlich einfacher Bezüge herstellen lassen?



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  08.12.2017 00:29  
Hey kommt ein bisschen spät, aber egal :)
Ich kenne das auch sehr gut, nur dass bei mir noch starkes Zittern (dass die Blätter andauernd runterfallen) und überschlagen und stottern der Stimme dazu kommt. Meist bin ich dann kurz vor einer Panikattacke, wenn ich ein Vortrag halten muss.
Ich muss dazu sagen, dass ich aber auch eine Sozialphobie habe, die das ganze eben nicht leichter macht.
Immer wenn ich einen Vortrag halten muss, stelle ich mich vor den Spiegel und halte diesen, bis ich komplett locker bin.
Dann stelle ich mir ganz fest vor im Klassenraum zu stehen und den Vortrag vor all den Menschen zu halten. Das mache ich dann ziemlich oft.
Wenn ich dann wirklich vor der Klasse stehe, stelle ich mir vor, dass dies ja einfach die bekannte Vorstellung ist. Und die Menschen nur Phantasie und ich eigentlich allein in dem Raum bin. (Um nochmal zu üben oder so. Einfach mal ein bisschen rumspinnen ;) )
Meist nehme ich davor dann noch Baldrian, denn komplett locker wird man eben nie, was aber auch gut so ist.

Hoffe irgendjemand kann damit was anfangen.
Ist ein bisschen kompliziert, aber eigentlich muss man sich nur lange genug irgendeine Situation einreden, bei der man lockerer ist, bis man sie wirklich glaubt.

LG FairChaos :)

Danke1xDanke


3149
Bodensee
2043
  08.12.2017 02:08  
FairChaos hat geschrieben:
...aber eigentlich muss man sich nur lange genug irgendeine Situation einreden, bei der man lockerer ist, bis man sie wirklich glaubt.


Stimmt. Und wenn man 'Fantasiebilder' hinzufügt, wird es noch einfacher. Vergl. mal 'mentales Training' im Sport...





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  08.12.2017 15:07  
Hm ja ich muss mir das ganze wies aussieht auch noch mal anschauen. Ein paar von meiner Klasse haben mir gesagt dass sie mich bewundern wie selbstsicher ich vor der klasse stehe und gut vorbereitet den Vortrag halte. Sie haben sich auch etwas lustig gemacht da ich ziemlich flüssig und viel rede (Auswendig gelernt). Aber eigentlich alles in allem eine positive Rückmeldung. Ich habe ja auch immer gedacht dass ich rot sei, weil mein Gesicht so heiss anfühlt aber auch das stimmt anscheinend nicht. Vielleicht habe ich auch krasse Wahrnehmungsprobleme.. Also Xanax hilft mir schon sehr gut bezüglich der Nervosität, aber ja ich werde das ganze noch eine Weile gleich weitermachen bis ich genug Routine bekomme und dann werde ich die Dosis reduzieren und hoffentlich irgendwann wieder Vorträge ohne Medikamente halten können. Traurig ist auch dass ich mich sicherer fühle wenn mir niemand zuhört, bei sehr langweiligen Themen ist das noch oft der Fall..



3149
Bodensee
2043
  08.12.2017 16:37  
_Verzweifelt_ hat geschrieben:
Hm ja ich muss mir das ganze wies aussieht auch noch mal anschauen. Ein paar von meiner Klasse haben mir gesagt dass sie mich bewundern wie selbstsicher ich vor der klasse stehe und gut vorbereitet den Vortrag halte. Sie haben sich auch etwas lustig gemacht da ich ziemlich flüssig und viel rede (Auswendig gelernt). Aber eigentlich alles in allem eine positive Rückmeldung. Ich habe ja auch immer gedacht dass ich rot sei, weil mein Gesicht so heiss anfühlt aber auch das stimmt anscheinend nicht. Vielleicht habe ich auch krasse Wahrnehmungsprobleme..


Frage mal deine Kommilitonen wie die sich beim Vortrag fühlen. Gleiche dies mit deiner eigenen Wahrnehmung ab. Ich denke, du wirst schnell feststellen, dass deine Zuhörer von deinen Problemen so gut wie nichts mitbekommen. Umgekehrt du von ihren ebenso wenig.

Danke1xDanke
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