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hallo zusammen, bekomme seit ca. 5 monaten moclobemid zur vorbereitung auf eine entsprechende verhaltenstherapie. habe mit 150mg/tag begonnen, kann aber nicht auf 300mg oder gar 600mg/tag steigern. bin dann richtig müde- eigentlich soll das präparat doch das gegenteil bewirken und den antrieb erhöhen. hat jemand ähnliche erfahrungen gemacht? habe auch den dr. darauf angesprochen. er meinte, evtl. müssten wir auf zoloft umstellen. wie mir scheint ist dieses präparat eher sedierend als moclobemid, oder? welche erfahrungen habt ihr gemacht? hat auch jemand von euch ritalin bekommen?
vielen dank für eure gedanken und möge der mut mit euch sein.
lg, gustaf

13.05.2003 09:29 • 29.02.2004 #1


Hallo Gustaf!Welche Veraenderungen hast du durch dieses Medikament an dir in den ersten Wochen wahrgenommen?Ich hab dieses Praeparat auch bekommen,es liegt bei mir in der Schublade,da ich gegenueber Psychopharmaka sehr vorsichtig bin.Danke fuer die Antwort im voraus.Gruss lostinspace.

13.05.2003 22:53 • #2


hallo udo,
ja, das mit den vorbehalten kann ich gut nachvollziehen, das ist bei mir nicht viel anders. da ich aber an meinen "lebens"umständen dringend etwas ändern möchte, habe ich mich darauf eingelassen. habe letztes jahr oktober mit 150mg begonnen und zunächst 6 wochen durchgezogen. die ersten tage war ich etwas unruhig, hielt sich aber in grenzen. was mich nach einiger zeit mehr störte, war dieses, ich weiss nicht wie ich es anders beschreiben soll, etwas "wattierte" gefühl im schädel, was mich auch dazu führte, abzubrechen. da kamen mir dann solche gedanken, meine persönlichkeit könnte sich verändern und ich würde zu einem brägenlosen schlachtvieh mutieren. dann ging es mir im januar aber wieder so mies, dass ich nach rücksprache mit 2 ärzten bereit war, es nochmal auf einen versuch ankommen zu lassen. ich nehme es jetzt seitdem, habe wie gesagt das problem, dass ich die nächste erhöhungsstufe um 150mg nicht wuppe. ergänzend muss ich sagen, dass nach ca 2 wochen einnahme ein (leider vorübergehender) motivationsschub stattgefunden hatt, ich habe tatsächlich ein bisschen was an der wohnung etc. getan. mittlerweile hat sich aber leider diese müdigkeit eingestellt, so dass ich haushalt und co wieder vernachlässige. positiv bemerken muss ich, dass meine ängste anderen gegenüber tatsächlich rückläufig sind. nur solange diese antriebsschwäche bei mir vorhält, wird sich meine situation trotzdem nicht ändern, da diese auch eine gewisse gleichgültigkeit nach sich zieht. ich werde jetzt einen weiteren internisten meine leberwerte checken lassen, wenn die müdigkeit durch eine medikamentöse belastung der leber zu erklären ist, werde ich moclobemid auch entgegen der ansage meines therapeuten absetzen. der preis einer möglichen organischen schädigung wäre mir zu hoch - muss ich halt andere wege finden, meine ängste zu therapieren. eins noch, ich bin vom lebertyp auch ein schlechter Alk. d.h. für den abbau benötigt mein organismus recht lange. ich kann mir aufgrund meiner erfahrungen vorstellen, dass andere mit dem präparat ganz gut fahren. auf einen test solltest du es ankommen lassen, es hat nicht die kraft, dir deine persönlichkeit zu rauben oder sie zu verändern, dass man die kontrolle über sich verliert. falls du damit startest, solltest du dir mit dir selbst einig sein, es wenigsten 3-4 monate zu testen, um dir wirklich zumindest ansatzweise ein bild machen zu können. mein oben beschriebener 1. anlauf im oktober war blödsinn. wozu auch immer du dich entschliesst, alles gute dir.
lg, gustaf

14.05.2003 10:07 • #3


Hallo Gustaf!Danke fuer dddie Antwort.Ich denke auch,es auf einen Versuch ankommen zu lassen waere ganz ok.,hatte auch mit mehreren Leuten,die Pharmaka nehmen darueber debattiert,ob und inwieweit man damit "kontaktfreudiger"wird.Vielmehr hab ich Angst,dass ich mit den von dir beschriebenen Gfuehl nicht weiss,wohin.Schliesslich leb ich dermassen isoliert,dass ich dann-vorausgesetzt die Wirkung waere immens-dann mit meinen 4 Waenden reden muesste.da ich-im Gegensatz zu allen anderen Phobikern-niemanden habe.Leide auch ziemlich unter Motivationslosigkeit,mal sehen,wie man aus der Lethargie rauskommt.Hab ausserdem noch das Medikament Paroxetin.Wuerde dir gerne positives berichten,da ich aber so gut wie saemtliche Pharmaka der neueen Generation ablehne-kenne noch die Auswirkungen von Imap,Limbatril,Haloperidol u.a.-kann ich dazu nichts sagen.Ich werde es aber sicher mal versuchen.Falls du willst,kannst du dich mal persoenlich per e-mail melden.Gruss und gute Besserung lostinspace.

14.05.2003 15:13 • #4


Ich habe auch Depressionen und habe recht gute Erfahrung mit Cipramil gemacht.

15.02.2004 18:36 • #5


Hallo Gustav, mir wurde am 18.2.04 vom Facharzt Moclobemid Stada verschrieben. Ich nahm zunächst m,orgens und mittags nach dem Essen eine halbe Tablette , seit heute morgen eine ganze.Außer leichten Magenbeschwerden keine Nebenwirkungen. Das von einem Mitpatienten beschriebene "wattierte" Gfühl - bei mir mit leichten Tinnitusbeschwerden-bemerke ich auch etwas, ansonsten haben sich meine Stimmung, meine Konzentration gebessert. Ich denke, Du solltest das Medikament weiter nach Anweisung und Bekömmlichkeit testen. Unbedingt erforderlich ist jedoch Abwechaselung in Dein Leben zu bringen,d.h. Bewegung, frische Luft(Sauerstoff) und sozuiale Kontakte nicht vernachlässigen, gegen Müdigkeit ,Lustlosigkeit ankämpfen, irgendein Hobby, - möglichst mit anderen - pflegen. Alles Gute, Udo.

23.02.2004 10:15 • #6


Da kann ich dir nur beiflichten. Ich nehme auch Aurorix ( 1 Tablette pro Tag)
und merke auch dass wenn ich mich nicht bewege (nur zu hause rum sitze und fernschaue) werde ich richtig müde und bin zu nichts mehr zu gebrauchen,ausser zum schlafen gehen.Ich werde auch teilweise agressiv.
Das Präperat gibt einem Energie für das was man gerade macht.
Also macht mann gerade nix gibt es einem Energie zum schlafen.
Setzt mann sich hin und arbeitet gibt es einem Energie zum arbeiten.
Auch das konsumieren von Alk. war bis jetzt kein Problem.
Und bitte denkt nicht zuviel darüber nach das ihr Aurorix nehmt.
Schluckt es in der Früh und zu Mittag und belasst es dabei. Je mehr man darüber nachdenkt um so schlimmer macht man es sich wieder gesund zu werden.
Das Präparat ist ja ausschliesslich dazu da um uns zu helfen und nicht um uns zu schaden, oder andere Menschen aus uns zu machen. Es soll uns helfen unsere Probleme besser bewälltigen zu können.

Love is the law

euer Simon

25.02.2004 17:03 • x 1 #7


Hallo,

ich habe gerade deinen Beitrag gelesen, wie lange nimmst du
moclobemid schon ? ich nehme es 1 Woche anfangs eine 1/4 Tablette
und seit ca. 3 Tagen eine Halbe morgens merke aber nichts keine Besserung ? meine Ärztin sagte ich solle es so machen.
Habe davor Citalopram gehabt und da merkte ich es gleich nach
2 Tagen dass ich was nehme und diesmal nichts !! ;-(
dauert es bei Mao-Hemmern Länger bis sie wirken ?

Grüsse jäzzi

29.02.2004 17:20 • #8




Dr. Reinhard Pichler