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sHallo Leute,

Ich bin ein wenig verunsichert. Ich fange heute an moclobemid (antidepressiva) zu nehmen aufgrund von einer Depression und einer Angststörung. Da es derzeit relativ schlimm ist habe ich phasenweise auch suizidgedanken. Es ist nicht so das ich das tun will. Diese Gedanken sind einfach da. Aber doch schon so das ich an die Art und Weise denke wie man es machen könnte. Selbst wenn ich es nicht mal vorhabe. Ich weiß nicht mal wo diese Gedanken herkommen. Ich will nicht sterben!
Naja zumindest kommt es ja am Anfang der Einstellung auf ein antidepressiva zur Verschlimmerung der Symptome. Und davor hatte/habe ich Angst. Das diese Gedanken schlimmer oder intensiver werden. Deswegen hat mir der Neurologe 2 Möglichkeiten aufgezeigt.
Zum einen ein Aufenthalt in der Klinik Bis das antidepressiva eingestellt ist. Oder ich nehme solange tavor neben dem moclobemid Bis sich das eingestellt hat.
Ich habe mich für das tavor entschieden weil ich auch garnicht wüsste was ich meiner Familie sagen würde und das für mich persönlich ein größerer Rückschritt ist als es das jetzt schon ist. Abseits davon bekommt man in der Klinik auch nur tavor zur Überbrückung. Und sogar mehr als ich jetzt nehme (1mg pro Tag und bei Bedarf Vlt noch eine).
An sich fand ich das es eine super Idee ist wenn man mal außer Acht lässt das ich von Medikamenten eigtl nichts halte. Aber nun lese ich wie schnell das abhängig macht und wie verdammt hart es ist davon runter zu kommen (wohl teilweise schlimmer als Dro. Entzug?)
Und nun soll ich ja 1mg pro Tag nehmen Bis das moclobemid wirkt. Und nun mach ich mir sorgen wegen der Abhängigkeit.

Was meint ihr dazu?

Lieben Gruß

23.11.2013 12:28 • 26.11.2013 #1


11 Antworten ↓


Hallo,

also wie ein Entzug ist sicherlich übertrieben, vielleicht nach vielen Jahren.

Antideptessica wirken ja nach 2-3 Wochen, das ist schon vertretbar.
Allerdings würde ich die eher bei Bedarf nehmen, d.h. bei akuter Angst oder starken suizidgedanken. Jeden Tag aus Prinzip bringt nichts, denke ich, da es nur akut wirkt und nicht längerfristig, im Gegenteil, die benötigte Dosis steigt mit der zeit.

Du versteckst das vor deiner Familie? Es wäre doch schön, wenn du die medikamenteneinstellung mit jemanden durchstehst, der auf dich guckt.

23.11.2013 13:44 • #2



Tavor und Moclobemid

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Ja irgendwie verstecke ich das vor meiner Familie.
Natürlich ist das lächerlich aber meine soziale Phobie lässt es mir nicht wirklich zu denen das zu sagen.. Schon garnicht von solchen suizid Gedanken. Das will ich niemanden antun sich dann solche sorgen darum zu machen. Ich bin ziemlich verschlossen und es fällt mir schwer sowas meiner Familie zu sagen.
Sie wissen einiges aber bei weitem nicht alles.

Der Neurologe sagte 1mg tavor am abend oder morgen (soll es ich selber testen was für mich am besten ist.) also wenn ich das nun 20 Tage so einhalte (20 tavor habe ich bekommen) und danach dann keine mehr nehme, bekomme ich dann keine enzugserscheinungen wie Panik Attacken oder Halluzinationen ext.? Oder sind die 20 Tage unter Umständen schon zu viel?

Spreche wohl nochmal mit dem Neurologen.

23.11.2013 14:01 • #3


Das tut mir leid, dass deine Familie dich nicht auffangen kann.
Hast du vielleicht Freunde, die davon wissen?

Aber was ich oben schon schrieb, Tavor wirkt akut und soll auch nur so genommen werden. Also erst, wenn es dir zu viel wird. Es muss nämlich gar nicht sein, dass du beim Einschleichen Probleme hast. Versuche es locker anzugehen, lenk dich ab und wenn du es brauchst, nimmst du was.

23.11.2013 14:06 • #4


Meine Familie wurde das definitiv tun aber ich mag nicht so da stehen.. Freunde habe ich wenige durch die Sache. Aber lerne gerade jemand kennen der auch Depressionen hat.. Nur in welchem Ausmaß weiß ich noch nicht..

Mal zu meiner Situation... Es gibt Phasen (die dann aus 2-3 Tagen bestehen) in denen ich dann ohne Ablenkung ständig in Gedanken bin.. Unruhig.. Ängstlich und angespannt... Deswegen hab ich ja solche Angst das sich alles verschlimmert beim einschleichen.. Und deswegen hatte er mir das auch täglich verordnet.. War das Verantwortungslos? Hatte ihn extra gefragt ob täglich oder bei Bedarf..

Ich denke ich stell das nun auf "bei Bedarf" um

23.11.2013 17:01 • #5


Meine Ärztin (allgm.) hatte mir auch mal Tavor verschrieben , und ausdrücklich dazu gesagt " Nur bei Bedarf ! " . Der Bedarf kam dann mal Abends , also habe ich eine genommen ( so gegen 20 Uhr ) sie hat auch wunderbar geholfen , ich war schnell ruhig und konnte super einschlafen . Allerdings war ich am nächsten Morgen noch hinüber (( ich steh`5.20 Uhr auf )) . Das muss bei Dir nun nicht so sein , ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen was meine Ärztin dazu gesagt hat .

Eigentlich ist es schade das du deine Familie nichts erzählen willst , denn es kann ungemein Helfen wenn vertraute Personen darüber Bescheid wissen .

23.11.2013 17:14 • #6


Ich habe halt Phasen (2-3 tage am Stück) wo ich total unter Strom stehe, ängstlich bin, schreckliche Gedanken habe und das ist einfach nur unangenehm. Tavor habe ich gestern gegen 17 Uhr eine genommen und heute morgen gegen halb 11. Ich fühle mich super. Bin fit, klar im Kopf, keinerlei Ängste oder schlimme Gedanken.. Ab und an ein kleines grübeln aber sonst fühle ich mich wie ein normaler Mensch. Schade das dieses Medikament so abhängig macht und nicht zur dauereinnahme geeignet ist.
Hoffentlich fühle ich mich genauso gut wenn das moclomebid wirkt.
Ich verstehe aber nun warum Tavor so schnell Missbräuchlich genommen wird. Weil es einfach super wirkt.
Ich versuche jetzt das Tavor nur bei Bedarf zu nehmen auch wenn ich sagen muss das es wirklich verlockend ist.

Die Sache mit meiner Familie... Also sie wissen von meiner sozialen Phobie und sicherlich auch von meiner Depression, aber wenn ich gefragt werde ect sag ich immer das es mir soweit ganz gut geht.. Weil ich einfach nicht mit denen darüber reden kann.. Sie würden helfen und sind lieb aber mir ist da immer zu unangenehm mit denen zu reden..

24.11.2013 00:07 • x 1 #7


Hallo,

Ich nehme auch die beiden Medikamente.
Tavor nehme ich schon sehr lange, mit einigen Wochen Unterbrechung - da wurde in der Klinik eine Art "Entzug" gemacht, der sich aber überhaupt nicht wie einer angefühlt hat. Ich bekam statt Tavor Seroquel, das klappte problemlos. Die Horrorgeschichten, die man so hört, kann ich überhaupot nicht verstehen. Bin dann übrigens wieder auf Tavor zurückgekommen, weil ich von Seroquel Fressattacken bekam und 10 kg zunahm.
Wenn du Tavor doch nur bei Bedarf nimmst und nicht täglich, dann ist das mit der Abhängigkeit sowieso hinfällig.

24.11.2013 14:05 • #8


Wenn Du 20 Tage lang lediglich 1mg täglich nimmst, passiert beim Absetzen gar nichts.

Immer diese Horrorstorys

24.11.2013 17:17 • #9


Duff , wenn du es so anwendest und Dich gut damit fühlst ist es doch in Ordnung . Der eine kommt mit dem Medikament klar der andere wieder mit einem anderen besser .


Ich denke mal , HorrorGESCHICHTEN werden das nicht sein , es sind Erfahrungen die hier berichtet werden . Wenn man das zum findet wozu gibt es dann diese Foren ? Die Reaktion finde ich persönlich etwas daneben !

24.11.2013 18:58 • #10


Heute habe ich garkeine genommen und mir geht's noch immer ziemlich gut.. Entweder die Wirkung ist nach über 24 Stunden immer noch vorhanden oder es beruhigt im Hinterkopf das es dir ist.

@juwi
Du nimmst Tavor täglich?

24.11.2013 19:14 • #11


Also hab Tavor nicht weiter genommen. Die letzten beiden Tage waren ziemlich gut.
Ich hab vor ein paar Wochen ein Mädel kennengelernt und es entwickelt sich scheinbar was. Das freut mich natürlich. Wir hatten gestern einen super schönen Nachmittag und abend. Wirklich klasse.
Heute morgen, bis jetzt, geht es mir allerdings nicht so gut. Ich bin innerlich irgendwie aufgewühlt und ziemlich in Gedanken. Über mein Leben wie es weiter geht, wie und ob ich meine Krankheit in den Griff kriegen werde, wie das mit dem Mädel weiter laufen wird, dazu verurteile ich mich für Gedanken die ich habe, die wahrscheinlich mit Auslöser meiner Depression sind und frage mich was zum Henker nicht mit mir stimmt. Ich bin einfach nur überfordert mit meinen Gefühlen und Gedanken.

Dazu kommt das ich mir sorgen mache ob moclobemid das richtige für mich ist. Ob überhaupt ein AD richtig für mich ist. Das liegt aber wohl daran das ich solchen Medikamenten eher seehr negativ gegenüber eingestellt bin. Die ganzen Gefühle könnte man jetzt auf die anfängliche Verschlimmerung der Symptome bei Einnahme eines ADs schieben. Aber die Gefühle sind nichts wirklich neues. Und sie sind auch nicht schlimmer als sonst. Eher gleich schlimm.

Als Nebenwirkung merke ich (wenn es denn davon kommt) eine leichte Benommenheit oder Schwindel. Kann es schwer in Worte fassen.

Ich will doch nur ein ganz normaler Mensch sein mit einem stink normalen Leben.

26.11.2013 14:13 • #12



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Dr. med. Andreas Schöpf