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Hallo,


ich habe glaube ich ein sehr Masives Problem.

Ich bin davon überzeugt das ich Angstzustände habe, womöglich eine Sozialphobie und Deppresion

(Den Unterschied verstehe ich nicht!) Ich will da jetzt auch garnicht näher drauf eingehen.


Es sieht so aus seit etwa 3 Jahren gehe ich so gut wie nicht mehr aus der Wohnung! Mittlerweile

habe ich Schulden bei meiner Bank und bei mehreren Firmen (Stromanbieter usw.)

Morgen ist die Miete fällig und ich muss schauen wo ich das Geld auftreibe.

Versichert bin ich auch nicht also beseht keine Möglichkeit zu einem Psychologen zu gehen...

Ich weis nicht was ich machen soll wenn ich mir Arbeit suche wäre das für mich eine Qual die

man sich nicht vorstellen kann! Ich zittere, kann mich mit niemandem unterhalten, trau mich nicht

jemandem in die Augen zu sehen und bekomme dafür nur Verachtung. Mein Herz rast dann total und ich

fange an zu schwitzen. Mittlerweile zittere ich sogar wenn ich einkaufen gehe. Auf der strasse

fühle ich mich unwohl ich will nicht mit dem Kopf nach unten rumlaufen aber wenn ich

das nicht mache drehe ich halb durch... Ich war früher ganz normal und will so nicht sein.


Ich will nicht gleich in die Klapse.. Was soll ich tun.. ich kann meine Miete nicht mehr zahlen

und bin nicht Versichert.. wenn ich nicht irgendetwas unternehme lande ich auf der Strasse.

Eltern verstehen mich nicht und helfen mir auch nicht mehr!


Was soll ich tun? Ich habe mal gehört das es auf dem Arbeitsamt einen Psychologen gibt oder sowas.


Bitte helft mir, gebt mir einen Rat..


lg

30.04.2008 12:36 • 14.05.2008 #1


3 Antworten ↓


Hallo,

Ja bei Deinem örtlichen Arbeitsamt gibt es einen sozial/psychologischen/medizinischen Dienst, den Du umgehend aufsuchen solltest, allerdings solltest Du Dich darauf vorbereiten, dass Dir dort auch einige Fragen gestellt werden z.B. wovon Du die letzten drei Jahre gelebt hast, wie Du es Dir bisher leisten konntest ohne offizielle Arbeit und Versicherungsschutz und mit Deiner "Störung" (nicht böse gemeint, das ist nur das Gegenteil von "gesund" und "arbeitsfähig") soviele Jahre "zurecht" zu kommen (eigene Wohnung etc)...ganz wichtig ist natürlich auch, dass Du (egal ob Du nun zum Arzt, sozialen Dienst oder Arbeitsamt gehst) auch die Bereitschaft und den Willen mitbringst, Dir tatsächlich helfen zu lassen und aktiv mitmachst...Vielleicht solltest Du, bevor Du zum JobCenter gehst und denen sagst, Du kannst nicht arbeiten, weil Du ne soziale Phobie/Depressionen hast (was bisher von keinem Mediziner diagnositiziert wurde und das für die dann nur als Deine persönliche Einschätzung gelten kann) zu einer unabhängigen Beratungsstelle (Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Jugendnotdienst o.ä.) oder zum Sozialamt gehen. Ich schätze mal, die können Dir erstmal und unbürokratisch wenigstens ermöglichen kostenfrei einen Arzt (Psychologen/Psychater) aufzusuchen ...

Ich will Dir nicht noch mehr Angst und Panik machen, sondern Dir einfach nur verdeutlichen, dass da ne ganze Reihe von Möglichkeiten für Dich offen sind und offen waren...wie Du die letzten drei Jahre ohne diese zu ergreifen klar gekommen bist, weiß ich natürlich nicht...aber ich würd mal sagen, in Deinem momentanen Zustand wär Dir mit reiner finanzieller Hilfe überhaupt nicht gedient...Du siehst ja selbst wie schnell und "Reibungslos" Du in diese prikäre Lage gerutscht bist...ohne Dir bisher Hilfe gesucht haben zu MÜSSEN...Ich mein das wirklich nicht böse, Michamike, ich möchte Dir persönlich nur mal ne Frage stellen, die Du Dir selbst beantworten solltest um Deine eigene Motivation einschätzen zu können...Nehmen wir mal an, da würde sich irgendwo ne Geldquelle auftun und Dir Deine Wohnung und Deinen Lebensunterhalt finanzieren...meinst Du, Dir würde es dann psychisch gleich schlecht gehen, wie jetzt?

Wie gesagt, ich mein das wirklich nicht böse - denn ich kann von mir selbst ganz klar und deutlich sagen, wenn ich nicht MÜßTE und ohne überleben können, dann würd ich mich auch nur auf Arbeitsplätze bewerben, wo ich gutes Geld verdiene, dann würd ich wenn überhaupt nur noch ehrenamtlich irgendwas machen oder mich nur noch um meinen Privatkram kümmern und zusehen, dass körperlich und geistig fit bleibe, anstatt mir gezwungener Maßen die Augen, den Rücken im Beruf zu ruinieren, der nicht mal genug Geld einbringt um davon zu überleben zu können...Fakt ist: Ich kann und konnte es mir nie aussuchen oder leisten...Entweder ich rapple mich immer wieder auf oder ich bin am Ar....ist ganz simpel...und ich bin sicher, dass ich zeitweise überhaupt nichts machen würde, wenn ich nicht unbedingt müßte und an diesen Zustand würd ich mich auch ganz schnell gewöhnen - vielleicht wär ich nach kürzester Zeit auch Klaustrophobisch und sozial komplett isoliert, wer weiß - Ich sag nicht, dass Du Dir Deine momentane Situation und psychische Krise ausgesucht hast, noch schmeiße ich Dir Sprüche wie "Selbst Schuld" an den Kopf...Jetzt steht nur nur Frage, ob Du JETZT für Dich selbst verstanden hast, dass es so nicht weiter gehen kann...dass es Dir im Laufe der Jahre immer schlechter ging obwohl da lange Zeit offenbar immer irgenjemand war, der Dich zumindestens finanziell unterstüzt und vor der Obdachlosigkeit oder dem Hunger bewahrt hat...Frage ist: Wenn Deine Eltern Dir die nächsten Mieten bezahlen würden, wärst Du dann ähnlich verzweifelt, würdest Du Dich dann ähnlich krank fühlen?

Die Stellen, die ich oben erwähnt habe, können Dich nur dabei unterstützen, Dir selbst zu helfen...auch ein Psychologe wird Dir nicht diagnostizieren, dass Du langfristig arbeitsunfähig bist ...das Ziel ist immer daraufhin zu arbeiten, dass Du Dich wieder alleine und selbstständig um Dich und Dein Leben kümmern kannst, dass Du das Notwendige (z.B.Behördengänge, Artzbesuche etc) wieder erledigen kannst und Dich nicht mit Deinen Ängsten und selbsterstellten Diagnosen nicht selbst immer weiter ausschaltest...Mir ist klar, dass Du das nicht willst, dass es Dein Wunsch ist wieder zu "funktionieren", Dich selbst als gesund zu fühlen...aber dann mußt neben all den Sachen, die Du als "geht gar nicht" "will ich nicht" aufführst und einfach so annimmst und Dich darauf einstellst(z.B. Ich will in keine Klinik, ich kann mich nicht um Arbeit bemühen, ich will nicht darüber nachdenken ob ich nun ne soziale Phobie oder Depressionen habe, ich kann kaum noch einkaufen gehen, ich hab mich bisher nicht um Versicherung/Behandlung/Hilfsangebote gekümmert weil... etc) auch damit beginnen Dir darüber Gedanken zu machen, was Du für Dich für möglich und machbar hälst...

Das ist kein moralischer Zeigefinger, es geht nur erstmal darum zu gucken und zu durchforsten, was da in Dir noch für Recoursen und Motivationen stecken, die Du einsetzen kannst/könntest um Dich auch aktiv selbst wieder aus dem Chaos rauszuwurschteln...bringt ja nichts wenn Dir irgendwelche Ärzte, Beamte oder Sozialarbeiter erzählen was Du alles tun solltest und Dir fällt dazu nur voller Panik ein "kann ich nicht"... Um z.B. Alg 2 beziehen zu können müßtest Du wenigstens drei Std täglich einer Arbeit nachgehen können...dazu müßtest Du denen beim Job Center aber auch sagen können, was Du Dir im Moment für eine Tätigkeit zutraust...Kunden/Beratertätigkeiten sind wohl im Moment nicht drin...aber könntest Du Dir vorstellen ne Putzstelle anzunehmen, wo Du alleine arbeitest? Könntest Du Dir vorstellen, dass Du dort jeden Tag zuverlässig und diszipliniert hingehst und Deinen Job machst? Das ist jetzt nur n Beispiel - Du hast bisher auch nichts über die Zeiten erzählt als es Dir psychisch noch besser ging, womit Du da Dein Geld verdient hast bzw. wie´s in der Schule war, ob Du ne Ausbildung hast etc...aber hier mußt Du natürlich auch nicht ins Detail gehen...es geht nur darum, dass die Dich beim Job Center theoretisch gleich wieder nach Hause schicken könnten, wenn Du da pauschal angibst, Du kannst und willst erstmal gar nichts machen ...in dem Fall, geh erstmal zum Sozialamt... viel Mut und Glück dabei...

01.05.2008 11:58 • #2



MASSIVES PROBLEM

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Hallo Michamike,

da bist Du ja in einer ganz schweren Notlage! Vielleicht kann man Dir hier weiterhelfen: Beim Sozialpsychiatrischen Dienst der Diakonie/Innere Mission, schau mal im Tel.Buch oder Internet nach! Da ich nicht weiß, wo Du wohnst, kann ich Dir keine Adresse herschreiben. Beim Sozialpsychiatrischen Dienst gibt es Beratung/Behandlung umsonst, entweder kannst Du dort hingehen oder sie vermitteln Dich weiter. Dort gibt es auch Hilfe, z. B. wenn Du auf Ämter mußt oder auch Hilfe, wenn Du zur Zeit nicht aus dem Haus gehen kannst! Jedenfalls ist das bei mir so, bin selber dort in Behandlung, besuche eine Gruppe, habe SP, allerdings geht es mir nicht so schlecht wie Dir (nicht böse gemeint)! Die haben mir bisher gut geholfen, Du brauchst Dich vor nichts zu fürchten, dort kann jeder hinkommen, egal mit welchem Problem und egal wie stark ausgeprägt das Problem ist. Nur anrufen und vor allen Dingen selber hingehen mußt Du selbst. Ich wünsche Dir, dass Du Deine Angst etwas überwinden kannst und dort hingehst, es macht nichts dass Du zitterst!!! Ich habe dort beim ersten Gespräch geweint und war am Anfang so nervös, dass ich nicht richtig Reden konnte und gezittert habe ich auch!!! Ich wünsch Dir ganz schnell ganz viel Hilfe und Glück!

05.05.2008 19:23 • #3


sucht mal "eckhart tolle" bei youtube. der hat ahnung was angst betfrifft.

14.05.2008 18:13 • #4




Dr. Reinhard Pichler