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Hallo,

tja-wie fang ich an....

Ich habe schon sehr lange psychische Pobleme und war deswegen immerwieder in Therapie.

Vor ca. 6 Jahren wurde bei mir die "soziale Phobie" diagnostiziert.

Es äussert sich dahin gehend,daß ich wenig aus dem Haus gehe-den Kontakt mit anderen Menschen meide-und somit zunehmend vereinsame...

Ich würde so gerne LEBEN...immerwieder hab ich das Gefühl ich trete auf der Stelle....

Zwar gehe ich arbeiten .allerdings ist es sehr belastend,da dabei auch extreme Ängste zum tragen kommen...manchmal weiß ich nicht ,wie lange ich das noch schaffe....

Depressionen....Schlaflosigkeit...Selbstmordgedanken...das kann nicht das LEBEN -mein Leben sein....

Liebe Grüsse
Lilly

01.10.2008 21:38 • 02.11.2008 #1


62 Antworten ↓


Hallo Lilly,

schön, dass Du dich hier gemeldet hast. Ich bin auch neu hier, aber mir hat es schon geholfen. Es sind ganz nette Menschen im Forum.

Bitte denke nicht über Selbstmord nach. Das wäre aufgeben...

Kannst Du deine Ängste und Sorgen genauer beschreiben?

Ganz liebe Grüße

01.10.2008 22:18 • #2



Ich vereinsame zunehmend und meide andere Menschen

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Hallo Lilly,

schön, dass Du dich hier gemeldet hast. Ich bin auch neu hier, aber mir hat es schon geholfen. Es sind ganz nette Menschen im Forum.

Bitte denke nicht über Selbstmord nach. Das wäre aufgeben...

Kannst Du deine Ängste und Sorgen genauer beschreiben?

Ganz liebe Grüße

01.10.2008 22:23 • #3


Hallo Wiesenmohn,

danke für Deine Antwort.


Ich war schon immer ein schüchternes Kind. Irgendwie ging ich immer unter,wurde von meinen Geschwistern "mitgezogen"...von meinen Eltern nicht wirklich geleitet...

Im Teeniealter war es extrem schlimm...

Ich habe Probleme jemandem zu vertrauen...Beziehungen kann ich nicht aufrecht erhalten...egal ob Liebesbeziehungen oder Freundschaft.

Dieses Gefühl im Leben nichts auf die Reihe bekommen zu haben bisher...

Der Wunsch das zu tun ,was ich mir unter leben vorstelle ...nicht zu wissen ,wie ich es verwirklichen kann...

Angst daran völlig zu zerbrechen...

Jetzt merke ich wie schwer es ist ,das versuchen zu beschreiben

LG Lilly

02.10.2008 11:20 • #4


schön das du hier bist nicht aufgeben du bist stärker als die angst das besagt es schon weil du es bis jetzt auch geschafft hast das andere schaffst du auch leben . es ist ein schöner tag egal was kommen mag das sag ich mir jeden morgen

02.10.2008 12:47 • #5


Hi Lilly,

ich fühle mit Dir...

Vielleicht solltest Du versuchen, Dich über kleine Schritte zu freuen. Es kommen immer mal wieder schöne Stunden, die es wert sind, zu leben.

Könntest Du Dir vorstellen, mal einen Kurs zu besuchen (VHS, Sport, Sprachkurs, Kochkurs)?

Lg Wiesenmohn

02.10.2008 13:28 • #6


Hallo Lilly,

auch von mir ein Herzliches Willkommen hier im Forum.
Ich bin auch noch nicht so lange hier, fühle mich aber sehr wohl.
Es hilft schon wenn man sich mit Leuten austauschen kann die einem verstehen oder sogar die gleichen Probleme haben.
Kopf hoch!

Liebe Grüße
Catwoman

02.10.2008 14:51 • #7


guten morgen

danke für eure nette Begrüssung

Ich bin mal wieder schlaflos *grübel*....

War heute nur kurz draußen zum einkaufen und dann kam ein Typ mit nem Paket....ich musste unterschreiben mit so nem komischen Stift..plötzlich fing ich an zu zittern ...ich wäre am liebsten im Boden versunken ...

Dann dachte ich mir was soll s....

Das zittern ist oft ein Problem ...

Zu deinem Vorschlag Wiesenmohn : es ist ganz schwer für mich mit Menschen in einer Gruppe zusammen zu sein...

Früher habe ich gern getanzt,aber dazu muss man auch einiges an Nähe zulassen können...

Es fällt mir schwer auf andere zuzugehen...ich wirke dadurch unnahbar und arrogant-was ich aber nicht bin ...ganz im Gegenteil -bin oft zu lieb für diese Welt

Vielleicht sollte ich mich mal bei der VHS anmelden und schauen was passiert *grübel*...nur welcher Kurs?

Naja , das wäre schon mal ein Schritt ...

Seid lieb gegrüsst

von Lilly

03.10.2008 01:47 • #8


Ich drück Dich... Kann mir vorstellen, wie schwer das ist.

03.10.2008 11:07 • #9


Ich bins noch mal.

Ich denke, gut wären Kurse wie Autogenes Training, Yoga... Mir hat das sehr gut getan. Aber mein Problem liegt mehr darin, nicht wirklich zur Ruhe zu kommen. Kann dann auch nicht schlafen und bin dauernd am Grübeln.

Magst Du mir sagen, wo genau deine Angst liegt, wenn du unter Menschen bist? Hast Du Angst vor Ablehnung?

Liebe Grüße Wiesenmohn

03.10.2008 12:26 • #10


Hallo Wiesenmohn,

danke für den "Drücker"

hm...bin grad sehr traurig irgendwie..sitze hier rum..schaffe es nicht raus zu gehn...fühl mich wie gelähmt..nächste Depriattacke vermutlich

Ich kapsle mich ab,mag mit niemandem reden... mein Telefon klingelt eh fast nie und mit meinem Handy kann der Anbieter auch nicht reich werden

Aber mal ne andere Frage: warst du im Yogakurs bei der VHS?

Zu der Angst: es ist die "Ansammlung" von so vielen FREMDEN Menschen

LG

Lilly

03.10.2008 15:46 • #11


Hallo Lilly,

erstmal herzlich willkommen in der sehr hilfreichen Runde. Sehr viele hier können sich sehr gut in dich hineinversetzen. Wir haben alle unsere Höhen- und mitunter Tiefpunkte hinter uns..oder sind mittendrin. ich kenn die Zeiten, in denen man ganz apatisch vor sich "hinvegetiert" und es einfach nicht schafft, auch nur einen Schritt aus dem Haus zu machen. Meine Erfahrung lehrt mich, immer und immer wieder dagegen ankämpfen. Auch wenns noch so schlimm ist, immer wieder mal einen Schritt vor die Tür oder anderes Ziel setzen. Ich halte mich zb. auch nicht gern in der Umgebung vieler Menschen auf...aber genau das müssen wir wieder lernen, es zu ertragen, unserer falschen Verhaltenweisen und Reaktionen unseres Körpers zu erneuern/korrigieren. Ich habe viele gute Erfahrungen mit Sport in Kursen gemacht. Grad wenn man wie Du sehr stark Probleme mit der Entspannung hat, solltest Du dir bestimmte Entspannungstechniken anlernen, von autogenem Training, Yoga, Pilates. Mir hilft sehr gut Qigong. es ist zur inneren Entspannung. Atemübungen sollten dir auch Abhilfe schaffen!

Gib auf jeden Fall nicht auf und versuch, dass es dein Leben nicht mehr regiert..zumindest nicht zu 100 %. Bist Du denn in professioneller Behandlung?

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg und Kraft, dass alles durchzustehen.

Liebe Grüße, Inga

03.10.2008 17:42 • #12


Hallo Neela,

danke ...schon erstaunlich wie vielen Menschen es genauso geht...

Ich versuche nicht aufzugeben...natürlich ist es immer einfacher auf der Couch hocken zu bleiben ...

Ich war immermal wieder in Therapie , Einzel-und zuletzt Gruppentherapie...Medikamente wurden auch schon einige versucht.

Meist scheiterte es an den Nebenwirkungen.

Benzodiazepine hab ich auch mal probiert,als ich extrem Probleme bei der Arbeit hatte, war das daß einzige was mir half. Allerdings ist natürlich die Gefahr ganz groß davon abhängig zu werden.

Das Ende vom Lied war ,daß keiner der Ärzte es mir noch verschreiben wollte. Ich saß damals weinend da..sah keinen Ausweg .

Der (Haus-) Arzt meinte er würde mir einen"Bärendienst" erweisen und ich soll nicht versuchen es woanders her zu bekommen.

Bekam es doch -von meinem früheren Psych. Allerdings liegen die Reste in der Schublade Nehme es nur noch selten.

Was mir hilft ist Dociton niedrig dosiert -gegen das Zittern.

LG
Lilly

03.10.2008 22:20 • #13


Hi Lilly,

die Kurse habe ich damals über meiner Krankenkasse gemacht. Das hat noch nicht mal etwas gekostet. Natürlich gibt es auch eine Reihe von Angeboten der VHS. Wir waren nicht so viele in der Gruppe. Ich glaube, wir waren nur 6 Personen. Ich möchte Dir raten, es einfach mal zu versuchen. Solltest Du dann merken, dass Du das nicht kannst, dann sei nicht so hart mit Dir. Immerhin hast Du es dann mal versucht. Und wenn es Dir Spaß macht, um so besser...

Sei bitte vorsichtig mit den Medikamenten. Ich kenne jemanden, der ist abhängig davon geworden. Vielleicht hatte Dein Arzt recht...

Lilly, Du bist nicht allein... Ich drück Dich auch nochmal.

04.10.2008 12:43 • #14


also mit Medis habe ich ja auch nur übele Erfahrungen gemacht. Mußte das nehmen um eine Dienstreise zu überstehen. Aber es wurde eher noch schlimmer als ein Höllentrip. Seitdem rühre ich keine Psychotabletten mehr an.....wie ich mich dann fühle, macht mir ja noch mehr Angst, als meine andere Angst selbst. Außerdem haben mir diverser anderer Ängste wegen hoher Abhängigkeit auch davon abgeraten...

Was geht dir durch den Kopf wenn du zitterst? Ist es dann Angst jemand sieht es, oder dass du dich nicht unter Kontrolle hast? Oder kannst du es als das sehen, was es ist...ein Zeichen deines Körpers, dass etwas gerade nicht passt?

Lieben Gruß, Inga

05.10.2008 15:52 • #15


Hallo Lilly,
es war auch für mich ein wichtiger Schritt, mich hier im Forum anzumelden. Einer in die richtige Richtung.
Etwas beruhigen kannst Du Dich auch völlig ungefährlich (es sei denn, Du bist allergisch) mit Baldrian. Hat mir auch schon sehr geholfen. Zurzeit nehme ich auch Johanniskraut, damit der Depri nicht mehr so schlimm wird. Die immer dunklere Jahreszeit trägt bei mir das übrige bei.

Ich wünsche Dir viel Kraft, Kopf hoch

Flohtiger

05.10.2008 18:16 • #16


Hallo ,

danke für eure Antworten ...das Gefühl hier "verstanden" zu werden hilft ungemein

Meist hab ich Probleme mit dem Zittern wenn mir jemand auf die Finger schaut,was sich beim arbeiten ganz oft nicht vermeiden lässt...oder irgendwo unterschreiben ...auf der Bank z.B.

Im Laden zahl ich so gut wie nie mit Karte deshalb

Gut-gerade mit Benzos muss man schon aufpassen -ich weiß

Johanniskraut nützt bei mir nichts gegen die Depri...Baldrian hab ich noch da...vielleicht probier ich das nachher mal wieder aus.

Hatte Urlaub und muss morgen wieder arbeiten-mein ganzer Rhythmus ist durcheinander ...mir graut s ...

Ganz liebe Grüsse

Lilly

05.10.2008 22:26 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo Lilly,

wie geht es Dir denn? Habe schon länger nichts mehr von Dir gehört.

Lg

07.10.2008 22:43 • #18


Hallo Wiesenmohn *freu*

um ehrlich zu sein - es geht mir nicht gut

Ich fühle mich alleine...als hätte mir jemand nen riesen Stein ins Kreuz gelegt...

Habe eben mit nem guten Freund geschrieben, der mich schon viele Jahre kennt...sonst ist mir nicht viel geblieben an sogenannten Freundschaften ...die Leute haben halt ihr eigenes Leben ...

Mein Problem ist daß ich mich selbst nicht genug mag...mich nicht so annehmen kann wie ich bin - mich dafür richtiggehend hasse

Wie soll das jemand anderes dann können ....

Wie geht es dir ?

glG

Lilly

08.10.2008 00:01 • #19


Hallo Lilly,

es tut mir sehr leid, dass es Dir schlecht geht.

Ich denke, Du machst Dir zuviel Gedanken, was andere Menschen von Dir halten oder über Dich denken könnten. Das blockiert Dich vielleicht.
Mir sind in meinem Leben schon viel Menschen begegnet, die mich nicht mochten. Aber es waren auch weitaus mehr, Dich mich lieb hatten oder haben. Diese Erfahrung müssen wir sicher alle machen. Sei so, wie Du bist. Und wenn Du mal einen schlechten Tag hast, oder einen Fehler machst, dann ist das eben so. Falls man jemanden verletzt, kann man sich dafür entschuldigen. Ich bin überzeugt, dass Du ein liebenswerter Mensch bist. Du hast keinen Grund, Dich zu hassen!

Hast Du schon über einen Kurs nachgedacht?

Ich wünsche Dir ganz, ganz sehr, dass Du einen schönen Abend hast. Lebst Du eigentlich allein?

Lg

08.10.2008 21:05 • #20



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Dr. Reinhard Pichler