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Hallo,
ich habe mich neu angemeldet, da ich mich austauschen möchte.

Ich bin 39 Jahre alt, berufstätig, in langjähriger Beziehung lebend.

Meinen Alltag (Berufs- und Privatleben, Haushalt, Pflichten etc.) habe ich gut im Griff und ich mache auf andere Menschen auch einen stabilen Eindruck, so sagen es mir Freunde, Bekannte, Nachbarn und Arbeitskollegen. Ich bin teamkompatibel (je nach Team...TEAM bedeutet ja Toll Einer Arbeitet für Alle mit...) und generell kompromissbereit (meinte ich zumindest) und ich bin kein Mensch, der Diskussionen braucht. Ich bin kein heissblut, eher ruhig, abwartend und vernünftig. Ich bin kritikfähig (wie jeder Mensch auch, bis zu einem gewissen Punkt und solange die Kritik subjektiv bleibt und nicht unter die Gürtellinie geht) und ich gehe Leuten lieber aus dem Weg, als mich in ihren Weg zu stellen und meine Meinung durchzuboxen.
Wahrscheinlich klingt es hier danach, dass ich den Weg des geringsten Widerstandes suche und es mir lieber gemütlich mache und aussitze, aber das ist nicht ganz der Fall.

Jedoch ziehe ich mich immer mehr zurück und suche die Ruhe.
Ich habe schon immer Zeit für mich gebraucht und mir diese auch genommen. Bin alleine in den Urlaub gefahren (maximal eine Woche) und habe dies genossen. Habe diese Urlaube auch mit den Urlauben mit meinem Partner verglichen und ich empfand beide Arten des Urlaubs als schön.
Immer weniger fühle ich mich unter Menschen wohl. Die Zeit, die ich alleine sein will, die wird immer mehr.
Immer weniger ist in mir die Bereitschaft mich sozial zu verbiegen, nur um z.B
meine Ruhe zu haben oder um konstante Kontakte aufzubauen oder zu erhalten.

Vielleicht liegt es am fortschreitenden Alter, dass der Mensch immer weniger kompromissbereit wird und aus seinen Erfahrungen gelernt hat?

Ich habe in den letzten Jahren viele Menschen kennengelernt, nachdem ich über meinen Schatten gesprungen bin und mich der Freizeitstress-Kultur und dem sozialem Druck nach vielen Freunden angepasst habe.
Leider taten mir ca. 70% dieser Kontakte nicht wirklich gut.

Ich war als Kind schon so, dass mir eine gute Freundin genügt hat, dazu kam ein männlicher Klassenkamerad als weitere feste Größe und dann noch zwei bis drei festere Kontakte und so ging es je nach Wohnort in meinem weiteren Leben auch weiter. Im Erwachsenenleben kam dann der Lebenspartner dazu. Mir hat das immer gereicht.
Als Freundin bezeichne ich mich aber als sehr zuverlässig, ich kann zuhören, ich stelle Fragen, ich gehe auf den Menschen ein und ich habe auch Verständnis.
Ich bin kein Ex und Hopp-Typ und eine Freundschaft bedeutet für mich etwas kostbares und der Mensch ist auch für mich nicht beliebig einzutauschen.
Mit Mitte Zwanzig war ich in einer großen gemischten Clique und musste auch dort die Erfahrung machen, dass es immer wieder Leute gibt, die dort Unruhe und Streit reinbringen. Also habe ich mich wieder auf meinen Partner und eine (1) Freundin konzentriert.

Heute ist die Situation so, dass ich seit sechs Jahren meinen Lebenspartner habe, eine langjährige Freundschaft zu einer Freundin pflege (wir haben jede Woche mindestens einmal Kontakt, entweder persönlich oder am Telefon), zu ihrem Lebensgefährten führen mein Partner und ich ein gemeinsames freundschaftliches Verhältnis und ich habe eine sehr gute Bekannte, mit der ich mich 1-2 mal wöchentlich per Mail austausche und mich ein bis zweimal pro Monat treffe. Sie ist kein Telefontyp, was ich respektiere und nachvollziehe, denn die Hälfte meines Arbeitstages verbringe ich auch am Telefon...dazu kommen zwei bis drei lockere, aber auch langjährige Kontakte, man telefoniert gelegentlich, schickt sich gelegentlich Emails und zwei bis viermal pro Jahr trifft man sich.

Ich empfinde meine sozialen Kontakte als absolut ausreichend.
Es gibt Menschen, denen geht es bei sozialen Kontakten um die Quantität (je mehr desdo besser, um bei den Leuten (der Öffentlichkeit) als toll dazustehen), mir geht es um die Qualität des Menschen.
Damit meine ich die emotionale Intelligenz und die dazugehörigen Soft Skills.

Vor drei Jahren meinte meine langjährige Freundin, dass ich ja auch nicht viele Kontakte hätte...und da sprang ich wieder über meinen Schatten, besuchte Stammtische, Freizeittreffen, baute Pseudo-Kontakte auf in (für mich) hoher Zahl auf. Lud die Leute zu meinen Geburtstagsfeiern ein (obwohl ich lieber klein und gemütlich feiern wollte), hauptsache, da waren viele Leute da, damit man den Anderen etwas vorzeigen konnte
Alles nach dem Motto Kontakte der Kontakte willen
Inhaltlich hat mir das nicht wirklich was gebracht. Eher, dass ich mich seit einem halbem Jahr zurückgezogen habe, was die Kontakte und Aktivitäten mit Leuten, hauptsächlich neuen Leuten betrifft.

Vielleicht waren es die falschen Menschen
Wie erkennt man sie

Nun ja, lange Vorrede

Bei mir ist es so, dass ich mich sehr schnell verunsichern lasse, sehr viel grübele und mein tun gern anzweifele.
Auch lasse ich mich gern unter Druck setzen und lasse mich verbiegen, nur um meine Ruhe zu haben.
Auch wenn ich, wie oben erwähnt, meinen Alltag ganz gut im Griff habe (gehe arbeiten, habe dort Verantwortung, nehme auch keine Medikation ein) bin ich nicht dazu bereit (oder in der Lage ) , mit Menschen Konflikte zu führen.
Eher drehe ich mich um und gehe.
Danach fühle ich mich auch nicht besser und fühle mich wie ein begossener Pudel und ein kleines Doofchen .

Vor einiger Zeit kam bei mir der Gedanke, dass ich meiner Meinung nach langsam in eine soziale Phobie reinrutsche.
Lasse das Telefon klingeln, gehe auch gelegentlich nicht an die Tür, auch wenn´s der Paketbote ist. Mit den meisten Nachbarn habe ich ein sehr höfliches und auch herzliches Verhältnis in den Jahren aufgebaut, und selbst wenn die klingeln, mache ich oft nicht mehr auf...ich möchte dann halt Niemanden sehen oder sprechen.
Denke bei bestehenden Verabredungen mit meinen Frauen in letzter Zeit oft drüber nach, diese Spontan abzusagen.
Auch freundliches Geplänkel mit Nachbarn vom Haus gegenüber von Balkon zu Balkon gehe ich aus dem Weg, husche schon (auch bei schönstem Wetter) schnell wieder rein, wenn ich höre, dass die im Begriff sind, ihre Balkontür zu öffnen...bloß rein, hauptsache seine Ruhe, hauptsache kein labern des laberns willen. Noch vor einigen Jahren war es anders.
Im Bürohaus wo ich arbeite, bin ich beim Lift fahren neuerdings auch so unverschämt, dass ich den Schliessen-Knopf drücke, auch wenn Leute noch mit reinhuschen wollen in den Lift, damit ich bloss alleine in die 12. Etage fahren kann und kein Small Talk halten muss.
Was ist bei mir los?
Ist es der Beginn einer leichten Sozialen Phobie?
Bin ich nur erschöpft und reizüberflutet, was soziale Kontakte betrifft?
Ich hatte da bislang aber keine Erfahrungswerte, daher möchte ich die Meinung von Betroffenen hören.

Vielen Dank und liebe Grüße

Kriemhild

22.04.2010 14:01 • 03.05.2010 #1


18 Antworten ↓


Zitat von kriemhild:
Ich empfinde meine sozialen Kontakte als absolut ausreichend.
Es gibt Menschen, denen geht es bei sozialen Kontakten um die Quantität (je mehr desdo besser, um bei den Leuten (der Öffentlichkeit) als toll dazustehen), mir geht es um die Qualität des Menschen.
Damit meine ich die emotionale Intelligenz und die dazugehörigen Soft Skills.

Vor drei Jahren meinte meine langjährige Freundin, dass ich ja auch nicht viele Kontakte hätte...und da sprang ich wieder über meinen Schatten, besuchte Stammtische, Freizeittreffen, baute Pseudo-Kontakte auf in (für mich) hoher Zahl auf. Lud die Leute zu meinen Geburtstagsfeiern ein (obwohl ich lieber klein und gemütlich feiern wollte), hauptsache, da waren viele Leute da, damit man den Anderen etwas vorzeigen konnte
Alles nach dem Motto Kontakte der Kontakte willen
Inhaltlich hat mir das nicht wirklich was gebracht. Eher, dass ich mich seit einem halbem Jahr zurückgezogen habe, was die Kontakte und Aktivitäten mit Leuten, hauptsächlich neuen Leuten betrifft.



Und genau DAS ist es, was mich so fuchsig macht mir selbst gegenüber, dass ich IHR das nicht klar gemacht habe, dass ich es so als für mich ausreichend empfinde (dabei hat sie ausser noch Vater, Mutter, Onkel und Tante, die gleiche Anzahl an Kontakten wie ich, drei davon sind gemeinsame Kontakte, in in den Jahren gewachsen sind und sich vermischt haben), dass ich mich des Friedens wegen (Angst vor Streit und dem damit-nicht-umgehen-können) immer wieder zum verbiegen hinreisse und mich dann immer mehr zurückziehe.
Angst davor habe, meinen Standpunkt zu äußern und zu vertreten!

22.04.2010 14:18 • #2



Ich meide immer mehr soziale Kontakte - liegt es am Alter?

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Kontakte der Kontakte willen
Aus irgendeinem Grund heraus hattest Du einmal die Einstellung, man muss in dieser Gesellschaft möglichst viele Kontakte haben und diese selbstverständlich auch pflegen.
Du hast das jetzt so viele Jahre getan, dass DU DICH ganz vergessen hast Doch der Sinn des Lebens ist in Deinem Inneren zu finden und nicht in den ganzen Pseudo-Kontakten, denen man so in seinem Leben begegnet. Ich hatte auch über Jahre ständig solche Menschen um mich herum, es hat mich aber so ausgelaugt und eigentlich hatte ich überhaupt keine Zeit mehr für mich selbst. Irgendwann habe ich mir ein Ziel gesetzt, ich habe mir gedacht, die Menschen, die mit mir zusammen sein möchten weil ich ihnen was bedeute, die melden sich bei mir und diejenigen die es nicht tun, denen laufe ich nicht mehr hinterher.

Es ist natürlich schwierig seinen Standpunkt zu vertreten, aber man kann das! Und Du darfst deswegen auch kein schlechtes Gewissen haben, denn hier geht es um DEIN Leben und derjenige der das nicht versteht, ist es einfach nicht wert nur eine Sekunde darüber nachzudenken. Denn die Zeit, die Du für Dich brauchst, die gibt Dir von denen keiner jemals wieder zurück. Und je älter Du wirst, um so mehr wirst Du verstehen, dass es auf dieser Welt nicht darum geht eine gesellschaftliche Stellung zu haben, sich mit Pseudo-Kontakten zu umgeben die einem eh nichts bringen.

Du solltest in stiller Minute mit Dir selbst reden, sage Dir so oft Du kannst, dass Du nur wirklich wertvolle Menschen um Dich haben willst, Menschen die wirklich Deine Freunde sind und die anderen lasse aus Deinem Leben verschwinden. Sie helfen Dir nicht Mag sein, dass Deine Nachbarn jetzt vielleicht verwundert sind, dass Du plötzlich nicht mehr so oft ein höfliches Gespräch mit ihnen führst.....ist ja nicht schlimm! Es geht hier doch um Dich und Du hast jetzt einfach grad keine Lust dazu. DU hast ein Recht darauf....keine Lust zu haben um Dich mal wieder über das Wetter zu unterhalten.

Man kann bei Dir schon sagen, dass Du überreitzt bist von all den vielen Kontakten. Mir geht das auch so. Ich bin gern alleine, ich bastel Traumfänger, lese ein Buch, höre meine Lieblingsmusik, oder schaue einen guten Film an. Und wirklich.....DAS.....tut mir gut! Wer sich bei mir melden will, der kann das gerne machen, wenn ich keine Lust habe jemand zu sehen, dann sage ich halt auch manchmal nur, dass ich jetzt grad keine Zeit habe. Ich möchte niemandem weh tun....oder derartig vor den Kopf stossen, aber ich kann denen auch sagen, dass ich grad lieber allein sein möchte weil ich einen stressigen Tag hinter mir habe. Wenn man mich deswegen dann nicht mehr anruft, dann war es eh nicht die richtige Person für mein Leben.

Denke an DICH. DU bist die wichtigste Person in Deinem Leben und sollen die anderen denken was sie wollen.....Dein Instinkt hat Dir nämlich die richtige Antwort bereits gegeben.....Du bist nur noch am rumrennen....von Stammtisch zur Freizeit...von einem nichtssagendem Gespräch zum Nächsten und es raubt Dir all Deine Energiereserven. Mit sich allein sein können ist wirklich sehr wichtig für sein eigenes Leben! Ein Indianersprichwort sagt......verbringe jeden Tag eine Zeit für Dich allein.. Liebe Grüße

22.04.2010 22:39 • #3


Hallo Casy,

das hast Du passend geschrieben. Vielen Dank für Deine Worte

Es ist ja nicht nur das, was ich geschrieben habe...z.B. gehe ich nicht mit meinen Abteilungskollegen in die Kantine. Ich gehe zwei Stunden später, wenn es dort leer ist. Wenn ich dort alleine an einem Tisch sitzen kann und weiss, da setzt sich keiner zu und ich muss nicht small talk halten. Falls dann zur gleichen Zeit auch jemand in die Kantine kommt, den ich kenne, grüße ich zwar, aber hoffe, dass er sich an einen anderen Tisch setzt. Ich gehe sogar selbst den längeren Weg über eine andere Büroetage in die Kantine (quasi von hinten), damit ich durch die ganze Kantine muss zur Essensausgabe, damit ich nicht irgendwo stehen bleiben muss und ein Gespräch führen muss.
Die Leute sind alle nett, ich habe nichts gegen sie, aber ich will nicht reden.
Vor fünf Jahren war ich noch ganz anders, da habe ich gern einen Small Talk gehalten, aber das ist so eine enorme Veränderung und ich kann nicht einschätzen, ob es normal ist oder ob ich zum seltsamen Kauz mutiere (??).

Ich bin seit Jahren in der gleichen Abteilung und habe nette Kollegen, denen ein freundliches Miteinander auch wichtig ist. U.a. haben wir immer die Geburtagsessen, die mir auch ein Greuel sind, ich mich davon aber auch nicht ausschliessen kann.
Also sitze ich da und esse und höre mir ihre Gespräche auch an (bringe mich aber nicht aktiv ein), lache mit, wenn alle lachen und versuche dort das Spiel mitzuspielen. Aber eigentlich möchte ich lieber alleine essen, dabei vielleicht in einer Zeitschrift blättern und in meiner Pause mal nichts hören. Ich war froh, als die Weihnachtsfeier der Abteilung wegen zuvielen Krankheitsfällen abgesagt wurde. Auch wenn´s nur einmal einen Abend im Jahr gewesen wäre, ich hätte keine Lust gehabt, dort hinzugehen.
Auf der anderen Seite sollte ich froh sein, solche Kollegen zu haben und nicht zu den Unsympathen in der Firma zu gehören...und kann damit nicht umgehen.

Darüber mache ich mir große Gedanken und besonders, wie es in der Zukunft weitergehen wird, besonders im Berufsleben.
Ich arbeite in einem großen Konzern, wir haben Jahresgespräche und Leistungsbeurteilungen. Auf die sogenannten Soft Skills wird sehr viel Wert gelegt und sind auch ein Teil des Jahresgespräches. Ehrlich gesagt habe ich große Angst, dass ich mal austicke, weil ich dieses ewige Verbiegen auf die Dauer nicht mehr schaffe.
Aber mein Beruf ist meine fianzielle Existenz, da muss ich mitspielen, aber ich weiss nicht langfristig wie?

23.04.2010 08:50 • #4


also bis zu dem Punkt, wo Du deine neuen Macken beschreibst dachte ich: wo ist das Problem? hat doch alles richtig gemacht. Ich kenne (außer mir) noch einige Leute, die mit extrem reduziertem sozialen Umfeld auskommen (müssen). Mag sein, daß das auch ein spezifisches Großstadtphänomen im mittleren Alter ist. Gemessen daran fällst Du überhaupt nicht aus dem Rahmen und Du hast ja auch keine Probleme, die Dinge zu steuern und gegebenenfalls einfach mal neue Kontakte herzustellen.
Deine neue Verschrobenheit finde ich allerdings bedenklich und ich könnte mir vorstellen,daß sich das zu einem ernsten Problem auswächst wenn sich das verselbständigt. Ich würde das nicht auf die leichte Schulter nehmen, möglicherweise brechen da tiefliegende Traumatisierungen auf. Geh doch mal zu einem Gesprächstherapeuten.

23.04.2010 13:31 • #5


hallo, kriemhild!

ich finde es gar nicht bedenklich - im gegenteil - , du hast eine erkenntnis
gemacht, nämlich, daß dir all diese aktivitäten und smal-talk's nicht mehr viel bringen.

sei froh, du sparst somit viel energie, die du woanders viel sinnvoller einsetzen kannst.

irgendwann kommt fast jeder zu dieser erkenntnis, und diese spaßgesellschaft ist
eben vorbei.

sich zurückzuziehen ist heutzutage nicht in aber sche....... was drauf.

mach du das, was dir gut gut!!

alles gute
rose

23.04.2010 14:35 • #6


Vielen Dank für eure Beiträge!

Zu meinen relativ frischen Kauzigkeiten (sagen wir mal aus den letzten zwei Jahren) gehört auch:

- ich gehe nicht mit der Abteilung gemeinsam zum Mittagessen, sondern gehe zwei Stunden später, eine halbe Stunde vor der Schliessung der Kantine, weil ich weiss, dass ich dann nur einer von wenigen Gästen dort bin und mich alleine an einen Tisch setzen kann und sich zu 95% niemand zu mir setzt.

- ich mache in der Firma einen Umweg zur Kantine. Anstatt des direkten Weges nehme ich den Umweg über eine andere Büroetage um dann von hinten in die Kantine zu kommen, anstatt den schnellen Weg durch die komplette Kantine zur Essensausgabe. Alles nur, damit ich nicht an einem Tisch stehen bleiben muss, um ein Gespräch zu führen
(um 12h ist die Kantine brechend voll...wir haben 3000 Mitarbeiter am Standort... und um 12h ist die Hauptzeit...ich beschreibe die Leute als selbstverliebte Selbstdarsteller...sitzen mit ihren Laptops am Tisch, daneben das Tablett, Handy daneben abgelegt und essen, tippen, telefonieren und reden gleichzeitig...für mich der Horror)

- wenn ich die Wohnung verlassen möchte, höre ich erstmal, ob jemand im Hausflür ist. Wenn das so ist, mache ich meine Wohnungstür wieder zu und warte bis Ruhe im Hausflur ist. Erst dann gehe ich

- wenn ich aus der Haustür gehe um zum Auto zu gehen, warte ich erstmal, schaue ob da draussen jemand bekanntes vorbei kommt. Wenn ja, schliesse ich die Haustür wieder und warte, bis er vorbei ist. Wenn nein, dann husche ich zum Auto und fahre zügig weg

- wenn ich in der Nähe des Hauses parke, dann schaue ich erstmal, ob Nachbarn oder Grußbekanntschaften vor dem Haus sind oder in der Nähe. Wenn das so ist, dann warte ich so lange, bis die weg sind im Auto. Danach gehe ich wieder rein

- gelegentlich, nicht immer, habe ich mich, wenn ich gehört habe, dass jemand die Treppe runterkommt, während ich schon im Hauseingang war, im Kellereinganz so lange versteckt bis er aus der Haustür war. Aber das ist nur gelegentlich, ich kann es auch nicht steuern, es kommt dann einfach und ich husche weg.
Es ist auch keine Aversion gegen einen bestimmten Nachbarn, wir haben im Haus ein sehr herzliches Miteinander. Ich habe auch nichts gegen die Leute.

- auf dem Parkplatz vom Supermarkt habe ich auch Bekannte in den Supermarkt laufen sehen. Ich habe solange im Auto gewartet, bis sie wieder rauskamen und vom Parkplatz gefahren sind

- ich bin seit Jahren in der gleichen Abteilung. Alles friedliche Menschen, denen ein freundlich-kollegialer Umgang im Job wichtig ist. Mir auch. Aber mit viel Distanz.
Wir haben regelmäßig unser Geburtstagsessen und sitzen dann zusammen. Ich sitze teilnahmslos dabei, lache mit aus Freundlichkeit, bin als erste wieder weg.

- ich war froh, dass wir das Weihnachtsessen mit Kollegen im letzten Jahr wegen zuvielen Kranken haben ausfallen lassen. Der Gedanke, da hinzugehen und den Abend über sich ergehen zu lassen, nur zu nicken, aus Freundlichkeit zu lachen und eigentlich keine Lust auf reden zu haben, war schon ein Greuel.

Wie gesagt, ich habe nette Kollegen, auch nette Nachbarn. Alle friedlich, so wie ich.
Ich sollte froh sein, solche Kontakte zu haben, aber ich kann damit nicht (mehr) umgehen.
Ich habe auch Angst, dass ich mich in der Gruppe dann falsch verhalte, es ist so anstrengend. Immer achte ich darauf, dass ich die lächelnde Maske unter Kontrolle habe. Anstrengung pur. Ich komme nicht aus der Haut raus, wäre gern anders.

und noch einiges mehr

Meinem Mann habe ich das nicht erzählt. Ich habe vor einigen Monaten schon mal angedeutet, dass ich Angst habe, in eine soziale Phobie zu geraten, weil mich einige der Kontakte der letzten Jahre etwas angewidert haben.
Die Leute, die einem beim zweiten oder dritten Treffen schon die ganze Lebensgeschichte erzählen und ihr innerstes nach Aussen drehen.
Er sagte zu mir, dass ich generell mit den Leuten belangloser Umgehen soll, weniger privates erzählen soll, den Leuten weniger Bedeutung zumessen soll. Einfach versuchen den Abend, die Aktivität zu geniessen und dann gehen, wenn es am schönsten ist. Nicht auf Diskussionen einlassen und wenn ein gewisser Alk. beim gegenüber erreicht ist, dann wirklich gehen.
Hat er recht, aber ich bin, wie schon beschrieben, von Haus aus eher ein Grübler und denke zu viel und bin eher tiefsinnig als oberflächlich. Und es ist schwer, aus seiner Haut rauszukommen.

Ich habe Angst, neue Leute kennenzulernen, weil ich da wieder irgendwelche Knaller befürchte, die die Leute einem irgendwann erzählen, wenn sie vertrauen zu einem gefasst haben. Und zu mir fassen die Leute scheinbar schnell vertrauen, ich weiss nicht warum. Ich finde nicht, dass ich mit einem offenen Gesicht rumlaufe und Milde ausstrahle.
Eher empfinde ich mich nach den Kontakten/Aktivitäten in den letzten Jahren eher frustriert aussehend und ziemlich ausgelaugt.

Beim Beispiel meiner langjährigen Freundin ist es so, dass sie sehr gern diskutiert und es reizt sie, andere Leute überzeugen zu wollen. Und die Zunge wird locker, wenn der Alk. gestiegen ist. In den letzten Jahren habe ich das ausgesessen und es mir angehört, weil es so war, dass wenn ich dann gehen wollte, sie erst richtig losgelegt hat und es kamen auch Drohungen wie wenn Du jetzt gehst, dann treffe ich mich nicht mehr mit Dir etc, weil sie ihre überschüssige Energie ausdiskutieren wollte.
Also habe ich lieber gelitten, aus der Angst vor Ablehnung.

In den letzten Wochen wird mir immer bewusster, welche Ängste da sind und ich habe auch Angst, dass es immer mehr wird und ich irgendwann mal austicke, weil ich dieses ewige Verbiegen, nur um so zu sein, wie einen Andere haben wollen, nicht mehr schaffe.

23.04.2010 15:33 • #7


hallo, kriemhild!

ich mußte eben wirklich lächeln, weil du mir aus der seele sprichst.

ich habe das so ähnlich (zum glück) hinter mir.

bin auch nur mit maske herumgelaufen, mich verbogen und gegeben, gegeben.

ich bin älter geworden, und lebe total zurückgezogen - habe mit angst zu tun, depressionen usw. .

bin auf der einen seite froh, daß ich mich nach innen kehren darf, und bin froh, daß ich hier -wo ich wohne- mit niemanden rede, es sind sehr wenige leute.
manchmal gehe ich auch auf die andere straßenseite mit meinem rad, um niemanden
grüßen zu müssen.

ich bin eben auch so geworden. dieses oberflächliche gequatsche geht mir uffn
sa....

ich habe auch meinen früheren freundschaftskreis abgelegt.
bin gern mit mir zusammen oder ich telefoniere mit meiner freundin, das reicht.
sehen tun wir uns kaum, weil auch sie nicht gesund ist.

nichts ist eben so sicher wie die veränderung.

die meisten menschen haben es auch nicht verdient, daß man mit ihnen gut umgeht.
der mensch ist meist erbärmlich, mit all seinen schattenseiten.

dabei bin ich ein fröhlicher, optimistischer mensch, und ich will auch jetzt nur noch
kontakt haben mit sehr liebevollen, ehrlichen menschen.

liebe grüsse
rose

23.04.2010 16:34 • #8


Fantasy
Zitat von kriemhild:

- wenn ich die Wohnung verlassen möchte, höre ich erstmal, ob jemand im Hausflür ist. Wenn das so ist, mache ich meine Wohnungstür wieder zu und warte bis Ruhe im Hausflur ist. Erst dann gehe ich

- gelegentlich, nicht immer, habe ich mich, wenn ich gehört habe, dass jemand die Treppe runterkommt, während ich schon im Hauseingang war, im Kellereinganz so lange versteckt bis er aus der Haustür war.
.



Das kommt mir irgendwie bekannt vor...

23.04.2010 16:36 • #9


Zitat von Fantasy:
Zitat von kriemhild:

- wenn ich die Wohnung verlassen möchte, höre ich erstmal, ob jemand im Hausflür ist. Wenn das so ist, mache ich meine Wohnungstür wieder zu und warte bis Ruhe im Hausflur ist. Erst dann gehe ich

- gelegentlich, nicht immer, habe ich mich, wenn ich gehört habe, dass jemand die Treppe runterkommt, während ich schon im Hauseingang war, im Kellereinganz so lange versteckt bis er aus der Haustür war.
.



Das kommt mir irgendwie bekannt vor...


Und wie soll es weitergehen?
Ich kann noch nicht sagen, ob es nur ein Phase ist oder ob ich immer mehr in die Kauzigkeit hineinrutsche.
Wenn man schon solche Dinge macht wie ich, wer weiss, was noch folgen wird?

26.04.2010 10:46 • #10


Zitat:
Ich kann noch nicht sagen, ob es nur ein Phase ist oder ob ich immer mehr in die Kauzigkeit hineinrutsche.
Wenn man schon solche Dinge macht wie ich, wer weiss, was noch folgen wird?


eben, und deswegen würde ich auch zeitig etwas unternehmen, d.h. professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Ich halte es auch für unverantwortlich, nur weil man selbst nicht mit der Gesellschaft klar kommt andere noch in problematische Entwicklungen zu bestärken wie einige Beiträge hier nahelegen. Das ist Blödsinn!

Nichts spricht dagegen, einen eigenen Weg zu suchen, der auch abseits vom mainstream liegen kann, aber grundsätzlich mal ist der Mensch als soziales Wesen konzipiert und nicht als emeritischer Schmock.
Es kann sein, das dein aktuelles soziales Umfeld einfach nicht mehr das ist was dein Leben ausmachen soll, also eine Sinnkrise, die eine völlige neuorientierung nach sich ziehen kann - mit Trennung, neuem Job, eben ein neues Leben.
Es kann aber auch sein, daß,wie gesagt, tieferliegende Traumatisierungen aufbrechen, die dich in einen Strudel reißen. Du hast bislang gut funktioniert, jetzt rebelliert deine Psyche weil es zuviel Kraft kostet weiter gut zu funktionieren. Einen solchen Prozeß würde ich nicht einfach geschehen lassen.

26.04.2010 11:36 • #11


Als ich deinen ersten Beitrag gelesen habe musste ich mich beinahe mit dir vergleichen. AUSSER:... etwas nicht viele habe: Ich bin mit einer starken Hörbeeinträchtigung auf die Welt gekommen und kann nur mit Hilfe von Implantaten hören und verstehen.

Dank der guten elterlichen Erziehung und meinem Wahnsinnswillen ist mein Leben bisher absolut genial gelaufen (bis auf einige Ängste, die mir jetzt kaum mehr bedeutsam sind). Ich konnte stets gute Kontakte aufbauen und hatte immer eine beste Freundin sowie einen besten Freund. Ich legte immer sehr viel Wert auf die Qualität des Menschen. Sogar mit den Mühsamen hatte ich ein gutes Verhältnis, wenn auch nicht so nah, worüber ich auch froh war. Ich konnte mich sehr gut abblocken gegen negative Äusserungen und blieb immer ruhig. Das haben die anderen offenbar gemerkt und respektierten mich.

Nun seit 2 Jahren wohne ich gemeinsam mit meinem Freund. Wir haben ein sehr guten Verhältnis zueinander und unsere Beziehung ist stabil und mir seehr wertvoll.

Nun seit ich bei meinem Freund wohne (musste den Wohnort wechseln, ca. 300 km von der ursprünglichen Heimat entfernt), hatte ich immer weniger Interesse an sozialen Kontakten. Irgendwie wollte ich auch immer alleine sein und am liebsten überall absagen. Z.B. am Wochenende fragte mir mein ehemaliger bester Freund, ob wir zusammen dorthin gehen würden. Am Anfang habe ich zugesagt, wenn der Abend immer näher kam, wollte ich einfach nit mehr. Ich hatte einfach mehr Lust auf einen Filmabend für mich alleine oder so.

Mein Problem ist auch, dass solche Dinge öfter vorkommen. Dass ich sehr viel alleine sein möchte und dachte auch an eine leichte soziale Phobie. Wenn ich aber in einem Stadion bin bumsvoll überfüllt mit Menschen, habe ich aber kein Problem. Oder im Zug wenn man manchmal das Gefühl hat, die Leute starren dich so an, macht mir nichts aus. Sobald es um eine nähere Person geht, die etwas unternehmen möchte, würd ich mich am liebsten zurückziehen. Das hat Folgen: Die werten Freunde melden sich immer weniger bei mir. Sie geben sich immer noch Mühe und haben mich sehr gern. Und jedes Mal wenn ich absage kriege ich ein soo schlechtes Gewissen.


Ich muss vielleicht auch lernen, mehr Vertrauen in meinen Mitmenschen aufbauen zu können . Denn sie sind immer für dich da, wenn man ein Problem hat.

Ich bin aber nicht wirklich gestresst. Ich liebe eigentlich mein Leben. Mir kaum auch dieser Gedanke: Jede Mensch macht verschieden Phasen durch. Vielleicht habe ich momentan eine Phase, in der ich gerne alleine sein möchte. Die Lust, wieder mehr Kontakte zu haben, kommt vielleciht spontan wieder. Ich bin eher optimistisch und habe nicht Angst, ich könnte deswegen meine treuen Freunde verlieren. Solange du Freude hast am Leben und dich nicht deswegen störst, eventuell sogar dies deutlich bei deinen Mitmenschen ausdrücken kannst, kriegst du von den wertvollen Freunden meist ein gutes Verständnis dafür. Ich jedenfalls zweifle nicht so sehr daran und werde mir aber trotzdem versuchen, mehr Mühe zu geben, ein bisschen mehr zu unternehmen.

Dich wünsche ich jedenfalls viel Glück und hoffe auf eine Besserung deines Empfindens!

Lg Petra

26.04.2010 12:20 • #12


hallo, kriemhild!

diese art von kautzigkeit kann sich natürlich ausbauen; warum auch nicht.

es liegt ganz an dir.

lg
rose

26.04.2010 13:12 • #13


Hallo,

also das mit dem distanzierten Verhalten Deiner Arbeitskollegen gegenüber könnte zu einem Problem für Dich werden. Hier finde ich, solltest Du versuchen etwas zu tun!
Es ist mit Sicherheit schwer, aber hier solltest Du alle Überredungskünste an Dich anwenden, bevor Du einschläfst, sage Dir selbst, dass Du morgen (z.B. aber fasse einen bestimmten Tag ins Auge) mal wieder mit Deinen Kollegen in der Kantine zusammen essen wirst. Wenn es jemanden von denen gibt, den Du morgens am Arbeitsplatz fragen kannst, dann mach es.....gebe Dir einen Schubs!
Sage Dir immer wieder, dass Du einen tollen Job und nette Arbeitskollegen hast und Du gerne mal mit ihnen zusammen etwas machst. Wenn Dich jemand fragt, warum Du solange nich dabei warst, sage einfach das es Dir in letzter Zeit so viele Dinge im Kopf rumgegangen sind und es Dir etwas zu viel geworden ist mit Menschen zusammen zu sein. Das ist schließlich die Wahrheit. Du solltest denen aber auch sagen, dass Du Deine Kollegen damit nicht vor den Kopf stossen wolltest, es auch nicht böse gemeint ist, aber es einfach zu viel für Dich war.

29.04.2010 21:32 • #14


hallo,

das alleinsein ist heutzutage völlig aus der mode gekommen.
daß ist der punkt.
wenn man eine zeitlang mal die schnauze voll hat von allem, so hat man gleich
eine soziale phobie - finde ich lächerlich.

warum soll alles gleich abgeklärt werden, professionelle hilfe in anspruch genommen
werden. finde ich persönlich blödsinn.

dann geht die rennerei los; ehe man den richtigen psychol. findet, und wer kann mir
sagen, daß eine wildfremde person mir wirklich helfen kann.

liebe grüsse
rose

30.04.2010 05:20 • #15


Habe mir gerade die Frage gestellt, wozu dieses Forum dient. Zum Jammern und von der Seele schreiben reicht doch wohl ein Tagebuch. Ich nahm an, hier stellt man Fragen, um Hilfe zur Selbsthilfe zu erhalten?
Wenn ich von vornherein im alten Zustand bleiben möchte, wozu dann in einem Forum schreiben?

@Rose, wenn Psychologen als wildfremde Menschen nicht helfen können, dann frage ich mich, wieso die eigentlich so überlaufen sind und man selten Termine bekommt. Weil's den Leuten langweilig ist? Oder hältst du dich für einen absolut aussichtslosen Fall? Klar, damit wärst du was Besonderes....

Vor einer Lösung steht immer das eigene Wollen. Wenn einer sich nach außen wendet, hier das Forum, geht es einem nicht klasse mit dem, wie es ist. Sonst brauche ich das nicht zu tun. Das Bequemste ist aber, genau darin zu hören: mach weiter so, alles paletti. Armes Hascherl. Die Welt ist ja soooo böse. Fehlt am Ende noch der Satz: .... und DU sooo gut.
Ziel erreicht.

Wer sich in diesem Maße plötzlich oder schon länger absondert von der Gesellschaft lebt nicht individuell, sondern hat ein tiefsitzendes Problem. Outcast hat völlig recht. Dem gilt es mit professioneller Hilfe auf den Grund zu gehen. Wer den dann dadurch aufspürt (und u.a. genau dazu sind Psychologen gut), kann etwas tun.

@An Kriemhild die Frage: was machst du, wenn dein Partner morgen nicht mehr ist, da gibt es viele Möglichkeiten, dass das eintreten kann. Was, wenn du dann wirklich mal Hilfe brauchst? Alles kann der Mensch nicht alleine. Dann kommt es auf ein gesundes soziales Netzwerk an.
Deine Freundin klingt nicht gerade danach. Es scheint ihr mehr darum zu gehen, dass sie davon was hat, nicht du. Freundschaft ist wie jegliche zwischenmenschliche Beziehung aber Gegenseitigkeit. Ich lese aus deinem Geschriebenen heraus, dass du genau das suchst: Verlässliches auf gegenseitiger Basis. Wer will das nicht. Und genau da scheint das Loch zu sitzen. Vielleicht spürst du, dass da kaum jemand Verlässliches ist? Dass du zu viel investierst, um etwas zurück zu bekommen? Und bist dessen jetzt überdrüssig, weil die Kraft durch das viele Investieren zu gering geworden ist?

Nur durch neue Kontakte, (die nun mal zunächst smalltalk sind) und derer braucht es viele, trifft man NEUE Leute. Und unter denen kann durchaus mal jemand sein, der dieses Verlässliche wird. Mit Rückzug verbaut man sich diese Chance.

01.05.2010 08:31 • #16


danke, floh, daß du dich meiner version so widmest.

jeder kann und darf seine meinung äußern, und daß ist eben meine.

deine ist eine andere, wunderbar, akzeptiere ich.

warum psychologen so überlaufen sind; na, weil der größte teil der menschen
neurotiker sind.
gute psychologen sind sehr rar gesät und darum so überlaufen.

in amerika ist man in, wenn man einen psychol. hat.
man liegt auf der coutch, um - meist - im nachhinein wieder so zu leben, wie gehabt.

es haben schon ganz andere leute, hochkarätige, die meinung vertreten, daß es hilf-
reicher wäre, sich mit schönen dingen zu befassen, ordentlich zu lachen und nicht in dem
uralten schlamm zu wühlen.

es gibt auch menschen, die jahrzehnte psychologen, etc. in anspruch nehmen;
es kann auch zur sucht werden, im infantilen sinne.

nun gut, meine meinung sollte unantastbar bleiben, es wäre schön.

ich wünsche dir nun einen schönen
1. mai

liebe grüsse
rose

01.05.2010 10:40 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

ich möchte noch etwas nachtragen.

es gibt ohne zweifel viele menschen, wo die hilfe eines psychologen dringend
angesagt ist.
und denen dann auch erfolgreich geholfen wird und wurde.

ein glück!

rose

01.05.2010 10:43 • #18


Hi,
ich bin auch neu hier und deine texte haben mich doch sehr berührt.
bin kein psychologe aber ich lese wie sehr du doch unter der situation wie sie
gerade ist leidest und allein das ist doch ein grund hilfe anzunehmen.
bin in vielen dingen ähnlich wie du 'möchte auch nicht mit jedem zu jeder zeit kontakt aufnehmen'
denke dann auch ich bin doch nicht normal!!
hatte genau wie du noch nie einen großen bekanntenkreis habe aber dabei keinen
leidensdruck wie du gehe allein walken und es ist gut so,wenn ich all die anderen gruppen beim walken sehe denke ich 'das hat doch nix mit sport zu tun' möchte dabei abschalten und mich nicht zu quaken lassen.
aber wenn man leidet dann stimmt doch was nicht,oder?
wünsche dir alles liebe welchen weg du auch immer für dich wählst!!

gouldie

03.05.2010 12:17 • #19



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