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hallo,ich hatte schon ein thema eröffnet.nun ist mir in einem sehr alten thread diese passage begegnet


Danke für die Antwort. Ich denke es ist noch das Einfachste ihm Interesse zu zeigen. Die Angst, die mit einer weiteren Annäherung verbunden ist, wiegt wahrscheinlich schwerer.

die threadstarterin ist glaube ich nicht mehr aktiv.aber ich wollte mir dennoch sichtweisen von betroffenen einholen.habt ihr auch angst vor einer annäherung,wenn das gegenüber an euch interessiert ist?das risiko der ablehnung wäre doch damit ausgeschaltet.kann mir jemand er klären wie es euch geht,wenn jemand den ihr mögt (oder auch verliebt seid) auf euch zukommt?und euch klar zeigt,er mag euch und will euch kennenlernen. das kann auch erstmal schriftlich sein im netz.oder auch erstmal freundschaftlich(also keine baggereien).ich frage da ich zwar nicht selbst betroffen bin,aber mir eine person das herz gebrochen hat,die wahrscheinlich auch eine soziale störung hatte.ich würde das verhalten gerne verstehen und erhoffe mir daher einen einblick durch betroffene.soziale probleme kommen -wie ich mitbekommen habe-in der verschiedensten gestalten daher.verschiedene situationen,ausprägungen und teilweise auch widersprüchlich.ich bitte alle zu entschuldigen falls sich das total dumm anhört,aber ich bin laie.vlt hat der ein oder andere lust mir seine sicht darauf zu schildern.ich wünsche allen hier viel kraft und dass ihr einen weg findet,dass es euch zumindest besser geht. oh je,ich sehe schon wie ich hier hilflos herumrudere.sowas kann nur von jemandem kommen,der komplett unerfahren ist.bitte nehmt es mir nicht übel. liebe grüße

21.10.2021 12:02 • 13.11.2021 #1


13 Antworten ↓


Chingachgook
Hi @weingärtler,
man müsste erstmal die Begriffe klären. Zum einen schreibst Du von sozialer Störung. Dahinter kann sich alles mögliche verbergen. Nicht notwendigerweise Ängste, sondern zum Beispiel Defizite in der Kommunikation, das Fehlen gewisser Grundtechniken im menschlichen Miteinander usw.
Wichtig wäre allerdings, dass der Betroffene selber dies als schmerzlich und hinderlich empfindet. Ansonsten ist es nur eine Zuschreibung von aussen, die dem Betroffenen egal sein kann.

Zum anderen schreibst Du von sozialen Ängsten. Ich vermute mal, dass es Dir eher darum geht.
Sicher ist eine Soziale Phobie ursprüngliche eine Angst vor Ablehnung durch andere Menschen. Und zwar insbesondere durch vertraute Personen. Denn diese Personen haben ja einen grösseren Stellenwert und die Fallhöhe wäre bei einer negativen Beurteilung grösser. Der Betroffene macht sich permanent Sorgen um das Bild, das andere von ihm haben und haben könnten, wenn er sich in irgendeiner Form blamiert. Man könnte es vereinfacht als Mittelpunktsangst bezeichen.

Wie bei vielen Angsterkrankungen entsteht im Laufe der Zeit eine Eigendynamik und es kommt zur Angst vor der Angst.
Nicht selten ersetzt diese Ausformung die ursprüngliche Angst vor Ablehnung.

Bei all dem darf natürlich nicht vergessen werden, das eine Angsterkrankung nur ein möglicher Grund von vielen ist, warum eine Kontaktaufnahme mit einem anderen Menschen scheitern kann.

24.10.2021 06:58 • x 4 #2



Frage einer Nicht-Betroffenen an Menschen mit sozialer Angst

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hallo und danke fürs lesen !

Bei all dem darf natürlich nicht vergessen werden, das eine Angsterkrankung nur ein möglicher Grund von vielen ist, warum eine Kontaktaufnahme mit einem anderen Menschen scheitern kann.
was fallen dir spontan den noch für gründe ein?

und ja,das mit den sozialen ängsten oder störung habe ich nicht wirklich präzise definiert bzw benutzt.ich gehe davon aus,dass die komponente mit der kommunikation da eine grosse rolle spielt.ich kann mich da leider nur auf meine beobachungen stützen.und da habe ich eben ein etwas seltsames verhalten mitbekommen,welches ich unter `störung`subsummiert habe (auch anderen fremderen personen gegenüber).um das wirklich genau einordnen und diagnsotizieren zu können,müsste man sich wirklich sehr viel besser kennen.ich wollte damit nur sagen,dass das verhalten auffällig war in bestimmten situationen.nur selten war es mal anders.aber ich ahbe ja hier auch gelesen,dass sowas tagesformabhängig ist usw.
aber ich habe auch schon mitbekommen,dass es bei eingen umgekehrt ist.je vetrauter die personen sind,desto eher tauen manche auf .nur bei ganz fremden leuten,die man nicht einschätzen kann,wirds richtig schlimm.bei ihm wars so,dass er offenbar in festen gruppen diese probleme nicht hatte.nur bei leuten, von ausserhalb.
na ja,also wenns dich interessiert was genau los war,kurze zusammenfassung.....wir kannten uns nicht gut.ich habe gemerkt,dass er sehr scheu ist und habe vorsichtig vesucht einen kontakt herzustellen mit kurzen gesprächen,aber ohne irgendwie zu baggern oder so.einfach interesse im sinne von sympathie bekunden.also nichts aufdringliches.ich hatte auch durchaus das gefühl,dass er mich auch mag.vor einiger zeit verliess er die stadt und somit sahen wir uns nicht mehr.einen abschied vermied er bewusst,obgleich er mir gesagt hatte,dass er gehen würde.die abschiedssituation schien ihm nicht zu behagen.na ja,danach versuchte ich mein glück einfach und versuchte ihn in den social media zu adden.auch diese kontaktaufnahme wurde geblockt (anfrage gelöscht).nun treibt mich der gedanke um,ob ich mich derart getäuscht habe und er mich einfach nie leiden konnte oder ob diese störung da in irgendeiner form mitspielt.denn für mich macht das keinen sinn,wenn man jemanden mag den kontakt zu sabottieren.zumal es ja erstmal online gewesen wäre und ich wirklich dachte er mag mich.so hätte ich doch den 1 schritt gemacht.und um das irgendwie abzuschliessen habe ich mich an diesen forum gewand an leute mit sozialen schwierigkeiten.das ganze hat mir ziemlich zugesetzt.klar ändert auch das verstehen nichts an der lage,aber es würde mir helfen loszulassen.man fragt sich eben was man falsch gemacht hat.....ich hoffe das war verständlich

24.10.2021 09:59 • #3


dazu möchte ich noch anmerken,dass er gerade zum ende hin auftaute.um so komischer und widersprüchlicher schien mir also alles

24.10.2021 10:10 • #4


moo
Zitat von Chingachgook:
Man könnte es vereinfacht als Mittelpunktsangst bezeichen.

Danke - sehr schön formuliert!

Zitat von weingärtler:
klar ändert auch das Verstehen nichts an der Lage, aber es würde mir helfen, loszulassen.

...und damit ändert das Verständnis tatsächlich die Lage. Die Lage ist ja nun (eigentlich immer) Dein subjektives Erleben. Insofern kann es sein, dass er Dir aufgrund Deiner Beschäftigung aktuell näher ist, als wenn ihr noch regelmäßig Kontakt hättet.
Was zu seinem (Abschieds-)Verhalten geführt hat, wirst Du mit größter Wahrscheinlichkeit nie erfahren. Diese Tatsache ist nun das Material mit dem Du arbeiten kannst: zu akzeptieren, dass es so kam, so ist. Du stellst also den Fokus auf Akzeptanz/Anerkennung ein und das Gegenüber (Er) tritt in den Hintergrund.
So ist Lernen aus Erlebtem möglich.

24.10.2021 10:23 • x 1 #5


Chingachgook
Das läuft natürlich auf sehr viel Spekulation hinaus.
Im Grunde ist es ein Rumraten im Kopf eines anderen Menschen. Seine wirklichen Motive erfahren wir nur, wenn er die Freundlichkeit hat, mit uns (mit Dir) darüber zu reden.
Diese Bereitschaft kann ich aus Deinen Schilderungen nicht erkennen. Das muss man akzeptieren, da hilft nichts.

Vielleicht macht er einen Riesenfehler, aber das ist dann sein Fehler.

Ich finde nicht, dass Du etwas falsch gemacht hast. Du hast es riskiert, alles andere liegt nicht in Deiner Hand.

24.10.2021 10:26 • x 1 #6


ja,ich weiss dass es alles sehr spekulativ ist.ich hatte mir daher mögliche anregungen erhofft.aber klar,WISSEN wird man es nicht,wenn er es nicht ausspricht.die sicht betroffener könnte nur einen anderen blickwinkel ermöglichen,der eine erklärung sein KÖNNTE

24.10.2021 10:30 • #7


Chingachgook
Okay, spekulieren wir :
die bewusste Person hat

- prinzipiell kein Interesse an Kontakten.
- schon Interesse, aber seine Problematik kommt ihm in die Quere.
- Interesse, aber er hat Angst vor Nähe.
- Interesse, aber Angst vor der Konfrontation mit angstauslösenden Situationen, die dann auf ihn zukämen.
- Interesse, aber er hat Angst, Menschen zu enttäuschen, die ihm etwas bedeuten und lässt es deshalb lieber gleich bleiben.
- kein Interesse, weil ihn schon die Kontakte, die er hat, oft überfordern.
- kein Interesse, weil er (Sorry !) Dich konkret nicht mag.

Diese Liste liesse sich sicher fortführen. Ich habe alles, was ich weiss, gesagt und klinke mich hier aus.

24.10.2021 10:47 • x 1 #8


hab vielen dank für deine mühe! .-) wünsche dir noch einen schönen tag und alles gute weiterhin

24.10.2021 10:49 • x 1 #9


Jan_
Generell kommen da immer verschiedene Dinge zusammen. Vor allem als Außenstehender lässt sich schlecht beurteilen was welche Einflüsse hatte. Eine soziale Phobie ist nur ein Aspekt und eine Skala einer Persönlichkeit, die auch noch durch äußere Einflüsse beeinflusst wird.

Eine soziale Phobie ist die krankhafte (das heißt beschränkende) Angst im Mittelpunkt zu stehen und/oder negativ bewertet zu werden.

Das kann sich sowohl mit einer vermeidenden Persönlichkeit kreuzen die gerne Nähe hätte, als auch mit einer solchen die auch ohne Gesellschaft zufrieden ist.

Auch andere Erfahrungen, Persönlichkeitsaspekte, oder Lebensumstände könnten eine Rolle gespielt haben. Wer selbstunsicher ist, konfliktmeidend, oder generell unsicher in sozialen Situationen oder fremden Personen gegenüber ist, der Verhält sich gegebenenfalls ähnlich in ähnlichen Situationen auch ohne soziale Phobie.

Generell ist es aber schon richtig dass man sich mit einer sozialen Phobie in bestimmten Situationen und mit bekannten Personen durchaus wohl und gelöst finden kann. Unbekannte kann man schlechter Einschätzen, und konnte noch keine Überzeugung und Vertrauen aufbauen.
Zitat von weingärtler:
nun treibt mich der gedanke um,ob ich mich derart getäuscht habe und er mich einfach nie leiden konnte oder ob diese störung da in irgendeiner form mitspielt.denn für mich macht das keinen sinn,wenn man jemanden mag den kontakt zu sabottieren.zumal es ja erstmal online gewesen wäre und ich wirklich dachte er mag mich.so hätte ich doch den 1 schritt gemacht.

Ich denke da spricht hauptsächlich deine eigene Hoffnung und gesuchte Bindung. Gerade in Anbetracht der Wünsche und Erwartungen die du der anderen Partei zusprichst, und dann auch noch aus deiner eigenen Empfindung folgerst. Ohne offene und ehrliche Kommunikation weiß man von der anderen Seite ja aber nicht viel.
Zitat von weingärtler:
man fragt sich eben was man falsch gemacht hat...

Ja, man fragt sich ob man etwas falsch gemacht hat. Aber letztlich ist diese Frage nicht auflösbar mangels Feedback. Man kann nur trauern und akzeptieren lernen.

Ich denke es wäre besser für dich an dir selbst zu arbeiten statt das mit so wenigen Fakten und direktem Feedback zu überdenken und zu analysieren. Fakt ist die andere Person möchte wohl keinen Kontakt mehr. Das muss man dann akzeptieren, auch wenn es vielleicht traurig oder verletzend ist.

Liebe Grüße

27.10.2021 21:43 • #10


hallo jan und danke für die antwort!du hast natürlich recht,so wie dein vorredner es auch schon sagte.solange nicht klar von der anderen seite etwas ausgesprochen wird,sind es nur vermutungen.....aber könntest du dir generell vorstellen,dass derartige soziale unsicherheiten soweit führen können,dass man die annäherung einer person kenzelt,an der man eigentlich interesse hätte?also jetzt mal angenommen mein gefühl trügt mich nicht.....oder ist für dich die schlussfolgerung ganz klar,dass ich mir die sympathie nur eingredet haben kann,da auch ein sozial gehemmter mensch sich sonst wohl nicht so verhalten hätte,sondern auf annäherungen von der anderen seite einsteigen würde?

28.10.2021 00:03 • #11


Jan_
Das ist durchaus denkbar sowohl mit als auch ohne soziale Phobie.

28.10.2021 17:27 • #12


meintest du denkbar,dass ich mir alles eirgeredet habe oder denkbar,dass sich jemand so widersprüchlich verhält?wusste jett nicht auf welchen satz sich deine aussage bezog...

28.10.2021 17:34 • #13


Mylenix
Ich hatte auch Erfahrung mit einer sozialphobischen Frau und es hat mir jahrelang keine Ruhe gelassen, ich weiß nicht wieso ich überhaupt so oft an ängstliche Menschen gerate, jedenfalls wurde ich auch irgendwann geghostet und darüber im Klartext zu reden ereignete sich als genauso schwierig. Ich verstehe, dass es dich sicher belastet, sodass man selbst wenn man hier in der Regel auch keine eindeutige Antwort kriegt danach fragt, ich habe das auch getan weil diese Menschen einen sehr verletzen damit und ich verzweifelt damit war, ich fragte mich ob man sowas einfach auf Sozialphobie schieben kann? Oder war man der Person nie wirklich wichtig? Und die Person brauchte nur Aufmerksamkeit von dir? Ich weiß es nicht und werde es nie wissen. Ich dachte ich wäre sozialphobisch aber in so einem Verhalten finde ich mich nicht wieder, ich rede immer offen über alles.

13.11.2021 21:41 • x 1 #14



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Dr. Reinhard Pichler