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Marvin50

Marvin50

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Hallo,
Ich suche Kontakt zu Menschen mit Sozialer-Phobie im Raum KU.
Auch wenn das ein bischen Paradox klingen mag, aber ich suche tatsächlich Kontakt zu anderen Menschen.
Ich habe mich vor Monaten einer Selbsthilfegruppe für Sozial-Phobie angeschlossen, und gemerkt wie gut mir der Austausch mit anderen Menschen tut, wenn ich weiss dass diese ebenfalls unter Sozialer-Phobie leiden.
Vieleicht Wohnt Ihr im Raum KU und möchtet euch ebenfalls Austauschen?

Ich habe nichts gegen Foren- bzw. Mail-Kontakte! ImGegenteil! Ich würde mich auch über Nachrichten Freuen!
Was ich jedoch vermisse ist persönlicher Kontakt.

Wenn ich weiss das mein Gegenüber ebenfalls mit Sozialer-Phobie zu kämpfen hat,
fühle ich mich viel eher Verstanden bzw. Akzeptiert, und kann mich auch eher öffnen, bzw. freier Reden.
Ich habe dann nicht dauernd die (zusätzliche) Angst, als "komisch" oder "seltsam" wahrgenommen zu werden, oder sogar abgelehnt zu werden, nur weil ich aufgrund meiner Phobie mit bestimmten Situationen einfach nicht klarkomme.

Ich freue mich auf die ein- oder andere Nachricht,
Marvin50

08.09.2019 12:40 • 14.09.2019 x 2 #1


7 Antworten ↓


Hotin

Hotin


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Hallo Marvin,

schön, dass Du hier ins Forum gekommen bist.

Wie Du sehe ich es, dass der Austausch mit anderen Menschen meistens
sehr gut tut.

Einfach wird es nicht sein, hier auf diesem Weg einen Kontakt aufzubauen.

Dabei finde ich nicht, dass Du nur von jemandem verstanden wirst, der auch eine
soziale Angst hat.
Übrigens die meisten Menschen haben soziale Ängste. Nur sehen kann man das sehr selten, weil sie sich gut
hinter einer Maske verstecken. Gelingt Dir das nicht, so etwas wie eine Schutzmaske aufzusetzen, wenn Du
in die Öffentlichkeit gehst?

Wie ausgeprägt sind Deine Kontaktängste denn?
In welchen Situationen kommst Du denn sehr schlecht zurecht?

Viele Grüße

Bernhard

10.09.2019 10:15 • x 2 #2


Marvin50

Marvin50


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Hallo Hotin,
vielen Dank für deine Nachricht.


Zitat von Hotin:
Wie Du sehe ich es, dass der Austausch mit anderen Menschen meistens
sehr gut tut.

Ich meinte vor allem den Austausch über (unsere) Soziale-Phobie.

Zitat von Hotin:
Einfach wird es nicht sein, hier auf diesem Weg einen Kontakt aufzubauen.

Na du machst mir Mut...
Wenn nicht hier in einem solchen Forum, wo dann?
Einer Selbsthilfegruppe habe ich mich schon angeschlossen.

Zitat von Hotin:
Dabei finde ich nicht, dass Du nur von jemandem verstanden wirst, der auch eine
soziale Angst hat.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich von "normalen" Menschen in der Regel eben NICHT verstanden werde,
und in der Regel auch nicht akzeptiert!
Ich werde eher als "komisch" oder "Seltsam", manchmal sogar als "abweisend", oder sogar als "arrogant" empfunden (was besondern weh tut),
nur weil ich in/mit vielen Sozialen Situationen Angst bzw. Probleme habe.
Ich habe gelernt, dass es besser ist, den meisten anderen Menschen gegenüber eben KEINE Ängste zu zeigen oder Schwächen zuzugeben,
da diese nur allzuoft ausgenutzt werden.

Zitat von Hotin:
Übrigens die meisten Menschen haben soziale Ängste. Nur sehen kann man das sehr selten, weil sie sich gut
hinter einer Maske verstecken. Gelingt Dir das nicht, so etwas wie eine Schutzmaske aufzusetzen, wenn Du
in die Öffentlichkeit gehst?

Es kann schon sein, dass die meisten Menschen Soziale Ängste haben, und auch eine Maske aufhaben.
Aber aufgrund eben dieser Maske(n) bleiben alle Kontakte / alle Gespräche immer an der Oberfläche.
Diese Masken verhindern ja, das persönliches Preisgegeben wird, das Gespräche tiefgründiger werden können.
Verhindern das man sich richtig kennenlernt.
Das ist so als wenn Schauspieler Smalltalk Spielen.
Damit kann und will ich einfach nichts anfangen.

Ich habe auch (ganz automatisch) eine Schutzmaske auf, aber durch diese werde ich natürlich anders wahrgenommen als ich eigentlich bin.
Wenn ich mit einem Menschen Rede, von dem ich weiss dass er ebenfalls Soziale-Phobie hat,
fällt es mir sehr viel leichter eben diese Maske abzunehmen, und auch Ängste und Schwächen zu zeigen.
Mich so zu geben wie ich bin, was mir ebenfalls gut tut.
Ständig eine Maske aufzuhaben ist Stressig.

Zitat von Hotin:
Wie ausgeprägt sind Deine Kontaktängste denn?
In welchen Situationen kommst Du denn sehr schlecht zurecht?

Formelle Situationen (Arbeitsplatz, Einkaufen) sind ganz ok.
Je informeller eine Situation ist, je schlechter komme ich mit klar.
Am schlimmsten sind so Pflichtveranstaltungen wie Familienfeiern, wo alle nur rumsitzen und belangloses absondern.
Da bin ich nur verschlossen, und sage meistens überhaupt kein Wort.
Auch hier ins Forum zu schreiben kostet jedesmal ziemliche Überwindung.

Grüße,
Marvin50

12.09.2019 00:05 • x 1 #3


Hotin

Hotin


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Hallo Marvin;

in einem Forum kannst Du natürlich Kontakte bekommen. Ich denke es müsste allerdings
schon glücklich laufen, wenn Du hier einen Kontakt an Deinem Wohnort findest.

Zitat:
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich von "normalen" Menschen in der Regel eben NICHT verstanden werde,
und in der Regel auch nicht akzeptiert!
Ich werde eher als "komisch" oder "Seltsam", manchmal sogar als "abweisend", oder sogar als "arrogant"
empfunden (was besondern weh tut),
nur weil ich in/mit vielen Sozialen Situationen Angst bzw. Probleme habe.


Ich sehe das ähnlich wie Du. Dabei glaube ich weniger, das Du nicht verstanden wirst.
Menschen mit sozialen Ängsten treten den sogenannten "Normalen" oft etwas auffällig gegenüber.
Somit wird Dein Verhalten sicher akzeptiert, nur warum sollten die Menschen immer
in besonderer Weise auf Dich eingehen? Das würde unnatürlich wirken und die
Kommunikation möglicherweise sehr erschweren.
Dass ein Mensch mit einer sozialen Angst als abweisend oder sogar arrogant empfunden wird, finde ich, ist völlig
normal. Hier ist es Deine Aufgabe über Deine Sprache, Deine Mimik und Deine Körpersprache die Signale zu
senden, dass Du nicht arrogant sein möchtest.

Zitat:
Ich habe gelernt, dass es besser ist, den meisten anderen Menschen gegenüber eben KEINE Ängste zu zeigen oder Schwächen zuzugeben, da diese nur allzuoft ausgenutzt werden.


Auch hier stimme ich Dir vollständig zu. Wenn Du einen guten funktionierenden Kontakt zu anderen Menschen
aufbauen möchtest, dann solltest Du tatsächlich besser wenig Angst zeigen.
Der Mensch funktioniert nicht so, dass er in erster Linie anderen helfen möchte.
Das Grundverhalten des Menschen ist ein egoistisches Verhalten. Wenn Du beginnen würdest, Deine
sozialen Ängste genauer zu betrachten, kannst Du feststellen, das Deine Wünsche zum Verhalten anderer
Menschen oft ebenfalls ganz stark von egoistischen Überlegungen geprägt werden.


Auch Du verstehst das Verhalten der sogenannten "Normalen" teilweise nicht und
akzeptierst es vermutlich auch wenig.
Damit steht es unentschieden zwischen Den Normalen und Dir.

Zitat:
Es kann schon sein, dass die meisten Menschen Soziale Ängste haben, und auch eine Maske aufhaben.
Aber aufgrund eben dieser Maske(n) bleiben alle Kontakte / alle Gespräche immer an der Oberfläche.
Diese Masken verhindern ja, das persönliches Preisgegeben wird, das Gespräche tiefgründiger werden können.
Verhindern das man sich richtig kennenlernt.
Das ist so als wenn Schauspieler Smalltalk Spielen.
Damit kann und will ich einfach nichts anfangen.



Alle Menschen, die miteinander Kontakt haben, treten Dir mit einer Maske gegenüber.
Dies ist normal, weil fast alle Menschen soziale Ängste haben. Einer mehr, der andere weniger.
Die Masken verhindern jedoch nicht, dass Persönliches preisgegeben wird. Das ist
davon teilweise unabhängig. Die Maske ist ein lebensnotwendiger Selbstschutz.

Zitat:
Ich habe auch (ganz automatisch) eine Schutzmaske auf, aber durch diese werde ich natürlich anders
wahrgenommen als ich eigentlich bin.


So, wie Du es beschreibst, kannst Du gar nicht so wahrgenommen werden wie Du bist.
Folglich nehmen Dich die Menschen so wahr, wie Du Dich bisher immer verhältst.
Sie spiegeln Dir Dein Verhalten.
Das was Dir die Menschen spiegeln, gefällt Dir aber nicht.
Dann gibt es zur Lösung nur einen Weg. Lerne Dich anders zu verhalten, damit Dir
die Menschen das Bild spiegeln, welches Du gespiegelt haben möchtest.
Ob das zu verstehen ist, was ich sagen möchte, weiß ich nicht.

Eine Angststörung ist fast immer nur eine Kommunikationsstörung.
Im gleichen Maße, wie Du lernst, besser mit anderen zu kommunizieren,
wird auch Deine soziale Angst nachlassen.
Das kann eines Tages so sein, als wenn Du aus einem Nebel heraustrittst, weil Du die Zusammenhänge
plötzlich klar erkennst und auch als gegeben akzeptierst.

Auf Deine Antwort freue ich mich.

Viele Grüße

Bernhard

12.09.2019 08:12 • x 2 #4


Luna70

Luna70


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Zitat von Marvin50:

Na du machst mir Mut...
Wenn nicht hier in einem solchen Forum, wo dann?


Ich glaube, was Hotin meinte, ist dass es zwar vorkommt, dass sich User dieses Forums auch mal persönlich treffen, dass es aber eher die Ausnahme ist. Es gibt immer mal Initiativen für ein User-Treffen, aber in selbst in Großstädten wo ja doch einige User zusammenkommen könnten, klappt das nur ganz selten. Scheinbar ist die Hürde doch sehr groß, die Anonymität zu verlassen. Aber ausgeschlossen ist es natürlich nicht, von daher bitte nicht gleich aufgeben. Wir haben sogar User hier, die ihren Lebenspartner im Forum gefunden haben.

Ich denke, am besten wird es sein, wenn du dich hier einbringst, zu den Themen schreibst, ruhig auch mal im Smalltalk-Bereich oder schaue mal im Chat vorbei. Je besser du die User kennen lernst und umgekehrt, umso eher ergibt sich Vertrautheit.

12.09.2019 15:23 • x 2 #5


Marvin50

Marvin50


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Es ist ja nicht so dass ich mich nur auf das Forum verlasse.
Ich finde es ist eine weitere Möglichkeit Kontakte zu knüpfen. (Persönlich, Mail, wie auch immer...)
Mann muss dem Leben schon selber auch Chancen geben, damit man selber auch mal eine bekommt.

Wenn ich dann lese dass es eher unwahrscheinlich ist, verliere ich sofort die Hoffnung.
Dann kommen Gedanken an wie: "Hat doch eh' keinen Sinn...".
Vieleicht habe ich hier auch eine zu große Erwartungshaltung?

Aber ich muss es versuchen! Wenn ich erst gar nicht anfange, habe ich schon verloren...

Zitat von Luna70:
Ich denke, am besten wird es sein, wenn du dich hier einbringst, zu den Themen schreibst, ruhig auch mal im Smalltalk-Bereich oder schaue mal im Chat vorbei. Je besser du die User kennen lernst und umgekehrt, umso eher ergibt sich Vertrautheit.


JA!

An einem Forum teilzunehmen ist eine neue Erfahrung für mich.
Generell. nicht nur dieses hier. (das ist das erste, in dem ich aktiv bin)
Hier zu schreiben kostet echt viel Überwindung, Kraft und Zeit.
Ich werde ständig mit meiner Sozialen-Phobie konfrontiert.
Das ist richtig Arbeit...

Aber ich erlebe auch, dass es mir richtig viel bringt. Ich fange an das ganze zu mögen
Ich hoffe dass es mit der Zeit besser wird, und es mir leichter fällt zu schreiben.

Danke für eure Antworten,
Liebe Grüße,
Marvin50

14.09.2019 12:56 • x 1 #6


Marvin50

Marvin50


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Zitat von Hotin:
Ich sehe das ähnlich wie Du. Dabei glaube ich weniger, das Du nicht verstanden wirst.
Menschen mit sozialen Ängsten treten den sogenannten "Normalen" oft etwas auffällig gegenüber.
Somit wird Dein Verhalten sicher akzeptiert, nur warum sollten die Menschen immer
in besonderer Weise auf Dich eingehen? Das würde unnatürlich wirken und die
Kommunikation möglicherweise sehr erschweren.

Ich denke nicht, dass ich erwarte, dass in besonderer Weise auf mich eingegangen wird?
Aber ich weiss nicht, ob ich auch so "rüberkomme"?
Ich habe nur zwei Menschen, die mich gut kennen, und die von meiner Sozialen-Phobie wissen.
Aber will das in persönlichen Gesprächen mal thematisieren. Das wird Interessant.

Zitat von Hotin:
Dass ein Mensch mit einer sozialen Angst als abweisend oder sogar arrogant empfunden wird, finde ich, ist völlig
normal. Hier ist es Deine Aufgabe über Deine Sprache, Deine Mimik und Deine Körpersprache die Signale zu
senden, dass Du nicht arrogant sein möchtest.

Ja, das ist meine Aufgabe. Und ich arbeite auch daran.

Ich bin zwar keine Rheinische Frohnatur, aber ich würde mich nicht als negativen Menschen bezeichnen.

Es ist dieser unglaubliche Konflikt zwischen der Angst, die mir die Maske aufsetzt und die mein Verhalten bestimmt,
und mich negativ wirken lässt, und meinem Wunsch positiver zu wirken.

Natürlich nicht pauschal, nicht bei jedem Menschen.

Was den ersten Kontakt angeht:

Wenn mir jemand nicht sympathisch ist, oder mir der Kontakt einfach egal ist (d.h. wenn ich nichts von ihm will),
ist es mir relativ egal, ob er mich für Arrogant oder sonst wie negativ hält.
Aber ausgerechnet bei solchen Menschen/Kontakten wird mein Verhalten kaum von meiner Angst bestimmt!
Ich nehme die Angst wahr, aber sie bestimmt mich nicht. Mit meiner Maske komm ich da ganz gut klar.
Es fällt mir auch relativ leicht frei und ungezwungen zu Reden.

Wenn mir jemand jedoch sympatisch ist, oder sonst wie für mich wichtig, fängt es an richtig schwierig zu werden.
Es fällt mir unglaublich schwer, etwas von meiner Maske abzunehmen, obwohl ich genau das möchte.
Ich fange an zu verkrampfen, erlebe Stress und die Maske wird nur stärker.
Das führt oft zu einer noch noch negativeren Aussenwirkung...

Je mehr Mühe ich mir gebe, desto schlimmer wird es.
Das ist so Paradox.

Ich glaube man kann das ganze runterbrechen auf:
Wie wichtig ist es mir was der andere von mir hält bzw. von mir denkt?
Je wichtiger mir das ist, desto mehr "muss ich mich Richtig Verhalten" und "das Richtige Sagen"...
Als ob es "Richtig" in diesem Kontext überhaupt gibt?
Meine Vorstellung von "Richtig" ist, mich hier so zu verhalten "wie ich bin".

Und jetzt wird es Schwierig!
Ich bin jemand mit Sozialer Phobie. Ok. Soweit so gut.
So wie ich bin, verhalte ich mich (bei neuen Kontakten) negativ nach Aussen.
Das ist Schlecht! Ich bin Schlecht...
Inwieweit darf ich nicht / will ich nicht ich selbst sein?
Wo hört "So bin ich" auf und fängt "unerwünschtes Verhalten" an?
Wo hört "Ich werde nicht Akzeptiert" auf, und fängt "manches Verhalten von mir wird nicht Akzeptiert" an?

Ich reagiere sehr Sensibel auf meine Gegenüber, und mein Selbstvertrauen/Selbstwertgefühl ist auch nicht gerade ausgeprägt.
Vieleicht nehme ich daher manches auch viel zu persönlich oder viel zu Ernst?

Das einzige was hier wirklich hilft, ist regelmässiger Kontakt zu demselben/denselben Menschen,
wodurch nach und nach Vertrauen aufgebaut werden kann. (Auf beiden Seiten)
Ich habe das in der Selbsthilfegruppe erlebt.
Nach und nach konnte ich meine Maske ablegen, freier reden, mich mehr und mehr so geben wie ich bin.
Ich konnte auch mal Unsinn reden und es wurde über mich gelacht, ohne dass ich durch das Lachen gleich Panik bekommen habe, usw.
Mich nach und nach wohlfühlen.


Zitat von Hotin:
Auch hier stimme ich Dir vollständig zu. Wenn Du einen guten funktionierenden Kontakt zu anderen Menschen
aufbauen möchtest, dann solltest Du tatsächlich besser wenig Angst zeigen.
Der Mensch funktioniert nicht so, dass er in erster Linie anderen helfen möchte.
Das Grundverhalten des Menschen ist ein egoistisches Verhalten. Wenn Du beginnen würdest, Deine
sozialen Ängste genauer zu betrachten, kannst Du feststellen, das Deine Wünsche zum Verhalten anderer
Menschen oft ebenfalls ganz stark von egoistischen Überlegungen geprägt werden.

Auch Du verstehst das Verhalten der sogenannten "Normalen" teilweise nicht und
akzeptierst es vermutlich auch wenig.
Damit steht es unentschieden zwischen Den Normalen und Dir.


Das Wort "egoistisch" liest sich für mich recht negativ, ist aber sicherlich nur neutral gemeint.
Aber ja, ich suche ja Kontakt zu anderen Menschen (auch oder vor allem mit Sozialer-Phobie)
weil ich etwas für mich erfahren/erreichen will. (Und das liest sich jetzt auch negativ... )

Und ja, ich verstehe das Verhalten von sogenannten "normalen" teilweise nicht.
Oft möchte ich es jedoch verstehen.

Ich werde hierzu noch ein par Zeilen separat schreiben.
Das gibt es auch ein par Interessante Erfahrungswerte.


Zitat von Hotin:
Dann gibt es zur Lösung nur einen Weg. Lerne Dich anders zu verhalten,

Ernsthaft? Gibt es keine Abkürzung? Keine Pille? Keinen Cheat?
Nein, Spass beiseite:
Ja, es gibt nur den langen mühsamen Weg das eigene Verhalten zu ändern.
Ich habe das schon erlebt, und auch schon zu einem großen Teil geschafft (in einer ganz anderen Sache)

Zitat von Hotin:
Das kann eines Tages so sein, als wenn Du aus einem Nebel heraustrittst, weil Du die Zusammenhänge
plötzlich klar erkennst und auch als gegeben akzeptierst.

Das mit "eines Tages" und "plötzlich" glaube ich dir nicht.
Ich bin der Überzeugung dass es jeden Tag nur einen kleinen Schritt gibt, einen kleinen Erfolg, ein bischen mehr Zusammenhang.
Jeden Tag ein bischen Nebel weniger...
Vieleicht bemerkst du Tage (oder auch Wochen) lang nichts, aber irgendwann kommt die Veränderung über die Wahrnehmungschwelle und du nimmst eine "plötzliche" Veränderung wahr. Das ist nur die Wahrnehmung der Veränderung, nicht die Veränderung selbst.


Generell sind das sehr Interessante Ansätze, bzw. überdenkenswerte Perspektiven von dir.
Darüber werde ich länger nachdenken.
Ich werde versuchen die ein- oder andere Situation einmal aus deinen Perspektiven zu sehen,

Vielen Dank das du dir die Zeit zum Schreiben nimmst!
Grüße,
Marvin50

14.09.2019 15:29 • x 1 #7


Hotin

Hotin


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Hallo Marvin,

Deiner Antwort stimme ich uneingeschränkt zu.
Dann starte mal mit den Veränderungen, falls Du dazu Lust hast.

Gruß

Bernhard

14.09.2019 20:40 • x 1 #8




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