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laze91

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Hi erstmal

ich beginne nächste woche eine ausbildung und mache zur zeit noch mal in dem unternehmen in dem ich später dann angestellt bin ein praktikum .ich habe die letzten zwei jahre mit sozialphobie gekämpft und hatte es eigentlich so weit unter kontrolle aber da jetzt für mich der weg in die ausbildung geht habe ich es wieder vermehrt mit der angst zu tun.Herzklopfen,schwitzen zitternde hände und zuckungen am auge und mund weiche knie,das wären so die körperlichen beschwerden.gleichzeitig dazu mach ich mir dauernd gedanken darüber das ich ja wohl gefälligst normal rüberkommen zu habe bei meinen kollegen .ich habe angst davor negativ aufzufallen und dem kommunikativen ,sozialen aspekt der ausbildung nicht gewachsen zu sein .ich habe so hart dafür gekämpft ein halbwegs normales leben zu führen und jetzt denke ich dass ich das alles kaum packen werde.
ich bitte um hilfe da ich hier grade da ich hier echt am durchdrehen bin.

lg laze

27.10.2014 20:27 • 29.10.2014 #1


6 Antworten ↓


Tintenklex

Tintenklex


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Hallo Laze91

Schön das du den Weg hierher gefunden hast.
Deine Angst kann ich schon gut verstehen. Schließlich lernst du etwas neues kennen, den Alltag im Berufsleben, der stellt schon ganz besondere Kenntnisse und Anforderungn an dich, alles ist neu.
Du hast es bis hierhin doch auch gepackt und das war ganz bestimmt nicht einfach, das glaube ich dir.
Wenn du schon bis hier hin gekommen bist, dann schaffst du den rest auch noch.
Du hast den Vorteil du kennst den Betrieb schon ein wenig und hast einen ersten Eindruck gewonnen.
Wie war den das Verhältnis zu den Mitarbeitern bisher? Es wird dort gewiss auch andere Mitarbeiter geben, die auch nicht so gerne reden mögen und mehr von der ruhigen Sorte sind , das ist ganz normal.
Ich bin auch nicht die jenige, die sfort auf andere Menschen zugeht, aber auch damit kann man im Berufsleben gut zurecht kommen. Naja wenn du nicht gerade der große Redner bist, dann hast du ganz bestimmt andere gute Kenntnisse und Fähigkeiten die von Vorteil sein Können.

Und wenn es in der Ausbildung probleme gibt, dann schaust du einfach hier wieder vorbei.

Wünsche dir einen guten Start in deine Ausbildung, das wird schon, ganz bestimmt

Liebe Grüße Tintenklex

27.10.2014 21:02 • x 1 #2


laze91


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mein verhältnis zu einigen mitarbeitern ist ganz gut sogar kollegial zu anderen weniger.da ich im gesundheitssystem arbeiten werde stellt sich bei mir auch die frage ob ich offen damit umgehe dass ich in der vergangnheit so starke probleme mit sozialphobie hatte oder ob ich es lieber verschweige .einerseits möchte ich es auch bei der arbeit schaffen ich selbst zu sein wozu eine gewisse ehrlichkeit gehört andererseits fürchte ich dann nicht ernst genommen zu werden oder gar sogar rauszufliegen

lg laze91

28.10.2014 16:32 • #3


Jassna


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Ich habe ja auch die soziale Phobie und daher bin ich in meinem ganzen Verhalten anderen gegenüber leider sehr eingeschränkt. Aber oft denke ich, schlimmer geht immer. Schlimmer wäre ja zum Beispiel in diesem Zusammenhang, wenn ich mich zu der sozialen Phobie auch noch äußerlich gehen lassen würde, meine Wohnung zusätzlich verwahrlosen lassen würde usw. Das alles ist nicht der Fall und wenigstens ist das für mich und ganz bestimmt auch für andere angenehmer. Man versucht, das Beste aus der Situation zu machen und das verdient doch auch, dass man vor sich selbst auch Achtung haben darf. Ich versuche viele Defizite, die die SP mit sich bringt, auszugleichen. Es ist aber und ich muss es zugeben, sehr anstrengend und nicht immer erfolgreich.
Was ich damit sagen will: Bestimmt versuchst du aus der Situation trotzdem das Beste zu machen und das ist schon mal klasse. Andere würden sich komplett vor der Ausbildung oder vor dem Praktikum drücken. Du machst das nicht und davor habe ich Achtung. Ich wünsch dir auch alles Gute und denk dran "schlimmer geht immer".

28.10.2014 19:36 • x 2 #4


Tintenklex

Tintenklex


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Zitat von laze91:
.einerseits möchte ich es auch bei der arbeit schaffen ich selbst zu sein wozu eine gewisse ehrlichkeit gehört andererseits fürchte ich dann nicht ernst genommen zu werden oder gar sogar rauszufliegen

lg laze91



Hallo laze

Du bist so wie du bist,das ist völlig ok. Schließlich bist du nicht der einzige der an einer Sozialphobie leidet. Deswegen wirst du ganz bestimmt nicht hinausgeworfen.
Das wär ja noch schöner, wenn alle leute mit einer Sozialphobie raus geschmissen würden.
Dann würde ich ja auch auf der Straße sitzen, darüber mach dir mal keine Gedanken.
Ich arbeite auch in einem sozialen Beruf und habe mit vielen Menschen zu tun. Manchmal ist es halt nicht einfach, aber es geht trotzdem. Kämpf dich durch, du schaffst das schon, davon bin ich überzeugt. du hast schon ganz schön viel geschafft

Nur weil du in einem Gesundheitssystehm arbeitest mußt du es noch lange nicht erzählen. Aber letztendlich ist es deine Entscheidung wie du damit umgehen möchtest, ob du es erzählst oder nicht.

LG. Teintenklex

28.10.2014 19:39 • x 1 #5


laze91


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danke jassna und vielen dank auch tintenklecks für die ermutigenden ratschläge .hat einer von euch zufällig tipps wie ich in situationen in denen man besonders ängstlich reagiert umgeht (bei mir sind es bis jetzt besonders die übergaben zwischen nacht und frühschicht:mehere menschen auf engen raum ,ich kann nicht einfach aufstehn und den raum verlasssen , werde nervös und unruhig und kann den leuten nicht mehr in die augen sehen )

29.10.2014 18:20 • #6


Jassna


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Hallo Laze, ja das kenne ich gut die Situation mit der Schichtübergabe. Ich war auch viele Jahre im Schichtdienst und vor der Übergabe hat es mir auch immer gegraut. Viele haben sich immer ziemlich aufgeblasen und wichtig gemacht. Ich bin immer ziemlich auf der Strecke geblieben. Obwohl ich die schwierigsten Aufgaben erledigt habe und das meiste gemacht habe, haben sich andere nachher in den Vordergrund gestellt. Eine sehr hässliche Situation für mich vor der mir auch immer graute.
Und das was du sagst "dir fällt es dann auch schwer andere anzusehen" - das kenne ich leider auch. Ich weiß, wie unerträglich es sein kann. Ich würde versuchen gerade dieses Thema so gut wie irgendwie möglich zu ignorieren. Um so mehr du dich damit beschäftigst um so intensiver wird es. Denke so wenig wie möglich darüber nach. Man kann den Gedanken daran zwar nicht wegbekommen, aber man kann versuchen so gut wie's eben geht an die Seite zu drängen.
Viele Grüße Jassna

29.10.2014 20:29 • x 1 #7



Dr. Reinhard Pichler


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