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Hallo,

ich möchte mir einmal einen Rat holen, vielleicht finden sich hier ja Leidensgenossen, die mir helfen können.
Ich bin 26 (im April 27) und meine Krankenakte zieht sich von Depression, Angst/Panikstörung (vor allem Hypochondrie) bis zu Zwangsgedanken (bzgl Selbstmord). Ich habe zurzeit ennorme soziale Ängste und Unsicherheit, da ich stark übergewichtig bin und Mobbing und das ganze in heftigster Form erlebt habe. Ich habe mich im letzten Jahr kaum rausgetraut, nur im Dunkeln. Oder eben im Auto. Auch einkaufen habe ich immer so gemacht, dass ich sehr früh morgens bzw. kurz vor Ladenschluss hinbin, weil dann wenig bis gar nichts los ist bzw. die Läden wie leergefegt sind. Mein Selbstwertgefühl ist im Keller. Ich fühle mich wie auf einem Präsentierteller. Wenn ich länger als zwei Minuten in einer Schlange bzw. vor einem Regal stehe, bekomme ich Schwindel- und Schweißausbrüche. Der Gedanken ans S-Bahnfahren etc. quält mich.
Dieses Leben habe ich nun so satt gehabt. Ich wollte nicht mehr, dass ich gemobbt werde und alle auf mich gucken, weil ich so übergewichtig und diesbezüglich auch ungepflegt rumlaufe. Aber da ich andere Menschen nunmal nicht ändern kann, muss ich bei mir selbst angefangen.

Deshalb habe ich mir professionelle Hilfe geholt (Weight Watchers). Hinzu kommt, dass ich mir von meinen Großeltern den Crosstrainer ausgeliehen habe, und zudem jeden Abend (im Dunkeln natürlich) einen strammen Spaziergang in der Nachbarschaft mache. Das Ergebnis: rund 7 kilo in Zwei Wochen! Ich bin so happy, habe nun ein Ziel im Leben was ich wieder verfolgen kann und Motivation, dieses zu erreichen. Ich möchte das auf jedenfall noch mit Schwimmen kombinieren oder ersetzen, weil mir dies noch mehr Spaß macht, gelenkschonender ist und mehr Kalorien verbraucht.
Diese Sport-/Ernährungstherapie möchte ich auf jedenfall solange weiterführen, bis ich mein Wunschgewicht erreicht habe und den Mobbern und Zweiflern somit das M...l gestopft habe. (Sorry für diese Ausdrucksweise!)

Nun kommt aber ein großes Problem hinzu. Ich beziehe derzeit ALG II, heißt, ich muss im Gegenzug Vermittlungsvorschläge annehmen und Maßnahmen annehmen. Diese habe ich im letzten Jahr aber nicht annehmen können, weil ich mich schlicht und ergreifend noch nicht so sicher fühle und in der Lage bin, zu Arbeiten oder gar vorstellig zu werden beim Jobcenter. Und ich habe auch bislang keinen Mut gehabt, mich meinem Berater zu öffnen, weil, psychische Erkrankungen in unserer Gesellschaft leider immer noch ein Tabuthema sind. Ihr kennt das vielleicht, dass man für die Gesellschaft immer erst dann krank ist, wenn man das auch sehen kann, heißt, wenn jemand mit Gipsbein rumläuft, wenn sich jemand Insulin spritzt, oder aufgrund einer Chemotherapie Haarausfall hat. etc.
Die Folge waren/sind Sanktionen, die bei mir immer noch mehr Druck ausüben, weil ich auf dieses Geld angewiesen bin. Und durch diesen Druck bekomme ich Angst, dass es irgendwann nicht nur bei Sanktionen bleibt, sondern man mir das Geld ganz streicht. Das wäre der Mega- und Supergau. Ich bin nämlich kein Arbeitsverweigerer. Ich will arbeiten und will mir Ziele und Träume erfüllen. Nur kann ich das jetzt (noch) nicht! Ich fühle mich (noch) nicht gesund und sicher.

Deshalb habe ich mir für Dienstag einen Termin bei meiner Psychiaterin geholt, bei der ich sie bitten möchte, mich erst einmal für unbestimmte Zeit krankzuschreiben, damit ich ohne Druck vom Jobcenter und in Ruhe meine o.g. Sport-/Ernährungstherapie weiterführen kann. Ich möchte ihr außerdem vorschlagen, dass wenn das nicht klappt und weitere Erfolge ausbleiben, sofort wieder eine Psychotherapie beginnen möchte. Zudem wäre es mein WUnsch, dass ich ein neues Medikament verschrieben bekomme, damit diese quälenden Zwangsgedanken und Hypochondriegedanken erst einmal unterdrückt werden. (Ich habe leider den Fehler gemacht, dass ich das letzte Medikament (Anafranil) abgesetzt habe, weil es mir damit so gut ging. Nun bin ich aber rückfällig geworden, und das Medikament wirkt auch nicht mehr).

Ich habe nun derbe Schiss, dass meine Psychiaterin mich nicht krankschreibt und ich dann somit geliefert bin. Man sagt ja, dass es (gerade in so einem modernen Land wie dem unseren) für alles eine Lösung gibt, aber ich wäre dann echt erstmal ratlos, da ja am nächsten Freitag wieder ein Termin beim Jobcenter ansteht. An nichts anderes kann ich zurzeit denken. Dabei hat mich meine Psychaterin in der Vergangenheit öfters mal krankgeschrieben, u.a. bei der Einschleichphase von Anafranil (wg. den Nebenwirkungen) und für eine Klassenreise (ich habe mich mit den Mobbern weit weg von zuhause nicht sicher gefühlt).

Hat jemand vielleicht Tipps oder kann mir aus Erfahrungen erzählen? Ich könnte zwar googlen, aber das mach ich seit meiner Hypchondriehochphase nicht mehr.

Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Danke und Gruß

Batmanic

22.02.2014 02:19 • 26.02.2014 #1


49 Antworten ↓


Du solltest denen das wirklich sagen was du hast ! Hol dir Hilfe von einen Sozialarbeiter der dich dorthin begleitet, erzähle deiner Pyschiaterin von deiner Angst die du hast, und lass dir einen Sozialarbeiter empfhelen. Glaub mir ...hab keine Angst, ich habe so was auch hinter mir, und ganz so schrecklich Reagieren die Leute auch nicht wie man manchmal denkt. Es kann sein das die dich zum Amstarzt schicken der dir dann eh nur das bestätigen kann, was du auch hast und auch bei diesen Gespräch kannst du jmd mitnehmen. Dann hast du auch deine Ruhe, und musst keine Sanktionen befürchten.
Dann kannst du deine Therapie machen, und sobald es dir besser geht, dich mit denen in Verbindung setzten. Alles andere ist nur unnötiger Stress .

Spiel mit offenen Karten, SAG was du hast, die sind nicht befugt sich zu deiner Erkrankung zu äussern, und sollten die das tun ( was ich nicht glaube, gerade wenn eine zweite Person dabei ist ) würde ich das direkt deinen Fallmanager mitteilen. Nur ein Arzt kann darüber urteilen und das werden die bestimmt in die Wege leiten.Und ganz wichtig, SAG das auch deiner Pyschiaterin, denn die muss auch so was wissen.Die kann dir da auch helfen.

22.02.2014 04:20 • #2



Arbeitslosengeld 2 - Angst/Unsicherheit - Rat benötigt

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Hallo Verstrahlt,

vielen Dank für deine Antwort. Ich habe bereits diese Woche meinem Berater des Jobcenters einen sehr offenen Brief geschrieben (ich kann mich schriftlichen besser ausdrücken als mündlich), indem ich meine körperlichen und psychischen Probleme offenbarte, und mich auch dafür entschuldigte, dass ich die Jobvermittlungen und Terminen nicht nachkommen konnte. Wobei ich mich ja eigentlich nicht entschuldigen muss, da ich ja nichts dafür kann, dass meine Seele nicht "hart genug" ist. Höchstens, dass ich es ihm nicht viel früher mitgeteilt habe. Aber diesen Fehler habe ich ja nun eingesehen, und habe aus diesem gelernt.
Eine Antwort habe ich (bislang) nicht erhalten.

Ich denke, wie du bereits sagtest, dass das Jobcenter eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung akzeptieren muss und wird. Alles andere wäre für mich unvorstell- und auch nicht nachvollziehbar. Und darüber mache ich mir ehrlich gesagt auch keine Gedanken.

Meine Gedanken und Befürchtungen sind halt, dass ich keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bekomme. Ich wüsste dann nicht, was ich tun soll. Das ist eine Existenzangst, die mich jetzt schon seit Tagen auffrisst. Weil ich eben denke, ich bin nicht krank genug, weil ich ja zwischenzeitlich eine Schule besucht habe, und davor einen Nebenjob hatte. Von der Schule bin ich "geflogen", weil ich mich gegen ein Lehrer verbal zur Wehr gesetzt habe, weil dieser mich gemobbt hat. Der Nebenjob war Nachts (Zeitungen austragen), eben weil ich tagsüber so wenig wie möglich draußen sein wollte bzw. auch nicht anders konnte.

Naja, ich geh jetzt erstmal schlafen. Vielleicht geht es mir nachher besser!

22.02.2014 05:07 • #3


Pucki_2
Hallo,

ich bin auch übergewichtig, aber auch leider schwer krank (gewesen). Auf jeden Fall Angst und Hypochondrie krank, und hab aber erst im August letztes Jahr mich dazu entschlossen Arbeitslosengeld 2 zu beantragen. Da ich davor aber schon so schei. lange nichts gemacht habe, und ich meine scheu bezüglich meiner Krankheiten ein wenig verloren habe hat es mir nichts ausgemacht denen von meiner ganzen Krankenakte zu erzählen. Das Ergebnis war ein Gutachten, das mich erstmal Arbeitsunfähig geschrieben hat und mich in ein Arbeitstraining mit internatartiger Unterbringung gesehen hätte. Hätte dem auch zu gestimmt, wird aber nicht vom Jobcenter bezahlt.

Solange ich alles für meine psychische und physische Gesundung tue bekomme ich auch weiterhin Geld, außerdem beginne ich nun hoffentlich bald eine Maßnahme, mit erstmal nur 2 Stunden Praktikum um das Selbstbewusstsein zu stärken und so.

Beim Jobcenter hängt es aber auch viel, glaube ich, vom Engagement deines Sachbearbeiters ab. Ich hatte da glaube ich ein wenig Glück. Aber ein bisschen Einsatz musst du denen auch zeigen, und Nachts Zeitungen austragen... ich habe es gern gemacht, hätte ich nur nicht regelmäßig Migräne bekommen. Aber so oft wie ich hier Rehe, Igel und was weiß ich nicht gesehen habe, bekommt man tagsüber halt nicht zu sehen.

Und um nochmal zum Gewicht zu kommen, vor meiner Angsterkrankung hatte ich 122Kg, mittlerweile sind es nur noch rund 100Kg. Und weißte was, vielleicht denken ein paar Hornochsen, man, was ist denn der für ein fettes Schw.... Aber wenn die Leute mitkriegen, das du dich aktiv gegen dein Übergewicht stemmst, und nicht in Selbstmitleid zerfließt, werden dich die Leute bewundern. Vielleicht nicht an der Kasse im Supermarkt, aber im Schwimmbad, oder im Fitnesscenter. Gemobt wegen meinem Übergewicht wurde ich schon lange nicht mehr.

Puh, ich glaube jetzt nicht, das das alles so hilfreich war, aber vielleicht hast du ja konkrete Fragen, die ich beantworten kann...

Grüße

Pucki

22.02.2014 12:37 • #4


Ich würde mich defintiv krank schreiben lassen. Und dann notfalls Grundsicherung erstmal beantragen. Ist genauso hoch wie ALG II und du brauchst keine Angst mehr haben! Vielleicht kannst du ja auch eine Kur bekommen? Bzw. Reha?
Mir würde echt nicht einfallen, Sperren zu bekommen und Sanktionen, wenn ich gar nix dafür kann krankheitsbedingt. ALG II ist doch so schon so wenig!

22.02.2014 13:24 • #5


Hey Danke Pucki! Deine Antwort hat mir schon sehr geholfen, vor allem, dass auch ich beruflich bislang nicht soviel gemacht habe. Ich hab habe 2005 meinen Handelsschulabschluss gemacht, habe mich dann eine Stufe höher, bei der höheren Handelsschule versucht. Hier scheiterte ich aber aufgrund von Fehlzeiten, die durch meine Depression zustande kamen. Seitdem eier ich mich aufgrund von psychischen Krankheiten durch das Leben. Habe von Ersparten gelebt, und nun seit Mai 2013 ALG II. Ich habe aber beruflich für meine Zukunft nicht so die Angst, weil wir hier in Deutschland sooooooviele Möglichkeiten haben, sei es erstmal Zeitarbeit in einem Lager, oder Maßnahmen/Kurse etc. Der Freund von meiner Mutter sagt immer: "In Deutschland verhungert niemand!"

Zum Übergewicht: Als ich noch 122 Kilo wog, war es auch noch nicht so schlimm. Ich war voll integriert, habe zweimal die Woche Fußball gespielt, war mit Freunden unterwegs, konnte noch Klamotten in normalen Geschäften kaufen, bin noch ins Stadion gegangen usw. usf. Es kam dann mit dem Abgang aus der Schule der "Fall ins Loch". Mittlerweile wieg ich ca. 172 Kilo, allerdings bin ich 1,88 und kräftig gebaut, was das ganze dann noch kolossaler wirken lässt.

Bei deinem letzten Absatz gebe ich dir voll und ganz Recht. Ich habe dieselbe Erfahrung gemacht. Zwar nicht mit dem Gewicht (ich hoffe das kommt noch ), sondern mit dem Rauchen. Ich habe vor fünf Jahren nämlich mit dem Rauchen aufgehört, und zwar ohne irgendwelche Maßnahmen wie Nikotinpflaster oder ähnlichem. Ich habe eine noch fast volle Packung einfach in den Müll geworfen. Das wars mit meiner Raucherkarriere. Und dafür ernte ich sehr viel Zuspruch und Respekt.

Nur leider ist es nunmal so, dass immer der erste Blick/Eindruck zählt. So ist das bei uns in der Gesellschaft. Ich kann auch noch so lieb und nett und intelligent und witzig sein, als erstes bin ich der Dicke unattraktive. Und dadurch bin ich dann auch schon gleich gescheitert. Sei es, ob ich mich irgendwo vorstellen müsste, oder bspw. eine Frau anspreche. Früher war das vielleicht noch nicht so, aber durch das Zeitalter mit viel hirnlosen Casting-Shows, Social Media und jeder präsentiert sich Wannabe-Model mäßig auf Facebook oder Instagram, ist fast alles nur noch auf Äußeres beschränkt. Und das ist ja auch mein Ansporn: die Masse kann ich nicht ändern, also tue ich es selbst.

Ich brauch jetzt halt nur noch diese Druckabnahme, in Form der Bescheinigung meiner Psychiaterin. Dann kann ich in Ruhe und ohne Druck vom Jobcenter meinem Ziel und meiner Arbeit weiter nachgehen, um dann in der Zeit von Spät-Sommer bis Winter 2014 ohne Scheu, Angst und Fläche fürs Mobbing, den nächsten Schritt machen kann.

Gruß

22.02.2014 13:42 • #6


Hey Pumuckl,

zurzeit bekomme ich eigentlich (!) 391 € im Monat. Durch meine bisherigen Sanktionen sind es aber nun nur noch ca. 300 € im Monat. Davon habe ich 150 € Fixkosten. Telefon/Handy, Sky (wg. Fußball) und einem alten Fitnessvertrag, der nur noch bis Juni läuft. Ich war damals so dumm und habe mir zuviel zugetraut, sodass ich einen 24 Monate Vertrag im Fitnessstudio abgeschlossen habe.
Ich habe so ein Glück, dass ich eine so fürsorgliche und liebe Mutter habe, die mich auch weiterhin zuhause wohnen lässt, ohne, dass ich dafür Kostgeld o.ä. abdrücken muss.

D.h., dass ich im Monat 150 € an "Taschengeld" (klingt in meinem Alter ein wenig merkwürdig ) bekomme. Das ist in der Tat nicht viel, aber für mich reicht das für erste. Und wenn im Juni mein toter Fitnessvertrag ausläuft, sind es immerhin 50 € mehr. Und wenn dann Sanktionen wegfallen (sind immer für drei Monate), sind es 90 € mehr. Da reicht wie gesagt für mich. Das wichtigste an diesem ALGII ist, dass Krankenversicherung etc. übernommen wird. Denn jeder, der schon selbst wegen freiwilliger Versicherung zahlen musste, weiß, wovon ich spreche. Das sind knapp 160€ (!) jeden Monat. Wovon ich die jetzt nehmen sollte, ohne ALGII, ist mir absolut schleierhaft.

Ich werde nun erst einmal meinen Termin am Dienstag abwarten. Dann habe ich neue Fakten und kann mich neu orientieren. Ob ich mich jetzt wild mache oder nicht, ändert ja nichts.

Gruß

22.02.2014 13:52 • #7


Gibt es Krankschreibungen "für unbestimmte Zeit" ?

Und sag bloß niemandem, dass deine Mutter dich verköstigt, denn eigentlich musst du das beim Jobcenter angeben und dann würden sie dir das Essengeld streichen.

22.02.2014 14:04 • #8


Hallo GastB,

ja die gibt es, da man gerade bei langfristigen Erkrankungen nie so ganz weiß, wann derjenige wieder fit ist. Ich kenne jemanden, der hatte so eine. Und selbst wenn man sie nicht bekommt, kann man sie ja immer verlängern lassen, falls man noch nicht gesund ist. Kommt unter dem Strich dasselbe bei rum.

Das mit meiner Mutter weiß das Jobcenter, habe ich schon alles bei meiner Anmeldung geklärt gehabt, danach haben sie auch mein ALG II gestaffelt. Problematisch wird es nur, wenn meine Mutter mir zusätzlich Geld gibt, heißt, jeden Monat bspw. 100 € auf die Hand oder sowas. Das muss ich melden und angeben.

Gruß

22.02.2014 14:11 • #9


Pucki_2
Ich wohne auch noch bei den Eltern, und das war aufm Amt kein Problem. Die Eltern bekommen sogar 100 € für meine Nebenkosten. Und ja, die 200€ für die Krankenkasse. Ungemein wichtig. Wird Zeit fürn richtigen sozialversicherungspflichtigen Job, das ich endlich mal von dieser bescheuerten PKV wegkomme. Hab Angst das der Beitrag mal irgendwann ins unermessliche Erhöht wird. Aber bisher ging zum Glück noch alles gut.

Ah.. btw. Der Song ist ironisch gemeint, aber trotzdem net ganz unzutreffend..

22.02.2014 14:13 • #10


Zitat von Pucki_2:
Ich wohne auch noch bei den Eltern, und das war aufm Amt kein Problem.
DAS ist natürlich kein Problem, im Gegenteil.

22.02.2014 19:50 • #11


Zitat von Batmanic:
ja die gibt es, da man gerade bei langfristigen Erkrankungen nie so ganz weiß, wann derjenige wieder fit ist. Ich kenne jemanden, der hatte so eine. Und selbst wenn man sie nicht bekommt, kann man sie ja immer verlängern lassen, falls man noch nicht gesund ist. Kommt unter dem Strich dasselbe bei rum.
Ah so.

Zitat:
Das mit meiner Mutter weiß das Jobcenter, habe ich schon alles bei meiner Anmeldung geklärt gehabt, danach haben sie auch mein ALG II gestaffelt.
Dann hast du vielleicht Glück mit deinen Sachbearbeitern. Ich habe schon von anderen Fällen gehört. Allerdings ist das ca. 5 Jahre her. Vielleicht sind die Jobcenter inzwischen etwas lockerer geworden.
Dazu gibt es ein Urteil http://www.gegen-hartz.de/urteile/0344e ... 52101.html - aber ich habe beim Schnelllesen nicht verstanden, ob bei Vollverpflegung etwas abgezogen werden soll, kann oder nicht darf.

22.02.2014 19:57 • #12


@GastB:
Wenn ich ehrlich bin, habe ich von diesem Gerichtsdeutsch, welches in dem Link steht nur einen Bruchteil verstanden. Ich darf also bis 83,28 € bei meiner Mutter verpflegt werden, alles darüber wird vom ALG II abgezogen? Ich rechne natürlich nicht nach jeder Mahlzeit nach, wieviel € sie nun wert war, ich mein, wer macht sowas schon. Aber ich kann so ziemlich sicher behaupten, dass mein Grundnahrungsbedarf in € sicher darunter liegt. Alles andere, also das, was nicht Kartoffeln, Wasser, Brot, Reis, Aufschnitt, Butter etc. ist, zahle ich von meinem ALG II.

22.02.2014 20:10 • #13


Pucki_2
Hmmm.. Batmanic, ich könnte das gar nicht ausklabautern, wieviel denn jetzt mein Essensanteil ist. Aber von mir wollte das auch noch kein Sachbearbeiter wissen. Im Gegenteil, zu mir hat der nette Herr gesagt, je weniger er weiß, desto weniger Arbeit hat er mit dem Antrag. Ich versuche trotzdem immer meinen Anteil an den Lebensmittel zu bezahlen, wäre ja doof wenn nicht. Klappt aber leider nicht immer.

22.02.2014 20:51 • #14


Hat deine Mutter ein eigenes Haus? Falls hat, vermietet sie dir natürlich 1-2 Zimmer, Küche und Bad nutzt ihr gemeinsam und wenn das Amt dir dumm kommt, beantragst du da auch noch, dass sie deiner Mutter dafür die Miete bezahlen!
Ich finde es mal wieder eine Sauerei. Eltern sollen ihre Kinder bis 25 oder 26 finanzieren. Wie soll das heutzutage gehen, wenn die Kinder nicht arbeiten (können) und heute die Eltern selbst schon oft nicht genug haben! Da krieg ich wieder mal einen totalen Hass. Dir wird das Geld gekürzt und jedem Asylanten wird es hinten rein geblasen! Du bist krank und wirst schikaniert und die dürfen von Amts wegen noch nicht mal arbeiten. Das sind alles so Sachen, wo einem echt die Hutschnur hoch geht. Lass dir nix gefallen!

22.02.2014 20:55 • #15


Da verwechselst du m.E. einiges, pumuckl, falls du über das ALG2, also Hartz 4, sprichst.

Bis 25 müssen die Eltern ihren arbeitslosen Kindern nur UNTERKUNFT gewähren. Ohne dafür Miete zu kassieren. Für alles übrige bekommen die erwachsenen Kinder ja ihr eigenes ALG2.

----

Wenn kein Hartz 4 im Spiel ist, die Eltern also normale Einkünfte haben oder gar wohlhabend sind, dann müssen sie das Kind eigentlich nur bis 18 unterhalten, danach muss das Kind sich um sich selbst kümmern. Außer, wenn es in einer Ausbildung ist:
http://www.unterhalt.net/kindesunterhal ... ehrig.html

22.02.2014 21:29 • #16


@pucki:
Bei mir haben sie so etwas auch gar nicht gefragt. Das einzige was sie bzw. der Herr eigentlich so richtig sehen wollten, waren meine Kontoauszüge und Sparbücher, weil ich bis Februar 2013 noch Halbwaisenrente bekam. Dazu brauchten sie von der Berufsgenossenschaft und Rentenversicherung Nord eine Bescheinigung, dass ich jene Halbwaisenrente nicht mehr beziehe. Dann haben sie auch noch einmal nachgehakt, weil bei einem Sparbuch zwei Monate vor dem ALG II-Antrag noch Zinsen fällig waren. Das Sparbuch selbst war dann im April aber schon leer. Nach einem Briefverkehr von 4-5 Briefen, haben sie nach einer Vermögensübersicht meiner Bank (mit Stempel und Unterschrift des Filialleiters) endlich Ruhe gegeben.

@pumuckl:
Meinst du mich? Wir bzw. meine Mutter hat ein Reihenhaus. Ich wohne noch in meinem alten (Kinder-)Zimmer, natürlich modernisiert. Bad und Küche nutze ich natürlich auch, genauso wie das Auto meiner Mutter. Einerseits kann ich die vom Jobcenter verstehen, da es auch tatsächlich Abzocker und Faulpelze gibt. Für die, die aber wirklich krank sind und nicht arbeiten können, muss es solche Hilfen und Möglichkeiten geben. Und da hast du auch voll und ganz Recht: das Suchen der Nadel im Heuhaufen ist eine Sauerei. Als hätten es die Menschen nicht schon schwer genug, haben sie durch ständiges und teils auch unberechtigtes Nachfragen und Nachhaken Existenzängste. Ich glaube aber, dass die Eltern nur bis 25 verpflichtet sind, ihre Kinder bei sich wohnen zu lassen. Deshalb bin ich ja auch meine eigene Bedarfsgemeinschaft. Sonst hätte ich ja noch Einkommensnachweise aller Leute im Haushalt etc. einreichen müssen. Weiß das gar nicht so genau, weil das bei mir ja sowieso nicht in Frage kommt, da ich über 25 bin und immer noch bei meiner Mutter wohne.

Das Problem ist glaube ich auch, dass viele Berater im Jobcenter gar nicht für sowas geschult sind, heißt, sie wissen nicht, wie sie bspw. mit einem Depressionskranken umgehen sollen, und machen ganz normal Arbeit nach Plan.

22.02.2014 22:03 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich vermute, Du bist bei der PKV im Basistarif versichert und hast wegen Hilfebedürftigkeit einen reduzierten Beitrag.
Ist gar nicht so schlecht, leistet in Teilbereichen sogar mehr als die gesetzliche Krankenversicherung.

22.02.2014 22:04 • #18


Pucki_2
nee Karlo, ich bin nicht im Basistarif versichert, der wäre nämlich teurer gewesen... Warum auch immer..

Edit:

Momentan sind es 210€ inklusive Pflegeversicherung und 400€ Selbstbeteiligung, der Basistarif wäre 310€ monatlich. Da hat der Sachbearbeiter vom Jobcenter nur gemeint, dann übernehmen wir den alten weiter. Ob das Versicherungstechnisch so korrekt ist kann ich aber nicht sagen, trau mich aber dort auch nicht nachzufragen, aber im Jobcenter haben die gemeint, das wäre so ok.

22.02.2014 22:04 • #19


@Pucki:
Ist der Beitrag mittlerweile echt so hoch? 200€? Ich hab damals von 2010 bis Sommer 2012 bzw. von Februar bis April 2013 153,XX € bezahlt. Normaler Freiwilligentarif bei der DAK.

22.02.2014 22:08 • #20



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