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201826.01




Gibts hier eigentlich auch Frauen die Angst vor fremden Männern haben und auch einen Ekel generell vor Männern und deren Nähe?
Ich habe eigentlich von der Kindheit an schlechte Erfahrung mit Männern (gewalttätiger Vater) und lange Zeit dache ich ich werde nie eine Beziehung mit Männern führen können! Traf aber irgendwann dann einen Mann der mich und meine Ängste verstand! Ich habe außerdem S.uellen Missbrauch erlebt.
Ich habe seit dem eher vor allem Angst was männlich ist. Ich habe keine männlichen Ärzte, ich würde mich nie mit einem fremden Mann unterhalten geschweige denn mit jemanden treffen. Ich liebe meinen Mann zwar aber eher wie einen guten Freund, Bruder. Er akzeptiert dass auch und bleibt trotz allem bei mir, was ich ihm hochanrechne da er sagt dass es ohne mich auch langweilig wäre und er meine Herzlichkeit sehr schätzt etc. Also ich hab den besten Mann der Welt. Bei fremden Männern verspüre ich allerdings diese Angst und ich glaube wenn mein Mann nicht wäre würde ich inzwischen alleine ohne Partner leben denn ich würde es nicht aushalten. Therapien zu diesem Thema habe ich nie gemacht da ich es zwar kurz ansprechen kann aber dann schäme und es mir seelisch nicht gut tut darüber zu reden! Freundschaften mit Männern sind auch nicht möglich außer der Mann ist gleichgeschlechtlich das sage ich so einmal da mein bester Freund ein gleichgeschlechtlich Mann ist. Aber sonst ist die Angst da. Da Männer oft nur das eine Thema kennen! Darum bin ich die einzige die so eine Störung hat hier? Und die anderen Betroffenen: welche Therapie hat euch geholfen! Ich müsste weit ausholen um das ganze Thema zu beschreiben! Möchte aber erst einmal schauen welche Antworten darauf kommen und ob ich überhaupt Ernst genommen werde! Für mich ist es eben ein Alptraum und ich habe Angst dass alles könnte sich wiederholen! Denn im Traum ist der Horror immer wieder da! Die Gewalt meines Vaters, der S.uelle Missbrauch des Nachbarn..Nach außen hin waren es alles "brave Menschen" darum Vertrauen in Männer habe ich ehrlich nicht. Da ich immer voraus denke, was ist wenn es wieder so jemand ist! Also ich kann zu hetero Männern nicht einmal eine normale Freundschaft aufbauen!

Auf das Thema antworten


178
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Main-Kinzig-Kreis
130

Status: Online online
  26.01.2018 14:36  
Hallo liebe Fallenangel, ich kann deine Angst sehr gut nachvollziehen.
Auch ich hatte einen Alk. und sehr gewalttätigen Erzeuger. S.ueller Missbrauch hatte ich als Kind zum Glück nicht, sowas ähnliches kam aber später.
Mein 1. Mann war Alk., vor dem ich mich dann nur noch ekelte. Mein zweiter Mann trank zwar keinen Tropfen Alk., aber war wie mein Vater sehr gewalttätig und er war es auch der mich immer zum S. zwang.
Und dann gab es da einen Vorgesetzten der mir auf der Arbeit mit Mobbing das Leben zur Hölle machte.
Also ich hatte auch allen Grund die Männer zu hassen, und war dadurch sehr lange krank, doch ich hatte das Glück wie du, dass mein dritter Mann auch ein Engel war, der mir den Glauben wiedergegeben hatte dass nicht alle Männer so grausam sind. Er ließ mir alle Zeit der Welt um mit ihm auch intim zu werden und es hat funktioniert und war wunderschön.
Ich rate dir eine Therapie zu machen, denn bei deinen schrecklichen Erlebnissen, ist es nach meiner Meinung nach alleine nicht zu schaffen das zu verarbeiten.
Du kann st ja zu einer Therapeutin gehen, die mit dem Thema sensibler umgehen kann. Und du musst dich deswegen garantiert nicht schämen, dass müssen nur diese Schei-Kerle die dir das angetan haben. :trost:



667
2
Wien
321

Status: Online online
  26.01.2018 15:56  
Ich kann das leider auch nachvollziehen.
Ich hatte einen sehr jähzornigen, cholerischen Vater, der auch mit Schlägen nicht sparte. Habe mich insbesondere in der Pubertät sehr vor Männern gefürchtet, heute geht es aber ganz gut.



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6****
4683
  26.01.2018 18:25  
fallenangel2018 hat geschrieben:
Gibts hier eigentlich auch Frauen die Angst vor fremden Männern haben und auch einen Ekel generell vor Männern und deren Nähe?


Ja, so geht es mir auch. Ich hatte aber keine schlechten Erfahrungen mit Männern in meiner Kindheit. Ich habe auch nur Angst vor Männern in ihrer Eigenschaft als mögliche Partner, aber nicht als Menschen.



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  26.01.2018 18:49  
Ja ich habe ein komisches Gefühl gegenüber fremden, Erwachsenen Männern, die auch wesentlich älter sind als ich (bin 20). Ich denke es liegt daran, dass ich nie in meinem Leben eine männliche Bezugsperson hatte und deswegen keine Erfahrung sammeln konnte. Zwar habe ich auch Onkels in meiner Familie und auch einen Opa bis er 2012 starb, aber leider konnte ich von mir aus nicht so den richtigen Bezug aufbauen und so hatte ich bis jetzt nie eine männliche Vorbildfunktion, schade ist es schon, aber kann man eh nicht mehr rückgängig machen :)

Allerdings kann ich auch Männer nicht einschätzen, ich habe Angst, dass sie böses von mir wollen, weil ich nicht so gut die Absichten anderer Menschen einschätzen kann und so ist es Mal passiert, dass ich damals zu einem jungen Mann einfach mit nach Hause gegangen bin und ich dachte, er wolle mir was cooles zeigen, z.B. ein Videospiel, weil wir uns drüber unterhalten haben, aber in echt wollte er nur Geschlechtsverkehr mit mir und ich habe alles mit mir machen lassen, weil ich nicht wusste, wie ich mich verhalten sollte, aber Se* hatten wir zum Glück nicht und ich konnte schnell nach Hause, aber ich denke immer, dass Männer immer nur mit mir das eine wollen und mich nach Hause locken.



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  26.01.2018 23:56  
Bei mir ist es so, dass ich früher auch immer nur zu weiblichen Ärztinnen gegangen bin. Ich hatte zu den männlichen kein Zugang.
Ich bin auch ein eher schüchterner Typ, hatte immer Probleme, einen Mann zu finden, wie auch, wenn man sich einigelt. Ich war auch immer sehr misstrauisch den Männern gegenüber. Mit der Zeit wurde es besser. Ich habe einen ganz lieben Mann, der mich auf Händen trägt. ich kann es manchmal gar nicht fassen, was ich für ein Glück habe.
Schlechte Erfahrungen mit Männern... mein Opa, bei dem ich fast aufgewachsen bin, da meine Eltern berufstätig waren, war ein autoritärer Mann, der seine Kinder auch mal geschlagen hat. Ich hatte eigentlich schon oft Angst vor ihm, obwohl er mir nichts getan hat. Aber sowas fördert nicht gerade das Selbstbewusstsein.



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  28.01.2018 18:33  
Das Gefühl kenn ich auch. In meiner Kindheit war nix vorgefallen. Bei war in meiner ersten Ausbildung wo der Missbrauch angefangen hat durch einen Kollegen kurz bevor ich 18 geworden bin.
Bin 31 Jahre und hatte noch nie einen Freund oder eine Partnerschaft da ich bei nähe Panik bekomme.
Zu dem kommt noch meine extreme Schüchternheit dazu wo es noch erschwert.

Eine frage was macht ihr dagegen?
Denn ein lebenlang alleine will man ja nicht bleiben.

Ich wünsch euch einen schönen Sonntag



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1
  02.02.2018 19:18  
Guten Abend,

ja, ich habe auch Angst vor Männern. Oder zumindest Vorbehalte.
Ich habe mehrere Beziehungsanbahnungen in meinem Leben gehabt, hielten aber maximal drei Monate. Langzeitbeziehungen kenne ich nicht. Jedes Mal, wenn ich in solch einer "Beziehung" war, überfiel mich regelmäßig Angst und Panik. Ich konnte die Nähe, vor allem die emotionale Nähe der Männer nicht aushalten. Ich musste da raus. Schmetterlinge im Bauch oder die rosarote Brille kenne ich nicht. Beziehung zu einem Mann waren für mich immer schon Tränen, Panik, Angst, Unsicherheit, Flucht etc. Ich wollte kaum was mit ihnen machen, sie so selten wie nur möglich sehen. Körperliche Nähe wie Küssen oder kurze Umarmungen gingen gerade noch. S. ging gar nicht. Auch hier flüchtete ich immer. Auch im Alltag bemerke ich meine Angst vor Männern. Wenn ich zum Beispiel irgendwo parke und sehe, dass in der Nähe meines Autos ein Mann steht, bleibe ich so lange in meinem geschützten Auto, bis der Mann weg ist. Im Supermarkt gehe ich grundsätzlich nur an Kassen mit weiblichen Kassiererinnen. Bei männlichen laufe ich noch so lange um die Regale herum, bis eine Frau die Kasse übernimmt. Wenn ich mich bewerbe, schaue ich im Vorfeld schon, ob der Chef der Firma ein Mann ist. Wenn ja, bewerbe ich mich dort nicht. Schon in der Schulzeit waren männliche Lehrer wahnsinnig schlimm für mich. Bei Gruppen- oder Partnerarbeiten suchte ich mir immer weibliche Mitschülerinnen aus, mit Jungs konnte ich nicht mal richtig reden. Bis heute nicht. Laufe ich allein auf einem Bürgersteig und sehe, dass eine Gruppe Männer vor mir steht oder geht, dann wechsle ich die Straßenseite.
Mittlerweile vermeide ich sämtliche Flirtereien, Anbahnungen und Kontaktaufnahmen zu Männern. Ich meide sie komplett. Möchte auch keine Beziehung mehr, auch wenn ich "erst" 20 bin.

Zu meiner Kindheit: bis ich 9 war dachte ich, dass mein Vater mein "richtiger" also leiblicher Vater ist. Allerdings hat man mir dann gesagt, dass mein eigentlicher leiblicher Vater mich von Anfang an nicht wollte und meine schwangere Mutter sitzen hat lassen. Das hat die Beziehung zu meinem Stiefvater und mir nachhaltig bis heute geschädigt. Ich habe ihm gegenüber keine Liebe mehr gespürt, er ist ein Fremder für mich. Ein Jahr drauf haben sich meine Mutter und Stiefvater getrennt und scheiden lassen. Anfangs hatte ich circa 3-4 mal im Jahr noch Kontakt zu ihm, mittlerweile ist der Kontakt komplett eingeschlafen. Die meiste Zeit bin ich also ohne männliches Elternteil aufgewachsen. Zu meiner leiblichen Vater, mein Erzeuger, besteht bis heute keinerlei Kontakt, er will nichts mit mir zu tun haben.

Fazit: Ja, ich verstehe dich. Sehr gut sogar.



205
Offenburg, Baden-Württemberg
121
  16.02.2018 00:23  
fallenangel2018 hat geschrieben:
Therapien zu diesem Thema habe ich nie gemacht da ich es zwar kurz ansprechen kann aber dann schäme und es mir seelisch nicht gut tut darüber zu reden!


Dass das anstrengend und schwierig ist ist natürlich klar. Aber wenn du daran arbeiten möchtest ist eine Therapie definitiv das richtige!

Such dir eine sympathische Therapeutin, und dann gib dir gegebenenfalls auch etwas Zeit.
In einer Therapie wird nicht gehetzt. Lass dir die Zeit die du brauchst, aber sprich es Stück für Stück an und durch.
Die Therapeutin wird dich diesbezüglich auch etwas leiten und begleiten.

Du empfindest Scham, aber dieses subjektive Gefühl ist falsch!
Du musst dich nicht schämen. Es gibt viele andere in deiner Situation, die ähnliche irreführende Gefühle haben. Du wurdest zu einem Opfer. Aber das ist okay. Vorallem beim Heranwachsen sind wir total von unserem Umfeld abhängig. Du kannst nichts für deine Vergangenheit und deine Situation. Es gibt viele andere die ähnliches erlebt haben.
Dass es schwer ist sich damit zu beschäftigen ist völlig nachvollziehbar. Also, du brauchst dich nicht schämen!

Zitat:
Da Männer oft nur das eine Thema kennen!


Entweder hast du nur die falschen Männer kennengelernt, oder das ist einfach ein Vorurteil mangels Erfahrugen?
Es gibt sicherlich solche, aber genauso andere. Mit deinem Mann hast du ja ganz offensichtlich auch einen 'anderen' gefunden! ;-)

Zitat:
Freundschaften mit Männern sind auch nicht möglich außer der Mann ist gleichgeschlechtlich das sage ich so einmal da mein bester Freund ein gleichgeschlechtlich Mann ist. Aber sonst ist die Angst da. [] Da ich immer voraus denke, was ist wenn es wieder so jemand ist! Also ich kann zu hetero Männern nicht einmal eine normale Freundschaft aufbauen!


Daraus lese ich schon den Wunsch dass das möglich wäre?
Du hast sehr schlechte und traumatische Erfahrungen gemacht.
Das heißt aber nicht dass viele oder die meisten Männer so sind.
Die Stärke der Erfahrungen wiegt da natürlich sehr schwer. Da ist das einzige was du machen kannst durch rationale Erklärungen und dann durch Erfahrungen dich selbst eines anderen zu überzeugen.

Dazu gehört vielleicht auch die eigene 'erste Abneigung' anzunehmen und als das was es ist zu akzeptieren - und dann (gerade) trotzdem einen Mann als Freund näher kennen zu lernen.
Angststörungen halten und verschlechtern sich vor allem durch Vermeidung und vorsorgliche Befürchtungen.
Wenn du etwas Sicherheit brauchst besorge dir ein Pfefferspray, und dann trau dich!

Die eigenen Erfahrungen und Grundüberzeugungen die man in der Kindheit gelernt hat umzulernen ist mit Sicherheit nicht einfach.
Aber dennoch möglich!

Viel Glück auf deinem Weg


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