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Zitat von Mondkatze: Fremde sehen mich am Telefon nicht, wissen also nicht wer ich bin.
Ich hatte ja immer Angst vor Konsequenzen wenn ich das Gespräch einfach beende.
Aber durch die Anonymität kann da nichts folgen.
Aber sie
hören Dich - und Du
hörst sie (dann nicht mehr). Worte berühren mich mitunter viel stärker als die physische Anwesenheit einer Person.
Und sehr wohl hat das Abwürgen eines Telefongesprächs "Folgen" - wenn auch nicht "faktisch" dann zumindest für mich selber. Denn ich habe den Kontakt beendet. Wie man diese Folge bewertet ist wieder ein anderes Thema.
Zitat von Abendschein: Ich bin wie ich bin und das ist am besten so, für mich. Da brauche ich mich nicht zu verstellen, was für mich immer anstrengend war.
Darin liegt m. E. ein weitverbreitetes Problem: Wir meinen immer, uns in Gesprächen irgendwie "anders" (offizieller?) darstellen zu müssen, also wir uns gerade wirklich fühlen. Ich finde es immer sehr sympathisch, wenn ich merke, dass mein Gegenüber authentisch ist, auch wenn das manchmal als launisch oder wortkarg rüberkommt.
Man darf auch bedenken, dass es langfristig etwas mit uns macht, wenn wir uns verbal ständig verstellen müssen. Gerade Außendienstler haben oft das Problem, irgendwann nicht mehr zu wissen, "wer" bzw. "wie" sie eigentlich sind. Habe das selber lange genug erlebt...
25.07.2021 11:06 •
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