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stundhartwigler
Mitglied

Beiträge:
3
Mitglied seit:
Sammelthema
Hallo zusammen,

ich weiß einfach nicht was mit mir nicht stimmt.

Zu mir: Ich bin ein 32 Jahre alter Mann. Leider wird mein Problem zusehens schlimmer. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie unfassbar schlecht es mir in Gesellschaft geht. Ich muss sagen, dass ich nie der "offene"-Typ war aber es wird immer unerträglicher. Ich weiss echt nicht mehr weiter. Ich könnte darüber auch niemals mit jemanden reden (aus Scham) - andererseits ist das sicher schon auffallend genug bzw. offensichtlich das mit mir was nicht stimmt.

Es ist ganz egal ob Besuch nach hause kommt, ob ich irgendwo anders bin - Leute die ich nicht 100% auswendig kenne sind für mich der absolute Alptraum.

Ich habe auch keine Ahnung vor was ich mich genau fürchte. Das ich lächlerich gemacht werde, dass ich klein gemacht werde, dass ich vor meiner Frau bloßgestellt werde, dass ich vor Arbeitskollegen bloßgestellt werde - ich weiß es einfach nicht genau.

Es ist egal ob privat oder in der Arbeit - es ist nicht mehr auszuhalten. Das muss eine ganz starke Menschenphobie oder sowas sein wenn es sowas gibt.

Ich bekommen nen knallroten Kopf, die Stimme wird hoch, den Herzschlag spüre ich im Hals, also wirklich das All-inclusive-Paket. Das grösste Problem dabei ist in der Firma, weil ich dadurch bei Kunden sehr inkompetent und unsicher wirke. Und natürlich kriegen das auch meine Arbeitskollegen mittlerweile mit welche meine Unsicherheit auch teilweise schon ausnutzen. Und mein Selbstwertgefühl ist mittlwerweile schon gar nicht mehr vorhanden - was alles noch schwerer macht.

Ich bin schon soweit das ich Johanniskraut- und Baldrian-Kapsen nehme aber das bessert absolut garnichts.

Gibt es irgendwas was ich alleine machen kann oder muss ich definitiv zum Psychiater (wovon ich mittlerweile ausgehe)?

Bin für jeden Tipp dankbar. Angst macht mir, dass es wirklich von Tag zu Tag, Monat zu Monat und Jahr zu Jahr schlimmer wird.

Bis dann

17.07.2020 #1


11 Antworten ↓

Icefalki
Also, erstmal herzlich willkommen bei uns.

Um gleich zur Sache kommen, ja, gehe zum Psychiater (der darf medis verschreiben) oder zum Psychologen, der ohne medis arbeitet.

Egal, du wirst nicht darum herumkommen, deinem Grundproblem ins Auge zu schauen.

Wie sieht es mit dem arbeitsplatz aus, kannst du es jemanden deines Vertrauens sagen, damit ein gewisses Verständnis herrscht.

Da du an einer Krankheit leidest, musst du dich nicht schämen. Weiß es deine Frau oder trägst du alles alleine mit dir herum.

Wir sind auf jeden Fall für dich da.

x 2 #2


A


Angst und Schüchternheit in Gesellschaft

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S
Hallo Icefalki,

danke für deine Antwort!

Schätze auch, dass ich um einen Arztbesuch definitiv nicht mehr drumherumkomme.

Nein, das könnte ich nie jemanden sagen - möchte ich auch nicht - meiner Frau am allerwenigsten - aus Scham, keine Schwäche zeigen, usw.

Obwoh das mit "keine Schwäche zeigen" eh schon eine Zeit lang nicht mehr möglich ist weil es einfach schon zu offensichtlich ist - aber ich kann NOCH so gut schauspielern, dass die Leute wahrscheinlich meinen, dass ich sehr schüchtern oder der Gleichen bin - das große Ganze kann ich noch irgendwie verbergen.

Ich hoffe einfach das sich das wieder irgendwie einpendeln kann - momentan ist es schon sehr schwer.

Bis dann

#3


Icefalki
Nee, von alleine kommst du da nicht raus. Ach, es ist immer das gleiche. War bei mir auch so. Nur keine Schwäche zugeben. Frage, wer hat dir das gelernt?

Was insgesamt gut ist, dass du kämpfst. Und jetzt sage ich dir mal, wer sooo kämpft ist auch stark. Waaaahhhhhnnnnsinnig stark.

Bloß kämpfst du noch ein bisschen falsch. Den wahren Kampf darfst du noch ausfechten, wenn es darum geht, dir Schwäche einzugestehen. Das wird dich in deine Grundfeste erschüttern, aber auch helfen.

Aber das wird Therapiearbeit sein. Das mit Schwäche zeigen ist so eine Sache, aber diese Stärke und Mut zu haben, genau sich seinen problematiken stellen zu wollen, wird dein Leben bereichern.

Glaube mir da jetzt einfach. Später, wenn du verstanden hast, denk an diese Worte:

Gott (oder wer auch immmer) liebt uns ganz besonders, er schenkt uns die Möglichkeit zu einem 2. Leben.

x 1 #4


S
Hey Icefalki,

danke für deine Worte!

Der erste Schritt (den ich schon ewig hinausziehe) ist getan - nächste Woche einen Termin bekommen.

Bis dann

#5


Ilovechocolate
Hallo,

aus Erfahrung kann ich Dir eine Selbsthilfegruppe empfehlen. Schau doch mal in Deiner Umgebung ob es so sowas gibt. Dort findest Du viele Gleichgesinnte. Es kostet natürlich Überwindung dort hinzugehen, vielleicht wäre das erstmal eine Alternative zu Medis (die kannst Du später auch noch probieren). Allein schon die Auseinandersetzung mit der Situation ist eine gute Therapie.

Grüße

ilovechocolate

#6


Bougainville
Der Gang zum Psychiater ist eine gute Idee.
Ja, er kann dir Medikamente verschreiben, aber wozu?
Ich litt seit meiner Kindheit unter einer extremen Sozialphobie, die ich mit einer Verhaltenstherapie in den Griff bekommen habe. Aber nur weil ich das Glück hatte, mal an eine gute Therapeutin geraten zu sein.
Ich war vor jener Dame bei drei verschiedenen anderen Therapeuten, jedoch erfolglos. Obwohl alle Verhaltenstherapeuten waren, hatte jeder andere Methoden.
Bei der vierten Therapeutin hat es dann endlich geklappt. Nur nicht aufgeben.
Alles Gute für dich!

#7


T
Hallo stundhartwigler,

dein Problem scheint wirklich sehr ernst zu sein und du kommst wahrscheinlich nicht ohne professionelle Hilfe weiter. Ich starte gerade ein Projekt, dass sozusagen eine Vorstufe zum Psychiater sein soll. Dabei soll man erstmal mit einem professionellen Psychologen bzw. Psychiater chatten können, da es viele Menschen doch oft sehr viel Überwindung kostet einen Therapeuten aufzusuchen und dies oft auch gar nicht so einfach ist wie man meinen könnte. Auch habe ich einen kleinen Artikel (talktree de unter Blog) geschrieben, der deine Angst ein bisschen aufgreift. Dieser wird dir wahrscheinlich nicht sonderlich helfen, da dein Problem wirklich schwerwiegend zu sein scheint, aber vielleicht findest du doch etwas Inspiration.

#8


Z

Angst vor Gesellschaft

Hallo,
Ich leide seit ungefähr 1 Jahr unter Angst- und Panikattacken wenn ich in unter Menschen bin, was von heute auf morgen plötzlich kam.
Dies äußert sich am stärksten durch Übelkeit. Wenn ich zum Beispiel mit Freunden was essen gehe bekomm ich kaum was runter, mir wird schlecht und ich muss mich meistens auch übergeben. Es ist nicht so dass ich mich nicht drauf freu, ich hab Lust mich mit Freuden zu treffen und freu mich richtig drauf. Aber sobald man dann im Restaurant, auf Partys, ect. ist wird mir von Minute zu Minute schlechter, auch wenn ich weder was trinke noch esse.
Das passiert mir manchmal sogar wenn ich alleine bin: Ich koche was leckeres, hab keine stressigen Situationen und von einer Sekunde auf die andere wird mir kotzübel.

Geht es hier einem Anderen auch so? Oder weiß jemand wie ich das in den Griff bekommen kann?

Vielen Dank euch schon mal im voraus Smile

#9


A
Herzlich willkommen, vielleicht solltest du es mit deinem Arzt besprechen,ich kenne solche Symptome von meiner sozialen Phobie.

#10


Z
Danke für deine Antwort.
Ich war schon bei mehreren Äzten, haben mir auch unterschiedliche Medikamente und Homöopathische Produkte verschrieben aber nichts hat mir geholfen.
Infern hat sich denn deine soziale Phobie geäußert und was hat bei die geholfen?

#11


A
Hatte auch Angst wenn ich eingeladen wurde,habe mich unter Menschen unwohl gefühlt,teilweise bin ich gar nicht aus dem Haus,dass war aber in meiner schlimmsten Phase.
Mache immer noch eine Therapie und nehme Medikamente,zur Zeit ist es Okay kann mich aber durch Stress auch wieder zurück werden. Liebe Grüße

#12


A


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Dr. Reinhard Pichler
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